Skip to main content

Full text of "Der Bücherwurm - Eine Monatsschrift für Bücherfreunde 9.1924"

See other formats







































Kim 

MEte.; h 


'~H v * &M£Wkte&m£. <@B- ifcW&jt*£'-% 



mfc?'~' *- • * ."-. ^'* >ci*r' ' ^rBL- • ** ^ p 


XgaSp>*a~*:t3&Ä|L -c* ' 3 >- ■*-•>:., "' T ^-*-’ — 

daffisl 

, 


■ ss»p§g, 

-; *v j c*. 

















BR: 

mf, 




















a® 


$Eine$t on atefd>r ift für Biidf) erfreunbe 


*>eft eins / neunter3ä£*gang J924 
















VOM fimbeft Du für $efle mir? 

Die tieb id) nid)t, 

ffirfeolung bietet nTüben jebe £7ad><t genug, 
DM echten tftannM Seier ift bie tCat. 
«oetfee 


3Die umflet)enfee Ütreujigung oon 2tufeolf @$ie{H 
i(t feem reitb illustrierten 25ucb „£>ie ferci 25r6feer S<bie(ll" non 23 raun gart entnommen; 
<£>ugo ©<i nt ifet, münden, gebunfeen tttarf 2.50. XOo no4> Sinn für e#te l£tnfa<b« 
i>ett unfe f$lt<btcs SDcutfcbfetn lebt, wirb feiefee 23u$ freufeig aufgenommen toerfeen. 




i\ 




£inU)illfommcn 

ben neuen ürfem; es ßnb fo viele, baß wir mit einer Auflage non genau 
*0000 £pemplaren beginnen muffen unb ber „Bücherwurm" fo bas ver* 
breitetße JÜiteraturblatt 2 ^eutfd>lanb 0 iß. tiefes erße ^eft nach langer paufe 
ßeht noch burchau« nicht auf ber »5öhe ber früheren ^efte; aber ßhon bas 
näd>ße foll bi« in« einzelne burchgearbeitet, intereffant unb lebensvoll fein 
unb wirb auch wieber ba« „panoptiFum" bringen, ba« in biefem ^eft noch 
fehlt. £>er Bejugsprei« iß fo außerorbentlich gering, nämlich 90 Pfennig 
im halben Cfa^r für fe<h« ^efte, baß fleh jeber Bücherfmwb ben „Bücher* 
wurm" leißen Pann; bie ^efte werben pünktlich am Anfang eine« feben 
UTonats erfcheinen. 

3m Bunbe mit bem „Bücherwurm" tritt nun ein große«, neue« Unter¬ 
nehmen auf ben plan, ba« auf ganj breiter (Brunblage, mit fuhrenben 
UTännern an ber 0pitje, feinen UTttgliebem ba« wirklich gute, feßone unb 
hoch äußerß wohlfeile Buch geben will, iß eine 0elbßhilfe ber beutfehen 
Bilbung«fchi<ht, bie bur<h oufammenfehluß ba« Buch als Haßrung bem 
ganzen DoH? jurüeferobem will. £>enn unfere Kultur unb alle ihre Werte, 
ja unfer SDafein als t>olf im beßen 0tnne, ßeigt unb fällt mit biefer guten 
beutßhen Bilbungsfchicßt. — prüfen 0ie ben plan be« „Büd>er=Bunbs", 
ber auf ber lebten 0ette biefe« Heftes bargelegt wirb, unb prüfen 0ie ben 
„Bücherwurm"; 0te werben ßnben, baß ftebeibe3h<**«S£rberung wert flnb. 


3 



Su&tmg Ätagetf 

©te pfpcfyologtfcfyen Srrungenfc^ajten §rtefc)ricf) Ttte^fc^etf 

Glicht bie Vebeutung Ttießfcheg alg einer ber merkwürbigften Crfcheinungen ber Äultur* 
gefehlte alter 3eiten foll hier gewürbigt werben, fonbern eg wirb bieftrage geftelll nach 
bem bleibenben Wert feiner pfpchologifchen Befunbe. Ungeachtet einer noch nie bage» 
wefenen Wannigfaltigkeit feelenkunblicher Cingelauffchlüffe ftrebt fein Dörfchen bur«h 
famtliche Werke in pfeilgeraber Sinie bem 3iete gu unb gibt ung im ©runbe in taufenb* 
fachen Brechungen einen eingigen Seitgebanken, mit bem ein fpatereg ©efchlecht einmal ben 
beginn ber Wiffenfchaft oon ben Charakteren ber Wenföheit anfeßen bürfte. 

Dag »Crkenne bich felbft', womit ber ©chwetlenfpruch beg belphifchen Sempelg gur 
©eelenforfchung aufguforbem fcheint, wiberfpricht bem oerbreifefen Vorurteil, ©elbft» 
kenntnig fei leichter unb oollftanbiger gu gewinnen alg Äenntnig beg ftrembichg. Cin Vlfck 
ing Seben geigt ung benn fraglog bie Wahrheit beg ©egenfeilg. Mancher ©efchaftgmann 
hat eine auggegeichnete Wenfchenkennfnig unb weiß bamach gweckentfpredjenb gu hanbeln, 
kommt aber über eine äußerft bürftige ©elbftkenntnig geitlebeng nicht hinauf. Satfachlich 
geht bie ftrembkenntnig ber Ctgenkennfnig ooran. „Dag ‘Du/ fagt STießfche, „ift alter 
alg bag 3ch'.Dag$rembi<h liegt in ber nach außen gehenben Vlickrichtung, bie bem ur* 
fprungtichen Wenfcßen wie auch öem Ätnbe natürlich Ift, bag Cigenicß ftnbef man nur 
burchUmf eßrung ber natürlichen Dichtung. Der „3inbere' tritt mir in körperlicher Cr* 
fcheinung entgegen/ bag Cigenfch muß fieß guerft fleh felbft entfremben/ bamit eg er* 
forfeßbar fei. 

Cine berartige ©elbftentfrembung oollgießt freilich Öer Crwacßfene fort unb fort. Wer 
urteilt, kann fi<h auch auf fein Urteilen beflnnen,* wer will, auf fein Wollen/ wer liebt, 
bewunbert, haßt, auf fein Sieben, Vewunbern, Raffen. Die „pjpcßologie', welche ber* 
gleichen, wie mangu fagenpßegt,„ Vewußtfei ngfatfaeßen' für ben eigentlichen ©egenftanb 
ber ©eelenfunbe halt, ift benn auch ßßon runb gweitaufmb 3aßre alt. Weßfeße war ber 
erfte, ber grunbfäßlicß begriff, baß fie niemals gur ©elbfterkennfnig gu führen oermag. 
Wag ber Wenfcßenkenner am Bebenmenfcßen beurteilt, ift nicht fowoßl beffen fühlen, 
Sollen, Vegeßren,alg oielmehr eg finb bie oermeinten ober wirf liehen Cigenfcßaften, 
bie folgern fühlen, Wollen, Begehren gugrunbe liegen. Sollte alfo bie ©elbftentfrem* 
bung analog oerfahren, fo hafte fie ben Vlick ebenfalls auf bie Cigenfcßaften ißreg Sragerg 
gu richten. Crft biefe Aufgabe begegnet einer außerorbentlichen Schwierigkeit. Cg gibt 
unter ben fpracßgebraücßlicßen tarnen für Cßaraktergüge (einen, ber nicht mit ftarfen 
Wertakgenfen belaben wäre. ‘Jüan guerfenne Jemanbem Wohlwollen, ©üte, Siebefaßig* 
(eit ober Cntfcßloffenheit, Tatkraft, Wut ober ©elbftbeberrfchung, Waßigung, ©ewiffen* 
ßaftigkeit ober auch nur Älarheit, ©eiftegfeßarfe, Phantaße, unb er fcheint baburch 
gelobt gu fein/ man guerkenne ihm ^artßergigkeit, Heimtücke, ©cßabenfreube ober Un* 
fcßlüffigkeit, WiUengfcßwäcße, fturcßtfamkeit ober £)altlofigfeit, 3ügetlofig(eit, Waßlofig* 
(eit ober auch nur Verworrenheit,Pßantaftik, Vergeßlichkeit, unb er fcheint baburch ge* 
fabelt gu fein. Wir gebrauchen biefelben Barnen für Cigenfcßaften einmal berDinge, 
gum anberen ber Perfonen: harter ©fein unb weiche Butter, aber auch harteg unb weicheg 
©emüt/ warmer unb kalter Ofen, aber auch warmeg unb kalteg #erg/ ebenfo bitterer 


4 



7 Kummer, ^ette ftreuöe, beiße Siebe unö fo fort. Wir feßen mithin Öle ßbaraftere guetn* 
3 *** I anöer ln genau Mefelben Wtrfung#begtebungen tole Öle ©Inge. Wenn glelc^too^l nur öle 
(Etgenfchaften Jener mit Wertafgenten belaöen ftnö, fo gebt Öarau# gtolngenö beroor, öaß 
ölefe nicht an öen Qrlgenfchaften, fonöern an Ihrem Frager hangen, öem 3<$. 3eÖer Wert* 
afgent eine# (Sbarafterguge# meint Wert oöer Unwert öe# öamlt behafteten 3db#. 

©le alten <£foterlfer wußten e#, Öaß Öer erwähnte ©cbwellenfpruch einen ©oppelflnn 
habe: ,(Srf ernte Öl<h felbft' unö »Srfenne Öa# ©elbft'/ Öenn e# tft öa# Urbtlö öe# 
©ein#! 3chgefühl tft ©afeln#gefubt unö nicht# außeröem. Wer urteilt: 3<h tat oor 
20 3 ahren Öa# oöer öa#, meint weöer feinen Äorper noch feine ©eele, al# welche belöe 
tngwf f<hen gangltcb anöere wuröen, fonöern ein Crtwa#, Öa# Öeffenungeacbtet ein Selbige# 
blieb. 3m ©erbaltnl# gum 3 ettftrom Ift Öa# 0 etn Beharrung öe# ©ein#, öa# 3cbgeftfbl 
©afeln#bebauptung#gefubl. Ttleßfcbe fenngelcbnet e# nach feiner affinen 0 elte ungenau 
al# »Witten gur 'Wacht*. ©le ©elbftbehaupfung gelingt ln Jeöem Erfolg, fle mißlingt ln 
jeöern Wtßerfolg. 2tn Jenen fnupff fleh eine ©tetgerung, an ölefen eine Wlnöerung öe# 
Wertgefubl#. ©e#balb tft 3<hbewußtfeln untrennbar oon Wertbewußtfeln. ©em gibt öle 
0 prache Qlu#örucf, wenn ße mit »©elbftbewußtfetn* olelmebrSelbftfcbaßung meint. 
3<hwerte ßnö Öarnach anlagemaßlge ©orbeölngungen möglicher Erfolge. 

Ohne Wertbewußtfein fann fein lebenölge# 3<h eplftleren. ©er oölttge 3ufammenbruch 
öe# ©tauben# an Öen (Eigenwert heißt »©ergwelßung*. ©egen ölefe gibt e# Öret Wittel: 
Öen ©elbftmorö, öle pbpßologtfcße ©etäubung (Tlarfottfa) unö Öle ©elbfttäufchung. 
©elbfttaufchungen ßnö ftet# auch ©elbftwerttäufchungen. Wan täufcht fleh über ßch 
felbft, fofem man an Öa# Stfebtöafeln eine# oorhanöenen Unwert# oöer an öa# ©afetn 
eine# fingierten Werte# oöer an belöe# mltfammen glaubt, ©er $äufcbung#oorgang 
ßnöet alfo öte#felt# Öe# 23ewußtfeln# ftatt, unö nur fein ©rgebnl# tft ,23ewußtfeln#* 
tatfadje'. 3wtf<hen öem ftlnöerbllcf Öe# Wenfchen unö feinem Charafter liegt öer © ch e t U* 
charafter, mit öem fein ©elbftfchäßung#beÖürfnt# Öen echten ©harafter umpanjert hat/ 
jwlfchen ÖemftlnÖerbllcf öer Wenßhbelt überhaupt unö Ihrem menfcbtlcben ©elbft über* 
haupt liegt ein gange# ©pftem genereller ©cb einwerte, auferbaut t>om ©elbftoerberr* 
ltchung#trlebe öer ©attung. ©elbfterfennung Ift ln feiner ©egtehung möglich, e# fei 
öenn, man habe öa# fchelnbare ©elbft guoor oom echten geßbteöen. ©ol<he# öurchfcbauenö 
wuröe ^lleßfche 3 um Slnalpttfer Öe# perföntfehen wie ga’ttung#mäßtgen 
©elbftbetruge#. ©a# ßhelnt etwa# Sflegatloe# 3 U fein. 3nÖefien, wer alte ©elbft* 
*, taufebungen Öurchfchaut hatte, Öen brachte Öer nächfte Schritt auch flhon ln Öen ©eflß Öer 
ootlfommenen ©elbfterfenntnl# unö Öamlt öer ©rfenntnl# alter nur möglichen ©plel* 
arten menfchltcher Charaftere. 

Wan fann al# auf ©orläufer Tlleßfche# hlnwelfen auf öle ©plfuräer, öle ©tolfer, öle 
fran 3 Öflfchen Woraltften (befonöer# Wontalgne, SabrupSre, Sarochefoucaulö), ferner 
©tlmer unö noch manche ©enfer außeröem. Ttteßfhe felber war ßch einer gewlffen©er* 
wanötfehaß bewußt. 7llcht#öeftowenlger beftehen hier wefentllche Unterfchleöe. ©er erfte 
Iß Ölefer: alle Jene ©enfer beurteilen Öle Wannlgfattlgfetf Öer 3cbwerte mit #tlfe eine# 
f<hon t>orau#gefeßten 3<hwerte#. Weßfcbe ftellt grunöfäßtfch feöen 3<hwert ln $rage al# 
oeröachtlg, oerfalfebt gu fein öur<h einen TlotftanÖ öe# »Willen# 3 ur Wacht*. 

^lu# öer unuberfehtlchen ÄeIhe t>on33elfplelen greifen wir eine# herau#. ©le ©plfuräer 
empfehlen einen maßvollen £eÖont#mu#, öle ©tolfer Unterjochung Öer 2lffefte öureb öle 


5 



»Vernunft'/ alle Moraliften mitfammen bie Wahrung ber ©elbfttätigfeit beS ©eifteS/ 
(am beutlichften Marc < 2turet: »§ür meine 0eete ift alles gleichgültig, waS nicht ihre 
Wirfung ift'). Tlietjfdje führt bemgegenuber auS: im ©tauben an |ebe Qlrt oon Vernunft* 
Überlegenheit fteeft oerbünnt unb entblutet ber ©laube an baS »aSfettfcbe 3beal', an bie 
grunbfätjltche Mogltchfeit ber »©elbftüberwinbung'/ ber aber entftammt einem unbe* 
friebigten MachtbebürfniS, welches bem MinberwertigfeitSbewußtfein baburch entging, 
baß eS bie Perfonlichfeit in gwei Seile gerflüftete, einen teibenben unb einen über bfefeS 
Seiben triumphierenben.Mit fogen. ©elbftüberwinbungen halt fleh Öer Wille gur Macht 
bureh nach innen gef ehrte ©raufamfeit für baS erlittene Unoerntogen 3 um äußeren 
Vergewaltigen fdjabloS. »(Erft ber Wille gur ©elbftmfßhanblung gibt ben Maßftab ab 
für ben Wert beS Unegoiftifchen'. Tticht atfo bie VewußtfeinStatfachen beS Unegoiftifchen, 
ber ©elbftüberwinbung, ber Willensfreiheit ufw. werben angegweifelf/ aber als beren 
(ErmoglichungSgrunb werben 3r r tüm er aufgegeigt, bie ihre ObergeugungSfraft ber Mit* 
hitfe gur Verhehlung eines ©efuhlS ber Ungenüge oerbanfen. Unb gerabe bie am we* 
nigften angegweifetten ©atfungSwerte erweifen fich folcherart als am grünblichften oer* 
fälfht: bie »3beate" finb »geheiligte Sügen'. 

Vamit ift aber auch fhon ber gweite unb mistigere Unterf<hieb angebeufet, ber 2Tietjf<he 
oon feinen Vorläufern trennt: er nimmt bie »Motioe' (wie nicht minber bie »Steige') 
für etwas gerichtlich ©eworbeneS. Vie »unmittelbar gegebenen Vewußt* 
feinStatfa<hen' ber 3unftpfpchologen finb nur ßbeinbar etwas Unmittelbares, in Wirf« 
ii<hfeit aber baS (Ergebnis ber (Einoerleibung einer langen Vorgefechte moralifcher 
Werturteile. WaS 2iießf<he infonberheit über bie Vebingungen beS »©laubenS' unb 
»UbergeugtfeinS' oorbringt, mag unS gum Velege bafur bienen, baß an »enttäufhen* 
ber' ©charffichtigfeit feine 3erglieberungSfunft in ber bisherigen ©eelenforfchung nicht 
ihresgleichen hat. 

»Übergebungen finb gefährlichere §einbe ber Wahrheit als Sügen': mit biefer geift* 
oollen ©cheinantithefe wirb unS in fhärffte ©ehnähe bie §rage gerüeft, waS eS für ben 
Wahrheitsgehalt eines Urteils bebeute, wenn ber Vertreter beS Urteils oon beffen Mch* 
tigfeit »felfenfeft' übergeugt ift. VieWrtwort lautet: baS Obergeugtfein fprichtmit größerer 
Wahrfcheinlichfeit für bie 3rrigfeit als für bie Wahrheit beS Urteils! Vte Menfheh hui* 
bigen bem gefährlichen ftehlfdjluß: »Weil femanb aufrichtig gegen unS ift, fo fagt er bie 
Wahrheit.' ©ie oerwechfeln mit bem VeweiSgewi<ht fachlicher ©rünbe baS ©ewiß* 
heifSpathoS, baS genau fo bie bloß oermeinte wie bie ftichhultige ^tnbung begleitet. 
Unb bamit oereint fi<h alSbalb bie unS befanntgeworbene Dichtung beS ©eifteS auf (Er* 
Weiterung feines Machtbereichs, hinter ber lanbläußgen ©chlußfolgerung, ein ©laube 
beweife fich baburch/ baß er »felig mache', fteeft bie allergewohnlichfte (ErfolgSanbetung, 
unb eS ift gewiß fein 3ufall, baß eS gumat amerifanifhe Venfer waren, bie baS fehlere 
Diegept erfenntniSwiffenfchaßlich auSgufpinnen unternahmen mit bem feither fo genannten 
»PragmatiSmuS'. »Warum in aller Welt ftänbe eS feft, baß gerabe wahre Urteile mehr 
Vergnügen machen als falfche?.. Ver ©laube macht felig, folglich lügt er.' Vamit aber 
fällt als wertlos babin, waS bisher gu ben wirffamften ©rünben feber weltanßhaulichen 
Sehre gählte: bie Vereitfhaft ihrer Vefenner, für ihre Obergeugung gu fterben. »Unb 
wenn einer burchS fteuer geht für feine Sehre, waS beweift bieS? Mehr iftS wahrlich, baß 
auS eigenem Vranbe bie eigene Sehre fommt.' 


6 



Sritt nun mit feiner beftünbig erneuerten 2perfunft$fr«ge Ttießfche in bie Äeihe her ©nt» 
micflunggtheoretif er, mie ‘Darwin, 2t>lor, ©penger ufto.? ©rtftoielmehr ihr gefährlichster 
©egner! ©ie nämlich meinen, bag 2ier, ben # ?laturmenfc^en', bag Äinb erforfchen gu 
müjfen, ehe fte noch ficb felbft erforfd^fen,* unb baß mitl fagen, fie beuten bfeDorgefchichte 
ber TJlenfchhett unter 3ugrunbelegung ber moralißhen SPertbegriffe t>on beute. Waß fie 
aug ber ©eete beg SZUveß, beß Urmenfcben, beg Äinbeg b^auglefen, hoben fie felber gu= 
oor bineingetrogenl (*52lit feiner Ärttif beg Darmfntgmug bot Tließfche oor runb oiergtg 
3obren oormeggenommen, mag bergeit Gemeingut alter flügeren Tlaturforfcber gu merben 
beginnt!) 5Die ber ©eologe aug übereinanbergelagerten ©(bitten eine geitliche Abfolge 
oon ©ilbunggbergangen ermittelt, fo bot ber ©eelenforfcber bur<b außerfte ©elbftenf* 
frembung aug gegenmartigen ,3beaien' bie ©efchichte ber ©elbfttaufcbungen ab« 
gimebmen,- erft bann barf er hoffen, bie urfprünglichen Triebe beg THenfchen in ©teht 
gu befommen. 

6g mürbe gu meit fuhren, hier bie mancherlei Äunftgriffe gu erläutern, beren Tttetgfche 
fi<b babei bebfent, unb nur barouf fei allerbingg noch bfngemiefen, baß feine auflofenbe 
Ärttif am ©nbe gur ©nfmertung f«hierhin beß Demußtfeing führt. (3lbletlg= 
nung ber Realität beß 3toe deß, beß Dingeg, ber Dauer, ber ©leichheit, ber 3ahl/ 2ln* 
gmeiflung beß Werteß ber Wahrheit unb ber Satigfett beg ©rfenneng.) Qlngefi^tg einer 
folgen 3erftorunggarbeit, bie in ©fepfig unb Anarchie beg 5Uiffeng auggulaufen fcheint, 
erhebt fi<h bie <$rage: mit meinem ^Qlaße mißt benn ber Äritifer felbft? Die^ntmort gibt 
ung ^ietgftheg 3ugenbmerf, bie ,©eburt ber £ragöbfe",mo er nach feinen eigenen Porten 
bie SDiffenfhaft unter ber Dptif beg Sebenß betrachtet unb gmor mit bem ©rgebnig, baß 
geiftige Werte unb Sebenßwerte gueinanber im Derhältnig beg feinblidhen ©egenfaßeg 
ftehen. — ©r mürbe bamit ber QSDieberbringer ber TJlefabiotogie ber Dorfofratifer unb 
ber 3?omantif. 

3lber hier geigt eß ff<h nun, baß biefer größte fteffelnfprenger ber THenfdhhrtt felber ein 
©efeffelter mar. SDahrenb er auf ber einen ©eite nämlich bie Dollfommenheit folgerichtig 
in ber außerperfonfichen ftülle beg efftatifdjen Qlugenbticfg anfeßt, erffnbet er auf ber 
anbern ©eite ben — Übermenfhen unb bog raftlofe ©mporflimmen gu immer fchmerg* 
liieren #öhen! 2J3ag er felber biß in ben ©runb gerfeßte: bie Änechtung beg Sebeng burch 
3mecfe unb 3ufunff, eß fehrt auf anbrer ©bene alteg bei ihm felber ein, fo gmar, baß er 
fith in einer mähren 9toferei fortgefeßter „ ©elbftüberminbungen' gu oemichten fcheint. 
Daoon ber mtchtigfte Sehraugbrucf ift bie gang erstaunliche $atfa<he, baß biefer flhärffte 
Dfaleftifer, ben eß je gegeben, benfetben Villen gur flacht, beffen oergiftenbe 2ebenß* 
feinbßhaff er aug ben oerborgenften ©chlupfminfetn ang Sicht bringt, für mefeng* 
einerlei erflärt mit bem oon ihm gemeuchelten Seben! — ©lücftichermeife inbeg ger= 
rüttet biefer faft unglaubmürbige ©elbftmiberfpruch oorguggmeife Tfteßfcbeg Senbengen, 
bagegen nicht ober f aum feine feelenfunbliche ©inficht, bie3ugum3ug bie^Dertefalfchungen 
oufbecft, mit benen ber 253itle gur flacht feine lebengerftorenbe Tlatur oerhehlt. 

Anmerkung des Herausgebers: Von L udwig Kfages erschien 
im Georg Müder Vertag in Münden: m Vom kosmogonisden Eros * 182 Seiten, in Hafk* 
feinen 5 -OOj ferner .Mensd und Erde", fünf Abhandlungen, 144 Seiten, in Hafkfeinen 
geh. 5.00, brosdiert 3.00/ bei J.A. Bartb in Leipzig: m Handsdrift und Charakter * ge* 
meinverständfider Abriß der grapbofogisden Tednikj es ist das Werk dieses Gebietes. 


7 



Gedenktag 

Deiner gedenß iS. ßuntmer Heide und Pferde, 
ftummer NaSt und Kammer und ftummerer SS uh. 

Hätten ße affe geredet am Morgen, die Erde 
unterm fifßernem Neßef hätte gejauStztfo wie du. 

Aus dem neuen Gediditband von Rudolf C.Binding „Der Tag", Rattern *3D Loenig. 

§ne&rid) ^Hdrfer: Herbert (Sulenfcerg 

Herbert ©Ittenberg fc^afft aud ber wetten ftreube an allem ©elenben. 3bm fft ble ©rbe 
nicht ein©egenftanb faltet Beobachtung ober gebdfftger Beurteilung/ er ftebtooribr mtt 
ber ftreube elned Siebenben. 

©on Heinrich 9Jlann, bem ©erfaffer ber DJomantrtlogte ,©te ©ottlnen', fann man 
fagen: er ärgert ßcb über nlcbtd, bad f^ttt begegnet, ei mag noch fo belieb fein; bad gleiche 
gilt oon ©ulenberg. Slber: Heinrich SJtann ärgert fi<b nicht, well er aud allem wie ein 
Kaufmann feinen Sflutjen jlebt/Weller «öed für feine Romane braunen farnt/ ©uleitberg« 
aber freut flcb an allem, well ei lebenblg ift, well ei Seil btefer ©rbe tft, ble er liebt. ©tefe 
Siebe Ift nt<bt <brlftudbaft aufopfernb unb btngebenb, fte tft ftarf unb elgenfüdjtig wie ble 
gelben ber oorgef<bWbttt<ben 3 etten. tötete feiner "Elenfcben fühlen fl<b ald eine ©rbe för 
flcb, fühlen flcb wie bad £)erg ber ©rbe unb mosten mtt allem, bog f<bon tft, einig werben: 
mtt 5£e<bt ober mtt ©ewalt. — ©tefe fcbranfenlbfe, llebenbe ©egierbe nach bem ©efttg 
alled 0cbonen treibt ben Qlnfetm Im # 5Tatürll^en^3ater', treibt ben ©rafen SDalewdfi 
ln bem ©rama ,3lmta 2 Baledfa # , treibt ben ©bgar ln „Setbenßbaft'. — Studj bad £aß* 
liebe Ift ©ulenberg unb feinen #auptgeftalten: Quell ber ftreube, — bed blfflgen, fpott» 
fücbttgen,lacbenben ipumord. SBenn ©ulenbergd gelben wtrfllcb bafifcn, foentfprtngt fbr 
#aß aud ber £ i e b e, aud ber ©nttaufebung ober aud ber geretgten 2 Dut gegen ble ©ebranf e, 
ble fte blttbem will, alled ©cbone 3 U befitjen. 3lud blefem #aß entflieht Slnfelm feiner 
förau ©rtgitte (»wir batten und otetletebt gang gutoerftanben, wenn wir nt<bt oerbetratet 
gewefen waren'), aud blefem #aß tötet SPalewdfi, ber oon flcb fagt: „teb bin ble ©ttte,' 
ben freier feiner Softer, ble er blutf<banberlf<b begehrt. 

©ulenbergd OTenfcben flnb gang 33t enfeben blefer ©rbe/feine ©runbftlmmung Ift ble ftreube 
an allem 33tenfcblt<be»V ei tft ble gleite ©Inftellung gum Seben, aud ber ©bafefpeared 
©idjtungen entwarfen. 3 lber ©ulenbergd $reube an ber wetten ©ielfalt bed Sehend (ft 
nt<bt fbafefpearlf<b ungebrochen — fte tft gefcbwädjt oon bem Riffen um©tbod,um©elft 
unb Uberlrblfcbed. ©aber bringt fein ©rlebnld nicht fo ftarf unb tief ln ble 33tenfcben, baß 
er fte gang erjebopfen, gang erleben fonnte,« baber oermager feine 33tenf<ben nichtfo flcber 
unb breit auf ble ©rbe gu ftellen wie ©bafefpeare. ©ln #au<b ber SDebmut umwebt feine 
©eftalten/ ei tft ble Wehmut bed ©iebterd, ber fühlt, baß er nicht mehr gum Äern feiner 
33lenfcben leben fann, baß er nicht wie ©bafefpeare ben STtenfcben, ben er liebt, fo ln bfe 
©tebtung ftellen fann,baß flcb an feinem bloßen ©ein ble Urgrünbe feinedSDefend offnen. 

Eulenbergs dramatische Dichtungen sind bei Engelhorn in Stuttgart erschienen/ seine 
bekannten „Schattenbilder" und „Neue Bilder" bei Bruno Cassirer Verlag in Berlin. 


8 




„tOol)I «Darf no<b I>onar feinen Rammet: hinter ber ITCitgarbfcblange ber, 
unb man fagt audj, er batte in ber Tiefe ibr haupt getroffen; bod> benfe icf), bie Vüabrbeit 
wirb fein, baß fie no<b beute lebt unb im Weltmeere lagert. fbonar b«lte no<b «in jweite* 
ITtal aus unb biesmal fegte er feine Jaufl bem Rümmer fo bitter bas <t>bc. bafj er über 
25ot*b flürjte unb bie ,f ufjfoblcn feben ließ. 5?ann watete er an ttanb." — 5Der 4>ol$f<bmtt 
biefer ©eite, ber ben ansiLanb roatenben&onar .teigt, ifi entnommen bem „23lenbwerf ber 
(Bütter ", aus bem 2lltnorbif4>en übertragen t>on 2l-3obn*<Borsleben, mit fünf holM<bnitten 
»on Peter Trumm. TO. ©imon in Paftng, 3.00, in ^albleber 10.00. "Don pctcc Trumm 
würben u.a. noib^oljfcbnitte geföaffen für bie „£bba",übertragen t>on 3°bn>(BorsIebcn, 
unb für ben „Tvofjtdufcbec" ber «Dcoiic'^jölsb^tf» ^inbornWerlag, in halbleinen geb. 1.50. 






































F r ä n k i s c h € E h e g.e's c h i c h t e n 

Öü[?cgefd>icf)ccn aus bem «5rranFeiim<b 6>e« 6-3a^r^«nÖcrt6 n.dfet./aus bem 
prcUhtigeh, überreichen tDerf 00b4tihes 43wbler, „55«® ^rAnFertrcid> w 
nach jettgenöfjifchen CDüJcllen, 3ufeb^ c ^n& itt halbleinen7.50; ein mmcr« 
gle*d>lid>es Ärfebiuh für jeben, berbas frwhe tnittelalterauf ^rtmb jcicge* 
nöffifcbee ^oFmnente «nb^3edd>iie jiebiir -?trt witflich nce^ebenwrtb betitlet! 
lernen will, harmlos witb unbefangen werben auch ^»eible 2>iuge berichtet 
unb ihnen fo alle« 3ebenHid>e genommen; flei>r awh 0*ite 17. 
tDieTRönig Ci>lotbad>ar ba$u fam, bie 0<hweftcr feiner 6‘rau ju betraten/ 
roill idb nun erzählen. 

3Us er mit ber 3nguub bereits verheiratet war unb fle mit innigfier iUebe 
t» fein her? gefcblblfen batte/bat fie ihn alfo; „VI'Tem herr h«t mit feiner 
ltlagb/nnc es 4>m gefiel, getan unb mi4> Äuf fein ^ager berufen. Unb nwrh 
mein he*r unb ^Öing, §^ re $n, was beine tTlagb bir fpricht, auf baff 
tu betner h«lb bie 25rsne auffe^efl;bitte,, bafj 3h* Ütuty würbtget/ 
für meine 0d>we)ler, eure Sienerirt, einen tutbttgen tltann, ber auch etwas 
bat/ ju beftimmen, bamit ich ««&* gebemürigt werbe, fonbem noch mehr 
erhöbt i£ud> um fo würbtger bienen Faun/' 2%mtn§<xtu ber 3$önig folcbes 
vernommen, ba ergriff ihn —; er war au^erft ausfihtreifenb — bie üiebe 
$ur 3lregunb, fißr begab ftCh fofort $u bem llleierhofe^ in bem ftc fleh auf* 
hielt, utib heiratete fte. hierauf Fehrte er jtir ,3ngmib jürwf yn& fpra<h alfo 
$u ihr; „3<h überlegte bet mir, wie id> bir jene hulb erweifeti Fönntc, um 
bie bu, fü$cs herj, mich gebeten b*ft- 34> fuebte alfo einen reichen unb 
Fingen vTlami, um ihn mit betiter 0d>weüet* ju vermählen, unb ba fanb 
ich Feinen belferen, als mich felbft. Unb fo wiffebenn, bafj ich fte jumtDeibe 
genommen habe, .Wasbir, wie glaube, nicht mißfallen wirb." VDorauf 
jene; „HTein herr möge tun, was ihm in fernen klugen gut fthemt, wenn 

nur beine ItTagb in ber hulb bes Königs auch weiterhin leben barf/ 

* * 

Königin ^rebegunb war ein febönes, dufterorbentlicb Fluges l£>eib, baju 
eine &bebredberln.' Daitttttal war Tauberich einer ber 0roftcn am h ö fc 

10 


be« Röntge, ein feiner 2$opf unb ein tüchtiger tTTann. 25 en liebte bie ge= 
nannte ^Rönigm gar fel>r, weil er mit ihr in Wollufl bas 43ett teilte. 2Us 
nun eine« iCages ber Äönig in aller £rübe ;um Cfogen auf ben Weg non 
(tbelles gen pari« geritten war, Febrte er plötzlich um. &ie brunftige iliebe 
ju feinem Fönigltcben Weibe trieb ifyn ba;u. Pom pferbeftall au« begab er 
fi<b in ba« Scblafgemacb bes palaftes. ^rebegunb war eben aufgeftanben 
unb wufcb fleh ih* ^aupt. 25er 2$önig Farn non hinten ber unb gab ibr mit 
feiner Reitgerte auf ba« (Befäft einen 0cblag. 0ene rief: ,,Wa« fällt bir 
benn ein, mein iLanbericb!" benn fie bacbte, biefer wäre e® gewefen. ÜDann 
flaute fie auf, fab ben !Rönig unb erfcbracF gar febr. 25er ^Rönig aber war 
au« ber tt?aften traurig unb begab flcb wieber auf bie Cfogb. ^rebegunb 
lieft nun ben ü.anberi(b Fommen, erzählte ibm ba« Porgefallene unb be* 
merFte: „überlege bir, wa« ju tun ift; benn morgen werben wir beibe 
fürchterlich gefoltert werben." ©an? beFlommen antwortete biefer unter 
Cränen: ,,2)a« ift eine böfe Unglüdfsftunbe, ba bicb meine klugen faben. 
3<b weift wahrhaftig nicht wa« tun; benn non allen Seiten i>cv brobt 
mich bie (Befahr $u erbrücFen." Worauf jene: ,,^ab Feine <^urd)t! ^öre 
auf meinen &at unb b^nbeln wir bemgemäft, fo werben wir nicht fterben. 
Wenn nämlich ber ^Rontg gegen iCagesenbe bei Einbruch ber TTacftt non ber 
3agb jurücfFebrt, fo fcbicFen wir einen UTörber gegen ihn unb Äeute, bie 
bei bem WTorbanfall fcbreten: »Äönig (Ebtlbebert ber 2lufirafter |><tc (IfyiU 
per ich überfallen! 4 3ft ber Äönig tot, fo werben wir mit (fblotbacbar 
berrfcben." Unb fo gefcbab e« benn auch. 

i£befcbeibun gebrief 

25em nicht« weniger al« liebenswürbigen, fonbern bem gan$ wiberlicben 
unb aufgeblafenen <5errn, meinem ehelichen (Bemabl, 5rau VT. 25a e« wohl 
beFannt ift, baft wir unmöglich beifammen bleiben Fönnen — ber Teufel 
bat bas bewirFt unb (Bott will wohl unfer öufammenfein nicht —, fo ift 
es am beften, wir löfen unferen 43unb t>or guten tHenfcben, wa« wir aud> 
getan haben. Will alfo mein UTann ein anberes Weib nehmen, fo foll e« 
ibm freifteben unb in gleicher Weife auch ber $rau, wenn fie einen anberen 
UTann will. Sollte eine« non uns gegen biefe Perbriefung hanbeln ober 
auf ben anberen <Ecil 3tnfprucb machen wollen, fo b<*t e« founbfotnel Scbil- 
linge — jebe« gleich oicl — t>or bem Richter ju erlegen, unb feinem %n- 
fprucb foll nicht ftattgegeben werben. 25iefe Perbriefung foll für alle Seit 
recbtsFräftig bleiben. 



2>ie 3b« be» 3^.^>ems 

Keiner bet; anberen Stemme £>eutfcblanb» — wenn nicht 6er Welt — ift fo unlösbar mit 
6em @4>i<ffal feine» T>olfe» oerfnfipft wie 6er Dhein. 3« il)m liegt ni<bt nur 6er &ort 
6e» Dolfe», in it)m rubt 6ie 36ee be» t>eutf<htum«. JDiefe bilbt>afte WirPung 6e« Dhein» 
wirb f4>on fiebtbar in 6er germanifeben Utorgenrite, tritt mit bem heiligen rbmifeben 
Deiche beutfeber Station in ba» helle Sonnenlicht {lautlichen Heben», aber beute — in ber 
£>Ammerung be» cbrijllicben 3eitalter» febafft ber rheinifebe Siebter be» beutfeben “OolPes 
bem Strome feine neue geizige (Beflalt. 

Ser "Htjein, ber Strom ber beutfeben Sage unb (Berichte, bie Heimat fo oieler ber (Brieten 
unter ben (Bemaltem be» Seutfcbtum» fpriebt ju un» beute, ba wir um ibn al» unfere 3bee 
unb unfer Heben ringen mfiffen, wieber bie uralte Sprache be» beutfeben 25lutes. 

IC» ijl un», als ob aus bem (Srunbe be» Stromes felber ba» Wort emporfliege, wenn wir 
in ben „Stimmen be» feines" einem jfingft erfebienenen „Hefebucb ffir bie Seutfcben" oon 
^friebr ich Wolter« unb Walter El$e, “Oerlag £irt, Breslau, au» bem Greife ber-Sldtter 
ffir bie Kunfl lefen. — „Ser Spiegel ber Scbam unb Hoffnung" wirb un» mit biefem 
Werfe oorgel)alten, bamit wir begreifen lernen, baß im “Kleine unfer „Scbicffal" be« 
fcbloffen liegt, bas in ber Einleitung — einem Uteiflerwerf plaflifcber (Befcbiebtsbarflel* 
lung — wie ein Stanbbilb oor un» aufgeriebtet wirb. 

2lm Dheine lagen oon jeher unfere (Befahren unb fcb&pferifchen Utbgliebfeiten. Sie gei« 
jtigen (Brfinbe unb meift aueb bie gerichtlichen ScbauplAge be» Gingen» jwifeben (Ber« 
manen« unb Dfimertum, jwifeben Kaifer« unb Papfltum, jwtfcben Deformation« unb (Bege n« 
reformation liegen alle an ben Ufern biefe» Strome«. Dm Dhein, im Hanbe oon Dorn 
unb Wein, ooQ^og ft«h bie erfle bureb bie 3at)etaufenbe fruchtbare Utifcbung germanifeber 
Statur mit rbmifeber Kultur, hier ftnb bie Urfprfinge unfere» Siebten» unb unfere» 
Wefen». Unb wieberum war e» ber Dhein, ber ber mit ber Deformation brohenben Ent« 
mifebung unb Duflfifung ftegretcb <&alt gebot, unb bennoeb reich genug war, uns in Ute« 
lanebthbn ben praeceptor Germaniae }u febenfen. 

Dber fiber bie geiflige 35ebeutung feiner oielen Kinber ju fpreeben, wfirbe un» hier ju weit 
ffibren. So wollen wir febweigen oon ber beutfeben Utpflif, oon Uteifler Ecfart, Sufo unb 
Eauler, febweigen oon beutfeber 23auPunfl, oon Erwin in Strasburg unb <Bert)arb inKiln, 
febweigen auch oon bep ffißen ^>erbigf eit ber Dheinifcben Dtaler, oon ber flAnbifcben Kultur 
unb ber angebeteten Huft ber rheinifeben St Abte. Dber bie» fei un» ju fagen oerginnt, 
baß biefe Sammlung Peine jufdllige «5>Aufung ber Dusfprficbe oerfcbiebenfler UtAnner aus 
ben oerfcbiebenflcn 3eiten ijl, fonbern baß ber fo reiche Stoff au» ber 3&ee be» Dheines 
felbjl ftcb geflaltet hat ju einem monumentum Germaniae, wie unfere Dichtung nur we« 
nige beftgt. — Siefe 3bee hat oermoebt, baß bie Stimmen ber UtAnner, bie einanber fo 
fern unb wefensfremb ftnb, wie Utofcberofcb unb “Dictor <?>ugo, wie ^ilberltn unb^cine, 
wie (Birre» unb Utarp, baß alle biefe Stimmen in einem Dfforbe erflingen, migen fle ba» 
Dheinlob oerffinben, bieDnfprficbe be» 23eute« unb HAnbergierigen ,feinbe» abweifen, ober 
oom beutfeben Wefen, feiner Uneinigfeit unb Ohnmacht, feiner (Bemeinfcbaft unb Gilbung 
reben, warnen, hoffen ober forbern. — So wirb bie» Kampf buch bureb fein Safein ju« 
gleich £tofl unb Verheißung, bie im biebterifeben Wort erwiefene Kraft ber 3b« unb 
fomit eine Siege»hoffnung. Sr.W.Dnbreae 


12 



©er 3f£>enteurer 

2Böö machen toir mit unferen Abenteurern? 3n ruhigen 3eittauffen befrachtet bie 
bürgerticbe Oefefffchaff ben Abenteurer mit ©tifjtrauen unb nimmt Slrgernte an 
feinem Treiben, baei gu nicpte ©utem führen fann unb feinertel blühen bringt. 3n 
erregten unb geloderten 3eiten toirb er gefabrtid? unb (tiffet bebenftidje iOinge an: 
©ett>agte©rünbungen / gefabrii(beUnternebmungen / obergürputfcbe.2)ie3 : reube 
anmuten unbrafcpemßanbetn, tebenbigepbantafle, 3Jtut unb©orgtofigfeit, ber 
ßang gum ltngetobbnticben reiben if?n in Abenteuer, bie betounberttoerben, toenn 
fte (Srfotg buben, ober ihm ben #atef foften. 

(SinSJolf ohne Abenteurer iff tot; fanget un Abenteurergeiff ift fanget an 3u* 
genb; alternbe ODtenfcpen unb Söffer freuen ben ©prung über ben Abgrunb, fie 
betreten nur Brüden mit garantierter Tragfähigkeit. Ä>ie Abenteurer finb fotoert* 
oott toie bie betoäbrte<5d)id)t ber bürgerlichen Naturen, toie S^ünffter unb (Srfinber; 
man gebe ihnen Dtaum, Reiben gu toerben ober ben ßatei gu bredjen; bann fann 
man jte ja fang» unb ftangtoei begraben. - (Sngtanb bat baei immer oerftanben; 
bunberte ftnb gu ©runbe gegangen, anbere haben feine 3Jta<bt bief an baei (Snbe 
ber 3ett getragen: 2öarren #af?ingei, ber eigentliche (Eroberer 3nbienei, 3tetfon 
unb (Serif ^bobe^, um nur brei gu nennen. 2B i r haben bem Abenteurer nie freie 
©ahn gegeben unb oor attem feine elementare ^raff fetten gead)tet unb benutzt; 
er btieb eben ein fufpefted ©ubjeft, ber ©efettfcbaff unb bem (Staat ein ©reuet 
unb ein ©d)euet: ©er (Stepbant im porgettantaben. ©ie itnfäbigfeit, biefe unge* 
toöbntid?en, mabtofen, teben^bungrigen, tatenburffigen unb oft fd)opferif(ben0ta« 
turen in ihrer 2Beife aueitoben gu taffen, iff eine (Snttoertung oon Werten, eine 
©erbürgertid)ung beei|©eiffees, eine teilte ©erbtobung toie baei frembe ©effaunen 
beei ©eniaten: (Sine burd) bunbert ©erftcperungen gegen attecf unb jebecf, gegen 
Xeben unb $ob, £>if?e unb Platte, tfaffe unb irodenbeit, gerbrodjene Sanfter unb 
serriffene £>ofen, hinten unb oorne Der« unb rüdoerftdjerte, bebäcbtige ©efettfdjaff 
gittert unb bebbert oor bem getoagten ©prung beet Abenteurerei toie oor bem io* 
ben furchtbarer ©etoiffer. ©iefeei braotoerben eineei gangen ©otfeei bat ettoaei 
(Sntfefjficbeei unb unfere Literatur betoeiff baei; $fart©?oor unb einige ßetben ber 
Zftomantif toaren bie testen; toie iff baei bßiffc ©tut beei totten ©imptigiuei ©im* 
ptigiffimuei oerftdert! ©3o iff bie Jreube an tebenftrobenben ©toffen gebtieben,an 
raftbem Sun unb gefabrootten Jahrten, an grobbergigen SBettoerbefferern ber 
$at unb tounberbaren Abenteuern? Über Xeben unb ©icptung tag bieder ettoaei 
oon tottid)er £)rbnung.©ie3üngf?en haben baeigefübtt unb atteef fe unb finobaff 
nacbbaten tootten unb haben bocp meiff ftatt beei erobererbaffen Abenteurerei nur 
ben reinen ßocpffapter ober fentimentalen^ino*©eteftioen bingepinfett. (Sinigen 
gefang w eef; gu ihnen gehört grib CRed* OTatteeisetoen. ©d?on im Xitet feiner 
„$rau Überfee" tiegt ettoaei oon todenber Serne, oom fftatfcpen ber 2Bogen an 
bie ©djiffeiptanfen, oom ©ee* unb ©3anbertoinb im iafettoerf ber groben ©egter, 
oon fernen Hüffen unb gebeimnieioottem ürtoatbbunfet oerberbticper £anber 
„überfee", ©ie Abenteuermenfdjen geben ben©üd)em Cftedef baei ©epräge. ©er 
junge ßanfeat ber „Srau Überfee", ber baei Xeben mit atten poren einfaugt, ein 


13 



ßger $?erl, allen -tagen gewacbfen, fällt hoch bem beiden Gmb unb ben geilen 
Sropenßäbten sum Opfer; gerabe bas Unbefümmerfe feinet Abenteurertums 
toirb fein Verhängnis unb fd)ließlicb tragt if>n bas fjeimatiic^e ©d)iff im engen 
©arg als fleines ffiftees paf et surücf. 2tf>er baef tff nur einVorfbiel sur„©ameoon 
3tew-iforf // ,bem V3eib als Abenteuerin, bie ßcb aus einer su Sobemecbanißerten 
3Beit in bas grobe Abenteuer ßürst unb fcbretflid) jugrunbe gebt. iOiefer unge¬ 
wöhnliche; leibenfcbaßliche Vornan bat sum erßenmale ben groben ßintergrunb 
bes Ifiecffchen ©enfens unb 3?üblenS: ©ie Vernichtung bes OTenfd?tid?en, ber 
©eele, bes Sühlens, bes Natürlichen unb alles ©ottgewollten burd? Vtechani- 
ßerung,3Naf<hine,2Beltorganifation unbVMfapital. ©egen biefe2öürger bäumt 
ftd) alles auf, was naturgewachfen unb befeeltiß; bie ganse V3elt bes Dßens be¬ 
ginnt su grollen unb su beben unb erbebt ftd) mit Naturgewalt gegen ben ameri- 
fanißerten V3eßen. 3n biefem Stampf toirb bie fc^one Srau, bie feinffe Vlüte ber 
amerifanifcben 3ioilifationsfultur auf bie ©eite bes ©ßens geriffen, hinein- unb 
binabgesogen unb gebt etenber sugrunbe als 3arobfens NTaria ©rubbe. 

©elbß ber Vtonch3oannes im ©rama „3oannes // ,ber in einer fommenben,riefen- 
baff inbuffriafifierten unb entfeelten V3elt ben ausßd)tslofen $?ampf für NTenfch- 
lid)f eit aufnimmt, ift im ©runbe ein ebter Abenteurer, toie auch bießelben ber fünft- 
lerifd) febrbochßeljenben bißorifchen Nooellen „PbrpgifcbeNtüben". ©as ift bas 
Ungewöhnliche ber 25üd)er:fte<fS: ©ießnb gelabenmit bem3ünbßofffommenber 
Sage: ©er ^ampf ber Vtenfchen unb Ntenfcbenfeefen gegen bie immer weiter 
freffenbe Vtechanifterung unb Veröbung ber V3elt, bie Auflehnung bes Dßens, 
Aftens unb Nußfanbs gegen ben V3eßen, ber ^ampf gegen Verübung unb ©nt- 
feefung, ber ^arnpf ber ©bien gegen Verfuberung unb Verlotterung, ber ^ampf 
©ottes gegen ©ottfoftgfeit. Auf biefem groben ßintergrunb, Por ben V3oIfen* 
toanben beraufsiebenber ©etoitter oon ßimmernben Vlißen fautfos burcbsucft, 
ba gewinnen bie VJorte Vecfs erft bie Polle Vebeutung unb werben faft propbe» 
tifcb. 6o gewinnen auch feine Abenteurer ©röße burcb bie ©röße bes hinter* 
grunbes unb bie treibenben Grafte: ©ie fallen in ber Ahnung ber Vtorgenrote 
einer befferen 3eit. Nur wenn ber Vtenfcb wieber menßhlich toirb, wenn er bie 
Vtächte ber Unterwelt beßegt, wenn blinbwütenbe Ausbeutung, Vted)anifierung 
unb Vtabbinenbaftigf eit oon natürlicher Orbnung ftarfer Vtenfihlicbfeit unb -Gebe 
überwunben werben, fann eine neue 3eit ber Vtenfchbeit beraufsiehen. Unb fo 
fchtiebt basVud) oon ber abenteuernb oerfommenen „©ante oon Newport" mit 
ben Porten: „Aber in einem Frühling irgenbwo, oielleicht hier, oielleicbt in ben 
großen ©benen Vußlanbs, floßt ein Vauer bie Sür feines Kaufes auf unb fleht 
bie erfte Xerdje ßeigen unb riecht ben Frühling unb benft baran, baß es nun halb 
3eit iß, nach bem Pflug su feben unb ruft fein VJeib, baß auch ße ßebt wie es 
Frühling wirb.Unb bie iß ßhwanger. Unb ba bieVMt ßnnlos unb ohne Gebe ba- 
binraß burch ©lut unb ©lenb unb bennoch ßd) febnt nad) ©inn unb ©rbarmen, 
fo wirb biefe ben gebaren, ber ße burch feine Gebe sur Gebe swingt." — Unb su 
bem werben bie echten unb rechten Abenteurer ßehen wie 3obannes su bem, ber 
nadHbmfam. 2BalterV3ei<barbt 

Die Bücher von Fritz Reck*Malleszewen stehen auf Seite 23 in der Bücherliste. 


H 




% n m c c E u n g e n 5 u 35 u d) c z n 


tjöilJjeljn Ö)«criii0tc S i>iß Anfänge te Cafrlmolerri. ttlit J2S Wbbiiburtßcn. 3«feI-Pwl«g. 
<Beb. 13 . 00 .. — •0tr..ferfaiwwe gtda$cnbcr piftim werben ijitc neue,fragen mb Probleme 
«ufgteoflt smb *«v 3 >tsP«f^co gcfttUr/iWi; $s« atter ,Sun||fbfff$cr unb *JUeb> 

fjobec fixier ttn b. 3« twi t) t» imb b <90 io$it öI)ik etc öoMiibe fa<&Ü 0 * ®egefin&ung jldlr. 
&ec tJetfdjfer itt Oer? gtogaetigen et-ftwi ÄbfdMtftfetu „tüeftfttt bre Jf r Ja&rt)anbtvt&" 
unb „pacdplwaftn über bä» i&jfymifc&e Cherna" mit {ein £■«#, bc« im übrigen 
brr Otut^eK CdfelmöUtfi in ?btxn %\tf&nvjtn btä U?b<cgnW^t z>ecleii)ir ( auf eiiitr 
breite gtifles* iinö FuhucgtfÄi^ri^t öcurrölagc, IDm ffiMiib#« unb weßlnben Strä» 
mutigen werben, in biefer ^erm woW 5 «m crßenmal, auf bem töebiett ber Tafelmalerei 
bie oetlit&en etitgegengegeUt;, bre figcittömlicbe b*ir Hunfl wirb tn.it 

ffauffÄcnt ÄunftempfEtiben tettweife begrün bet. 3». ft&arf er Cher« Pteri »tcrung werben 
fbbann einzelne befbnbers beutf<be ^Rfinfd«rpei-f 5 ttttcbfeiien wie ttTeifter 

Bertram mb Jtanft, ferner Cönrab 00n Boe(V mujttrgüftig nabefu monograpbif* ge» 
würbigt. StlfeihierjWi.ublnb bleiben ifmwenbungen gegen mani&c JEintelbeiten eine» mit 
fb ßatfän Stibteftknsntus »cm finflleriftber i6tnffii)Iung getragenen Werfe» möglitb, 
jumal bielege?« ilbftbmtte bec f&b'Uttb mittclldnbif 4 >e« nialercijju wenig geredjt werben. 
Sie r>t rm^gtn aber bie augetoebent Jicbe 2?ebeutung bes cSanjen m^tjufcbmÄlevn.Stltent, 
auch wrttig befartnic tlbbilbungen erldutern ben CeptV VIaffe 

<Dtfo 3 off/£>te ßandjti^nangcn öw iWIdjerangefo. Äiepenbcacr 24 , 00 . — ©0 gebt e» 
iE« genügt nie^t, ein paar «£>dnb* polt Scnbiumgen • jufammenauraffe«. unb il;n«i einige 
ganj allgemeine Sage über bie !Run(t lUitbelöngelo« »«ranjuf^itrfen: fcit 3dc(mttflgen 
felbfl woUrn btb<*«belt fein. J^itt fejiti alle* 3 S.efn rtb<bfb befjbfibenerlOctftiib ifl gfinad&t, 
ben Setradjirr in bas YOefeit btefer 2>ldttec eirtjufÄliten tmb bie ©afl^erfläniirg jft f« 
bürftig, bag nid^t einmalStubienl?ti4>flangelb« na4) dlteten Itleiflecn alö fbl$t Pennt* 
ltd|t gemalt finb. Ciii bötib? ^etntiärVöAlffli« 

Ruiblfy^ingtc/^nölartWfunJlv tfl!t^3?lbb, <D. €, 2 U&t Prclag,^YPappcnpfl^e,Tanj* 
masfr«, oretjftbpuppm, gef#mtjte Pfeifen, ftgÄclf# gefaltete. < 5 efd£e, gemalte TonEt-Äejt, 
denatnentale <5ea>ebe uiibitle^tarbeiten, »an 'UlaaFa bi« Per« entftanben, 3eug.cn, fbWie 
f« hier in guten21bbilbtfngenjafammengeifeUtftnb, non einer gewifiVj» iEin!)ri? bet ‘Eultür 
unb ber itebensfreife, bie ber atnerifanifebt iErbtcil au« fit$ fe!b(V beröu« beporgebratbt 
tjat. iE« wdre wsrlbcfenb, ben 3 ufammen^dngen unb ben ^rggeit na$ Qtnri nüb Utfprung 


IS 






nafougeljen, wenn ein burchaus erfahrener unb fachperßänbiger Rührer (ich fänbe. 
Ugingers Tept iß ein brobelnbes Chaos non UeberfchwänglichFeit, in bem bas 3nbianec* 
hafte bloß in nagen Hebeln angebeutet unb über bieHunß nichts «faßbares ausgefagt iß. 

Otto Jifcbec 

töoljf-peterfen / Pa« Cdßcffaf bet fllu/if non bet TlntiFe gut Oegenmact. «ferbinanb Hirt. 
(Beb. JO.ÖO.— Wen burcb ben wiberlichen mußFinbußrießil bet Stäbte mit feinem leeren 
2lbleicrn bes JttußFguts bes J9. 3ai)rt)unberto, burch bie nur mußFantifche Orientiertbeit 
ber JachmußFer, bie 3 eitbcfangenheit berÄritiF unb bie erförecFenbe Sprachverwirrung 
ber Schaffenben ftcp in bie (EinfamFeit gebrängt empfängt in biefem 23u<h mit 
feinem Weitblic? Aber brei 3<*hrtaufenbe unb feinem Tiefblic? in bas Werben unb Wodcn 
ber mußFFulturen bie Träßung geiziger Schau. Paß (Briechenlanb als Uranfang et' 
fcheint, ifi freilich tnieber eine (Brenne, bie Spätere überfchreiten werben. 2lbcc l)ier ßnb 
2lnfäge einer wirFlichen niujtFgefdjicbte, bie an Siede ber bisherigen (Berichte ber ITlufiF« 
tatfachen treten muß. (Ein wefentliches Buch für ade, benen bas Schief fal ber mußF eine 
£>afeinsfrage bebeutet unb bie fchäpferifch ju lefen befähigt ßnb. HrmtnRnab 
Pit Heben Ootarao Bubbhos. mittlere Sammlung, 323änbc. 3 um erßenmal aus bem päli- 
Ranon. „Pie Hiebet ber tftänche unb Honnen (Botamo Bubbhos". 3um erßenmal über« 
fegt. J923; 634 Seiten. „Pie legten Tage (Botamo 23ubbl)os" (aus bem Päli>Ranon über* 
fegt). 279 Seiten. „Per Wahrheitpfab" (t>hammapobam) J92J (aus bem palt über fegt); 
J 56 Seiten. Sämtlich in Ueber fegung von RarKEugenHeumann, Perlag Piper & Co., 
münchen. — Pie grunblegenben Werfe ber 23ubbt)a-Hiteratur werben hier geboten non 
bem beFannten^nbologen unb vor 3 Ügli<hen Schriftjieder in einer Uebertragung, bie nicht 
nur ben (Beiß altinbifchen Weistums atmet, fonbern auch tm fprächlichen HusbrucF — bis 
auf bie meißerhafte Beherrfchung ber Hditeratfon — ben Originalen gerecht wirb in einer 
bisher Faum noch erreichten Podcnbung. man laffe auf ß<h wirFen bie Tiefen asFetifchen 
(Empßnbens unb babei bie mannigfaltigFeit inbivibueden (Erlebens unb 23cFcnnens, unb 
man wirb gewahr, bie Haut er Fett biefer (Puede fublimß't Selbßjucht unb legtet Hebens« 
Weisheit. — (Eine ganj Furje Probe aus ben Hiebern ber manche unb Honnen muß b' cc 
leibet genügen: Pie (Battin jum (Batten: 

„<D Kilo, wie am ©ipfel bort So breit ich meine Urme aus, 

Sie rolle ffiolbnfrtjie glüht, So lag’ ich meine Schleier n>et>n 

Sie hier bie Kante füchtig treibt, Unb wiege bich in fügen Suft: 

Um See iLiauen buftenb blüh' 1 « Bin ich nicht fchbn, bag bu mich fUehß?" — 

(Er weiß ße ab unb wirb m&nch.— Pie Tlusßattung ber Bänbe iß fehr würbtg unb ba« 
bei in hanblichem Format (Tafchen«2lusgabe). Pr. C. P o g l 

ßcteücich fjriler / Per ßatholijisraus, feine CJÖee und feine Crfcheinung. (Ernß Heinharbt, 
münchcn. — Pas 700 Seiten umfatfenbe, vom Perlag fchän ausgeßattete Wer? iß eine 
rädige Heubearbeitung ber J9J9 in Sihweben gehaltenen Porträge. Per innere (BebanFen« 
fortfehritt bes Perfaflers iß fo ßarF, baß bie erße Fleine Schrift vädig außer Huts ge« 
fegt wirb. (Er hat ßch )ur Aufgabe gemacht, bie Riefenerfcheinung bes Hatholgismus, 
bie heute mehr benn je in ben legten J003al)ren bie (Beißeswclt bewegt, 3 U begreifen. (Er 
fchilbert ben Ratholgismus in ber gan 3 en PielgeßaltigFeit feines Hebens—PolFsfrämmig» 
Feit unb (Befegesreligion, Hierarchie unb Theologie, Hiturgie, mänchtum unb JttpßiF — 
unb fucht babei ßets bie J^ttftbne ber Fatholifchen ärrämmigFeit 3 U belaufchen. (Er bleibt 
feboch nirgenbs in ber empirifChen Parßedung ßeefen, fonbern fucht im tfnfchluß an bie 

16 



größten Fatholifchen (Benien, vor allem an Nuguflinus, in phänomenologifher «Beifles- 
haltung, 3&ec unb 3beal bes ^Katholizismus herauszuarbeiten. Das Such ifl mit unbe* 
jlechlichent Wahrheitsftnn unb mit warmer Hiebe gefchrieben, barum in gleicher Weife 
eine fcharfe NnFlage gegen bie zahlreichen Stäben bes empirifchen Katholizismus wie 
eine begeiferte Apologie bes ibealen Katholizismus. ,f riebrich feiler 

HTanfreö %ber / «Einführung in bas ©efamtgebiet bes «Dffultfsmus. Union, Stuttgart. 187 0. 
Eine Neihe re4>t guter Vorträge eines Wi jfenben, bie fet>r wohl in bas<Befamtgebiet bes «DF* 
Fultismus einzuführen vermögen. Der tttenfch ifl ein Bürger zweier Welten unb muß bat)cr 
Ittaterialismus unb Nationalismus überwinben ju einer neuen vertieften (BetfligFeit bin. 
3m übrigen will ber Verfaffer Feiner Theorie ober feflgelegten Nietung bas Wort reben, 
fonbern zum Selbfler leben anregen. Das angeführte Tatfachenmaterial ifl treffenb ge* 
wählt, (BebanFen unb ErFlärungen flnb fein, beifpielsweife was über bas Märchen gefagt 
wirb.DiefeEinführung in ben©Ff ultismus Fann beflens empfohlen werben. Dr.C.Vogl 

Jofeph ©«hnHjec / ©aoonarola. Ein Kulturbilb aus ber3eit ber Nenaiffance. 2Sänbe, mit 
IOKbbilbungen imTept unb 32Dafein. Ernfl Ncinharbt. 28,00.— Die Stubien von mehr 
als 253<thren, aus benen fiepon eine flattliche Tlnjahl von Arbeiten hervorgegangen ifl, 
ftnben in biefem WerFe von fafl J 200Seiten ihren Nbfcpluß. Sehniger ifl, im (Begenfag zu 
übereifrig Fircplichen KatpoliFern wie Hubwig Paflor, ein Nnwalt Savonarolas: er ver* 
teibigt nicht nur bie reinen Nbjtchten unb bie tiefe Keligiifttät, fonbern auch bas Nccpt 
biefes DominiFanermincps zu feinem Vorgehen gegen Papfl NlepanberVI. unb bie ba* 
malige Rir$e. 3nbem Sehniger nun noch einmal bie DoFumente jur (Befehle Savona* 
rolas vorlegt unb Fritifch prüft, hat er feinem Selben ben wcrtvollflen Dienfl erwiefen 
unb ber gefamten gefchichtlichen ,forfcpung fteperen XücFpalt für ein gerechtes Urteil ge* 
geben. Daß fiep bie Wiffenfcpaft auf Seite Schnitters flellen wirb — vielleicht biehelben. 
Wertung ein wenig bdmpfenb—barf man als gewiß vorausfegen. Denn Schnigers WerF 
ifl forgfdltigfle Fritifch« Nrbeit. Tiber auch weitere Äreife werben ftep in biefrr Darflcdung, 
bie Savonarola unb bas bamalige Florenz in zahlreichen Silbern uns ndher ßnbet, er* 
freuen. Prof. Walter (Boeg 

Oie Httnbucgee «theonif. Eingeleitet von ©tto h- Sranbt. ttlit J7 Nbbilbungen unb Nnpang. 
LV11I unb J24 0. Eugen Diebcrichs. 8.00, halbleinen 7.50, halbleber JJ.OO. — Die vor* 
Iiegenbe VTeuausgabe ber Himburgcr ChroniF eröffnet eine neue Sammlung bes Dieberich* 
fchen Verlags: Das alte Xeicp, in bem bas beutfepe Fulturelle Heben bis jum ausgehenben 
Utittelalter fiep fpiegeln fod. (Berabe bie Himburger ChroniF, bei ber bie eigentlichen poli* 
tifchen Ercigniffe flarF zurüeftreten, bringt biefe Nbftcpt zum NusbrucF mit il)ren Nb* 
fchnitten über PolFslieber, (Beißlerbewegung, 3ubenverfolgungen, Trachten ufw. 3"» Nn* 
hang werben weitere DoFumente über bie cSeißlerbewegung abgebrueft. Der alte Tept ifl 
nach bem Seifpiel von Kicparb Senz unter Wahrung ber EigentümlichFeit unb «farbigFeit 
bes alten Stils in bas VTeuhocpbeutfcpe umgefegt worben. 3ahlreicpe, fchwer zugängliche 
Miniaturen foden bas Wefcn ber Epoche verbeutlichen helfen. ©tto h-Sranbt 

3ohonnes Böhlet / Oas ßcanfencricp. 3nfeI-Verlag. 502 Seiten, J8 Silbertafeln, I ‘Karte. 
Preis bes halbleinenbanbes 7.50. — 3<h hübe „Das «franFenreicp" in bie Sammlung 
„Deutfche Vergangenheit" aufgenommen, weil uns helfen Silb bie Rinbheit unfercs 
eigenen VolFes zeigt. Denn bie hauptgebiete Deutfcplanbs entwiefeiten ftch als Teile 




fees ^mnhnc(f0C9 po!ttifi§ unfc kulturell $u faEehet baf fte fett bcjfsh verfall 

|o#öt‘t eincit felbfhhtöigen, lebensfdtvgtn Öiagt bilienwnb bann ab ^eiliges TtömifefKs 
2lei(b beutfc&ec Vtation die eigentlichen lErbefi Äaetsbcs (ßrofen werben fommn..Pie 
tgtnlcitung w»b bei? Ctfitcil, 6er in. mobetiwt Übertragung au« ungefähr 5$ Schrift* 
(lelletn, PoFumentcn iijro. jener Seit eine jugld^ wbgl^ft »ielfeitige mb hoch in fid» 
abgefbloffenc Porfleßüng po» bet« runb ein ,&albjat)ctaufenb beftebtnben Stanhnvnfy 
5«: »ermitteln fu$r, i(! in jwc» gvbfe ^jauptabteiimigen gcglifbert: $>ie „«Jjetcfchec bcs 
ifranFettcriiheg" (politifi&c (5tf<bi^>tc) unb „5ue luilt urgcfdjicbtc öcs rfcanfcncei^w«". 

UJtfbel'ro * 0 « Sfißelßcn / Eebetismnntrüngm öe$ ^en tRanbM 1840-1867 .■%. J?. IkbfyUr. 


Vatcei öbbred&en. 3fbcc in öctr -Brieferf bie xv, filtern -Stüber unb beften .jrmmijc in ben 
legten 27 pöferen feines Hebens aus Htm Fleinen Saßetflebt febrieb, paßettber |ii$> nun 
fein Setbßpoctcdt, iEc war me urtb jutgenb* f> rrdjifc an feinem plage; bas ifl bas »Er* 
greiftnbe itt buffe» Brief**»» Citt lltalfr, bem bet liebe ba* 3lugc für bie .färben »er* 
fcblofTen bat, ein f!nbl»«§»6ftiubigee inmitten ber Uebei’f^tPdngtt^Peit, bes 3*ati<?nulis* 
tnus/ber 4Jptbt?bbjfie, ttnes M^be« Seifen Unterhaltung er feine 

Xage opfetf., vföber b<jd> voe allem ein ItefceHsmdrbipt Jftenffc »<?ß »EhcliihFcif, %UK' 
l>cit, <Bfitc,jEr bf&tft einmarbös 'Eigibhis feines Heben« mit be« <SMbt»ost<« aus; „£?>• 
Iabrutrg i jV, ibeRff ttfdft trfdl>ei ; was man mept 3 v erfahr trif tPüwf$ t." «tu (13 oefouo s $| 


mm 


,Die großen Krapit'3pe y ', mrausj^geben von Alfons frhro 


„Die großen Kagitaee’', tiera«sjf<g«ben von Alfons fs-hro, v.CjibuIka. 

17 Lefcs-Afcllder von Kolumbus bis Sdjeee,' Mjt32 I» 'Hälfe* 

leinen gebander« 12.00. Drei JVla«keii V erlag in Mtmdicfi. 

©ttjfie pon iBectlve/' fcie&nljfe und ©sjtänöni/jfe, ^erausgegebca /aöubtn ’Siinf- 

bacbf &3ifemann,7.S0. — ?DK3n<ttimb''J : «Ssbu^bi'ßtfce t>e? Ötba-iegevto^ttv iSüttnes 
finö bi* }f&? aö«tt?<>lf«ang oaifBettingen öeea(rentß4vt;2Ctt btt *tp*i«n i^tts.He¬ 

ben«, fca* bis JSS7 wdbete, ging matt bisher leife »MÜbev, «Irmrbdtces bet gute'iCou, 
binttt bie töatbintttju flauen. Po<b bir tt>al)ebett «neb |uc PfUtbtdtK* Jxau gegenüber, 
öie r aUempbiliftt5frf» «fffetjib, ftlbfVbtit (farttnSii# b«« 

ibten^teäftbfbafwbciefmt^fel Witjxösi gnbecen ausgc.teitboctt« grauen, mi*2tbele0^o» 
penbauet uub Öibyße Ilfesttji«, bttausgegcbcsiBic un-b bleibt bie öbcttttMecJid&epifg«* 
rm, bic öen pfab ji»;tti paeabies urtö jum «Nimrod tetftbU. „Pas pitttscesfe meinet 

‘Seele gefällt btn t|Jdwtt»'vMtetibt Ut. l^ töuftRb iSmpSnburtgeii, bit in tbteni 

llapfc Wirbeln, Oöö tfele ^ebßnfen satt Pf ii$t,3atinl)ft3ig?eit unb^ngcbufigtabet bec 
Uefpeiiiig if immer bi«r Hiebe. Unb ft fanb nut Htiwnftbaft. . f 3<H ^öbt“, gefebt fte j$6n 
l#37, „an aßen Hebensboffnurtgert unb SlebensPtdften banPrott gema<|it." Sie ifl eine ret^tc 





Briebfcbretbectn; ein Tropfen «^erjblut ift immer in il)rer Tinte. An fentenjiifcr Araft unb 
pfpchologifcfiem Ausbrucf fielen it)re Briefe benen ber beibcn «freunbinnen tveit voran. 

Ärnfi BorFotvsFp 

T^ea von fjarbou ✓ Das nibelungenbud). 5>rei tttasFen«Verlag. — SDas Buch ift mit Auf« 
nahmen aus .frigdangs Nibelungenftlm gef4>mficft. Tept unb Silber geben nicht ineinan* 
ber, aber (le ftnb ftiliftifch eins. Vas Utpthifche tvirb faßlich, Äraft tvirb (BraufamFeit, bas 
^»eroifcbe—(Befle, basÄpifße—romanhafte Äonverfation. Äs bleibt immerhin noch (Brfiße, 
benn ber Nibelungenhort ifi eitel CBolb; er Fann au# biefe Umfchmeljung non ber £anb 
einer ,frau vertragen. Unb gefchmacflos tvirb eine fo gefchicfte Schriftftellerin tvie Tbea 
von ^»arbou nicht. Ärnfi BorFotvsFp 

tDiflp ^acms ✓ Die Jtacfen ©ofienratbs. (Brethlein & Co. — Äs ift nicht viel Sonne auf bem 
Sfinnenhof, ber ein Sonnenhof aber au<b ein Sfinbenhof fein fann. Ringsum mecFlen* 
burgifches Schweigen unb viel gefährlicher Nebel auf ben Wiefen. Sarge tttenfchen tvohnen 
ba, Arbeitsmenfchen ohne da#en, hinter finnig vor lauter Äinfamfeit; Selbfiguälcr, bie 
bie ^erjenstfic vor einanber gefchlofien halten. Unter ihrem Tage lauern (Beheimniffe; 
unb biefe (teigen herauf, unb mit einem tttale fiberlabet ft# bas einftlbige Vafein mit grau» 
famer Tragif. Äs ift viel Starfes in biefcr Ärjählung, vorgetragen in einer jähen, un> 
gefchmficften Sprache. 

£. p. £od)nec/Dte Itaatsmännffdfen Cppecimente fies putofßnigs fjency ßoefi. Verlag fär Aul» 
turpolitif tttfinchen.—docf>ner tvar ber (Beneralfefretdr ber ^forbfcfien neutralen Xonfe» 
renj ffir bauernbe Vermittlung, bie bis ju bem Äintritt AmeriFas in ben WeltFrieg im 
Jyaag beftanb, unb, jufammen mit ber ungarifcfien Pajiftflin AoftFa S<htvimmer, bie Be¬ 
raterin ber „linFen<Beftchtshälfte",forbs.Vic linfecSeficfitshdlfteJorbs i(l bie ibealiftifche. 
Vie rechte (Beftchtshälftc «forbs tvurbe von anberen deuten beraten, von bem Beichtvater 
feiner ,frau,£crrntttaequis, von feinem PrivatfeFretär unb von ben großen Unbefannten, 
bie ein 3ntereffe baran hatten,ben ibealiftif#en ^orb ju veebrüefen, um ben Actegs* 
getvtnner ,forb in ben Vorbergrunb treten ju (affen.do$ncrs Buch ift eine in mäßigen 
Worten gehaltene, ungeheure Auflage gegen ben Automobilffinig. Vte (Befeuchte ber be» 
rfihmten «fricbensarchc Jorbs, ber Aufenthalt ber «friebensbelegation in Sfanbinavien, 
bie heimliche flucht «forbs, ber, leicht an ber (Brippe erfranft, vom Beichtvater feiner rau 
nach AmeriFa jurficfgefchleppt tvirb: bas alles ftnb erfchreefenbe (Brotesfen, jumal, tvenn 
man bebenft, worum es ft# bamals hanbelte. Äitelfeiten, Selbftffichte unb (Bemeinheiten 
haben l)icc ein Werf untergraben, bas Ungeheures hätte bebeuten Finnen. Die Austvir» 
Fungen ber eforbfehen Äppebttion, bie geblieben ftnb, tvirb man nicht auf ^orbs Aonto }U 
fegen haben, fonbern auf bas feiner JTtitarbeiter, benen ber ttltHiarbäc tciltveife heute noch 
einige taufenb Aronen fchulbig ift. —Selten ift eine PerffinlichFeit als fo unjuverläfftg 
unb ohne Veranttvortungsgcf fihl bärge (teilt tvorben—tvenn auch ni#t ohne polemifche Ab« 
f tht, fo hoch auf (Brunb von (Duellen —, tvie in biefcmBuche £enrp ,forb. (Begenjihn erfcheint 
Wilfon noch fonfequent. Ulan tvunbert ftcfi, baß ein folcher tTtann bie orbf#en Unterneh* 
mungen leiten Fann. Alle biejenigen, bie ben neueren Schriften ^orbs Bebeutung beilegen, 
fann nicht bringenb genug geraten tverben, ft# aus dochners Buch ein Bilb von ber per» 
ffinlichfeit ^orbs ju fchaffen. Är ift ein (Belbverbiener, ber ft# m it ber ÄthiF erholen mfi#te 
Äs geht uns nichts an. Werner von ber Schulenburg 



Ver „OTeißet ft et ©eapt>if*, J2.Sb., herausgegeben »on (5.^.^>actlaub, ißcSußaoeiDoce 
gewibmet; Vertag ‘BlinFharbt Sc Sfermann in Leipzig, in (Ban^lefnen 24.00. Papier unt> 
JDrucf ^eroorra^enb.—3 n J4I3Uußrationen offenbart ßch eine gcrabeju überwdltigenbe, 
fieberhaft fchaffenbe Pftantafie, bie (i <p in einer bednaßigenben »falle jeichnerifcfter Einfälle 
austobt. Ulan a>ie ficf> Vorft in ben hingefupten genialen unb genialifcften 3eicft« 
nungen »on ben brdngenben (Belichten befreit; ein Tempo, wie fein 3ei$ncr »or ober nach 
ihm hatte; heute würbe er jum IKino abfchwenFen. 

Seih älitnfd)/ «Eine flustoahl feinet tDerfe, mit einer Einleitung von Will). Sobe. pontos« 
Verlag. — Huf 72 Tafeln jetgt bas Such bie bejeithnenbßen plaßifitben Arbeiten bes 
Künßlers; aus biefen Süßen, VenFmälern unb Elften fpri<ht ein einheitlich gerichteter 
plaflifcfter Wille, ber an großen Vorgängern gefault, hoch nie in Hbhängigfcit gerät; ein 
»ergeißigter Naturalismus in ebler, gan$ plaßifch empfunbener (Beßaltung. 

©tfift 0ott, Bayetnlanftl — Unter biefem etwas necfißhen Titel fchenFt uns (geb. JS.OO) ber 
^ol^warth'Verlag in Sab Hotljenfelbe einen Sanb mit J04ganafeitigen Silbern nacftHuf* 
nahmen bes Vcrfaffers »feig Ult eiert: Lanbfcf>aften, alte Straßen unb Stäbtebilber, 
Streben unb Sauten aller Hrt; baß er febr wählerifch wäre, fann man nicht fagen; (Butts 
fleht frieblich neben mäßigem unb gan$ Wertlofcm, wie ber furchtbaren NeugotiF t>on 
Neufehwanßein. Vas Such wenbet ftch an gan$ Unbefangene, bie freubig mit »friglTtielert 
ausrufen: „ Vie freujßbelen Schnabaftüpferln unb Schuhplattlertdnje ßnb mit Hecht be> 
liebt". (!) — „Utit Hecht fo beliebt" ift jegt au<b 

bie „flltfteutfche tjoljfchnitt-ßunß 1 ', Aber bie Willy Sürth * m Verlag cf riet ^eyber einen 
febftnen wohlüberlegten Huswahlbanb herausgegeben hat. Preis in halbleinen 12.00. Huf 
90 Slättern, in ber (Brftße 31,5:24,5 werben eigenartige, bo<h nicht 3 U beFannte ^oljfeftnitte 
t»on Vürer, (Brien, Hltborfer, Lranach, 4>uber, (Braf unb anberen gezeigt; eine anerF ennens* 
wert Furje Einführung fagt basNitige; ein merFwürbiges Heines Slatt »onSpringinFlee 
jeigt greifbar bie Verwanbtfchaft »on SpätgotiF unb Sarocf. — „Vor bem leibigen 
Sriege" — fo beginnt 

einer ber „©chmänfeftesKhefnlänftifchenQatisfeeunfte** oon^.p.^ebel, bie ber mauritius* 
Verlag »or einiger 3eit mit ben 32 (DriginaHlithographien »on Vambacher aus bem 3at)re 
J842 neu herausgebracht hat; bie Lithographien ßnb »olFstümlich, fonberbar unb jum 
großen Teil gut, wenn auch nicht fo gut wie ber Verlag meint. 

Ein fleines ttteißerßücf iß bas „ljflftebeanft*£ieft" mit »ier^oljfchnitten nach bem Tept von 
Scheffel, in ^olj gefchnitten »on Willi ^erwarth, jweifarbig als SlocFbuch gebrucFt unb 
»erlegt »on Will). (Berßung in <Dffenbad> a.m. preis nur J.00. 

3n ber Sammlung „Deuffcfter ©agenfehah"/ herausgegeben »on Pau! 3aunert bei Eugen 
Vieberichs in 3*na, ßnb foeben bie „Sähnterwalb-Sagen" erfchienen, 5.50, geb. 7.00; »or* 
her erfchienen „VeutfcheNaturfagen", „Vlämifche Sagen" unb „Scbleßfebe Sagen"; es 
hanbelt ftch um Feine pbilologifcheHngelegenhcit, „bie Sage foH burch ftch felbß wirfen, als 
werbe ße münblich erjählt." — 

Sei (Beorg müller in münchen iß Fürjlich erfchienen „bas Heft oon firiemhftfts not”, erneuert 
burch Wilhelm Schäfer; auf biefes WerF Fommen wir im nächßen ^eft jurücf. 

Balzac „Uleint Keiften ftes Lheßanftes* mit runb 250 3Hußrationen »on SertaH finb im 
<£>yperion* Verlag neu erfchienen; ein Such x>oU Erfahrung unb Einficht, Schärfe, Sitter« 
Feit, (Beiß unb <?>umor; man Fann es auf jeher Seite auffchlagen unb iß mitten im Kampfe 
ber (Befchlechter; JDcucF, Papier unb Einbanb bemerFenswert gut, bas Format für ben 
(Bcgcnßanb ju groß. m m 

VasSchmucfßücf »onH.Sling auf Seite 10 iß bemNeubrucf ber „jfriebens*7lebe»on Paris 
»or bem Werber" »om 3ahre 1940 entnommen, bie in mußergültiger »form in ber ,,^>am* 
burger Prelfe" neu erfchienen iß.— Ven^oljfchnittauf Seite3 fchnitt Walter Slemm für 
bie neue Husgabe bes „münchhaufen" bes Weimarfchau Verlages in Weimar. — £>ie Vi¬ 
gnette auf Seite 21 ßeht auf bem Titelblatt bes Suchest Erinnerungen unb Sriefe »on unb 
an 3oh<tnnSchopenhauer, httausg.»on £.£.£ouben. ÄlinFharbt Sc Siermann, geb. 10.00. 

20 


V 



NeueBücher 


Romane RooeQen Ctgäblungen 
^upemane.PieRatbebrale. Roman, ÄUrt 
POolff. (Beb. 7,00. 

Heinrich mann, Per Jüngling. VToocHen. 

(Bütt tj>er Hange. (Beb. 4,50. 
Robertmujtl.Prei.frauen.XXonellen.lß.Ro* 
3,00 geb. 4,50. 

PufdjFins fdmtlicbe Romane unb ICrjdb* 
Iungen. 2 &änbt. Heinen 15,00. Buchenau 
& Reichert. 

Clara RagFa, Pie Penue non SpraFua. Ro* 
man. P. P. Rnjialt. (Beb. 4,00. 
R.RoUanb,Rnnetteunb0plnia.RurtPOoljf. 
(Beb. 7,00. „ißin Bilb ^ranFretChs n. Prep* 
ftifbProjejj bi» beute." 

^erm.Stebr, Peter Brinbeifener. Roman. 
St. Hing. (Beb. 0,50. „Pie feelifchen unb 
finn lieben Rdmpf e bea jungen Hlenfchen." 
Colfloi, Ruferjlebung. Roman. Heu über* 
fegt t>on R. Scholj. 5800. Br. Cafjtrer. 
3n Heinen 6,00. 

Gedichte Oicbtnngen 

PauUSrnji, PieSachfenFaifer. 3620. £o<h* 
fchulbuchbanblung tttüneben. (Beb. J2,50. 
„ICrjler Ceti bea ißpoa: PaaRaiferbucb." 
23. non ITIüncbbaufen, Paa Bailabenbuch. 

P. P. Rnflalt. (Banjleincn 6,00. 

R. m. RtlFe, Puinefer ißlegicn. 3nfel*Per* 
lag. (Beb. 4,00. 

UXanfreb 0Cbneiber, Pom unter Sternen. 
(Schichte. Xt).^aebeefe.halbleinen 3,00. 

Briefe Biographien tlTemoicen 
Carufo, ißrinnerungen u. (Befangemetbobe. 
Buchenau Sr Reichert. 8,00. einjige au* 

tbentifebe Biographie." 


^friebrich ^ebbela Perf&nlicbFeft non Paul 
BornÖein. Propplden*Perlag. 2 Bdnbe 
je 0,00, in Pappe je J6,00. — ,,tßin lebena* 
nollea Bilbnia bea Pichtera auf (Brunb 
non (Befprdchen, Urteilen unb ißrinne* 
rungen." 

map Rlingera Briefe, berauagegeben non 
©inger. Jß. 21. Seemann. 75,<X>. „tßinblicFe 
in bas intime Heben non J874 bia J0I0." 

Hefjtnga (Befprdcbe nebft fonjligen 3eugnlf> 
fen aua feinem Umgang; berauagegeben 
non ,f l.non Biebermann. Propplden*Per* 
lag. 3n Pappe 8,SO, ^alblebet 10,00. 

Ramfep mac Ponalb, eine Furje ©Fyje fei* 
nee Hebcne non 3nitiatua. R .Roebler. 
J.60. 

©anonarola non 3-04>uiger. 2 Bb. J J670. 
Jßrnfi Rcin^arbt. (Beb. 30,00. — „Religi* 
dfee Rulturbilb ber Renaiffdnce " 

R.n.Schldjer, Hegte r&mifcbeBriefe. J882— 
J804. P.t>. Rnjlalt. (Beb. 6,50. 

PO. POaegolbt, Peutfche RunftbijtoriFer. 
16. R. Seemann. 2 Bdnbe. (Beb. J2,00. 

Gefehlte Jcitgefcbicbte 

IßriCh Branbenburg, Pon BiamarcF jum 
POeltFriege. P.Perl. (Bef.f.pol. u.(Befcb. 
4540. in Pappe 20,00. 

(5. miebaelie, POeltreifegebanFen. J92 ©. 
furche «Perlag. (Beb. 3,00. — „ißtbif<b< 
Rampffd>riftfürPeutfchlanb,(BebanFen, 
bie in bennerfchiebenftenHdnbern auage« 
fprochen mürben." 

PO. mornrnfen, BiamartFa Sturj unb bie 
Parteien. P.Perl. Rn jtalt. (Beb. 5,50. 

morel, Pie mdr non bem beutfehen Rriege* 
anfc^lag. ranFf.Societ. Prucferei. 0.80. 


21 




„Ves cnglifcben PoIitiFers Kampf gegen 
Veutfcblanbs alleinige Kriegsfcbulb." 

^.paper,X>on3etJ>mann«^)OUn)egbi«l£bect. 
jranFf.Societ.Vrucf erei. ©eb.7,00. „Vas 
auffcblußreicbe material bes flelloertret. 
ReicbsFanjlers fä|>ct in bie flblimmflen 
3eiten in fachlich Flarer VarfieUung." 

,felipRatbfabl, Veutflblanb unb bie Welt« 
politF J$7J-J0J4. $200. 12. h* tttocig. 
JJ.00,geb.J4,00. 

12. Vroeltfcb, Ver ^iflorismus unb feine 
Ueberroinbung. 1050. pan« Verlag. ©eb. 
3,50. „Vic legten fünf Vortrdge, bie Z. 
in I2nglanb galten mollte." 

Äunfl 

(0.73eyer,2tomaniF. Vom Sinn unbWefen 
fc6l)et* mittelalterlicher Kunfl. J J20eit., 
$J2lbb. furche* Verlag. halbleinen JO,00. 

21.12.23rin<#mann, Kunfl bes 23arocfs unb 
KoFoFos. J77 2(bbilbungen. Tltbenaion. 
©eb. JO,00. Scblußbanb bet: „Sechs 256* 
<$et: ber Kunfl". 

ha ns ,febr, Vas Reibt im23ilbe. JÖOS.unb 
222 2lbbübungen. 12.Rentfcb. J2,00, geb. 
J4.00. „Vas alte Recbtsleben, Sitten unb 
©ebrducbe im 75übe." 

12. K. .fifcbet, Veutfcbe Kunfl unb 71«. 40 
ganjfeitige Tlbbilbungen. Sybillen *Vlg. 
©eb. $,00. „Wort*, Con*, JCanj* unb23ilb* 
Fünft als Varflellung beutfcber Seele in 
jmei 3al)ctaufenben." 

ttlap 3.Jriebldnbec, Vie altnieberldnbifcbe 
tttalerei. 1.73b. Van l2ycF — Petrus Cl)ci* 
ftus. Verlag: Paul Cafftrer. (Beb. 50.00. 
Ves,f or ftbersl2rgebni|fe nach jabrjebnte* 
langem Stubium,erflert>on J273dnben. 

2lbolf ©olbfcbmibt, ©otifcbe tttabonncnfla* 
tuen. 3973ilb. 25enno,filfer. 5.50. „Uebcr* 
legene Varflellung ber Statuen bes J3.— 
J5.3al>rl)unberts." 

häußfnflein,Vas©aflgeftbenF.tttit32Hicbt* 
brutFtafein. 2J20. Format: 20:23cm. 
RiFola* Verlag. ,,©ef<bi<bte ber tttalerei 
comTlnfang bis jur ©egenroart in 23J2r> 
jdblungen." 

häufenftein, ,fra Tlngelico. Kurt Wolff. 
©eb.45,00. „tttonograpbie, 2lusi»abl bes 
Fänfllerifcb J2ntf4>eibenben, mit 55 Hiebt* 
brueFtafeln." 

h. KnacFfuß, Ver ffibl. tttarFt unb bie be* 
nad)bart. 23auanlagen. 2452lbbilbungcn. 
ScboegunbParrbyflus.©eb. J50,00. „2lus 
ber Sammlung «tttilet», 2lusgrabungcn 
unb Unterfucbungen feit J$9Ö." 


Kurtb, 2lltbeutf<be holjftbnittFunfl. tttit 
fleben J^olsfönitUn. ©röße 25 :32 cm. 
,frig heyber. (Beb. J2,00. 

Hermann unb Voering, Kunflgefd>icbte bes 
alten Peru. l4O<Eafeln.O40eit. Jformat 
33:24cm. Wasmutb. (Beb.00,00„Kunfl 
unb Kultur ber 3*tFas." 

O'ranj tttarc: Seflgebn farbige hänbjetcb* 
nungen aus ben SFijjenbficbern. Jrormat 
24:32cm. Kiepent)euer. (Beb. J20,00.„3>» 
^aFfimile ReprobuFt. b.ReicbsbrucFcrei." 
ttticbelangelo, -Die JCerraFotten aus ber 
Sammlung ^tyntl; 40 original-großen 
heliogratwren. herausgegeben o. ttteier- 
©raefe. Format 50: $5. Safari-Verlag. 
3S0,00. „3um erftenmal oolljtdnbig unb in 
(Originalgröße micbergegeben." 
h-Walfe, Veutfcbe Itlaler ber,frfibwro<tn* 
tiF. 737lbbilbungen.hugoS(bittibt. „73c* 
jeieflnenbe ©ebiebte unb Steiften ber jeit* 

? ;cnöfftfd>cn romantifeben Vicbtec, pi)tlo* 
opben unb tttaler." 

Pinber, Vie beut f<be piafliF bes fünfzehnten 
3al)rbunberts. Kurt Wolff. tttit J05 Ca* 
fein. ©eb.40,00. 

3ci<bnungen bes Tizian oon V.t>on habein, 
mit 44Hi<btbru<f tafeln.,? ormat 25:35cm. 
©anjleinen40,00. ,„f afi ausnahmslos un* 
oeröffentlicbte 73Idtter." 

Weil, Ver Ulmer im tS.Jatyv 

bunbert. JOOTlbbilb. tttauritius-Verlag. 
©eb, JO,00. „tttit uollftdnbigem Katalog 
ber Ulmer holjftbnittbrucFe." 

W. Wolfrabt, Hafpar Vaoib «friebrieb- $2 
73ilbcr. tttauritius-Vlg. ©ebJJ0,00. „S>ie 
erfte umfaffenbe tttonograpbie bes Fern« 
beutfeben, romantifeßen tttalers." 

Religion Pbtlofopbie pdöagogif 
73.73u<bner, Von ben dberftnnli^en Vingen. 
323S. f. meiner. 5,50, 7,50. „12in 

^db ce r bur(b b.Reieb oFFult.^orfbung." 
12.21.Kraufe, 3u*Cao*^o. 5$$S. 12rnft 
Reinbarbt. ©eb. 15,00. „Religiöfeunbpbi* 
lofopbifcbe Syfteme (Ofiafiens." 
hans KfinFel,S<birffalunb WiUensfreibeit. 
i2.3Dieberi<bs. 2,00. „l2inePbilofopbie bec 
Tlftrologie." 

maeterlincF, Vas große Rdtfel. Viebericbs. 
©eb.0,00. „Vie legten l2rFenntnilfe mur* 
ben ni<bt beleuchtet, fonbern oerbunFelt, 
feit ben3nbern bis beute! 

.3-©4>m ibt, Veutfcbe VTationalerjiebung. 
JOOS. (Otto 12lfner. ©eb.4,50. „12in bobes 
Hieb auf bie Pflicht unferec 3«3«nb." 


22 



fieb^abecousgaben fleutoructe 

Sibliomanen, 3a>et tCrjdljIungen t>. Haccot'p 
unb Uewtl. ^»erausgegeben oon Sogeng. 
J3(Drig.»Sabierg.t>on Walter Ciemann. 
Sralun-Perlag. 450 numcr.i£pcmplare. 
Preis 90,00 bis 260,00. 

Srentano, Pie ChroniFa 6 . fabrenben Spü¬ 
lers. Urfaffung. WolFem»anbcrer«Per» 
lag. (Beb.8,50. „ifirfleunbeinaigbrecbtigte 
Ausgabe; Silber t>on ,fran$ Pocci." 

Pas Such bcr Weisheit ber alten Weifen. 
ntauritius*Perlag. (Beb. 8,00. ,,3t»an3ig 
(Bef(bitten uralter billiger Weisheit mit 
ganafeitigen ^>ol 3 f<hnitten." 

Ceroantes, Pon (Huipote. Ueberfegung x»on 
fi.ubto.Ciecf. 8 I (Driginal»<£>olaf<hnittet>on 
£.S.mfiUcr»deip 3 ig. Schroll & Co. 3 Sbe. 
<B 3 lein. 18.00. 

£anns U.*f rancfh- ttlappentrecf mit 28 Ha« 
bierungen in Supferbrucf unb 4 Cafeln. 
400. Senno ,f ilfer. 45.00. „3mpref(ion. 
Habierg. b. tTteiflers t>. Sauf beuren (1803 
bis 1875) über ben 30jdl)r.Srieg." 

£ebel, Pie SchwdnFe bes Hheinldnbifcben 
^ausfreunbes. UtauritiusWerlag. (Beb. 
7.50. JTlit 33 3Uuflrat. oon Pambacher, 
einem fafl rergeffenen 3 lluflrator bcr 
Siebermeier 3 eit. 

Pie (Offenbarung ©anFt 3°bunnis. mit 
JOfi>riginalholaf<bnittcn o.Sruno (Bolb» 
fchmitt.Tlralun Perlag. (Beb.40.00. „mit 
einer um 1850 gefchnittenen dutt)erfchen 
cfraFtur gebrucFt." 

04>iQer, PieHduber. 3J.Soalun Pcucf. 13 
©teinjeicbnung. t>. (Loris Corintl). Snalun 
Perlag. 380 num. ifipempl. 300—540.—. 

Pergil, Seneis. ©cbiller’fche Ueberfegung. 
^>o4fchn. v. Peter Crumm. 3- ©fi»r$ber. 
4lptrg.75.00.„Crumms4>ol3f(hnitteFom* 
men b.hecoifWen Stil b. Pistung nahe." 

Helfen <8eograpt)ie 

3 .£agenbccT, ©übafiattfcbe Wahrten unb 
Sbenteuer. Seich iUuflr. Peutfdje Such» 
toerFfldtten. Pappe 8.00. „£rlebniffc in 
3 nbien, <J>imaleya unb ©tarn. 

Surt ^>ielf<her, Peutfchlanb. SauFunft unb 
danbfcbäft.JE.Wasmutb.(Banalcin.34.00. 
„3002lufnal)m.a. Peutfölanb in Supfer* 
tiefbrucf." 

Snberfen VTepi, Pem jungen morgen au. 
Wihrlc. Scofch- 3.50. „fiebenbige Seife» 
ftbilbcrungen burch ©owjetrufjlanb." 

map (Otto,3« Fanabifcb.Wilbnis. Crapper» 
u. Farmer leben. Parey. (Banaleinen 13.00. 


©apper.PieCropen. 40Hbbtlb. ©trecf er & 
©tbrObcr. (Beb. 5.00. „Statut unb ITlenfch 

. 3 tt>t fchen ben WenbeFrcifcn, unentbehrlich 
für Sustranberer." 

©4>ulge»Staumburg, Pom Perflehen unb 
(Beniesen ber danbfcbaft. (Breifenrerlag. 
(Beb.3.50. „(Einführung in bas Perl)dlt« 
nis oom menfchen 3 ur Canbfchaft." 

Perfchiebenes 

map Sauer, diebesleben in beutfcher Per» 
gangenheit. mit mel.Sbbilb. p. dangen» 
fchcibt. JO.OO. /,albl. 13.00. 

Srehms Cierleben in 8 Sdnben.3eber Sanb 
800 ©eiten unb 35 Cafeln. Ph. Heclam. 

Carter unb mece, Cut»ench*Hmun, ein dgyp» 
tyfches Sdnigsgrab. 380 ©., 104 Sbbil» 
bungen. Srocfhaus. £albl. J J.00. 

W.jjanfen, Pie PolFsfagen. Weflermann. 
mit Silbern. (Bai41.30.00. „Sus allen 
(Bauen Peutfchlanbs gefammelt." 
Srieger, Slot unb Wenbc. 307©. Wefler» 
mann. (Beb.8.00. „PomSufflieg besger» 
manifcbenSbenblanbes,einSu<b ber beut» 
f<hcn Hoffnung." 

Äorff, (Beifl ber (Boctl)e 3 eit. 1. ©türm unb 
Prang. 33J 0. 3 .3-Weber. (Beb. J0.50. 
Perfuch einer ibeellen (Entwicflung ber 
Flafftfch»romant. diteraturgefcbicbte." 

S.duther, (Befchichte ber rufgfchen ditera» 
tur. JSanb, mitrielcnSbbilbungen.Sibl. 
3nflitut. deinen J 5.00. „Pon ben früheflen 
Snfdngen bis 3 um Solfchewismus." 

,frl).x>.Heigenflein, Pas Weib bei ben Sta* 
turodlFern. 4850. 385Silb. Steufelb u. 
Genius. (Beb.40,00. „Umfalfenber lieber« 
blicf auf anthropologifther unb ethnogra» 
pbifdjer (Br unb läge." 

(E.d. ©Wellenberg, Pas Such ber beutfchen 
HomantiF; mit 80Pollbilbern.Sermüller. 
J5,00, geb. 30,00. 

Site ©<bi»etjer Cracbten. 340 @. 80 farbig. 
Silber. montana«Perlag. 3ei<hnung. t>on 
Sinig, dory u.a. Cept t>on Pc.Sticolas» 
Sern. 

Swift, (BuQirers Seifen; ungeFürjt. 3du» 
flrationen »on (BranriUe. Union. ^>alb» 
leber 35,00. 

Bfidjer »on $dh KecMlTallesjeroen 

Somane: „«frau Ueberfee", „Pie Pameoon 
Slett>»3?orF", „monteton"; alle Perlag 
Subolf mojfe. Stooellen: „Phrygifche 
mögen" im Prei masFen Perlag. ,,3o» 
annes", Prama; Äurt Wolff. 


23 



Bfe 

ARTHUR SCHOPENHAUERS 
SÄMTLICHE WERKE 

HERAUSGEGEBEN VON 

PAUL DEUSSEN 

FRANZ MOCKRAUER, CARL GEBHARDT, ERICH 
HOCHSTETTER, WALTER FEILCHENFELD 

I/II. Die Welt als Wille and Vorsteilang. Erster und zweiter Band. 4—6. Tausend. Heraus¬ 
gegeben von Paul Deussen. 

III. Der Satz vom Grunde. Ober den Willen In der Natur. Die beiden Grundprobleme der 
Ethik. Herausgegeben von Paul Deussen. 

IV/V. Parerga und Paralipomena. Erster und zweiter Band. Herausgegeben von Paul Deussen. 
VI. Ober das Sehn und die Farben. Theoria colorum physiologica ßalthazar Gracian's Hand- 
Orakel. Über das Interessante. Eristische Dialektik. Über die Verhunzung der deutschen 
Sprache. Herausgegeben von Franz Mockrauer. 

VTI/VIII. Handschriftlicher Nachlaß: Paralipomena der Manuskriptbücher. Erscheint 1925. 
Herausgegeben von Franz Mockrauer. 

IX/X. Handschriftlicher Nachlaß: Philosophische Vorlesungen: Theorie des Erkennens, Meta¬ 
physik der Natur, des Schönen und der Sitten. Herausgegeben von Franz Mockrauer. 

XI. Handschriftlicher Nachlaß: Die Genesis des Systems. Erster Teil: Erstlingsmanuskripte. 

Herausgegeben von Erich Hochstetten 

XII. Handschriftlicher Nachlaß: Die Genesis des Systems. Zweiter Teil. Herausgegeben von 

Walter Feilchenfeld. Erscheint 1925. 

XIII. Sämtliche erreichbaren Briefe Schopenhauers nebst den Briefen an ihn. Herausgegeben 

von Carl Gebhardt. Erscheint 1924. 

XIV. Biographische Dokumente. Porträts. Faksimilia. Bibliographie der Schopenhauer-Literatur. 

Allgemeines Namen- und Sachregister. In Vorbereitung. 

Die Deussensche Schopenhauer-Ausgabe übertrifft alle übrigen Ausgaben, einmal durch den 
absolut korrekten Text und dann durch ihre Vollständigkeit. Es ist noch immer vielen Freunden 
des Philosophen unbekannt, daß auch die Grisebachsche Ausgabe (bisher die vollständigste) 
entfernt nicht den ganzen Schopenhauer enthält. Die Vorlesungen, die Erstlingsmanuskripte, 
die Briefe werden allein von unserer Ausgabe im Ganzen publiziert. Sie ist nicht als eine 
Kostbarkeit für Wenige, sondern als die Studienausgabe für alle gedacht und angelegt. Schopen¬ 
hauer selbst war bekanntlich inbezug auf Druck, Format, Papier seiner Bücher anspruchsvoll. 
Die „Süddeutschen Monatshefte" nennen die Deussensche Ausgabe die einzige, die den 
Philosophen selbst befriedigt haben würde. 

Jeder Band geheftet Mk. 10.—, Leinen Mk. 15—, Halbleder Mk. 25.—, 

Ganzleder (nur in Einzelanfertigung) Mk. 100.— 

1 Goklmark = 1.25 Schweizer Franken 


VERLAG R. PIPER ® CO., MÜNCHEN 








■iitMntMiiiiniiitiiiiiHiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiMiiiHiiiiiiiniiiiiiniiiiniiHiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiMiiiiiiiiiiiiinHiiHiHiiiMiriiiiiniinninHiHniitHmtMmiimumna 


DIE ABSCHLIESSENDE KANTBIOGRAPHIE 
SEIT 10 JAHREN ERWARTET 


Rechtzeitig zur Kantfeier erscheint: 

IMMANUEL KANT 

DER MANN UND DAS WERK 

von KARL VORLÄNDER 

Zwei starke Großoktavbände von zusammen 60 Bogen. Jeder Band mit einem Bildnis 
In zwei geschmackvollen Halbleinen-Geschenkbänden etwa 24 Goldmark 
In zwei vornehmen Halbfranzbänden etwa 30 Goldmark 

Was Lessing; Goethe und Schiller, was Humboldt, Winckelmann, Herder und anderen Geistes« 
größen unseres Volkes längst zuteil geworden ist: eine um fassende, wissenschaftlichen 
Ansprachen genügende und doch für alle wirklich gebildeten Deutschen les« 
bare Biographie, das erhalten wir nun endlich für Immanuel Kant zur Zweihundert« 
jahrfeier seiner Geburt in diesem aus jahrzentelanger Beschäftigung mit 
dem Königsberger Weisen hervorgegangenen Buche Karl Vorländer*. 


KANT: SÄMTLICHE WERKE 

Herausgegeben von KARL VORLÄNDER 

10 Gesdienkbände in Halbleinen Gm. 100.— 

Durch ihre ausführlich™ Einleitungen, Anmerkungen und Sachregister sind diese Ausgaßen 
aie einzig brauchbaren für den Gelehrten wie für den philosophisch interessierten Laien, dem 
sie dadurch erst zum Verständnis des Textes verhelfen. 


Einzelausgaben in grfinem Halbleinenband: 


Kritik der reinen Vernunft.9.— 

Kritik der praktischen Vernunft .... 3.50 

Kritik der Urteilskraft .5.— 

Prolegomena.3.— 

Grundlegung zur Metaphysik der Sitten • 2.— 
Metaphysik der Sitten........ 7.— 

Logik . . ..2.80 

Anthropologie. 5S0 

Religion innerhalb der Grenzen der bloßen 

Vernunft ..4.— 

Kleinere Schriften zur Logik und Meta« 

physik ..je 2.80 

-In einem Bande gebunden .... 9.— 


Schriften zur Geschichtsphilosophie; Ethik 

und Politik.5.— 

Schriften zur Ethik u. Religionsphilosophie 3.— 
Schriften zur Naturphilosophie: 

a) Naturgeschichte u. Theorie d. Himmels 4.50 

b) Metaphysische Anfangsgründe . . . 3.— 
Klein. Schriften z. Naturphilosophie, ILBd. 9.— 

Vermischte Schriften.7.50 

Physische Geographie.7.50 

Briefwechsel (soeb. i. neuer Bearbeitg.) 2 Bde. 18.- 
Cohen, Handkomment. z. Kants Kr.d.r.V. 4.— 
Vorländer, Kants Leben ....... 4.— 

Dasselbe in Halbleder mit Titelsilhouette 6.— 


KANTS HAUPTSCHRIFTEN 

in 6 vornehmen Ges&enkbd. in Kassette, H'leinen GM. 40.—, H'leder GM. 55.— 
Jeder Band aach einzeln in beiden Einbandarten zu haben 


FELIX MEINER VERLAG LEIPZIG 


25 


■iiiniiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiitiiitiiiiHiMiiiiitHiiHiniiiiiiiiininiirniiitiiiiiiiiiiiiiniiiiiitiiiiiiiiiiiiMiiiitiiiiintiiiniiiiiiiiiiiinHiiiiniiiiiiiiiniiiHiiniiiiiniiHminiminninmimi ■ 

















26 








Heuerfdjeinung 

i griebrlcb »on ©agern 

Sin »olf 

Soman. 6oo@eiten. 3luf hol 3 frelem Papier. 

Zn ©anjleinen 7.50 ©olömatf be 3 ». 9.40 St. 

3us bcm faxten unb hoffen feines Dolfes erbebt fid> ein {Kann, wähnt fleh 
berufen ju 0turj aller orbnenben ©eroalten unb gelangt jur ßrfenntnis feiner 
Kleinheit, feines Unrechts, feiner Übertreibungen unb hört bamit auf ein $elb 
3U fein. SsiftberKoman eines 3beallfien, jugleld) auch ber 
2?oman eines Dolfes, non einem beutfchen Dichter, ber burcb biefes 
XDerf in ber XDeltliteratur Geltung gewinnen wirb. 

£. @taa<fmann Derlag/£elp3ig 


0£€€€€€€€€£€€€€€€€€€€€€€€€€£€€€€€€€€9€€€€£€€££€€€€€€€€€€€€€€€€£€€€£€€€€€€€€€€€€€€£€€€€€£€€€€€€€€€€£€€€€ 


v v v v v vjt v y 


A_y V V -V A 


Soeben ist erschienen: 

HANS OSTWALD 

Kultur« und Sittengeschichte Berlins 

■* 

Mit 545 Abbildungen im Text und 12 farbigen Kunstbeilagen. 

Bin starker Großquartband von 655 Seiten Umfang. 
Vornehmer Ganzleinenband Mark 20.—■. 

Der Verfasser gilt als der beste Kenner Berlins. Br schildert ebenso liebevoll wie 
rücksichtslos das moderne Berlin wie die vergangenen Jahrhunderte. Mit besonderer 
Liebe schreibt er über das Leben der Berlinerin. Von der Dame, den Bürgerinnen, der 
Frau aus dem Volke, der Halbwelt, von vielen interessanten Persönlichkeiten wird in 
Scherz, Ernst und Satire in einer Form erzählt, die jeden fesseln und unterhalten wird. 
Ein besonderer Schmuck für das Werk sind die hochinteressanten, mehr als 
550 Illustrationen nach Originalen von Chodowiecki, Schadow, Dorbecfc, 
Franz Krüger, Hosemann, Menzel, Liebermann, Slevogt, Max Klinget und zahlreichen 

anderen modernen Künstlern. 

Bestellungen nehmen alle Sortiments* und Reisebuchhandlungen entgegen. 

Verlagsanstalt Hermann Klemm A.G., Berlin-Grunewald 


0€€€*CC€€€CCeC€€€€€€€€€€*€€C€€€CC€€€€C€*€€€€C€C€€€€€t*€C€€€£C€€t€C£€€C€O 






aoaoaDaaaaaaaoaaaaaaDoaaaoooaaaaoaaaoaaoaaoaooaoaaaa 

d -—-ja 

g ERSTAUSGABEN g 

g Deutsche Literatur / Philosophie / Übersetsvn^en Q 
n (etwa 900 Nummern) im Versteigerungswege ausgeboten vom q 


K. F. KOEHLERS 

Leipzig 


A 


ANTIQUARIUM 

TSabchenweg 21 


g Verstelge rungstage: Dienstag, der 29. und Mittwoch, der 30. April 1924 g 

g Versteigerungsort: Geschäftsräume, Täubchenweg21 S 

□ KATALOGE AUF VERLANGEN KOSTENFREI Q 
D.----IO 

aaaaoaaaaDaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaoaaaaaaaaaaaoaaaaaao 

*************************************** 

t Hach 200 3a^reit Me erfte v o I f *1 h m l i d> e Hutgabe non: I 

Idedgeisds «robiaivcs! 

( Heu I)erflu 60 egebcn von £antiern ft tIT&ller ^ 

Beit 1549 erfdjiencn mehr alt 50 Auflagen unb Überfettungen. Wat mar her <5runb liefet /Erfolget? f 


v H vivvminui vujHvvtmiiui, *v*v*;vm iihi viuhviv» vii|uu;k (9 um. yft c 

• Schürfe her Satire unb erreichte fo, tvat allen HTahnern unb Warnern nicht gelingen wollte: f« 
I 3)ie <5robianer waren gerichtet; mit ihren eiaenen Waffen gcfchlagen, verfielen jie bem Sluche her I 

* üAchcrlichfeit. 5>er „<5robianut" tft heute wieber 3eitgemüg, wie bamalt. 2 

5 Preit in altertümlichen pappbanb 1 <5olbmarf, in ijalbleber 2 (Bolbmart. 5 

j A.BARTZ • VERLAG • ULM A. D. j 


28 




Eines der schönsten Lebensbücher 
Ein Geschenkwerk für alle 
Gelegenheiten 

Carl Ludwig Schleich 
Es läuten die Glocken 

Phantasien über den Sinn des Lebens 

400 Seiten Lex. 8° mit 195 teils mehrfarbigen Abbildungen und 
einer Farbdrucktafel / Feiner Halbleinenband 10 Goldmark 

26 . Auflage 

Der ZwieBeffiscB 1921: .. . Das Märchenbuch eines Philosophen, der auch ein 
ganzer Dichter ist. Weite Gebiete der Naturwissenschaft, die bisher für 
trocken und ungenießbar galten, werden unter seinen Händen zu blühenden Gärten. 
Tägliche Rundschau, Berlin: ... Durch seine wunderbare Loslosung von Form 
und Grenze der Wirklichkeit, durch die Größe seiner dichterischen Anschauungen 
erweist sich das Buch als ein romantisches Kunstwerk. — Das konnte nur einem 
Menschen gelingen, der neben dem Reichtum ernsten Wissens auch die Tiefe und 
Ruhe künstlerischen Beobachtens und Begreifens besitzt. Das Buch wird deshalb 
viele nicht nur zu einem tieferenVerständnis der großen Probleme des Lebens führen, 
sondern auch einen künstlerischen Genuß vermitteln, wie er uns nicht oft gegönnt ist. 

Ein ganz einzigartiges Buch 
in unserer Literatur 
Ein unsterbliches Buch 

Concordia Deutsche Verlags^Anstalt 

Engel Toeche, Berlin S.®W. 11 






otreimgen jidi in Öen OäüdiernöeB 
CücmccUerlagsJ @reinet&Pfeiffer 


jjfeiftiiyt aSuj^^nCpöderWr; 


i»miiiiiiiii(iin»)iii)inTffniirifflmHiniHiiiiinininniininiiiiiffli»iflüüiii 













Eine Bedeutende fiterariscBe ErscBeinung von BBeißendem Werte 

P. N. von Krasnow 

Verstehen heißt vergeben 

Roman aus dem Russischen übersetzt von 
Freiherrn Rudolf v.Campenhausen 

2 Bände in Großoktav-Format zu je 320 Seiten. Preis für beide Bände broschiert 
Gm. 14.—, in zweifarbig Halbpergaminbände gebunden zusammen Gm. 19.*- 

Dieses neue Werk des bekannten zeitgenössischen russischen Dichters, das in meisterhafter Übersetzung 
soeben erscheint, verdient in jeder Beziehung allseitige Beachtung. Es gehört zu den wenigen DarsteU 
hingen des russischen Umsturzes von bleibendem dichterischen Wert. Das gewaltige plötzliche Geschehen 
wind hier von Künstlerhand gestaltet und die Einzelbilder, die so oft von Blut und Schmutz, aber auch 
von Heldentum und innerer Größe erfüllt sind, in lebendiger Weise entrollt. Das Werk trägt so den Cha* 
rakter eines großen Kunstwerkes und gleichzeitig historischen Dokuments von brennendem Interesse« 

Aus den ersten Besprechungen: 

„Rotterdamsch Nicuwsblad" (Auszug): „Wieder einmal ein Buch, das einem wochenlang im 
Sinne liegt, das monatelang die Stimmung beherrschen kann. Ein Buch von einer ungeheuren Tiefe.. 
„K«v. Perfall in der „Kölnischen Zeitun g"i Der Dichter hat hier ein Werk von höchster 
künstlerischer Schönheit und gestaltender Größe geschaffen 

VerCag der Trommanri’scßen Bucßßandtung in Jena 


| ^Storau>e&0<^ejfe«53er(ag { 

\ 33erUn*@übenbe, @tegli$er 0fr. 18 t 


\ 


\ 

i 

i 


?leu erfötenen: 


f 


\ SeuffdjeÄlafftfer mgorn* unt Xcgt f 
ihrer <&rf?au£gaben 

©oethe'd töebtcfjte (2 33anÖe) 

3.0. Eotta'fae 23u<&f>anMung, Stuttgart 1615 

<Sä>iUev'& SBithelm Seit 

3.0. Cotta'fö* $u$&an&lung, Tübingen, 1804 

Öoetße'd «ßpbtgeme auf £aurid 

0eorg 3oac^im 0$f<$en, £efpjtg, 1787 

&ha«ntf|To'6 )3eier ©djletmljl 

$trau*gegeben non 23aron bc (a 2Hotte*gou<jttd 
mit «form Äupfer 

3oa4im £con&arb ©cfcrag, Nürnberg, 1814 

tegmont 

0eorg 3oa$tm 0$föcn, leipaig, 1788 
$Me ©fnBdnbe na<$ alten, f(f)5nen äußern 

Pappbanb 0m. 230 / 6a(*(tfter8aab 0m. 5.- 


3n Vorbereitung: , 

©«Hler’d ©ebldjte (2 36.), ©le Räuber I 
Xefiingd Vtinna oon ©arnljetm j 




2 )as neue 

(Öartenbud) 

Wie oßne ©ärmer lebermamt, 
©ein ©artenlanb bebauen t atin 

4Ein33ucb com ertragreichen (Barten« 
bau f fir Anfänger oonlE.petecfen. 
4OO0eiten u. J20 2tbbilbungen 
eart.3.oo,Pöppe4. w , halbleinen S.oo 

XCine neue iDaoibtd. „16« if ein behag¬ 
liches, liebes *5auSgartenbuch, eine junge Der- 
wanbte ber $>aoibi$, unb gern w&rbe ich 
einem weiteren greife fagen, mit welcher 
Sreube id) bas 23uch gelefen habe."/,,.. .non 
unfehlbarem Wert." Prof. $)r. 3- B t a b l - 
mann. / ,/Xlls alter £anbwirt bin ich begei¬ 
fert non ber großartigen Anlage bes, Heuen 
<5artenbud)CS'." <5utsp. 3 e 11 e r. /,Fe¬ 
rnas muferghltig PrafttfdK* if ,3)aS neue 
(öartenbud)' ufw." 0 o t h a i fch t $ IC a g e b l. 

$ 2 tnborit*T>erlag 

£>ac*>au bei UTüncbeit 


31 











Bud)er»Bund 

Dorfitjende: 

ßarlJUe^ander o.flttfller/profefTor 6.6efd)i^te in Hlüncben 
Dr. (tdnrin Hedelob, Heldfehmfhoart / tDHfyelm €5d)äfer 
Br. Hans £Dal)l, Dlreftor des (Boetb^HatlonaUttlufeums 
0). Blumtritt4Deid)ardt/ Herausgeber 6 es „Bü^ettoutme" 

Der „Bücher^Bund”, eine Bereinigung Den Bücherfreunden, wird aueerroählt gute und 
intereffanteBüchcr neuer Bieter und ©chriftfteller in mustergültiger $orm ju ungeroöfm 3 
lieh wohlfeilen greifen ^erauegeben. Und groat nicht Bücher, die f<hon in oerfchiedenen 
- riel ?u Dielen - Ausgaben ootlicgen, fondem nur folc^e, die ganj neu oder noch ge= 
Jä>fit}t find: Bomane, Beife wert e, Jtlemoiren^efc^i^tetDerte, fDeltanghauungebüchet und 
reich illustrierte Sunftbücher; es werden juerft erldjeinen: der Botnan Bet (Bottes« 
freund von tDHtfelm <2>d)äfßü, ein neues Buch, erfüllt Don Onnfgfeit und leben, 
das töerf eines wirtlichen Melfters, ferner: Heißes £ültd Don Herbert ^OCQUeS/ 
„eineBeife nachBrafllien", das lieblingsbud) des Bieters, ein Buch ooll ©lut und$atbe, 
töanderfehnfucht, »Staunt und leidenfdjaft”, eine Bietung doII tDahrfjeit, ein rechtes 
„Beifetagebuch eines Bieters”. tOeiter: (Büßte Htfndo oon 'ITffeodotJontane. 
Ü>as haben wir diefem hiflorifchen Boman ©lefdjartfges an die ©eite ?u Jtellen? ©s ifi 
eine Slnbegreiflichfeit und eigentlich eine ©djande, dag diefes einige Buch nicht Idngft 
Bolfsbefftj geworden ifi. ©s erfchetnen ferner nod) in diefem3ahre drei Bande: Memoiren 
und reid) illuftrierte Äunflbände; als erfiet: Der moderne (Drl^fnaltfol^f^fnitt 
Don der tuende des 3ahthunderts bis gut neueften 3eit mit rund 80 ganjfeitigen 2lb» 
bildungen, herausgegeben Dom Beichsfunftwart ©dwin Bedslob. «Beliefert wird aus» 
föliegli<h an Mitglieder; Mitglied fann federmann werden. Bas erfie^ahe, ein Äu^fahr, 
lauft Dom I.ÜJiril bis ?um 30. ©eptember; Don da an Don ©ftobet ju Oftober; der 
Mitgliedsbeitrag für diefes Jafyt beträgt nur 9 ©oldmatt. Bafüt erhält das Mitglied 
augerdem monatlich den Btfdj)CC!9UOTn Im Slmfang oon fe 32 ©eiten. 3edes Mitglied 


I 


I 



Herausgeber: TO. Weicbarbt. Derlag: l6inI>orn-T>erlag, beibe in 5>acbau; für unverlangte ttTanuffripte 
toirb Ceine‘Derantmortung übernommen; immer Xücfporto beifügen. 9.3ai)rgang: Bed)* Hefte —.90, bei 
birefter Jufenbung J. 5. ZDrucF: Wolf & Bot>n, Univerfltüts-Äucbbrucfetti, tltüncijen. Po(tvcrtrieb JLeipsig. 




p er o u ct> e c w u r m 

J8i.il -elTl onö 1 0 f d> r i f tf m tB u d> erf e eun bc 




e ft 5 xt> e i free n t u n t e n 3 a t gan g s X 924 


o x n*Pcelag 23 a c|> au bei ¥Hün 1 n 
















P t i m j t i t> e R u 11 u t u n b T£ u n f t 

Piele, bie tn ben lebten ^faf>rjcbntcn 5a« alte t)erfd>lunpiene ©emcbe bes 
aben&länbtfd>cM tt>efcne als morfd> unb fabenfheinig er Farmten, f«ä>ten 
butd> feine Riffe unb Jlüden fyinömtfy nach urfprünglt<f>en Wefenbetten 
poll ber 5Ütnbetr eines crfültenbeii Sehern, um nach ihrem 35ilbc bas eigene 


>ß.eben neu ju erbauen. Waud>e fliegen b*nab ln bie (Brößr ber eigenen 
Porjett, anbre fudyten££rlöftsng tm 4$eifpiel frember gereifter Kulturen, 
Religionen unb Rünfire, wfeber aubere ergriff bie Rbüung-einer tieferen 
Wettfcbb*it aus ben ©itte», fiebern'unb;Werfen ber ausgefforbenen ober 


beute noch lebenben primitipcn PölFer, Unb fo febr bie Jöefcbaftigung mit 
btefcw eine Settlang mir Wöbe bes <Eagcs ju fein fi^ien, fo echt erwdff fi<b 
bei nÄberer |>rufung bas ^öcbuefnts be« 4«ibc«b wie bie türFcnmnis bcs 
sDenfens, wcl«b« beibe auf eine« Weg bingeföbrt tporben ftnb. Pott per* 
febiebenen Betten bot ftd> bem Europäer poii beute ein Zugang geöffnet, 
an perfcbtebeneti ©teilen bämmmehie Wach* iit}b©röffe eines urtümlichen 
J>afcins b«rd> ben jerf<J>Uffenen Porbang unfererSipilifatton. £>ie bilbew.be 
Kwitft ffrjbt aucb bie* poran, ffe bie juerff aus ber Öufferften Perfeinerung, 
eine RüdfFehP n< *tb unmittelbarer, au» innerster' ©etie pulfenber ©eftaltung. 


naöb ber innem unb Puffern ’Hottpenbigfeft ber Silber fuebte. (Efauguin, 
WaciffVpieaffo entbetften bie plaftiF ber petmitipen; Äit^iter,. »Sedfel, 
0cbmüt*RottIuff begannen mit jene fl« wiebcrjubtlben. Hiebt ohne #rti4>t 
blieb, wie mir fdbeint, bi« ü^rneummg, bie tnebefonbere bie Walerei aus 
ben bämonifeben WasFen aller PöiFer, aus ben ernffen ^Ibw^bilbem 
?lfrifas, aus ben im r«id>ffen ©4>niQtperf riefffnnigperfcblungenen 3bolen 
ber ©übfee gewann. Wteber einmal lernten Rünftler — tiefe, ftiüe, in ff cb 
pergrabene Harurcn—bie Welt mit neuen Rügen ju fel>en, iDaff bie Runff 
ffbreiber rafd> unbtnefff mit leeren Worten nachfolgten, war eine faum 
permeibbare $olge. Rllein auch uom Worte l>cr würbe ein wahrer Pfab 
neu geöffnet ; bi* Wy then unb Wächst* fb Pieke entfernter PöiFer würben 
gefamme.lt unb halb auh in imferer ©pradje per breitet i£roff unb Reiter» 
Fett eines tief ber Hatur perbunbenen 4Lebms, bem.UTenfh, Oer unb (Be» 
wöd>s gleich nab unb befmtwbet ffwb, zugleich aber a«h ber <Blaut*e an 
bamonifebe allem ; verhaftete Kräfte unb bie Wagte bes Saubere, ber jebe 




WFm 







55 $ 

ppyil 






binbet unb löß, unb über bem allem bie Einheit eine« fojtal, religio« unb 
Fünßlerifch wefenbaft in fleh befchloffenen 0ein« — bie« tri« mit Einfalt 
nnb (Eiefe au« allen biefen 0<höpfitngen vor ben jerfpaltenen 0oi>n ber 
Kultur. 0o Famen einzelne fd>ließlich ju einem menfd>lichen Erfaßen unb 
VTacherleben ber Ulen tali tat be« primitiven UTenfchen al« folcher, ber gegen* 
über unfer ganzes, vom 3ntelleFt gebilbete« unb zerfetztes abenblanbifche« 
Wefen al« fragwürbig, al« wertio«, ja in feiner WirFung al« bie lebender* 
ßörenbe Übermacht be« UTafchtne geworbenen (Betfite erfchten. 0b bie« 
. noeb möglich fei ober nicht/ biefe fueben bem Herzblut unb Urquell ber Erbe 
unb be« UTenfchen fleh wieber zu nähern, inbem fte WerP unb Wefen ber 
primitiven Kulturen liebenb in ftch aufnehmen unb fleh ntit ihm erfüllen, 
;u neuem Anfang ober fehnfüchtigem Untergang. 

Zu gleicher Zeit hat auch bie Wifienfchaft, bie einß fo trodfene PölPerPunbe, 
eine neue Wenbung zu wefentlicßer ErFenntni« genommen, über bie einzigen 
mehr natur* al« geißeewißenfchaftlicb begrünbeten Theorien unb Klaff!* 
flfationen hinaus hat bie fprachgefchichtliche, bie religion«* unb Fultur* 
hiflorifche £orfcbung an allen Enben ber Erbe tiefer gegraben, fo baß ba« 
Einfach 0cheinenbe genetifd? in 0tufen unb Entwicklungen jerlegt, aber 
auch ba« Zertrennte über JlLänber unb UTeere hinweg in großen Zufammen* 
hängen parallelen (Befchebens unb t>orflellens wieber verbunben unb beut» 
lieber fcheint. (BrunbfaQlicb hat nun auch bie Pfycbologie ber UTentalitüt 
ber primitiven ihre TlufmerFfamFeit zugewanbt, inbem fle l>ier eine grunb» 
legenb anbere £orm be« t>orßellens entbecFte, al« man fle bieber nach ber 
Analogie be« europätfehen 3ntellePt« ohne rechte« Ergebnis ben V7atur» 
völPern un tergefchoben hatte. 3« ben (Beferen ber myßifchen Partizipation 
unb ber magifchen T$ebeutung erPannte man ba« prinjip einer lebenbigen 
Einheit be« Weltgefübl« unb berWeltvorßellting, in ber alle« Wirkliche bem 
primitiven DenFen auf« innigße verknüpft unb befeelt erfcheint. Erß von 
folcher ErFenntni« au« wirb ber Zugang ju ben bisher verfchloffenen unb 
geheimnisvollen üebensbezirPen einte urtümlichen ©eelentum« zu gewinnen 
fein. Tluf biefem Wege aber werben ben (Begenwörtigen erfl wieber tiefe 
unb vergebene Werte be« Gebens unb bie Einficht uralter Weisheit groß 
vor bie Äugen gerüeft. Es Fann nicht fchaben, wenn bem gegenüber fo viele« 
heute (Bepriefene fchal nnb nichtig erfcheint. Unb fo ftnb benn auch manche 
tiefer cmpßnbenbe ^orfeber au« ben Äänbern, benen fle 3ahte ihre« Gebens 
gewibmet, al« fcharfe KritiPer Europa« unb al« begeifferte Deuter einer 
ßremben, von un« vernichteten Welt jurütfgePehrt. 3« großen bivtnatori* 
fchen KonßruFttonen entrollt ber eine bie jahrtaufenblange (Befchichte unb 
bie verfchiebenen Kulturformen eine« ganzen unbekannten Erbteil«, unb 
mit Itebenber Eingabe zaubert ber anbere bas Jle ben unb bie 0itten, bie 
Dichtungen unb ben (Blauben eine« noch tief verborgenen urtümlichen 
0 tamtne« fd>illernb wie ein T3ilb ber 0ehnfucht, <8ilb einer glücklicheren 
Erbe, vor un« herauf— beibe ben Untergang be« lobgeweihten vor Ttugen. 
Tiber wie oft unterlag bem -öeftegten ber 0ieger! Unb im Kerzen be« Tlbenb» 


35 



lanbe« wdd>ß t>ie 0cl>ttfud)t nach bem Wefen urfprüngltcher ilebene* unb 
0d>öpferPraft# nach bem uralten Zauber non Wort unb -ÖUb. £>te Primi¬ 
tiven werben lebenbig unb wirPfam in uns. 3ch glaube# wenn wir ehrlich 
flnb, fo b<*ben wir nicht bie Wahl# fte anjunehmen ober abjulehnen, wir 
müflen fle in une auffaflen unb bie Au«einanberfegung mit ber Urwelt iß 
als ein 0ci>icPfal bem heutigen unb bem Äommenben auferlegt. <2>b hieraus 
eine wirPliche Erneuerung ber tief jerfpaltenen UTenßhheit $u hoffen unb 
benPbar ift? (Db nur bie Wiffenfchaft mit neuen Rängen in eine ungePannte 
WirPlichPeit fich Prallen unb bie f<hon ßerbenbe jerweiben wirb# um größer . 
heruorjugehen? Wir fragen, aber bie Antwort liegt nicht in unferer £anb. 

TDerHe über primitive Kultur unb Äunft: I. Allgemeines 

Leo Frobenius: Paideuma. Umriße einer Aultur* unb 0eelenlehre. <£. ’s- 
33ecf,tt?ünchen. SDiefe Purjgefaßte programmfchriftbe« bebeutenben AfriPa* 
forfchere gibt nicht fo fehr bie Einficht eine« Plaren 0yßem«, hoch manche 
feherifch erfchaute ErFcnntniffe von tieffter 45ebeutung. 3n ber einft ver¬ 
alteten VTegerwelt entbedft ^robeniu« reine unb h^he formen, ja vielleicht 
Urformen menfchlicher ilebenebilbungen. 

L. Levy »Brühl: Das Denken der Naturvölker, über fegt von W. 3eru- 
falem. W. -öraumüller, Wien. SDie« WerP beö franjöfifchen ^orfchers iß 
grunblegenb für bie ErPenntni« ber primitiven pfychoiogie. E« enthalt ju* 
gleich eine 5ü!le vergleichenben UTaterial« für bie Dorßellungs* unb £>enP* 
weife faß aller VlaturvölPer ber Erbe. 3ebe tiefer einbringenbe «Sorfcbung 
wirb wohl von hier au« ihren Ausgang nehmen muffen. 

Exoten: Skulpturen und Märchen. UTit einer Einleitung von W.Raufen* 
ßein. E. Xentfcb, Erlenbach. SDer ©ebanPe# -öilbwerP unb Dichtung ju ver¬ 
einigen iß gut, aber hier würbe Epotifchee unb primitive« vermengt. SDie 
inbifche unb jebe von ihr abgeleitete Äultur gehört mit ihren WerPen in 
eine ganj anbere Jöewußtfeinfphare al« bie Welt ber VlaturvölFer# b. h* 
ber Kulturen, bie Peine fchriftliche Überlieferung Pennen. SDie tUard>en au« 
VforbameriFa, au« ber ©übfee unb au« AfriPa atmen biefelbe fd>wermü* 
tige Anmut# biefelbe Roheit unb Feinheit eine« tragifd>*gelaffcnen tlatur* 
verbunbenfein«, geigen biefelbe (Seßaltunge weife# bie UTenfchen# Dämonen, 
SCtere unb bie wachfenbe Y7atur in bas eine burcheinanbergefchlungene 
0d>icf faleneg fpielenb verflicht. Eine Ahnung vom 0inne ber gefchnigten 
©ötterbilber unb UTaoPen mag hier auch ben Europäer lei« überPommen. 
Wilhelm Haufenitein: Barbaren und Klaffiker. &. piper u. <£o. Auch hier 
eine fchöne Auswahl b$d>ß feffelnber WerPe primitiver t>ölPer in berfelben 
finnlofen DerPnüpfungmitber Äunßber ^ochPulturen von perßen,3nbien, 
(Dßaften unb HTittelameriPa. iDer begleitenbe SCept iß rein bialeFtißhe« Wort* 
gefunPel unb befagt jum Wefen ber SDinge fo gut wie nicht«. 

Rudolf lltzinger: Masken. Ernß Wasmuth# Berlin. 3n biefem Silber« 
buch flnb UTaePen ber verfchiebenßen DölPer h^bfch unb inßruPtiv ju- 


36 



fawmengeftellt. (Der PcrfalTer fud>r eine Fulturpfycbolcgtfcbe Deutung ju 
geben, mit piel KenntninTen ober geringer ©atftellunqegabe, 

Eckart von Sydow: Exot i (che Kunft. 'JlfriFa unb 0je«ntrti. KliwFbarbt 
& .35iermann. "Don bcm (Kr lehnte mobetnüer Kunft aue wirb mir 0acb* 
lid>Fcic unb guter iKinfübiung ein «Begreifen bee primitioett Kunft werfe 
gefugt. V7otb befle* würbe es an« ipm feibtr gefunben. 



Eckart von Sydow: Die Kunft der Naturvölker and der Vorzeit, pro* 
pyläen*Ktwggefd>id>tr ^öb. I. propylaempedag. 3n biefem monumentalen 
XOtvf wirb ber ganj? Ketdmtm fütiftlcnfd>rr <&eftaltttnqen ber ganzen por* 
gefrf>i<btlid>cn Ärbe iw ttefflicber'Äiistpa^lÄuf über -JUtöCafeln auftgebreirex. 
I)er Cejr* bebanbelr mit großer .Befonncttbeit »üb etnficfedgrr Surüdhalrung 
junad>i> bie ^iunfiber VlaturbdlFfr,, fobann brr altamertfrmiftben Kultur» 
PolFer, enbltd> bie europaiftbe Poe- unb »$rübgef(bid>tf. £Ke ift b*fr nicht 
bloß plajiiF unb tttalerei, auch bie JöawFunfV «nb bk Julie ber (Bebraucbs* 
Funft in bem weitgefpanncen Katymm bc<hfi lehrreich mit emgefcblojTen. 

IL'&friF« 

Carl Einftein: Negerplaltik. Pedag brr Weiten Büd>rr s %[% erfter b«t 
in birfem Buch ber PerfafFet eine ^uüeintree fTantcr unb wertvoller «fru 
Fdnifcher ©Fulpturen peroffewlttfct, bte Pom ©tattbpunft bes moberüen 
Küngier»j etwa picaffba ober Ped»jidne auegetvabh finb. plafttfcpe iüin» 
falt unb (Bre>ge wie eine frembe bamomfehe Kraft jetebnen fie ane. (Die 
iKmlcmtua bringt eine red>t europäifd) unb äugenblidfemägig orientierte 
Betrachtung über 2Cranf$enben$, Fubifd?e Kaumanfchnimng unb ITTaeFen* 
baftee biefer Kunft im ©inne bee bamale populär geworbenen Kubiemue. 
Carl Einßein: At’rikanifcbe Plaftik. (Kruft ‘HJasmtub, Berlin. 3tud> in 
biefem Fleineren Buch eine Keil)« überaue merFroütbiger unb embrudfa« 
polier tücrFe. 3« ber Bearbeitung in fo fern ein ,5ortfd>tirr, als bie ^erFunft 
aus bei» perfebiebenen 4Länbern unb PölFern Tlfrifas brriicEflc^>ctgc unb fo 
bie CbardFteriJteruitg perfebiebener KunftFreife möglich «fr* 

Leo Frobentus: Das fterbende Afrika. 0. <£. Ked>r. iDer KfriFaforfcber 
fingt hier baa hohe itieb ber etnfad>menfd>lid>en Kultur, bie er alepollee 
Äebenin ber abgelegenen Okaefteppe JentralafriFas nod> erlebte unb bie 
beute bemUmergang verfallen tft.S>telebcnb!ge0cbübermtg ( biemitgcteüten 
©efd)id;ten unb bie prdthcoollen narutanfnabmen am ©eblug bee Bucpö 
geben ein begdfiernbe« Bilb pon ber iKinpeit, Kraft unb ©<honbe« btefcs 
$erbenben TlfrtFa. 

Volksmärdien der Kabylen. L 25anb: TPeiaheidj. Banb: £>a« fabelhafte. 
0n ber ©ammlung Eilande heraupgegeben Pon 4.eo ^robeniu«. tKugen 
2>iebcri£hs. 2>iefe unb bie fpater erfebienenen Bänbe ber ©ammlung ent* 


37 




galten im bunteren (Betnanb ber (Berichten ©cbopfungsmytbu« unb Cier- 
fabel, gelben fang unb ©aunerftreid), lebenbtge Weisheit unb fpielenbe 
Dichtung eine« jVreng georbneten bod> flets in alter Naturnerbunbenbeit 
fleh bewabrenben PolPe«. Es ifP Peine reine Urwelt, ba ber Einfluß be« 
3flam fParP bereinwirPt, bod> fpürbar bleibt bie einfältige UTentalttät be« 
NattirnolP« unb, wie «Srobenius nacbweiß, bie uralte Crabition ber Berber» 
fPämme NorbafriPa«, in Bauart, (Bebräucben unb tTTy tben noch beute leben* 
big, bie über bie Äomer ja bie Ägypter in bie Anfänge berPölFer binaufreicbt. 
Äfrikanifche Märchen, ^»erauegegeben n. CarlWTeinbof laugen iDiebericbs. 
Eine treffliche Auswahl unb Überft d>t über tftärcbenbicbtung 3(frtPa«. 

III.3nbonefien unb 3(uftralien 
Gregor Kraufe: Bali. 2 23änbe. ©eorg UTüller, UTüncben. JJiefe 2$änbe 
enbalten nicht weniger al« 338 Ca fein mit ben berrltcbßen Naturaufnah¬ 
men nebfl einer Xeibe non Berichten über ba« Lanb unb ba« PolP non 
bem Perfafler, ber al« 2frjt eine Reibe non fahren bort nerlebt bat. £)te 
tropifcbe Naturfülle ber jananifcben Cfnfel, bie rein erblühten Leiber einer 
Raffe non bö<bßer 0tbönb«t unb bie einfache UTenfcbUcbPeit einer eng 
umfebriebenen, boeb in ftcb nollenbeten primitinen Kultur, ba« alle« Plingt 
au« ben -Silbern wie au« ben Worten be« 5orfd>er« $u einem wunbernollen 
Einbruch non Lebenereicbtum unb Einheit ;ufammen, ber bem taufenbfacb 
jerbriicFten Europäer $um Erlebnis unb ?ur ©ebnfuebt wie nach einem 
nerlorenen parabiefe werben muß. 2?er großen Liebe unb Eingabe be« Per* 
faffer« nerbanPt bie« WerP feinen unwiberffebltcbett Sauber. 

Otto Hoven Javanilche Sdiattenfpiele. Wilhelm ©olbmann. 2tuf2^f<bä* 
neu Cafeln ftnb bie au« Leber Punffnoll gefebnittenen Figuren be« Pajang* 
0piel« teil« in Photographien ber jterltcb bemalten UTarionetten teil« in 
ihrer WirFung al« ©ebattenriffe abgebilbet. 3n ihrer formalen Eigenart 
eine leiste oerfeinerte Ausgeburt tnbtfcben RoFoFos, bo<b nerbunben mit 
ber groteePen unb oft urtümlichen Oebärbe be« primitinen UTalaientum«. 
Malaifche Märchen. Südfeemärchen. -Seibe berausgegeben non Paul^am* 
bruch- Eugen £>iebericb«. 2tud> bie UTärcben ber Utalaien jeigen ben inbi* 
f<ben Etnfd>lag nerfd>lungen mit ber weltfroben unb pbantaftereicben Er* 
jählerluft be« tropifd>en NaturnolP«. UterPwürbiger ftnb bie Utärcben ber 
©übfee, au« bereu ©effaltungsfülle bie tiefftnntge Erhabenheit alter Po«* 
mogonifcher UTythen halb ferner balb beutltcber noch biwburcbleucbtet. 
Augufiin Krämer: Salamafina. ©trecFer& 0d>röber. 3n erjählenber^orm 
teilt ber Perfafler bie famoanifebe Überlieferung non ber Königin mit, bie 
um ba« 3at>r J500 bie Cfnfeln unter ihrer »Serrfcbaft einigte. 2lu« biefer 
©efebiebte fpricht neben ber herrlichen Natur eine wunberbare Reinbett, 
ja ©eiftigPeit ber Rnfcbauungen unb Lebensformen, ©ebabe, baß nicht Plar 
$u erfeben tff, wie weit bie 5orm ber Erzählung felbft famoanifcb, wie weit 
fle romantifche Nachbichtung ift. 

Emil Stephan: Südfeekunit. ^Dietrich Xeimer. Eine fehr gewiffenhaftr 
Unterfuchung über bie 2&unß be« 23i«marcP*2lrchipel«. &ie Arbeit ifP je* 


3» 



bod> gu fehr auf ein enge« (Bebiec utib auf eine Furje ©eobachtungogeit be* 
fchr&nFt, ba« PerfMnbni« für bie pfyd>ologte be« VlaturvolF« ju gering, 
um gu Xefultaten non tieferer ©ültigFett gu fuhren. 

♦ IV. AmerlFa 

Rudolf Utzinger: Indianerkunlt. 0. <£. Xed)t. Pie Permengung non Wer« 
Fen tatfdd>Üd> inbianifd>er ^erFunft mit ben 2$unfta>erFen ber mepiFanifd>en 
unb peruanischen Kulturen ifi ebenfo unfad>lid> wie ber lept be« -öucbe« 
unleferltd) ifi. 

Leonhard Adam: Nordweltamerikanilcfie Indianerkunlt. i£rnß Wa«< 
mutb« Pie Cotenpfdble, Figuren unb HTa«Fen wie bie UTalereien unb ©e* 
rdte geben in ihrer norjugIid>en Auswahl einen ftarFen ££tnbrucf. Per tCept 
enthalt einen Flaren Beitrag gum formalen Perßdnbme biefer Äunß, fo* 
wie alle wünfcßenewerten fachlichen Angaben über bie abgebilbeten Werfe. 

Otto Fifcher, Stuttgart 

Stere 37tenfcl)en unb ©6tter 

Glitten in bie ©eiftermelt primitiver Golfer unb alter Kulturen im Dnnern Giftend 
fuhrt bad ©uch von Offenbotvffi: „Siere, Stenfchen unb ©Otter', bad bei ber 
Franffurter ©ocietätd*©rucferei erfcf)ienen ift; ed ift erfüllt von Abenteuern unb 
tvilben ©efchehntjfen,* bad 3enfeitige greift in btefen iänbern unermeßlicher (Sin* 
famfett in unerhörten (Erlebniffen in bie Sagmelt ein. ©ad ©uch lieft ft<h, tvie ber 
£iteraten«3<*rgon fagt: „fpannenb tvie ein Vornan'/ ba ed aud Amerifa fommt, 
ift eine Portion Aufßhnitt babei, |ebo<h fehlt bie obligate amerifanifdje ©roß« 
mäuligfeit. #ier eine iegenbe: 

(Ed tvar vor langer, fehr langer 3eit... ©er (Enfel bed großen ©fhingid Ähan 
faß auf feinem chtneßfhen throne unb herrfchte über Aßen. ©ie ßhinefen töteten 
ihren xhan unb mollten feine gange Familie audrotten. ©och ein heiliger alter 
Sama rettete bie ^rau unb ben fleinen ©ohn bed Äaiferd unb brachte fie auf 
fchnellen Äamelen nach bem ©ebiet fenfeitd ber großen'Stauer, von tvo ße hierher 
nach unferen©teppen gelangten, ©ießhlnefen fugten lange3eit nach ben ©puren 
ber Flüchtlinge unb fanben Schließlich heraud, tvohin ße ßdj getvanbt hatten. (Sine 
ftarfe chineßfche Abteilung auf fchnellen Pferben tvurbe audgefanbt, um ße gu 
fangen. Foft hotten bie (Ehinefen ben ßiehenben (Erben bed Äßand erreicht, ©och 
ber iama erßehte ftarfen ©chneefall vom pimmel, fo baß nur Äamele, aber feine 
Pferbe burch ben ©chnee gelangen fonnten. ©iefer iama ftammte aud einem 
abgelegenen Älofter. A)tr tverben felber borthin fommen. Um ed gu erregen, muß 
man über ben 3agidftai hinüber, ©erabe an biefer ©teile tvurbe ber alte Stoma 
plößlich von einer Äranfheit befallen, fo baß er aud bem ©attel tot gu ©oben 
ftürgte. Sa ©in io: bie SMtrne bed großen $b<*n, brach l n Sranen aud. Aid ße 
fah, baß bie chtnefifchen Leiter bort unten im Sal heranfamen, tvollteße bennocb 
ben Slarfch nach bem Paß fortfeßen. Aber bie Kamele tvaren ermübet unb blieben 
alle Slugenbltcfe ftehen. ©ie F™u mußte nicht, mte man ße antreiben mußte, ©o 
Famen bie chinefifcbenSfafter naher unb naher. 3h™ F reu benrufe maren bereitd gu 


39 




uemebmen, benn ße fat>en fcbon Öen für bfe Ergreifung öed Sbronrrbm öön Sen 
Hianbarinen .audgefetjten !J 3 reW in r^efc^toette. @ie würben bie itopfe oon Hiutfer 
unb ©obn nacf) Pefing gurucfbrmgen, um ße bort gut ^erbobmwg burcb ba^S 
33 olf auf Öem&f<$ten*Hten audgufeßen. erjcbrecifte HUiiter hobIbr iöttb gen 
Sßfmmel empor unb rief , Erbe un& ©otfer ber Htangoief, bticft auf ben 'äb* 

fommling betfHianmW, ber ben Hamen ber Hiongaien pan einemt Enbe berSöett 
jum «nberen berühmt gemachtbat! ©eftattet m'<b*, Saß bad gietßb f}f<bingt£ 
&ban 3 umfommt,* On biefem ^ugenktfc? faß fie eine weiße HlaiW, bie auf einem 
fn ber Ha^e fiebenben §eld faß. ©ie Hlaudfarang auf (ßre $nie unb jagte r» 3 it$ 
6Cn fyferbergefanbi warben, um ötdj 3« retten, ©eb ruhig weiter poranunb furzte 
nifd)t& 't>te Seute, bte bidj unb beinen @0^n, eu4, bcnen ein £eben SeS HubmeS 
jbeftimmt fft, perfotgen, haben tfjr £eben£enöe errettet/ Sa0m£o fonnte nicht 
ocrfte^en, wie efne Keine Hiau£ befähigt fein fonnte, breibunberi Hiattn auf^u» 
haften. S)ie Hiaut? fpranggiif ben ^ooben guruef unb fpracß weitert ,3dj bin ber 
e>amon3agtöftai f k*b bin mächtig unb ber SteMing ber ©btter, 0a bu aber bie 
Htadrt ber wunberoolfbringenben Hlaud begroefjVft ßaft, fo Wirb pan beute an 
ber jagtößaf fomohf für bie ©uten wie auch für bie ©d)fed)ten gefährlich fein-* 
0 e£ Äbnnd witwe unb ©oijn würben gerettet. <!iber bfd bettle fennt Qagidftai 
feine ©nabe» «äuf ber Heffe über biefen "paß muß man fiel# auf ber |)ut fein. 
0 er 0ümdn be$ 0erge# ift immer bereit, Sen Heifenben in Ratten gu locfen. — 
^im Seginn bedSafe# be# , 2ibair»§tttff«? fahen wir eine Stenge mongofifcfeer 
traben mit farminroten ©dbndbetn Sie Reffen umfretfen. 93 Jir näherten mW brr 
betreptnben 0 telie unb entbedftm boet bie Seiiben eine* Pferbe# unb einedHet* 
Uv$, bfe rrft oor furgem gu ^ati gefommett fein fonnten. E# war fcbwer gu er* 
raten, waS ‘©nen gugeßo|en war. 0ie tagen bid)t nebeneinanber, ber Söget war 
um bie redete #anb bed Htanned geßbfungem ÄrfftSftejfeeßfcb, feine ©4}ie|wunbr 
war ju erbifcfen. 0 ie Büge Sc# Htanne# waren unfennttteb- *setu Üb«r|ie|er war 
mcmgolifdj, Sodb Waren feine^aferi un^ feitt34<fett nfd)t ge* 

fcßnitfen, SDir fragten und, Wö$ Leiter unb Pferb guqeftoßen f?fet moWtr. — Unfer 
Htangaie fenfte angßif<b fein Öaupt unb memte ßüjüemö, abermu peftitnmtem 
Sones fft bie Ha<bebed3agi#ai, ^)er Leiter bat an btot f^iü|ettOpfer* 

mal fein Opfer bargebraebt, l 2 >c^balb bat ber^amon ibn unb fein pferb erwürgt * 




Rtd>atö Ben$ / 3Die ©ttinbe bet bcutfcben 'fltuftt 

»t Mt fern -36»# eines ilaien für ilaien gibt 
-öenj bod) wohl bas widnigfte VfTufifbu<t> 
tu» jerer $e»r. i£h< eine wtrPlichc niufiFge* 
(d><d>tf gefchtieben I ß, bie nicht am ßMttjel» 
nen bafier, j’onbern J£ntroi<f lungsreihen 
atifjetgt, «mrtmmmt-Öen; ein ©roßerrs: 
bie iCmftrilung betHTußF m bie allgemeine 
©eifiesgefdjichte. Fachliche ©ebunbenheit 
wäre bei folgern Unterfangen legren« 
jung; nur einfld) jur UTufiP fo rein auf- 
nebmenb perbalrenber, mit böchßrr *Kiw* 
füblungsfraft begabter, ;uglctcb alle Kul¬ 
turen umfpannenber ©eiß wie-öen; Fonn* 
rr emenfofmen, von weither Fommenben 
JölidF auf brr C<>nFunfl werfen unb ;u fo 
bebeutmöm iginfteßungen gelangen, pon 
bereu Fülle fl«b Fautu ein ^5egr>^ gebt« lÄft» ©ti<fcproben perfagen fyitv 
oöUtgjbae -Öucb ift ein fo geffblolTewer öau,baß nur ßrenges ©ur<barbeite» 
©eroinn bringt, ©ann wirb auch eine gmnfTe -öreite ber ©atßdlung als 
notwenbtges NUittel erfdjjeincn, fo pid Vlrues genngenb ju uerbcutlitben. 
iEbenfo erfebemr es bann als Ponug, baß «öenj non einem feftew ©*an& 
punFt aus at» feilt WerP geht; es ift bie aus feinen „-^Mattem für ©eutfebe 
Art unb Dtinß" beFannte Auffaßung beebeurßhcn Wefens. Ohne feftes 
-öejugsfyßem gibt es Feine Orientierung, mag es auch mitunter ;ur FeiTel 
werben, Öen; Fnflpft feine sginßdlunq an biegroßen Pertretetber btutfd>cn 
UTufiP. ÖSitt Dütfblid? auf DenaifFance unb Deformation cmfpruht feiner be* 
fawnten Wertung: DenailTance als faher Abbruch auf bem Wege tut eigenen 
©prache $u gelangen burd> bie unglucFfeiige Aufgabe, eine frembe Formweit 
afftmrlieren ju möffen, Deformation: pbüolbgtf<beÄegitimationbesCbrißcn* 
tumsburchbieöibcl.lginbrüigenbeBiLogtfcb'öegrifFUthenmbeuÖprachgciß. 
ß*rß öarf> rettet bas mittelalterliche t£rbe, feine UTuflF iß Fortfe^ung unb 
Pollenbungber mittelalterlichen Ard>iteFtur; burd> ihren 7ln|d>lußait ben 
proteßantifchen PolFsmythus, ben Choral, wirb fte ©runblage einerPolPs* 
Fulrur. öatßs WIuftF ift DaumPunß. ÜDiefe Formulierung weiß praPtifchrr 
Aufführung ben rechten Weg; ber igntroicflungS', ©tetgerungs*ttnbFtnalßil 
ber Pollenber ber jeitFunß öeetbopett, Wagner, Örutfner, auf öad> an- 
gewenbet, vernichtet ihn: Ö«d> in ber pafßon, ^dnbel im Oratorium erricb* 
reu eine unßcbtfcare geißige Jöühne, bie Denaiffance-Opet überonnbenb. 
©er Chor erf<helnt bttr als ötetgerung ber Chor fuuFtion im antife« ©rama, 
ßDas Flafßßhe ©rama perfagte, fab nicht einmal bas ld«gß.beffer ©rta»«4 
££in 55li<f auf ^wÜen geigt bte itaiienifche TTtüflF als ConbilbFunß, ber 
plaftiF pergieießbar; reine PoFalmufi? ift f4>$ne HacFtheit. ©lucF fchajfft 






burd> bett tonbtd>tcrifd>cn 5ufammetil>atig feiner 0jettenfolgen erßmale 
fympßomfcht 2$unß. MTojart perFlatrt bae ileben feiner jclt, ibr JLiebee- 
Problem, jcbaffc (Beßaltett, bie nicht werben, fonbem ftnb. 3n ber Sonate 
*5aybne unb UTojarts wirb tTTujlf erftmale jur Sprache, in ber bann -öeet* 
bopen größer ale alle WortFünßler btchtet. -öet ihm wirb UTuftP pöllig 
SeitFunß, im Segcnfaß $a 23ad>e XaumFunß, tTTojarte (Beßalt. Schubert 
enblich iß £rbe bee Äteberretchturne bee beutfcßen PolPe. 3n pergetfligten 
klangen antwortet aue tßmbae PolP bem einfamen mythtfchen Conbichter 
33eetßopen. tttit »hm enbet für-öenj bae große Scßstf fal ber beutfchen Ion» 
Funß. £>er Citel feine« WerFe befagt: bie Stunbe ber beutfchen UTuftP ale 
(Befang, ale fcßöpfertfchee 4.eben iß baßm, ihre Stunbe ale TDtberflang, 
Aufnahme ihrer (Setßeeoffenbarung naht erß. Piele werben ihm nicht per* 
Reihen, baß bae zweite noch folgenbe -Such bie TDagnerabfage bringen wirb, 
baß -örutfner nicht einmal genannt wirb; aue feiner (Befamteinßellung 
heraue Fann man ee begreifen, feine Ablehnung wurzelt nicht in UnFenntnie, 
fonbem in tiefem Reiben unter ber fpdteren UTuftP. i£e iß jebetn gegeben, 
fein eigene« Urteil waßrenb, hoch ben Reichtum bee 43enjfchen -Suchte aue- 
zufeßöpfen. Wae über bae Wefen bee ©efangee, ber 0rqel, bee Planiere, 
bee (2>rd>eßere gefagt wirb, gehört ju ben bebeutenbßen Äußerungen über 
biefe iDmge. Hoch zahlreiche anbere fragen ßnben hier oft überrafchenbe 
Antwort. V7icht nur ber tttußFfreunb unb ber in Sachen höherer äJinßel« 
lung faß immer perfagenbe £ad>mufiFer, jeber bem bie beutfeße Äultar 
wichtig iß, muß ßch mit biefem-8ud> aueeinanberfe^en. £e zeigt une un* 
fere höchßen Werte unb öffnet bie klugen für bie große Perantwortung, 
biefee (txbt richtig ju nutzen. 2lrmin Änab 

Xicfcarl» Penj, 2>ie Stunlx t>«r &«utf4>«n UtuflC. äugen Sieberiefe* Perlag, JSc. 12.00, geb. 14.00. 


Charlotte Cordays Hinrichtung 

Aus den „Tagebüchern der Henker von Paris" 1684—1847 von Henry Sanfon. 
Kiepenheuer. 2 Bände 12.oo. Berichte und Aufzeichnungen der Henkersfamilie 
Sanfon. — Charlotte Corday wird, mit einem roten Hemd bekleidet, auf den 
Karren geladen und zum Richtplatz gefahren: 

Wir Itiegen in den Karren. Es waren zwei Sitze, und ich forderte fie auf, fich 
niederzufetzen, fie weigerte fich aber/ ich Tagte darauf, fie täte recht, denn auf 
diefe Weife würde fie weniger von den Wagenftößen leiden, und fie lächelte, 
ohne mir zu antworten. Sie blieb Itehen und Itützte fich auf die Wagenleitem. 
Fermin, der hinten faß, wollte den Seffel nehmen, ich hinderte ihn aber daran 
und Itellte denfelben vor die Bürgerin, damit fie ein Knie darauf Itützen könne. 
Es regnete und donnerte in dem Augenblick, als wir auf dem Kai ankamen/ 
aber das Volk, welches in großer Zahl auf unferem Wege verfammelt war, 
zerltreute lieh nicht wie gewöhnlich. Als wir die Arkade verließen, fchrie man 
laut/ je weiter wir aber kamen, delto Ichwächer und feltener wurde dies Ge« 


42 




: j Hoirfihnitfe voapran» 


HotzfcfiniiJ aitsdewWerfse^DfePafOofi eines Mctjfdien 1 
Mafcreel Kurt ^fölft in Mändb«i. 75a nüm. Exemplare attf HsKjetnijapiec ui Hafbieder 1 40,00, 
Das Bifjdo-werfi zeigt in s$ OHginaUHelzfAnittcn den Lebens* und LeidenS'reg ei «eg'Menfcben, 
voöi Pföleiarierkjnd bis zum T61I als Aufrührer. Mafsreel hat ini diei’em Werke die ftarr« und 
za ulthe Afl ferner früheren Arbeiten überwunden/die Sdirntte find freier, lockerer lind 
jrekher geworden, ohne an Stärke verloren su haben, die ^Paffion* ift^ohi feinbcftes Werk. An* 
dereHolzlHiniiffölgen undiHufciert?Bücher lind bei Kurt Wolff und imlnfei* Veriagerfchienen. 



figf -Wßi» MtWl 

?k 'v^^EaCB 


w Jpi^fpj 










B' 


m & tSäBSk' 




fchrei. Faß nur diejenigen, die uns zunächß umgaben, beleidigten die Verur¬ 
teilte und machten ihr Marats Tod zum Vorwurf. 

An einem Fenßer in der Straße St. Honore erblickte ich die Bürger Robespierre, 
Camille Desmoulins und Danton, Deputierte des Konvents. Der Bürger Kobes¬ 
pierre ßhien fehr aufgeregt und fprach mit feinen Kollegen/ aber diele und na¬ 
mentlich der Bürger Danton, ßhienen nicht auf ihn zu hören, fondern blickten 
aufmerkfam auf die Verurteilte. Ich felber wendete mich jeden Augenblick um, 
um fie anzufehen, und je ößer ich fie anfah, deßo größere Luß empfand ich, ße 
zu betrachten, lind doch war es nicht wegen ihrer Schönheit, fo groß diefe auch 
war, aber es (chien mir unmöglich, daß fie bis zum Ende fo fanfi und mutig 
bleiben könnte, wie ich fie fah. Ich wollte erfahren, ob ße auch ihre Schwächen 
hätte wie die übrigen/ aber ich weiß nicht, weshalb ich jedesmal, wenn ich meine 
Augen auf ße richtete, ße Ichwach zu finden fürchtete. Dennoch gelchah, was 
ich für Unmöglich hielt. Während der zwei Stunden, die ße an meiner Seite 
blieb, haben ihre Augenwimpern nicht gezuckt. Ich fah keine Bewegung des 
Zorns oder des Unwillens in ihrem Gefleht. Sie fprach nicht/ ße betrachtete 
nicht diejenigen, welche den Karren umgaben und he mit unflätigen Reden be» 
Ichimpßen, fondern die Bürger, die fich in den Fenfiem zeigten. Es waren fo 
viele Leute auf der Straße, daß wir nur langfam weiterkamen. Als ich ße 
feufzen hörte, wagte ich die Worte: „Nicht wahr. Sie finden den Weg fehr lang?" 
Sie antwortete: „Pah! wir können immer ficher fein, anzukommen." Dabei 
war ihre Stimme fo ruhig und wohlklingend wie im Gefängnis. Indem Augen¬ 
blick, als wir den Revolutionsplatz erreichten, ßand ich auf und fieilte mich vor 
fie, damit fie die Guillotine nicht fehen follte. Sie neigte fich aber vorwärts mit 
den Worten: „Ich habe wohl das Recht, neugierig zu fein, denn ich habe fie 
noch niemals gefehen!" Ich glaube iedoch, daß ihre Neugierde fie erbleichen 
machte/ dies dauerte aber nur einen Augenblick und fogteich erhielt fie ihre leb- 
hafie Gefichtsfarbe wieder. In dem Augenblick, als wir von dem Karren fliegen, 
bemerkte ich, daß fich unbekannte Perfonen unter meine Leute gemilcht hatten. 
Während ich die Gendarmen aufforderte, mir bei der Säuberung des Platzes 
behilflich zu fein, war die Verurteilte fihnell die Treppe hinaufgeftiegen. 

Als fie auf der Plattform ankam und Fermin ihr in roher Weife ihr Halstuch 
abriß, warf fie fich felber haltig auf das Fallbrett, wo fie feßgelchnallt wurde. 
Obgleich ich nicht auf meinem Poflen war, hielt ich es doch für graufam, die 
Todesqual diefes mutigen Weibes auch nur eine Sekunde zu verlängern und 
gab Fermin, der am Pfahle rechts ßand, ein. Zeichen, das Fallbeil nerunter- 
zulaffen. 

Ich ßand noch am Fuße des Schafotts, als einer der Leute, die fich gern in fremde 
Angelegenheiten milchen, ein gewiffer Zimmermann Legros, der während des 
Tages bei der Ausbefferung der Guillotine geholfen hatte, das Haupt der Bür¬ 
gerin Corday aufnahm und es dem Volke zeigte. Ich bin an derartige Schau- 
fpiele gewöhnt und dennoch fürchtete ich mich diefes Mal. Es fchien mir, als 
richteten fich diefe halb geöffneten Augen auf mich und als bemerkte ich noch 
diefe rührende und unwiderfiehliche Sanftmut, die mich in Erfiaunen gefetzt 


44 



hatte. Audi wendete idi den Kopf ab. Erft aus dem Murren um mich her er* 
fuhr Idi, daß der Schändliche den Kopf geohrfeigt hatte. Andere verftdierten 
mir, ihr Antlitz fei bei diefer Gelegenheit errötet. 

Als ich nach Haufe zurückkehrte, ging die Prophezeiung der Bürgerin Richard 
in Erfüllung. In dem Augenblick, als ich midi zu Tifch fetzte, fragte mich meine 
Frau: „Was fehlt dir denn und warum bilt du fo bleich!" 


£>ie Aufgabe bec öeutfd)cn <Befd)icf)tßfcf>tcibung 

£>fe Revolutionäre lehnen bie ©efd>t<hte ab ober vergewaltigen unb ver* 
fälfchen ße in ihrem 0tnne. 0obalb ßd> inbee bie Wogen bes Umßurjes 
ja glatten beginnen, erwacht bie 4.tebe jur Vergangenheit non neuem. $u* 
näd>ß einmal, weil bem Wirrwarr gegenüber, ben bie revolutionären 5u* 
FunftsfanatiFer ju hinterlaffen pflegen, bie vor ihnen liegenbe J£pod>e als 
„gute alte" Zeit erfcheint, unb bann weil man fleh tnieber einmal, bureß 
0d>abcn gewit$igt, bavon überzeugt hot, baß wirFlid> IebensFräftiges Neues 
nur auf überFommenen Werten aufgebaut werben Fann. t’as 33rßnnen auf 
bie ©efcbicbte ift fo immer eines ber erßen Anjeicßen ber ©efunbung. 

3m übrigen bringen folche Unterbrechungen ber gefchicßtlicßen ^orfeßung 
unb &arftellung im allgemeinen weit mehr Nutjen als 0cßoben. 3« fotten 
Epochen flnFt bie33efcßäftigung mit ber ©efeßießte vielfach jur ütebßaberei 
herab, $um Zeitvertreib für müßige 0tunben. i£e fehlt ba meiß an ber leben* 
bigen inneren Anteilnahme an bem Kämpfen unb Äeiben ber ©efcßlecßter 
vor uns. ÜJrß wenn uns bas 0chicFfal wie fte rüttelt, fühlen wir uns mit 
ihnen als Einheit. 

Alle Vorauefetjungen für eine neue, große periobe ber beutfehen ©eftßftbts* 
fchreibung wären bemnach fetjt gegeben. 2)ae beutfehe VolF wenbet fi<h mit 
leibenfchaftlicherAnteilnahmeben CBroßen unb bem ©roßen ber Vergangen* 
ßettju, naeßbem es ber Riemen ber ©egenwart fatt iß. sDie^ilminbußrienugt 
bereits „bie RonjunFtur", ße läßt £riebricß ben ©roßen unb bie Nibelungen 
über bie ileinmanb laufen. 

^Dagegen fcheinen bie beutfehen ^ißoriFer ihre Aufgabe noch n«d>t erFannt 
ju hoben. Nicht als ob es in letzter Zeit an ber Veröffentlichung neuer ©e* 
fcßfcßtswerFe fehlte. Aber von wenigen guten Büchern abgefehen, trottet 
unb trottelt man in ber hergebrachten Weife weiter. Wir hoben nach wie 
vor eine Fatholifcbe unb proteßantifeße, eine preußifeße, bayrifeße unb ößer* 
reichifcßr, eine ßößfeße unb bemoFratifche ©efcßicßtsauffafFung, nur Feine 
fchlecßtßin beutfehe. 43ei ben einen beginnt bie beutfehe ©efeßießte erß mit ben 
großen ^oßenjollern, nach anberen hebt mit biefen bas Verhängnis an. 
Anbere VöIFer hoben von ihrer Vergangenheit ein weit geringeres 0cßul* 
wißen als wir, aber alle anberen Fennen beffer worauf es anFommt: bie 
pojltiven Kräfte, benen ße ihr 0ein als Nation unb ihre Weltgeltung ver* 


45 



banFen. Dem deutschen Volke die geschichtlichen Grundlagen seiner 
Eigenart, das, was es im Laufe seiner tausendjährigen Vergangenheit 
an Großem und Bedeutendem geschaffen und erreicht hat, zu zeigen, 
ihm das Wissen davon einzuhämmern, bis es ihm in Fleisch und Blut 
übergegangen ist, wäre jetzt das erste und wichtigste, die Aufgabe der 
deutschen Geschichtsschreibung. 

Statt heften wirb porwiegenb ausge führt, was wirFlicß unb angeblich jeweils 
perpaßt unh perpaijt würbe. SDte erßen betben 35änbe ber neu erfcßeinenben 
„politifcßen ©efcßicbte ber £>eutfd>en" non TUbert non ^ofmann ßnb ge* 
rabeju ein ttTußerbetfpiel folch unßnntger Selbßzerßeifcßung. tDie föll ber 
2>eutfcße zu einem VTationalßolz Fommen, wenn ihm faft nur bie ©chatten* 
feiten feiner Vergangenheit gezeigt werben? Äein tDunber, wenn ba gerabe 
bie ©ebilbeten in bem alles Püßne Streben ertötenben tDaßn befangen finb, 
mit une SDeutfd>en fei wenigßens politifch noch nie etwas Xed>tes los ge* 
wefen unb barum werbe auch it» JuFunft nichts aus uns werben, ^ier muß 
grünblich tDanbel gefcbaffen werben, unb bas iß hoch in erßer 4-inie Auf¬ 
gabe ber beutfchen ^ißoriFer. 

UTan fage nicht, biefe 2lrt ber ©efcßicbtsbetracbtung führe notwenbig ju 
einer Verzerrung ber Wahrheit. 3m ©egenteil, ©erabe bas Scßwarzfeßen 
trübt ben 33lidf unb führt ju fchltmmen Verzeichnungen im Wefentlicßen, 
^wie bas eben genannte WerP H, pon ^ofmanns tro*j mancher Verbienße 
Zeigt, Freubiges ^erausarbetten ber ©lanz* unb ^ößepunFte bat mit einer 
bie ©efchichte fälfcßenben Schönfärberei nichts gemein. 3tuf Feßler, W?tß* 
griffe unb Schwächen muß natürlich auch ßmsewiefen werben. Tiber hier 
gilt es mehr ben pom SchicPfal gegebenen Ablauf als permeintes perfönlicßes 
Verfagen aufzuzeigen, unb por afiem barf barüber nicht bas ©roße unb -8e- 
beutenbe, bas wir, nebenbei bemerkt, auch in politicis fo gut wte bie angeb* 
lieh politifch begabten VolPer aufzuweifen haben, in ben ©chatten treten. 
f£s iß nun freilich richtig, baß gerabe ausgefproeßen nationale unb POlFifcße 
§arßellungen ber ©efchtchte oft recht einfeitig ßnb. 5>as Fommt baßer, baß 
unfere zunftmäßige ©efebiebtsfeßreibung fleh um hierin ge, bie bem beutfchen 
VolPe por allem am Kerzen liegen, fo wenig Pümmert. 3n zweifacher *8e* 
Ziehung wirb bas VolP pon ber hißorifchen Wiftenfcbaft im Stiche gelafteh. 
Einmal, weil ße ßch fo wenig mit ben für bie S&eutfcßen wicßtigßen fragen 
befcßäftigt, unb bann, weil ße ihre Weisheit in einer ben meißen HTenfcßen 
unperßänbltcßen ober ungenießbaren Sprache perPünbet. £>ie Wiftenfcbaft 
in titfyven, aber wenn ein SDeutfcßer ber Väter unb ihrer (Taten gebenFt, bann 
muß es hoch nicht fo gefchehen, als banbeite es ßch um irgenbeinen fernen 
¥7egerßamm ober lebtglicß um ben Streit pon Fachgelehrten. i£s gibt ja wohl 
wirFlicß beutfehe ^ißoriPer; aber ihre Jaßl unb WirPung iß zu gering, als 
baß ße, fo wie es fein follte, bie beutfehe ©efebießtsfeßreibung zu einer VoIPs* 
angelegenbeit zu machen permöcßten. 

Übrigens würbe auch bie Forfcßung pon einer bewußt beutfcßen&inßellung 
reieße Anregung empfangen. £>ie Promottons* unb ^abiUtationsfcßriften 


46 



flttb, pan rühmenswerten Ausnahmen abgcfet>em ein« tDöfte von i^merlet. 
Unbha# unftrc £orfd>ung bleuer pielfad) perfagt bat, mcrFt jeher auf ©d?rttt 
unb <Tmr, herben 2)mge« ber t2erganget4$M$t auf be» <3runt> gebt, 

’jNrr beutle £3arr blaf>t )ld> betätigt wirb, her jDetitfdie 

w4re ftHei» fa<^ii<b JJnb merPt m<J>r, öa|| i>m biefc 

!©a<^tt<i>Peic bas tttarf an* ;fd ba# er als emFrüfteter 

aller tt>elt 'pw.<5#f|pjti||jM|4!M«|b biefesIWtpourfart, tOiflett* 
fc^Äfc Mo# un* ber ttiiTenföafi ben Zjetstf&cn lehret* *£»bc» 

blofj noch $u einer 4$ariPatur echter, aus bem ^.eben fxfrapfenber w»b jum 
4-eben föb««öec tDiflenf^aft. £»r. 3obÄ«nes 45»ler 



9? i $arb 9itemerf4mtb/©er ©1 1 1 Oer Sufunft 

Tii^i ‘pk plap ben 0tfl,>~ ba#4?chm fdjajft i§u. wirönieiji gemalt, 
er wg^fi« ||1| uherhaupt pi* Meinung ^errfc^enö werben fpnnte, cd - höbe jwar 
in früheren Reffenjebe Q?pöd)e ihren 0ii( aitögehttbei, dagegen unjere 0eitbahr 
btefe gaingfeit eirtgehüf& fdf)e£nt mir ju beweifen, Saft öa£ 30ejen be$ @ttt£ 
perfannt warben ift/&c#^al& mußten mir aüth bw alten 0itfe grunblüf? mffjDer* 
fte^en unb gti Ser merf rourötgen Meinung gelangen, ein «Stil fanue (ft allem vtrnft 
na^geabmt aber pru«fgefü|rt werben. €henfo wie po}Tfäse, Fann ein 0iil audjj 
negattse ®igenf<i)uften babm; in beibett gatten bebrütet er bie Qtrf, wie jid) eine 
befümmte 0eft unö eint beftimmte &olf£gemeinf$bft im 3^ei($ beei 0i$tbaren 
au^brtuft, — eg fann fein alggrojj unb ebel, cß ftsnit aber auch fein ai£ neriogen 
Unb »erfummert. 

gür mifere 3ufunfi, ur& Öamit au4 für ihren 0til, »itt'g mir fa f^efnett, al^ 
wenn baä Mannhafte bag eigentliche &enngei<hen metrben müßteEber bag- 
felcge, gläubige, tWtt 0piel tm&'$un|Vutt& : «ii$. *ofc j^tbtög grauß^ ^gsM*-.' 
mug umfeiuhte Ätnbhettbatter, wie eg wng $n$ her ^ntife »nb äug ben Kulturen 
bei Ofteng berüefenb mb lotfenb «mhtteft, unb bann «her bie Seit bei? 0Ü* 
reng, ber rnbelofcn ‘Jüngiing^iahre, beg s?on 0ehnf«^t gltthenben Wittelaiterb 
unb ber prpteftierenben, reapiutionierenben, an Bweifein unb an %fennint# rei» 
d>en Ttmseit wad^fe bie ^Beni^heit |inau^ h Öa^ftrengere, ber l^at eugewanbte 
^lannerf*2llter. 3)it »etgängenen 3al)re haben un^ um ein 0tudf uorwartö ge* 

47 








ftoßen auf bfefem ^Q3cge zum ‘Jflanne&^lter, in bem 0djranfen faiien, ein reifer 
-QJille, eine flare Überzeugung bie 3üge( ergreifen, entfchloffene$ $)anbeln mit 
ben harten Satfa<hen fertig werben, unb ftrenge Arbeit in ber Piaffe unb mit 
ber Piaffe geleistet werben muß. 0a£ bebeutet nicht iauter OKenfchen, bie falte 
Rechner finb. im ©egenteil: 3e mehr reife, entfchloffene Banner etnanber gegen» 
übertreten, befto flarer ftellt jtch herauf, baß gemeinfameä Arbeiten, gemeinfame# 
0ieh a< 23ilben* unb 0ich*©elten»laj[en »ortcilhaft ift... Unb bann wirb fol<$e 

^Jlannhaftigfeft auch rühmliche formen annehmen müjfen. 

0iefe Betrachtung ift entnommen bem furglich erfdjienenen großen 0ilberwerfe 
,0a3 neue Äunftbanbwerf in 0eutfchlanb unb Ofterreich', herautfgegeben oon 
^llejranber Äocb in 0armftabt. PreW geh. 40.00. 3nJ}84 oorjüglfcben Slbbil« 
bungen werben hier erlefene, mit untrüglichem ©efühl für ba$ (Ed)te aufgewühlte 
-EDerfe bef Äunfthanbwerff gezeigt, unb fachlich unb geiftooll befprochen. 0er 
pra^toolle 0anb 3eigt ben unoerglef«blicben Reichtum bef beutfchen funftgewerb* 
lieben 0<haffenf — unb baf h°he Tlioeau ber Berlagöwerfe QUejranber &o<hf • 

« 5 * 4 

Harzreise im Winter 

0tefef Unternehmen bat fdjon ©oetbe aufgeführt, baf ift allgemein befannt. 
'Slber ©oetbe ift mit mehr Äomfort unb größerer 0equemlichfeit nach bem #arz 
gereift, alf wir feßt. — 0er beftieg fein Pferb, auf bem er gan 3 allein faß, unb 
war nie barüber in 0orge, ob er ben *2lnfchluß in #alberftabt erreichen ober t>er» 
fehlen werbe. 0ein eigener #err unb Bleifter, ritt er baf Sal hinauf, mit ben 
klugen bie ©eftefnfart ber Bergwfinbe prüfenb unb im Kerzen ben näcbften 
0rief an Charlotten fonzipierenb. — Ober er fuhr in ber Poftfutfche. 0iefef 
0erfehrfmittel tragt heute ben ?flu<h ber Sacherltchfeit, aber ef hatte ben 0or* 
3 ug, baf bisweilen barin gebichtet würbe. 0o hat ©oethe in ber Poftfutfche biefef 
nette 0erf chen gebietet, baf ich auf bem ©ebachtnif zitiere: „SDeit, hoch, herrlich 
ber 0(icf, SRingf inf Sehen hinein,- 0on ©ebürg' zu ©ebürg' 0chwebet ber ewige 
©eift, (Ewigen Sebent ahnbeooll.' — 0af war bamalf. 

3eßt fißen wir unfer fetzig in einem haften, ber ©peifewagen benannt wirb, unb 
ejfen gleichzeitig unb im Saft Kabeljau mit ^oftrichfauce. Sin ber SDanb hangt 
ein haften, in ben S3efchwerben niebergelegt werben fonnen. $ür ben $all, baß 
einer t>on unf bie Slbftcht haben follte, fleh fchrfßftellerifch zu betätigen. 

Orient und Okzident 

?ta<h&em nun eine neue Sabafforte auf ben tarnen S^abtnöranath Sagoref ge¬ 
nannt worben ift, muß man einfehen, baß bieSttifftonfreife bef inbifchen Reifen 
hoch nicht ganz ahne (Einbrucf auf bie europäifche S3et>olferung geblieben ift. 

3<h entbeefte^biefen neuen Sabaf in bem §enfter einef 3tgarrengefchäftef unb 
faufte ihn für 5-50 SJlarf. (Er bewahrte ft<h in ber furzen Jpolgpfeife alf eine 
fein gefchnittene, aber fehr frajftge Slrt unb fuppte etwaf. Sluf bem Pappbecfel 


48 




Öeg )3afefc?g ftanö Öer Tlame öeg ©ü^terg, Öen man aüevöfnggettüag abgcanbert 
unö ßermenfcfjti<i)t §at: ftattD?at>itti)ra«at^^egore^eC§teö; ^a6in&rana*<ftuflf*> 
^Huf, mag fit§ letzter au3fpre$en läf$t unö urtferem '©erflan&nig näljerttegi. 
I>iefef iXabaf, ferner beeter# eineg SFuener paeten (fd) bin fdkm gang faporeg 
na« aU'jmnel 'Sagoreg), öai fft eg, mag n<wb einigen Banate« opn*Öer Satfgfett 
fceg Srabminen übrig blich/ bCe ©puren fetneg $VanÖe(g unter ung. 

Unb fame jeijt feer Prinj (Bautama, Öen fte bm 33uÖöf>o nennen, unb fpradje gu 
ung mit gefmften SUigm unb erbobenrr ^anb, Unb teerte ung bie £r^re oom 
adHfäd?enpfaö,. . mir marm ni^t gu retten. pmröm fofort eine ©aufama* 
©irie eröffnen; mir mürben einem Äabarettreim auf bag QDort 33uÖÖfya 
fudjrn; unb mir mürben ibn ßnben. 

*2lug bem 0figgenb»^ ,<£in ^log mit föelbüfdjen* non Steter Qiu&uriiu, bag, 
tnie biegn&ern L $ü<f>ri Onp^aie* unb bet ^ibetf langen 

tn ^Jiiinüjen erf^ient» ifi, |e 2$Q‘, geß. 4*00. ©irfe ©?i$>en tserßoßnen mU l 3Pt6i 
unb ©tp'rfe Öte©ü>eu&lidjf eiten unfereg Ijmttgen ©afring/ öfe @pra$t ift uo.n 
feUener ?lnmut unb Reinheit. 

% n m e r f u n Q eng u. 53 & d) e r n 

>tr tUxijhierfcpt»roerfk'A $\*x : ü$ 

Wt& bk b*i£, SeÜV ri4t$ 

t*0<j 

fÜf. $1* . 2 ? <#0; ffia» fatyk zii &{m$& ifv f^r 
und w.it 

$(i£ ''«p*b Hf'™ 1 XEmr bSfo* 

:i fc&ü £.$*$ Hn $ ti4>* »stdri 

Mit$fc.ä*bUi«g in Qttlsn ’ibittia^S$cr#ufiQe$£beit täöfl*UTartiUi t&ijl 
$fej|9s:t1?rftvHottcn ssjji;2K P^ui VQtbrt ^4? ^pxt ih 

Pnti iitijfyALfi h At» iwir ncrn 3Mic? fiit lüae «{etenrümlt^« 

wi '$&n££t. ■ jtiü&i m 'ft f&rfi' MwR’.W‘ ; ßitt 

siinjvitiimiÄfKW'3 U afträfio;«(«tt^U:f &m »äV.n'; ytbtf 

i^r« roii ^eanpawi mit3^w<itran<>nen ro-n ^erm^mt Mrtotik Wo e« fiO> um 
reine,un^emifd>tt Sarfcen franOett, fmb bie Wiedergaben metR übt gut; ba» xrirfr nebaglicb iea«|jöülrfcb> 

nur ift bar groß; J75« 2*1 tun, — 2pie ’Rofafen^efdbi^te, f tar<idift 00 m 

Xifoia^erCag nm berau^egeben mörben ; 84irift tmb Öa^anorbnuna rb« S. Jgbntcf*, 3.00; die 
$ol3f(feniitte bOn ^arl Xoftingbabe« erroar barbarif<t*rnffif<b^ fügen fid> aber §od> gut in ba^^tu^ganje 
ein. — ITbotna ei« ttleijfier ber nennt ^arl hintan (ein ^uebuber b£n nTcH(^en, l1IctIer 

unb SDicbtee’^d^m^; mit 50 ^U>bHbmige»i; -0. tevaun, ^arXftru^e« 4-00# gret*. 5.00; t»te immer bei iboma, 
(tebt bi*r Un^jtU«sUcbtÄ neben DöUeHbetem; ba« X^ucb iflei« Subrer für befTnnUit^ nidbt rein rünjt terifcb 
merrenbe ÜlTcnfcben. — tainetviibci tU^ über ba* ftetYmet £xbm ber Xerpen 3003afete: gibt dytmalb 

i« feinem 9u4bf’^altur« «iib &ittmsi*Wi&tt Äerlift^ mic S45 ^fbbübyn^n unb rt farbioen Beilagen, 
^etmann^iemm/^erUn^mneflöötd; umfVffenb^griiiibficb, interetfant anbun^rbaitenbtiiburfepTatufe 
gef Siebte be^ BeriincrtymÄ; in bereute ftebt b*efterUnet , i« r i4m bk ftäjt. alle« brebt-.; fcrefönber* 

tnertndil ffnb bie fielen- 'libbiibu!igen f pan bene« wir n'3<bjteti^;prob*H iriigen werben, 
fln&m €5htfiu^. fämriiebe poeafdbe Werfe unb eine Uuemabt «u« fernen Streirf^rifte«» tttit i?inrnt 
£ebenftbiib«L pon (&eorg «Hinger. 2^anbe. pro^l^en^erlag. CCVJ 

l(ngetu^.@ii*fiii4 ftedr.^iet sur Äe«Wilung — ber ift über iebr. ^ritif erfnaben"-- fbnberii nur bie iiubgabe. 
Unb bk iei^net y^pralleir anbmn aue bur^kin^ febr eingebenbe, überjeu^enbe unb gut gef&ricbene 

49 






Biographie beS wunberbaren fchleßfchen ITTyftiferS, wie wir fte bisher noch nicht hatten. ÜDie HTöglichfeit 
ba 3 u geben ganj neu erfchloffene Hftenftücfe unb bisher unbekannte ober nicht auSgenÜQte Quellen. Huch 
fonjl ift bie HuSgabe auf ber Höhe unb bie Beigabe einer kleinen charafteriftifchen HuSwahl ber Streit« 
fchriften biefeS fo intereffanten Ronvertiten entfchieben banfeswert. Huch ein Gloflar für ben philologifch 
nicht gefchulten Hefer ift beigefugt. Dr. C. B o gl 

€rid) 6<f)eunftomt „D M HUtsföettbtld)/ Hbolf Saal. 106 Seiten. 4.00. 3a, es ift ein Buch bei 
„neuen Hebenjtils." Sein Grunbton: 3urücf $ur IBinfalt unb Unmittelbarfeit, 3 U freubiger Einfügung 
in bas harmonifche Ganse ber Erbe. Denn bie heutige Rultur ift fein GlücfS 3 uftanb. 3n fehr guter Dif« 
tion unb glücklichen Formulierungen wirb auf ben 3 a>iefpalt bei heutigen fftenfchen, beifpieliweife im 
Sepuellen, hingewiefen, ber 3 ur Entartung ber leiblichen unb 3 ur Berfümmerung ber geiftigen Wefenheit 
hinfuhrt. 3eboch: „ES gibt eine 3ugenb, welche ben neuen fftenfchen verfpricht." Dr. €. Bo gl 

Jriedrid) feiler ✓ ,e&df)ti Sünder Slngf). €iti ?»po|Hl de* (Dflett* und tPeflcti*/ Ernft Hein« 
harbt, fttünchen. 233 Seiten. 3.60 unb 4.80. Wer ein lebenbigei Bilb wahrhaft religiöfen Erlebens haben 
will, ber lefe biefei Buch bei beftbefannten ReligionSphilofophen. Was bie Bibel non 3*fuS unb Paului 
berichtet, was fo viele Heiligenlegenben uni e^äblen, bai haben wir in bem Chrift geworbenen 3 n ^er 
unferer Tage vor uni: Biflonen,, vier 3 igtägigeS Saften, intenfivfte GebetSverfenfung, Efftafe, grauenvolles 
UTärtyrertum (in Tibet), unbefchränfte Bruberliebe. Dabei ift Sunbar Singh feiner chriftlichen Kirche 
beigetreten, fonbern eigenfchöpferifch geblieben. 3« Gott fleht er bie Hiebe allein, niemali 3 orn, barum 
glaubt er feine ewigen ^ollenftrafen unb Chrifti Tob ift ihm fein Sühneopfer. DieGleichniffe, biebiefer 
tttyjtifer unb Heilige bringt, ftnb fo wunberbar, baß fte allein fchon bemBuch einen feltenenWert verleihen. 

Dr. C. Bogl 

Philipp mttop Dfd)tUtt0 der ®C0CUWCIft* ^.^aeffel. 3.20. SerBerfafier ber „Heueren 

beutfehen Hyrif" ift gewiß berufen, auch einen Hufbau ber beutfehen Dichtung ber Gegenwart 3 U verfuchen. 
Ein Entwurf, ber bai bauernb Bebeutfame herauihebt unb in äfthetifche unb kulturelle 3 ufammenhänge 
orbnet, liegt hier vor. Der Sonberraum, ben er bem Roman ber beutfehen Schwei 3 bewilligt, läßt fleh 
nicht verteibigen, wenn man fleht, in wie enger Wohnung bann ber beutfehe Roman, bai Drama unb bie 
Hyrif 3 ufammenrücfen muffen. Hber in biefer Enge ift hoch fovielbei ficher Begrünbeten, foviet bei Seinen 
unb Guten, baß bai Buch 3 U einer fchriftftelierifchen unb wiffenfchaftlichen Heiftung, 3 ur Runft wirb. 

2Dr. E.BorfowSfy 

Goethe* $QUft, fritifch burchgefehen, eingeleitet unb erläutert von Kokett Petftt)« BibliographiföeS 
3nftitut. 62$ Seiten. 3« fehr gefälligem Gewanbe bietet uni ber alteBerlag biefeSauftauigabe alsSon« 
berbruef aui UTeyeri Rlafflfer-HuSgaben. Die Einleitung gibt guten Überblicf über bei Stoffei Borge« 
fchichte unb ber Dichtung Werben. Der angenehm gebruefte Tept ift mit Beri 3 ählung unb mit fparfamen 
Worterflärungen am Süße verfehen, ihm folgen Pläne, Entwürfe, Paralipomena (hoch ohne Urfauft unb 
Fragment, beffen 3nhaltiangabe S.28, 37 f.mir unflar blieb). Hnhe 3 u $0 Seiten Erläuterungen fchlie« 
ßen ben bennoch hanblich gebliebenen Banb unb verarbeiten in meift fehr giücflieber Hrt eine gan 3 gewaU 
tige Sülle von Stoff, bii 3 U allerneueften Erlernungen, bie manchem Sauftfreunbe 3 um Weiterfpüren 
anregen werben; auch ber grünblichere Renner ßnbet hier manchei Heue unb wirb wenig auS 3 ufegen 
haben. Die Huigabe ift eine ber empfehleniwerteften, bie ich fenne. Dr. EppebituS Schmibt 

man t>V0T&t / Ql* 6ei0t*0ef<l)kf)tt*, Stubien 3 ur abenblänbifchen Runftent» 

wicflung. tTIit SS Tafeln. Piper & Co. halbleinen 14.00. — Eini jener feltenen Bücher, bie bei unbebingter 
Sachlichfeit unb Wiffenfchaftlichfeit nicht nur unterrichten, fonbern wahrhaft beglücfen. Sieben große Hb« 
hanblungen, nach hem Tob beS BerfaficrS gefammelt; fteben Gegen jtänbe, bie fleh 3 eitlich burchauS nicht 
glatt aneinanberreihen, — unb hoch Einheit, fontinuierliche Entwicklung. Sehr viel Heue*. Hber wefent« 
lieber noch als alles Heue: eine gewiffe ftraffe Hrt, mit ber Bekanntes genauer umriffen, energifcher 
begrünbet wirb. Hicht jene „logifchen Gefpinfte", bie baS hif^orifche Gewiffen „beruhigen", — fonbern 
Totalität be* gerichtlichen GefchehenS, gleichfam fchrittweife verfolgt. Der Titel beS BanbeS, hochft an« 
fpruchSvoll, ift burchauS berechtigt. tTlan barf biefeS Buch (es foll baS fein Bergleich fein) neben Dilthey* 
Schriften in ben Bücherfchranf (teilen ober etwa neben 3uftiS „Winfelmann". 3ebenfalls an ben Ehren« 
plag. Die Bilbbeigaben ftnb vor 3 Üglich. Dvotäfs gefammelte Schriften follen folgen. \ Hbolf Heck el 

(Dito Brieolonder / Philipp Tmonuel Pad), R. Piper & Co. Eine temperamentvoUe Ehrenrettung 
Ph. E. Bachs als Schöpfer ber neueren Rlaviermuftf, ber flafflfchen Sonate vor allem, mit braftifchen HuS« 
fällen gegen fpätere unb neuefte Tonfünftier, Herausgeber unb Theoretifer, beren Berechtigung man ber 


50 



tieferen Jßinßcht VrieSlanberS gern 3 ugefteht. «in erfrifchenbeS ittuftfbuch. flTuflf- unb Bübbeigaben fo* 
wie RuSßottung, wie bei Piper felbflverftÄnbiich, hervorragend R r m i n K n a b 

€rttf! §orncffer / t>ref ©ege V Jdeett Jur dtutfötst PoliriP. r. anbenbourg, münden. 4.00. 
Homeffer will bie Philofophie aus ihrem RbfeitS in« £eben 3 urücfhoien, hineinftellen in ben 0trom ber 
(Befchichte. Ißr fann fleh auf Regele (BefchichtSphiiofophie berufen. 0o faßt er es als feine Aufgabe, aus bem 
JßrgebniS beS WeltfriegeS bie 3&een be* neuen RufbaueS ber Ulenfchheit auS 3 ubenfen. llnb biefe 3been 
werben 3 ur tttahnung, alle Parteipolitit burch eine große Koalition ju überwinben unb über bie plan* 
loflgfeit unb geiftige unb flttli4>e Schlaffheit bie Energie beS HanbelnS 3 U (teilen. Das 3**1 feiner Politif 
i(t eine 3ufammenfuhrung ber rufflfchen unb ber beutfehen Demofratie 3 U einer (lautlichen RrbeitSgemein- 
fchaft in ber inneren unb unb äußeren Politif mit ber$ront gegen ben altgeworbenen europäifchen Weften. 
Um einer hohen gerichtlichen 3&** bie 3ufunft auf$ubrechen, i(l Rnwenbung von (Gewalt eine erhabene 
Pflicht. „Revolution unb Krieg (!nb 3*»*UingSbrüber; wer bie Revolution bejaht, muß auch ben Krieg 
bejahen." Dr. Iß. 23 o r f o w $ f y 

©fcctfl ©♦ nfcolai / 6tf)tiltt£ fRäd)tC»3nternationale 0pionage u. ihre Befämpfung irt\ Weltfrieg 
unb heute. K. $. Rochier. 2.00. Der frühere Chef beS CTachrichtenbienfteS ber (Dberften Heeresleitung 
fommt hier auf fein eigentliches (Bebiet, ben CTachrichtenbienft, 3 U fprechen, baS er volienbet beberrfcht. Das 
Buch i(t ein wichtiges Dofument 3 ur Vorgefchichte beS Krieges; es 3 erftört bie in ber gan 3 en Welt herum- 
laufenben fftärchen von einem ungeheuren CTachrichtenbienfl DeutfchlanbS vor bem Kriege. IßS 3 eigt von 
neuem, wie felb(UoS unb aufopfernb ber (Beneraiftab unb wie flnnlos unb befchränft bie politifche Vertre¬ 
tung beS Reiches gearbeitet hat. Weiter 3 eigt es, wie ungeheuer groß ber CTachrichtenbienfl ber ißntente» 
ftaaten bereits vor bem Kriege gewefen i(t. CTicolai weift auf bie CTotwenbigfeit hin, für bie 3ufunft einen 
politifchen unb wirtfchaftlichen CTachrichtenbienft auS 3 ubauen. liefern Hin weife möchte man aber ein from¬ 
mes Stoßgebet hinterher fehiefen: bewahre uns ber Himntel vor ben Tölpeln, bie im RuSlanbe Clachrich- 
tenbienft treiben, unb bie im (Brunbe nichts weiter tun, als ihre Jßitelfeit befriebigen. 0ie nü^en nichts unb 
fchaben viel, ißhe nicht eine gan 3 anbere Denfart in ben Kreifen ber 3 um CTachrichtenbienft (Gehörigen $uß 
gefaßt hat, wirb man bie beften CTachrichten immer noch burch einen politifch unb wirtfchaftlich gefchui- 
ten 3eitungSlefer betommen, ber fleh aus etwa 3 wan 3 ig HageS 3 eitungen ein annähernb richtiges 23iiV ber 
£age 3 u machen imftanbe ift. ißine Börfennoti 3 fann 3 ehn Rgentennachrichten aufwiegen. 

Werner von ber 04>ulenburg 
5»51f Jatfte am fclttfötn Koifer^of. Tluf 3 ei*wung«n btt «rafen 3eMiQ.?rütft>ler. ’SX'D.llnftalt. 
<3.50. Was immer von 0tanbeSvorurteil unb Parteigeifl gegen biefe flTemoiren eingewenbet werben 
mag —, fle bleiben unentbehrliche Beiträge 3 ur TTragöbie beS autofratifchen HerrfchertumS, baS, von einer 
ail 3 u fchmiegfamen unb beShalb äußerft fchulbvollen hößfehen Umgebung in eine Rauchopferfphäre beS 
(BotteSgnabentumS erhoben, bem gefunben menfehlichen HebenSboben entfrembet würbe unb an baS Dogma 
feiner abfoluten Unfehlbarfeit glaubte. ißrfchütternb wirft bie Itatfache, baß ber Kaifer, ber feine 0chwar3- 
feher um fleh fehen wollte, fchließlich „überall einen fUenfchen brauchte, ber ihn betrog". Unenblich viele 
intime Charafter 3 Üge Wilhelms 11., bisher ängfUich vertufcht, nun von einem unbefangenen, ehrlichen 
tTlanne notiert, ber (ich von bcn$ürflenbienern fonberte unb feinem menfehlichen PflichtgefühlRechenfchaft 
fchulbete, wirfen heute, obgleich erft fünf 3 ehn 3ahre bitteren JßrlebenS ba 3 wifchen liegen, faft fchon groteSf. 
Der ilefer, bem es wie eine Binbe von ben Rügen fallt, fühlt überall, wie in leifen Schwingungen fleh un¬ 
fehlbar bie furchtbare Kataftrophe anbeutet, bie 3 U einer Rebellion gegen ben bynaftifchen (Bebanfen im 
Volte führen mußte. Dr. Iß. BorfowSfy 

Alfons von Cjlbtllffl ✓ Jranjofenjcücn na* geM>i*tti*eti OlueUen. mit22 llbbilöungen. TOielanD* 
Verlag. 4.00.—Vom Raube ber Stäbte flTet$,1Toul unb Verbun im J7.3ahrhunbert bis 3 U ben Barbareien 
ber fran 3 Ößfchen Revolutionsarmeen u. ber Heere ClapoleonS wirb hier an 3 eitgcnöfflfchen Ruf 3 eichnungen 
unbDofumenten ein ungeheures unb ungeheuerliches 0ünbenregifter5ranfreichS vorgelegt. Wir wünfehen 
bem vor 3 Üglich auSgcflatteten Werte in Deutfchlanb unb erfl recht im RuSlanbe weitefle Verbreitung. 3« 
einer CTeuauflage follten nicht bloß wie je$t bie Rutoren, fonbern ber genauere 0tellennachtveis mit Rn- 
gäbe ber betreffenben Werfe, Bünbe unb 0eiten angeführt werben. 3* 23* 

JrOllJ Rofenjweig. „0ech3ig Hpvinen unb (Bebichte beS 3ehuba ben Halevy beutfeh." (Dsfar Wöhrle, 
Konflan 3 . Wichtiger, als bie vielen oft fragwürbigen beutfehen dichter jübifcher Clation fennen 3 U lernen^ 
ijl es, (ich in bie gewaltigen (Bef&nge eines echten jübifchen JDichterS 3 U vertiefen, ber aus bem (Beifle feines 
VolfeS heraus für fein Volt gefchaffen hat unb beflen Dichtungen gerabc aus biefem (Brunbe für bie gan 3 e 
Weit bebeutfam finb, benn Weltbebeutung erwüchß nur auf bem (Brunbe innigfter Verbunbenheit eines 


51 



Dichtert mit. ber (Brunbffruttur ber feelifchen Aultur, in ber er 3 U £aufe iff. Aut ben Hymnen bet 3e* 
huba ben ^alevy fpricht ber Dämon bet jübifchen Volte* mit einbringlichffer Araft unb in hochffer t)oll» 
enbung. 7)on biefen Dichtungen au* — unb nicht von phrafenhaft-humanitären jubenfreunblichen ober 
bl inb-ver hegen ben jubenfeinblichen parteibroffhüren au* — tonnen mir einen i£inblict gewinnen in bie 
fchicffalhafte Wefenheit bet 3ubentumt. Unb erff auf (Brunb einet folchen iginblictt tonnen wir unt alt 
Deutfche mit ihm — fo ober fo — auteinanberfcgen. Aofen 3 weigt Überfegung gibt unt eine lebenbige Vor • 
(Teilung vom Jjormgeiff bet (Driginalt. V >ru n o <5 o e g 

Otto €beri)ard X 7»rbritsfd)ulmäßiger lUligionaunterrity. <Stf. Stun&enbii&er au« jät». wert, 
ffatt. Stuttgart 1924.T)erlagSteintopf. 30$ Seiten. 7-00. — DerTEitel läßt 311 näcbff befürchten, baß auch 
Heligiontunterricht burch „bat Klappen bet motorifchen Apparatet" neuer tTIobeweitbeit bienffpff ichtig 
gemacht werben foll. Dat Äuch iff aber ein Sammeiwert von autgeseichneten Auffägen, meiff StunbenbiU 
bern einet Stabet von 25 namhaften päbagogen, bie unt viel TTüchtiget 3 u fagen unb viele Anregungen 
für einen Religiontunterricht 3 u geben haben, ber entfernt von Äuchffabenglaubtn unb ttlemoriermecha- 
nitmut bie Klaffe alt lebentwarme Arbeittgemeinfchaft intHeben (teilt unb ben Schüler 3 umMitarbeiter 
macht. 3 « jegiger 3 eit überfpannterXeformfucht gilt bat gefunbe 35uch alt ein Xichtffein auf bem (Gebiete 
einet vernünftigen Arbeittunterrichtt. Dr. tTTollberg, Weimar 

Jtanf (CH®lV00rt. 3« Ängelhorn. tHit hoher K$nnerfchaftgeffaltet,binautweifenb 

über bie unglücflaffenbe ltnge, bie vor ber igrtenntnit liegt. Der tftann biefet buchet (teilt bie wunber* 
bare Weitbeit bar, baß ITTut, tCapferfeit, Weitbeit genau umgefebrt autfehen alt wie ber Heine nTap ober 
bie Heine £ebwig (unb manche großen) (ich vor(tellen. E7ur, ich für mein TEeil fann nun einmal nicht be¬ 
greifen, warum ITIenfchen in Dichtungen (lerben muffen, auch nicht, wenn et fo verfobnenb gefchieht unb 
fo fchön wie hier — aber, fcbließlich, barüber ließe (ich (treiten. £ant Keifer 

P«H.Rra*n0&>/' / ,t)erßcl)?ilfyeißtOergrtcil** Xoman.2T3be. Srommanfche &ucbhhlg. 3 «na. 14.00. 
Jatob &0ßt)QVt X „Heben der Ijeerfltaße/ Stählungen. (Bretblein Sc Co. 4.00. ICin typifcher Aut* 
brucf bet heutigen beutfcb-fcbu>ei 3 erifchen (Beiffet — im negativen, wie im Pofftiven: von einer feitfam 
hilflofen, befchränft-eigenffnnigen, boftrinüren Xebfeligfeit, wenn bat Problem ein wirtlich europäiffhet 
i(t, wie in ber fchwächffen iß^ablung bet buchet, „Der $riebentapoffel", wo £eitartitehveltanfcbauungen 
aut ber Sphäre airoholfreier Speifewirtfchaften aufeinanberplagen unb ein verfpießertetTEolffoianertum 
ffch am ICnbe feiner Weitbeit ffebt; unb von unmittelbarer (Beffaltungtfraft, Haräugigem »lief unb fee- 
lifcher Tiefgrünbigteit, wenn et (ich wm bat £eben im befebräntten 33 e 3 irf engfter ^eimatlichteit hanbelt, 
wie in ben beiben beften Stütfen bet buchet („Der $effbauer" unb „Alrwinfel"), hi« fo meifferlich er 3 äblt 
werben unb von fo (tarrer innerer (Bewichtigfeit ffnb, baß bat JEng»äeimatlicbe in ihnen eine typifche, all* 
bebeutfame Sinnbilblichteit erhält. 43runo<Boeg 

tTTan barf vollfommen über 3 eugt fein, baß Hlotttt fein neuet £7ovel!enbucb „Ott ^fitiglittg* 

(IJ7 Seiten, tterlag von (Buntber fanget, tTTünchen) biUigerweife fo hoch einfehägt wie etwa feinen neuen 
leichten £rühjahrtan 3 ug. Der An 3 ug ifk autge 3 eichnet, bie Novellen auch. Heinrich tTTann ^ad^tc (ich beibet 
(ehr fchon: mögliche mobern im Stoff. Da er feinen alten bewährten 3 ufchneiber hatte (für ben An 3 ug), 
ßQt ber An 3 ug tro^ bet 3 eitgemäßen Stoffet wie bie alten; bie Novellen, bie er felber 3 ufchnitt, tun bet¬ 
gleichen. tfteifferfchaft einet lang unb erfolgreich autgeübten Seruffe. £enignut&ohrwurm 


3« her intereffanten Sammlung „3unge Aun(V', bei AUntharbt 1c 25iermann in ^eip 3 ig, iff ein neiner 
}3anb mit vielen Silbern über Schmitt-Kottluff erfchienen, bem bat £itelbilb biefet heftet entnommen 
iß. — Die Schmucfßücte auf ben Seiten 34, 37 unb 40 ffnb tülebergaben von 3«i<hnungen norbamerifa- 
nifcher 3uhianer; ffe ffehen in ben „ 3 nhianermürchen aut Horb* unb flTirtelamerifa", bie im ^erbff biefet 
3ahret bei Itugen Diebericht in 3«ua erfcheinen werben; in pappe 4.00, in $albleber6.50.—33ei piper 1c Co. 
in tTTünchen iff bat große grunblegenbe Wert „T)incent" von tTTeier*Graefe über T>incent van <5ogh er. 
fchienen; ber erffe^3anb enthält ben TCept, ber 3 weite bat reiche &ilbermaterial auf )03 £ichtbrucf- 
tafeln; Preit beiberÄänbe in ^albl. 50.00, in£albleber 75.00; biefem Wert entnehmen wir mititrlaubnit 
bet Derlaget bie fchone 3 nitiale auf Seite 41. Der £ol 3 fchnitt auf Seite 47 iff aut Aen 6 Arcot: Dat <5e» 
meinfame, 3nfel*T)erlag in «teip 3 ig, Pappbanb 4.50. Der Heine fran 3 $fffche ^ol 3 fchnitt über ber23ücherliffe 
ffnbet ffch in bem tleinen, reich iUuffrierten &uch: Die fran 30 fffche tTTalerei feit 1914 von (Dtto (Brautoff, 
tllauritiut-Derlag in Berlin. — Alt ltrgän 3 ung bet Artitelt von 3ohannet Wühler auf benSeiten 45—47 
bringen wir bat 7)er3eichnit wertvoller Gefchichttwerte auf Seite 55. 


52 



Romane Reodlen gtsätviangen 

$tlf? Staun, 5DunB«rft«RÖcn. 3 ffrjäbfangrn. 
Kütten: & Stming. ©tb. 250, «0rf^fd)fen 
beöTntiaa« werben ju ffrfebnijfen »erflarter 

3Ray ff>autbenbep, ffrfebnljfe auf‘jaea.THbrrt 
Sangen. 3.50,geb. 6.00. „3»d größere Tlb* 
fefjuitte au« fern Sogebii^Ätt ferütff)fcfet?Tji t>o« 

1914 —■18 über fefe tnifyt atie japaniftije SCul» 
tur un& ö(e groftr 7?fttur«>fIt.' 
ffmfl £ui#a, ff)fe fifelnernrn 77la«fen. (frja^lg. 

X>eutfö)«Öjt«T; S«f. TDfrn, ©eb,5.ÖO. 
Sfetot 27t?nfrsG<?barfet i ^)ie?Bp(>el fee« $)mn 
Seftbetefflt). Komah. ffugen ff)iefecrl<b«. 
ff Ijri fto»b Tie ttf e, grauSeirt 77loxart. Koma«, 
tj.^flfp^v0ö,öeb,7,O04?2lutf(fenn',5f9;- 
■ man &«t 3a$ten b« 5em S?rlt:ge>f* 

Sw pereg, ffurlupfn. r^omari- ^Jbtrf ^angeii, 
3.00, gebi 5 00.,ff{n ! 3btntfum'ornaBöu^ 
bm pari# »oi» 1642/ ■ :V 

Tübredjt Scbntffef, pSiberttn« $rfmgcmg. 
ff fgenMfetet^Serlag. 

©eb. 21.0Ö,C)albff3. 27.00, Seiber 46,66. 
*2ÖitJ?. ©<f)mfÖtborm, Sf)er ’Perjeufeerte. ©eit* 
(«me ©ef<$ld>te eine# peljljän&f. ffalAffe. 
270 0. «eb. 5.00. 

Paul ©fdnmuüer, ff)et Ktdtfer 3er festen 
$affimef,Koman. ©reiner A Pfeiffer;207 &: 
3.00, grb. 4.75- .5)er uerlorene Ärfrg (ft 
(b«n TP^rwetfef,, TRabnee/ 

t> riefe ©tpgtopble« Hlemoiren 
Oöb^na n. Sigmare?, ©riefe an if)ren 0o$n 
«5)f%im nrtö tyrt 0<$©agerin. ©totlberg 
4 ffs. ©eb,4.00. 

ff)i* ffenei, 2lu« einer f Smffcfje« Ebrenif. Ser 3. 
opn ^r. in Oppefn*©tonffo»«f{, Paul Tlreti. 
ICO 0. ©anjlr&rr 90.00. 
ffriA ©riefctl,£imnann Sin«, feer nfefeerbfutföt 
ffyi<b ( ee nnfe TDanberer, TJiif »ta>a 50 fffer* 
«. ^)et3eb(lßetn ttno X(3uA, ©retentepet u. a. 

: Jtart 3.00. ,. . . : 

Wt ÄwnfttDtffenf^aff 3er ©egenwart in Beibp 
öarftef Jungen, jfetif TKettier, Heb, 10.00. 
1.933. ©Uri fft> Tieumc nn / Tßoerman n u. c. 
TlnDrem? Krtf^ef, Sterbenüe 3Deft. 12 Oo^re 


frefföerleben auf Tleufeelanfe* ^.'XSrorf* 
bau«. 320 Sriftrt, 88 TlbbllDungen. ©eb. 
13.00. ,ff)er Ttufftfeg eine« armen ©atfer- 
febrling«.*. • ;; • / 

Kolf .Sdjptt, Keife in Stallen, ©ibp(len*Sett. 
6,00, Jjjalblein; 750. ,Keifetagebu(b eine« 
TJlaierülffjfer«.''. • * ■'■}.: ■■ 

‘Sturm über Tlffett. ©riebiti}fe eine« bfplomat. 
©ebefmagentrn, £)r«g. nun ‘TDilb- ^((4>ner. 
TTrufelb AÖentu«. ©eb. 8.00. ,ffmW{(?e in 

feen pollttffbm ^ejittifefftl * i 

%t, Stgentr, Äeliele?. fftn öt. ©ffi|bf«lefeen 

be« 19. 3abrbu»3.9S-DiSenbburg. 766 ©- 

18,00, ©eb. 20.00. 

e Kafftirgefdli^re 
^iugfc&riffen#@ammlang ©uff. ^reptag. $r#g. 
vm % 9a(?enemfer. ^ranff. 0Ü6>ff)ru<#ef et. 
Subffr,»]3f. 30.00. ,’?>a« Quc-Uenmat. ffir 
V ffrcilag« »Silb. a.b. öeutf^. Sergattgenb,' 
Ölte ©taöenmft}, SiAmarrf« fegtet xa?«pf 
»888~1898. Sfiisett nasb Tllteö, ©eerg 
Stille. 272 S. 6.00, *rb, 8.00, ,71t« bii* 
b?r uneerbffentli^iten UrfunOen^ 

% ©regoraefwff, SttcrejfaSatgia. 37lit71bbi!b, 
TUifl. Serfag«anft, ©tb 8.00. ,ffih b^ur. 
TDfff.* '•. ,{ ;■ 

5ielöenfan&i ÄsItifAe Sagen «. ^riönlK Qber6. 
000 f3. ©ufiaeSebiUflcber, Pdu( iSe&l?), Äoin. 
111 0. ©rK 4-00. - 

^.e.^ofmonn, X’Ie Stabt Sfimberg, ff). S. 
Ttnft, ©fb,2.25. ge(^gepf»pjiegnem‘e 


bualitit tlcr ^rutf(benSergattg^nbe^l , 

S. Ärfeaef, Serlin iwi SPartbrl öer ä^teft' 

Älemk 215^bfe. 32 06. fnefföan^ 

berung e. Stblbfi ttnib ffburiottertburg p. 3 
3abr l), 27ttt 213t?Öerg, jeftgenSfjlfb. ‘-SfridKr," 
Oan« Öftmalb, Äuttur» ünD S(6engrfH)ld)te 
Serif««. Seriag«anf{.^.Älemm. 545 'übb. 
655 S, ©eb. 18.00, 

3ri(9«f<3i4)te 

3. Srpee, dl« Staat unb ©efellfcbaf^ 

Oberf. »en Prof. Dt, 3. Singer. 71 cur ©eift 
Serl, 2 Sonbe 18.00, geb, 25,00.. 



©eutf<he ftrefheft. 2fn ©u^ für ©eutf<he. THft 
56 ©flbn. beutfther gfihrer Der ©ergangen* 
f>eft. Iperauggegeben o. !perm. 2lbolf 2D(e<h* 
mann. !p.2l.2D(e<bmann. 5 33&e. fn 4 33De. 
geb. fe 20.00. »©on ,©fegfrfebg SEob' bfg 
gum 2nbe beg 19.3abrbunbert^.' 

Paul £armg, ©fergfg 3af>re beutfther SRefthg* 
polftff. Urfa<hen beg Ttfeberbruthg u. ©or* 
bebfngungen beg 2lufftfegg. Quelle &2Jleper. 
220 ©., geb. 4.80 

©runo Äuffe, ©Je ©ebeutung Curopag für bfe 
2ntt»fcf lung b. 2Delti»(rtföaft. D0f. 2Jlfiller, 
Ä8ln. 4 - 50 , geb. 6.00. 

Äarl Sfnnebacf), ©eutfehlanbalg ©feger ftnbe* 
festen ftranfrefch 1871—1873. 2luf ©runb 
b. beutfcb.2lften bargeft.©tfd).©erlagg*2lnfit. 
200 ©. (palblefn. 4 - 50 . »©eutföe u. frang. 
©efetjunggmethoben gur 2lufflärung.' 
7Hoeller »an ben ©rutf, ©ag brftte SRefth* 
SRfng*©erlag. 261 ©. 5*00. »©er2Degaug 
bem 3ufammenbr. f. ein neueg brftteg SRefch/ 
©fe Pfalg am SRhefn. iperauggegeben ». Prof. 
Dr.$)äberle,m. »feien ©flbern. 2arl2Deller, 
©erlfn. ©ebunben 5.00. 

% ». $reptagh*£orfngbo»en, ©fe SEDefmarer 
©erfajfung.3-?5. Seemann. 7. 50 , geb. 9.00. 
9tyefn u.SRupr. 2fn 2llbum beg Älabberabatfö. 
48 ©. mft 3ef$n. 21. Jpofmann & Co. 2.00. 

Oilbenbe Kunft 

Subrofg 2urt(ug. 2lgppten unb ©orberaflen. 
2lfabemffche ©erlagggefell. 293©.mft244 
2tbbf(bungen. Jpalblefnen 32.00. $anbbuth 
ber Äunftt»fj[enf<haft. 

©. (punolb, SRenafffance. 2f)rpfe(fug. 240 ©. 
mft 37 tafeln, ©ebunben 15.00. ,©fe gr. 
Äfinftler ber SRenafffance.' 

£. £eporfnf, ©er Äupferftf<hfammler. SR. 2. 
©4»mfbt & 2o., ©erlfn. 320 ©. 12.00. 
,7lachfcblagebu<h famt Äünftleroergefchnfg f. 
©ammler.' 

©ertrub Otto, ©fe Ulmer piaftff beg frühen 
15.3abrb«nDertg. 2llejranb.§ff<her. 442M>b. 
2 . 50 , gebunben 4>00. 

Otto Pelfa, Oftaftatffche SReffebflber fm Äunft* 
get»erbe beg 18.3ahrhunbertg.$ferfemann. 
58 ©. mft 224 *2tbb. 70 . 00 . 

©eutftye SRufnen. 57 2lufnahmen. ©olbmann, 
©erlag, £efpgfg. 76 ©. 2 . 50 , geb. 4.00. 
©fe ©pfeifarten Phflfpp Otto SRungeg. Dnfel* 
©erl. 18.00 fn Äafette. »Unoeröffentlfcbt.' 
©erlang fn berÄunft.©fe bebeutenbften$ang* 
bflber »on ber 2lntffe bfg gur ©egenmart. 
fperauggeg.». 2urt 27tore<f. Spalter ©effert. 
142 tafeln. 85 0. Sejrt. ©eb. 20.00. 


©er 3ef<bner £oufg 2orfntb. ©on ©eorg©fer* 
mann. 2trno(b, ©regben. jjjalbl. 22.00. 
,2fn »bllfg unbefannter ©<hatj ber 3ef<h* 
nungen beg Äünftlerg.' 

Religion PbUofophl* pädagogif 

21. ©ret»g,Pfp<hologfe beg Unbemufjten. ©eorg 
©tflfe. 664 0. 11.00, geb. 13.00. »©er 
©d)öler ipartmanng gfbt efne Pfpchologfe 
auf metaphpfffiber ©runblage.' 

2lrtbur ©ret»g, ©fe Cntftebung beg 2brfften* 
tumg aug b. ©noftfgfgmug. ©feberfcbg, 3ena. 
8.00, geb. 10.00. »©er 2lbf<bluf} feiner 
Cfjrfftugforfcbung.' 

Epefnrfcf) 2(1 ber mann, Urfommunfgmug u. Ur* 
relfgfon. £aub, ©erlfn. ©eb. 8.00. »Sieben 
27lüller*£per unb #efnr. 2unot» bog bebeut. 
fojfolog. 2Derf über b. »orgeföfcbtl. 2potf>e.' 

2llfreb 21.2lgba<b, Äant unb trfnftefn. ©erhalt* 
nfg ber mobernen 2rfenntnfgtheorfe gur SRe* 
latfoftStgtheorfe. ©e ©rupter. 374 ©• 8.00, 
geb. 9.20. 

ftfcbteg famtlf<he2Derfe. $eraugg. ». 3 .$. 

©laper & THüller. 11 ©anbe. 2a. 220.00. 
»Tleubrurf ber »ergriffenen 2luggabe fefneg 
©obneg/ 

&. 21. TTleffefnger, Äant unb bfe beutf^e 21uf» 
gäbe. Cnglert & ©cf)lojfer. 2.00. 

©,2?lereftbf on>gfp,©(e ©ebefmnf jfe beg Ofteng. 
2£Delt*©erlag. 266 ©. ©eb. 5.00. »Dm 2nt* 
ftebungggebfet ber orfentalfföen 2Deltrel(« 
gfonen fu<bt er bfe 2r(ofung ber heutigen 
2Henf<hheft 0/ 

21ug. 2?lejfer, Äantg £eben unb Ph^ofophfe. 
©trecfer & ©<f>r8ber. 320 ©. 4 * 50 , geb. 
5 . 50 . Ȁant felbft unb fefne Phflofophfe.' 

Peter peterfen, 2t((geme(ne 2rgfehunggt»(f[en* 
f<haft. ©e ©rupter &2o. 276 ©. ©eb.6.20. 
»©er 27lenf<h fn feiner ©egfehung gur ©e* 
fellf<haft.' 

Äarl ©apper, ©ag Clement ber 2Dfrflf4feft 
unb bfe 2Delt ber (Erfahrung. 2. £. ©erf. 
250 ©. 6.00. »©runblfnfen efner anthro* 
pogentrffthen ©aturphflofophfe/ 

Prof. Dr. ©<h»ertf<hlager, Äant unb #elm* 
holh. Berber. 1.80. 

2. ©pranger, Pfp<hologfe beg 3“0 en Öalterg. 
Quelle & THeper. 380 ©. 7-40, geb 9.00. 

3.2H. ©ermepen, ©eutfchlanbg gefftlge (Erneue* 
rung. Quelle & SUleper. 200 ©. ©eb. 4.60. 

3.271.©ert»epen, ©er fogfale 27lenfch unb fefne 
©runbfragen. 2. SRefnharbt. 400 ©eften. 
5.00, geb. 6.00. »©er 3. $efl einer SRefhe, 
t»e(<he bem 2Jlenf<hen getofbmet fft/ 

Äarl ©orldnber, Dmmanuel Äant. ©er 27lann 


54 



u. Ö. TDerf. gell? TTlelner. 2 ©Öe. ©eb. 24 .OO. 

Ä. ©orldnöer. Äont ald ©eutfeher. Otto CRt(cf>l, 
©erlag. 1 . 50 . »Urteile Äantd Ober Deutfehed 
©olfdtum, feine polltlfcf). Tlnfchaungen ufio.' 

Tlrbeftdfchulmdßfger SReltglondunterrtcht. ©ef. 
©tunbenbllDer aud päöagogifcher TDerfftatt. 
£)eraudgeg. 0 . Otto (Eberharö. 3 . ft. ©teln* 
fopf. 324 ®. ©eb. 7.00 

tlcudrucfe 

©occacct 0 . ©efammelte TDerfe. $eraudgeg. oon 
TTta? Ärell. 5 ©Öe. TRüfl & Cie. ©längen. 
Seinen 60.00. 

Ceroanted, ©on Qufjrote. 3la<h Der SEiecffehen 
Qbertr. TTllt 48 Äupfern oon £f>o&oa>fecff. 
(Elgenbrüöler ©erlag. 3 n ©eföe 9 . 00 . 

ftaufi, ©ad ©olfdbucf). ©ad }3uppenfp(el. 31. 
Öen Übertrag. JCarl ©tmroef, £oljfcbn(tte/ 
SuÖio.SRlcbter. ©eutfehe ©Iblfoth- © eb. 2 . 00 . 

<E. 5.31. Ooffmann, ©amtliche TDerfe. $)eraud* 
gegeben oon SRuö.ftranf. 12 ©Öe. 2R5fl & Cie., 
TTtfinchen. ©eb. 144 . 00 . 

Seoparöl. Tludgetoählte TDerfe. Qbertr. oon 
Suömtg TDolDe. 3nfel*©erlag. ©eb. 6 . 00 . 

CRabelald. ©argantua unö )3antagruet. 71 eu 
heraudgegeben oon TD. TDelganÖ. ©er ©ro* 
pplaen*©ertag. 2 ©dnbe. ©appe 10 . 00 . 

©ebtller,TDflhelm2!ell. 403fnf Zeichnungen 0 . 
ftranjÄolbranÖ. £olju>arth=©erl., SRothen* 
felöe. ©ebunöen 9.25. »Tlacf) Öer Urauds 
gäbe oon I 804 / 

TL ©tlfter, Tlud Dem alten TDfen. TTllt 28 ©lö. 
nach alten ©orlagen. 3nfe(. ©eb. 7 * 00 . 

üerfd)icdeneo 

Ttlbr. o.©(umentljal, Tllfchplod. Äohlhanuner, 
©tuttgart. 118 ©. ©ebunöen 4*80. »Tlud* 
gebenö oon ©fetjfehe unö J^ölöerlln bringt 
Öer ©erf. öie erfte umfajfenöe ©arftellung 
oon Tllfchplod.' 

©oftojetodfp'd Älnöergefchichten. Qberfetjt oon 
SL Tlotjel. (Ernft ©freier, ©ern. ©eo. 4 . 4 O. 

?)andftrancf, ©ottgefänge. 3to5lf3?hapfoÖfen. 
TTllt 2 F)oljfcbn. oon (Eberl), ©fegener. TDalter 
©eifert, ©tuttgart. 160©. Äart. 15 . 00 . 

©oetbed ftauft. Ärlllfcf) öurehgef., eingel. u. erl. 
oon Robert ©etfcf). ©ib(.3nft. 628 ©eiten, 
©ebunöen 6 . 00 . 

Qannd ©ünther, ©ad TRaÖiobuch. ©leef &Co., 
©tuttgart. 4 * 00 . »(Eine (Einführung in Öad 
CRaÖlotoefen.' 

TDllhelm ©unöel, ©terne unö ©ternbilöer Im 
©lauben Öed TUtertumd u. Ö. 7leugeit. Äurt 
©chroeöer, ©onn. 353 ©. 4 « 00 , geb. 6 . 00 . 


3.371. Äepned, (Eine Satfraft über TDabrungd* 
reform. ©unefer & Öumblot. 220 ©eiten. 
4 . 50 . »Tille eintägigen fragen über Öad 
©elöproblem.' • 

TDalther Äluge, TDerÖetTTlenfehen! Tlnfpraehen 
jur 3ugenÖmeihe an junge TTlenfehenflnÖer. 
(Ernft Olöenbourg. ©ebunöen 2 . 50 . »Tludge* 
ftaltung Öer 3ugenÖtoefhen.' 

©.Tleuöecf, ©efchlchle Öer Sechnlf. TD. ©eifert. 
500 ©. mit 550 Ttbbllö., geb. 15.00. »3u* 
fammenhang oon TDlffenfehaft, Sechnlf unö 
Äultur.' 

TD. SRofanoto, ©oftojetodfl unö Öie Segenöe 00 m 
©roDinqulfftor. ©ehtoetfcbf e & ©ohn / ©erlln. 
4.00, geb. 5*00. »(Eine Tlnalpfe 0 . ©ofto* 
fetodfld TDeltanfchauung/ 

771. ©aller, ©ad ©runögebiet Öer TDelteldlehre. 
©le (Enttoleflung unfered ©onnenfpftemd. 
Hermann J3aetel. 2.00, geb. 3 * 50 . 

3*h« SDevfe über fttufföe ©efä)lcf)te 

©ebharötd Jpanöbuch Öer Öeutfchen ©efchlchtf* 
6. Tlufl. £)rdg. oon Tllopd TTlelfter. 3 ©änöe. 
Union, ©tuttgart. (©ad beftetolffenfehaftllch* 
$anÖbu<h.) 

©letrlch ©chdfer, ©eutfehe ©efchlchte. 6. Tlufl. 
0. ftifcher, 3ena. 

(Eöuarö ipeprf, ©eutfehe ©reichte. 3 ©anöe. 
©elhagen & ftlaftng. (TDertoolled ©tlöer* 
material.) 

Äarl J^ampe, ©eutfehe Äaiferaej^lchte in Öer 
3eft öer ©aller unö ©taufer. 4 . Tluflage. 
Quelle & TTleper, Selpjig. 

Seopolö 0 . SRanfe, ©eutfehe ©efchlchle im 3eit« 
alter Öer ^Reformation. 6 ©Snöe. ©unefer 
& ^umblot. 

SRelnholÖ Äofer, ^rleörlch Öer ©roße. ©olfd* 
audgabe öer ©efcblehteftrleörlehd Öed ©roßen. 
Cotta, ©tuttgart. 

ftrleörlch TTlelnecf e, TDeltbfirgertum unö3latlo* 
nalftaat. ©tuölen jur ©enejld Öed öeutfchen 
Tlatlonalftaated. 6. Tluflage. Olöenbourg, 
©lünchen. 

©eorg ©telnhaufen, ©efebiehte Öer Öeutfhen 
Äultur. 2 ©anöe. 2. Tluflage. ©ibl. 3nftitut, 
Selpjig. 

©uftao^reptag, ©ilöer aud Öer Öeutfchen ©er* 
gangenhelt. 5 ©dnöe. $lrjel, Seipjlg. 

3oh«nned ©fixier, ©eutfehe ©ergangenhelt. 
3nfel* ©erlag, Selpjlg. ©idher erf^lenen: 
©ie ©ermanen ln Öer ©ülfertoanöerung. — 
©ad $ranfenrelch*—Älofterleben im TTlittel* 
alter. 6. -11. SEaufenÖ. 


55 



GOETHEBILDNISSE 

Die wertvollsten und bezeichnendsten Bildnisse Goethes 
von der Jugend bis zum Tode, ausgewählt von Dr. Hans 
Wahl, Direktor des Goethe-Nationalmuseums. Grob¬ 
format (30:42). Nr. 1 —200 Gzperg., handgebunden mit 
Goethes Petschaft 90.00; Nr. 20t —600 Halb- 
perg. oder Halbled. 50.00; Nr. 601—600 
Halblein. 40.00. »Ein Monumental¬ 
werk von größter Bedeutung.* 

GOETHES FAUST 

L Teil Schrift und Anordnung von Ehmcke. Holzschnitte 
von W. Klemm. Ganzlein. 6.00, Halbled. 10.00, Ganz- 
led. 30.00. R. G. Binding empfindet die Holzschnitte «wie 
erfüllt von der Ewigkeit der Dichtung.* Der Vorhof 
schreibt am 15.1.24.: «Die beste deutsche 
Faustausgabe, eine der edelsten Lei¬ 
stungen deutscher Buchkunst.* 

RÖMISCHE ELEGIEN 

Einmalig num. Liebh.-Ausgabe auf handgesdi. Zanders- 
Bütten. Ganzlein. 7.00. Halbled. 9.00. Ganzled. rot Saffian, 
Handvergoldung von Friedr.Thiersch, München, 
geb. 70.00. «Ein bibliophiles Kabinettstück, 
eine der edelsten Ausgaben von 
Einzelwerken Goethes.* 


Einhorn Verlag in Dachau bei München 




56 









DIE REISE IN DEUTSCHLAND 

©fe fd)6ne beutfcfye 0taöt. 

©rei 235nbe. 3eder 23and geheftet 97t. 3-00, gebunden 271 4.00. 

I. ©flddeutföland. 93on 3ul(u* 23aum. 9?tft 210 *2lbb. 38. b« 42. Saufend. 

II. 97iitteldeutfc&land. 93on ©uftap A3olf. 971« 200 Abb. 46. bW 53. Saufend. 

III. Jtorddeutfcfyland. 23on ©uftap AJolf. 27ttt 210 Abb. 26. b« 30. Saufend. 

nOtbbeUtfd)e ©Otf. 93on ©uftap AJolf. 27t« 142 Abbildungen. 
5. Saufend, ©e&eftet 27t. 3.00, halbleinen 97t. 4.00. 

XMe ifroter 0töt>t. 93on O. $. Soc&ner. 27t« 162 Abbildungen. 8. btt 
10. Saufend, ©e&efiet 3.00, halbleinen 27t. 4*00. 

$1 iat £oll, ©er 27teifter der deutfe^en SRenaljfance. 93on h- hfeber. 27tit 37 Sa* 
fein, halbleinen 27t. 6.00. Holls Bauten geben Augsburg die charaktervolle Größe . 

©Ctmberger ©OtTt. 93on ©eorg S>ef>fo. 27tit 72 Abbildungen, 
halbleinen 271.10.00. 

©<l$ 0ebalöu^grab Peter ©ffcf)er$. 93onA.$eulner.27Ut41 Safeln. 
halbleinen 27t. 8.00. 

©er preufjffdje 0tfl. 93on27toellerpan den23rucf. 2.Auflage. 27tit50 Sa« 
fein, halbleinen 27t. 8.00. Die nordische Architektur und Plastik, von Potsdam 
bis Königsberg. 

vRotfyenburg ob Öer 3uU&er.93onSoni23oegner. 2. Auflage. 27titl50 Ab* 
bildungen. ©tattlf<$e« Quartformat. Seinenband 27t. 20.00. 

©0$ 0traßburger fünfter. 93on ©eorg ‘©e&fo. 27ttt 77Abbildungen, 
halbleinen 27t. 10.00. - 

©fe ptaftif Öe3 Öeutfcfyen < 2)lftte(after3. 23on $rfed sabbeefe. 27ut 
165 £i«btdru<ftafeln (sumefft nacf> neuen Aufnahmen de« 93erlage«) und einfu^« 
rendem Sej?t. 3®ei 23ande jufammen halbleinen 27t. 90.00. 

Qrntiofcflung ber beutfdjen mfttelafterttcfyen ptaftff. 93onAlfred 
©tange. 27tit 46 Abbildungen, halbleinen 27t. 6.00. 

©eutfdje Äunft um 1-400. 93on Alfred ©tange. 27t« 82 Abbildungen, 
halbleinen 27t. 8.00. ■ 

Saffen ©fe jt<& in 3brer 33u<^andlung da« ©ommer* undlXeife^eft unfern 23er« 
lag«jeitfcf>rfft, © er Pfperbote' porlegen. C« rofrd 3f>nen ftreude machen und 
foftet mit pfelen 23fldern nur 25 Pfennig. 

R.PIPER <3D CO., VERLAG, MÜNCHEN 










©et 53uc^etuunfel ^8?ünd)en Äatlfttaße 20 


Tleti erfc^lenen 


„&im bet 

getfttetdfjfien ^ßu&ltfattonen 
bet Xomanttf" 


nadj £)apm 



2He *ftad)ftpacl)en pon ^3onat>cnturo 



'mu 

fteBge^n dStlbetn nac^ 
Xabtetuttgen 
ton 

53tuno ©olbfdjmtff 

PappbanD 6.— £)aIbleber 10.— 




©et dSüd^ettotnfel !Slün$en $atlfita§e 20 


58 



























FUHRMANN 


Die Vorgeschichte Europas ist 
in der ganzen riesenhaften 
Grundlinie zum ersten Male 
festgelegt. Mlle Bücher über 
die Vorgeschichte müssen neu - 
geschrieben werden. Die erste 
klare Deutung der Spradie u. 
der Mythen der Völker breitet 
volles licht über zehntausend 
/ Jahre der Erdgeschichte. / 


DAS ALTE EUROPA 


Auf Grand neuer wissemehafitiöier E*>r- 
ichung mit «uiidiiiie|fith«m Tatsachen¬ 
material wird nachgewtesen, dafc in den ger¬ 
manischen Lfindem an. der ÖMsee vor 10000 
fahren e>ne so hohe Kultur bestanden hat, wie 
sie kein anderes Volk der Erde seither gehabt 
hat. und dab von hier aus die Kolonien ln 
Spanten, Ägypten, Griechenland, halten osw. 
angelegt wurden, deren Kultur wir seit fast 
zwei Jahrtausenden bewundern muhten. —■ 
R E I N Gebildeter wird dieses Buch. ent' 
Lehren itfotkea — 288 Seiten. Quartformat. 
6.06 M, in Pappband, 9.00 M. tn besserer >\usg. 


REICHE DES OSTENS 


begleitet den weiteren Weg der alten nor¬ 
dischen Volker von Arabien und Ägypten ans 
nach, dem Osten. Voiles, Licht erhalt die altere 
germanische Kultur, Mdindtens, und der Weg 
durch -die Meerenge ?on Malakka wird tu 
einem Brennpunkt der Vorgeschichte. Die ge¬ 
samte aUIhdfsche, aMgyptfsche und assyrische 
Forschung erhallen absolut neue Grundlagen. 
Die genaue Bestimmung der sumerischen 
Zeichen-Keilschrift ist eum ersteh Male in allen 
Einselhelten gelungen. — 248 Quartformat. 
6.00 M. In Pappband, 0,0öM,ln besserer Ausg. 


ÄU RI GA-VERLAG * GOTHA 



WALTER SEIFERT VERLAG 

STUTTGART/ HEILBRONN 



MANFRED KYBER 


Manfred Kyber* Werke wurden von der Kritik einmütig 
als Meisterwerke eigener Art anerkannt und seine 
Märchen als das Märchenbuch der neuen 
Zeit gekennzeichnet 

UNTER TIEREN 

56.—60. Tausend. Gebunden Goldmark 3.50 

MÄRCHEN 

*1.-25. Tausend. Gebunden Goldmark 3.50 

GROTESKEN 

6.—10. Tausend. Gebunden Goldmark 5.50 

HALBMAST GEFLAGGT 

4.—5. Tausend. Gebunden Goldmark 5.50 


SCHWÄBISCHER MERKUR / STUTTGART 

Kyber hat sich besonders durch seine Märchen einen Namen gemacht, 
die einen ganz eigenartigen Dichtervon echter Naturverbundenheit, reicher 
Phantasie, gütigem Wesen und zugleich scharfem Geist und schlagender 
Sprache als Schöpfer voraussetzen. Bald in heiterem Spiel, bald in zuge¬ 
spitzter Satire, bald in einer an den heiligen Franz oder die Inder an- 
klingenden Allbeseelung wirken sie immer gleichstark und eigenwüchsig. 







WERRE VON LUDWIG KLAGES 

Ausdrucbkew^ong und GcstAliung*kraft 

Grundlegung d. Wissenschaft v. Ausdruck 
3.und 4. Auflage. XII, 205 S. mit 41 Abbildg. 

im Text. 1923. Qm. 5.40, gob. Gm. 7.50. 
Rundschau ftirLiteratur undKunst: 
Klage8 weiß Gehaltvolles und Weiterführen- 
dee über den Ausdruck im Spiegel seiner be¬ 
deutenden Graphologie zu sagen. Die Charak¬ 
terkunde erfährt durch ihn ei ne dankenswerte, 
ernste Bereicherung. Oft ist er Pionier, Erst¬ 
schauer, Erstgestalter neuer Wertung 

Willy Schlüter. 

Handschrift und Charakter 

Gemeinverständlicher 

Abriß der graphologischen Technik. 

5. bis 7. Aufl. XI, 254 Seiten mit 137 Figuren 
im Text und im besonderen Figurenbuohe und 
21 Tabellen. 1923. 

Gm. 6.—, gebunden Gm. 9.—. 

Neue Züricher Zeitung: ...Die Begrün¬ 
dung und Darlegung dieses Verfahrens gehört 
sicher zu den interessantesten Teilen des mit 
sorgsam gewühlten Schriftproben reich aus¬ 
gestatteten Buches. 

Vom Wesen des Bewußtseins 

Aus einer lebenswissenschaf Michen Vorlesung. 

VI. 94 Seiten. 1921. Geb.Gm.4.- 
Mitteldeutsohe Zeitung: Das Werk 
wurde nicht nur f.Gelehrte goschrieb. u. ist zu¬ 
gleich eine unorschöpfl. Fundgrube f. jed. auch 
künstl. Menschen. Denn es handelt nicht v. er¬ 
sonnenen Theorien, sondern ist eine Metaphy¬ 
sik des Lebens, womit gesagt sein soll, daß 
dies kleine Buch das erste seit Nietzsche 
wieder ganz große Ereignis unserer Zeit ist. 

»r. Klage»* Entwurf einer Cbarakteiknnde 

Für Erzieher allgemeinverständl. besprochen 
und auf die Heilpädagogik angewandt von 
Dr. med. Oskar Hermann. 

IV, 63 Seiten. 1920. Gm. 1.5Ö. 

Die Hilfsschule: Wenn Dr. H. in einer 
weiteren Kreisen leichter verständlichen Form 
die den Erzieher und besonders den Heil- “ 
Pädagogen interessierenden Ergebnisse aus 
dem Buche von Dr. Kl. erläutert, so hat er sich 
damit gewiß erneut unseren Dank verdient. 

1 Eine Goldmark = 10/42 Dollar. •— Lieferung riaoh dem Ausland in effektiver Währung. | 

VERLAG von JOHANN AMBROSIUS BARTH in LEIPZIG 506 


2Bert6ucfyf)ant>eI, SÖerfagtf-Tl.*©. 
Berlin ©20 XI 
* 

23o(lftänÖfg Kegen jrtjt oor: 

@)oetlje£ rfÖrtefe 

ad>t 335n be In jwrC CRrfljen ju fe t>fer 23£itbtn, fcraul« 
gegeben t>. Philipp 0tefn. 3n GVanjlelnen gebunden 
Jebe Selbe Et 16.00, In $>albleber EL 25.00/ (n 
föonjlebfr ad)t SWnbe ungeteilt EL 100.00 

3 «bet 33anb mit einem 9ffbntf 


37a$ Ebflbluß unfern Sammlung netfügt ber 33ü* 
(bermarft fetjt triebet über eine uoHfUinbige auf 
urfffeni&öftlfiber ©runblage rubenbe 2 lu#gabe non 
©oetbeö Briefen 0 (e jdd)tm fl<b bur<b b<> nötige* 
gotmat unb gebfegene 2 fu$flattung in Papier, Drutf 
unb $fnbanb aut. Dem gebilbeten £aien tann fle 
als (Ergänjung 311 {eher Sebenibefbreibung Gtoetbe* 
empfohlen roerben. 

Ettffräge nehmen alte 33u<bbanb1ungen entgegen. 


f<T>TiffiT>TYTiff>TyTlffifT»Tvri^^Ty' 


DR. ADOLF HARPF 

©euf fdjje 
SBalbanbad^f en 

0e$. 1.80 ©m., geb.2.20 ©m. 


PROF. F. HELMKE 

^Serben unb53erge^en 
ber <öolfer 

J3ref$ 1.00 ©ofDmarf 


©ttf*93erlag * 3ett$ 

Poftf^ecffonto 23362 Sefpgfg 
















Safofc 23oßI)art 

©er große Äünßlet unb ©eftaltrr menfcblieber ©cbicffale gibt bai beße unb aufiges 
gliebenße feiner Äunß in feinen lebten SBerfen. ©er träger bei ©ottfrieb Äefler: unb 
bei ©cbn>eijer ©ebUIetpretfei (egt bier bai geugnti ab feinri gewaltigen bl<bterifcf)m 
Äönneni. ©ämonif<b:tragif<b unb borb fmlicb befreiend bai iß bai unmittelbare 

Srlebnti feiner ©eßalten. 

(Reflami Unioerfum f<b reibt: ©er (Roman „Sin (Rufer in ber 9Büße", bet von bet 
tiefe unb (Seite ber dBeltanfebammg 93ofibarti $eugnti ablegt, iß 
©oettjei SBilbelm SRetßer tut ©eite ju ßeden. 


Sin (Rufer in ber SBSüfte 

(Jrjablungcn 

Srofcbiert 4.00 halbleinen 6.50 

numerierte (Borjugiauigabe halbleber 12.00, ©anjteber 20.00 

* 

Sieben ber heerßrafse 

Srjäblung 

0rof$iert 4.00 h a ^^ n(n 6 *° 


&rauptt SBogel 

Unfereiner 

(Srjäblungcn 

©rotiert 4.50 halbleinen 7.00 

(Botjugiauigabe halbleber 12.00 

Sin neuei SBeif, biefer (Roman „Unfereiner", mit feinem polppbonen Sbarafter unb 
ber überraffynben Äraft feeltfdjm Sinbringeni unb herauiboleni bei Ungeroobn; 
lieben in ben geroöbnlicbßen Sejitfen bei Srbeni. UBie f)ier ©pmbol, febätfße Srs 
faffung gegebener 2Birflid)Feit. bai (Reich bei ©rannten, bei bem UBort Sntjogenen 
ineinan betfliefjen; wie biefe SRenfe^enleben tief unb »a^t gefrljen ßnb — bai iß 
bai reiche 2Berf einei ©ie^teri, ber 3Renf<ben erlitten unb bie Äraft ber Siebe ftcf> 
bewahrt bat. Sleue güteber Bettung 


® r e t M t i n & £ o. / £ e i p j i g / 3 ö r i 


62 












BALZAC 

GESAMMELTE W.ERKE 

IN DEUTSCHER SPRACHE 
Taschenausgabe 
Jeder Band einzeln käuflich 



© 


Bisher erschienen folgende Bände 


ZWEI FRAUEN 
DER LANDARZT 
EHEFRIEDEN / Novellen 
VATER GORIOT 
TANTE LISBETH /I.u.II.Band 
DER ALCHIMIST 
PIERRETTE 
DIE FRAU VOR DREISSIG 
JAHREN 

EINE DUNKLE GESCHICHTE 

Jeder Band: Pappband .... OM 180 
Ganzleinen GM 8.60, Halbleder OM 6 .— 
Ganzleder OM 9 .— 


PARISER NOVELLEN 
DIE KÖNIGSTREUEN 
DIE BAUERN 
VETTER PONS 
VOLKSVERTRETER 
DIE TÖDLICHEN WÜNSCHE 
BUCH DER MYSTIK 
CÄSAR BIROTTEAUS 
GRÖSSE UND NIEDERGANG 

Jeder Band: Pappband . OM2.— 

Gantleinen OM 4 —, Halbleder OM 7 60 
Gantleder OM 11 .— 


Handliche Taschen-Ausgabe / Klarer Satz und Druck erster 
Druckereien / Mustergültige Übertragungen / Reizvolle Ausstattung! 

Zu beziehen durch jede gute Buchhdlg. Ausf. Prosp. wolle man verlangen direktvom 

ERNST ROWOHLT VERLAG 

BERLIN W35 


&tr (Befamtauflage fciefeS £efte* liegt ein Katfeenau-Profpeft t>on $>r. Walter Kotfefcfeilb, Derlag*bucfe ä 
feanblung, &erlin*(5runetDaIb, bei, auf fcen wir unfere 4Lefer befonber* aufmerffam macfeen. 




6 u 4) c t » 6u n i 


Karl Alexander o. SlfiUev Dr. Cdtvftt Hedelob 

Prof. b. Gerichte a. b. Univ.ttlünchen XeidhVfunftwart 

Or. 0an» WaM tDUbelm 0<ftafer haltet *Def<f)ardt 

Dir. d. eoett>*.nat..mur. 7 ,F £er«u«g. ft. „SütbertDurmi" 


Ü)o 0 Ifl der „Bßchttbund"? 

Sine Bereinigung von Kücherfreunben, bie «uVerw&hlt gute unb intereflante Sucher neuer Dichter unb 
Bchriftftelier in muftergültiger Sorm 3 u ungewöhnlich wohlfeilen Preifen herauVgibt. 

Ü)av bringt der „Bucherbunb*? 

Hiebt Bücher, bie fcbon in viel 3 u vielen Kuvgctben vorliegen, fonbem nur gan 3 neue ober noch gefcbügt* 
Komane, Keifewerfe, HTemoiren, Gefchichtvwerfe, WeltanfchauungVbücber unb reich illustrierte Kunft» 
bucher. SV werben 3 uerft erfcheinen bav Wert einev wirtlichen tTTeifterV: 

Orete HUnde von Cbeodor Jontane 

W*V hoben wir biefem biftorifchen Koman Gleicbartigev an bie Beite 3 u (teilen? SV ift eine Unbegreiflich* 
teit unb eigentlich eine Bcbanbe, baß biefev einige Buch nicht l&ngft BoltVbeflQ geworben ift. SV über* 
ragt alleV ähnliche, wie bie wuchtige Bacffteingotir feineV norbbeutfchen Bchaupla^eV 

bav Gewimmel ber Käufer. 

Veißeo £and *©n Horbert Jacques freund j£>efn von CmH Strauß 

„eine Keife nach BrafUien", bav {.ieblingvbucb beV ein unverg&nglicbeV, faft fchon berühmte* Buch, ber 

DicbterV voll (Blut; Sarbe, tDanberfebnfucht, ein Koman einer 3ugenb, ber vergebliche Kampf bev 
rechteV „Keifetagebudh einev Dichter*". genialen tTIenfchen gegen bie brutale Wirtlicbfeit. 

U)ie wird man Slitglieb? 

ttlitglied Fann jedermann »erden. — Da« erfte 3afcr läuft vom I.Kpril bi« 311 m 30. Beptember; dafür 

3 at>U da« mitglied mr. 0 .-. 

Ü)av erhält jede* Mitglied für 9 Starr? 

1.: monatlich bie 3eitfchrift „Der Bücherwurm" im Umfang von je B2 Beiten. 2<: ID ie brei oben¬ 
genannten Bücher. 3.: Hach freier Wahl, je ein Spemplar ber KuVwahlbdnbe (Bilberbänbe, tTTemoiren, 
Gefchichtvwerfe) 3 U einem Bot^ugVpreiv; biefeBergünftigung genießen nur fftitglieber; alv erjter ber KuV- 
wahlbdnbe crfcheint „Der moberne (Driginalhol 3 fcbnitt" von ber Wenbe bev 3ahrbunbert* biv 3 ur neuen 
3eit mit runb 80 gan 3 feirigen Kbbilbungen, herauVgegeben vom KeichVfunfftvart Dr. Sbwin KebVlob. 
lllle Bönbe flnb technifch muftergultig, befreie*, hochweißeV Papier, guter 0at$ unb Drucf von einer 
eblen Type, Sabenheftung, bauerhafte unb gefchmacfvolle <5albleinenbdnbe in h*nblichem Sormat. 3um 
erftenmal werben wieber wertvolle unb interefiante Werfe 3 um jriebenVprei* geliefert. 

3wecf: bav erfehnte billige und gute 6ud> 

für bav verarmte beutfehe BoUf. Darum werbe mitglieb unb melbe Dich an bei Deiner Buchbanblung 











DER BÜCHERWURM 


Eine Monatsschrift für Bücherfreunde 


Heft drei / neunter Jahrgang 1924 
Einhorn Verlag Dachau hei München 

























































An die Deutschen 

„Jedes große Volk glaubt und muß glauben, daß in 
ihm und nur in ihm allein die Rettung der Weit liegt, 
daß es bloß lebt, um an die Spitze der Völker zu 
treten und sie zu dem letzten Ziele, das ihnen allen 
vorbestimmt ist, zu führen. Der große Eigendün- 
kel,der Glaube, daß man das letzte Wort der Welt 
sagen will und kann, ist das Unterpfand des höch¬ 
sten Lebens eines Volkes." 

Dostojewski 


Der wägende Gerechtigkeitssinn des deutschen Brillen-Menschen wird tu dem Schlüsse kommen, daß 
(Irrtum Vorbehalten) die tiefe Einsicht Dostojewskis in erster Linie für Pollaken und ihresgleichen 
oder die ehrengeachteten Bewohner des Neger-Freistaates Liberia Anwendung finden dürfte, — 
immerhin — wollen wir uns und unseren Kindern das Wort mit tischend heißen Lettern in die Seel* 
trennen, daß wir es auf dem Grabeswege noch in unseres Sarges Wände kratzen könnest. — — 
Dostojewskis vollständige Werke sind in einer gediegenen Ausgabe bei Piper &• Co. in München er¬ 
schienen,jeder Bastd in Halbleinen 6 . 00 , in Leinen 7 . 00 . — Der „Teil“ auf dieser Seite ist von Fr am 
Kolbrand; aus Schillers,, Teil“, Holzwarth- Verlag. 


66 





NER 


nur halb 
est, nidit 
*en dem 


Versitzend«! 

_ Xarf Afixatufervon Muffe? Df. E><fwiri RädsfoB 

Pro& dtf Gtscßtätt der Universität Mm&tn htievs* Kunfhvtirt 

Df. Hans Waßf Wifßdm Seßffe? Wafter Weießardt 

Dirfits Gort£eßNaf.f Ai/a. HtrausgtSer rfes BüeBatwurms 

' •&«# Märfet &<?r ^w<|erSttn& ? 

(?(n 3u|ammrnfi§tüfj aller ÖrbUSele n, btr ftd) auf btefe 3Ddfe unb nur fo Öüä 
S ud) bMltg erbaten uwUrn. öüfne ©elbftbite brd 2?üttrlfitan&f3, brr ft<b feit 
langem fc£r» 33ui| meijr fnuftn fonnte. 

eÖ3ad Bringt #Süt§etlmnt>? 

SPeriuate, neue, ,gtfä>a§Um$ {nterrffantr 53ud)er tmf«er3rtt, «ifo nf<bt foldjr. 
&(e f«bon in ulel gu mtkn 2Iu0gabrn »orlfegen :^omunf,ORe(frwrrfe,^rJt<bircn, 
®rfcbf4t<tr»frfr. 3Prfeanf®auung^bQi^rr fotbfe teiä) iUuftrfrrte jfurtftb^n 1 » 

S&le wirft man'5Hitglu , ft? 

3«Öcr fann ^(tgllrb merben/ &nin bet tMicbrrbunb bringt 2Derfe, ble fÖr alle 
tprrtoolt uitb Icfmitorrt ftnö unb jebrr äffum muh, ©aS37tttgteÖEerpfHd>tet 
ficb, i>cn3abteflbcfträg tum OJif.i?. ~ gw jAbfen imb erljäH bnfür 3 Pftebtbanbe 
unb Die Scftfcbrlft »StoSu^rttonnn*. <$t {ft Jfbrm SJtltgteÖ »aUfnmmen frei* 
geftcllt, ob er einen brr ^IttSmablMube.fttr'rrbVn i»üi. ‘Dfefe fonnen i-fe THlt* 
g lieber ju rlneu» 'Qoriuöipfetfc ertserben, 

.&&$ für 9 3Bar(t 

1. ©fr örel Pftfdrfbanbe: ©ret?' VUnt>i -»on ^^0»* $ent«ne, ,§ef|jed £anb 
unn Ttcsrbrrt 3acque£, greunt) -glelrr wn ©fraujj. 2. 1 $}eft 

brr 3e{tf^rift »©er Sö^rrimum"', {in grtnjen 6$>ffe,t>a brr rtfle 3afyrgüng r 


©»seinem 
•halt erst 
nn, wenn 
■Abscheu, 
inz hand¬ 
las Recht 
len Rand 
a.di eige- 
elas Btidi 
* mag, es 
Vollkoai- 
Ghes und 
g"sgewalt 
Üäditen 


Versthie- 
Fiicht un¬ 
echt mehr 


ein Äurgjabr, *om 1. %Hf m 30, (September 1924 lauft. 

BINHÖRN.VERLAG / DACHAU BEI MÜNCHEN 







Der wägende Ger 
(Irrtum vorbehal 
oder die ehr enget 
immerhin — wob 
trennen, daß vm 
Dostojewskis volh 
schienen, jeder Bc 


©a* «EDefen be# %3ü<$crBunt>e6 

7lur eine große 3oß( oon Plitglfebem tonn e# erm5gli(ßen, Do# 33u<ß 
billig ju ermatten. 3e meßr OTitgliebrr im erften 3«&re, umfo billiger 
bie Pfizer im jweiten 3<*(>rgang. ©edljalb iß et Pfifft febe$ ©ebilbeten, 
fl(ß bem Pfi<ßerbunb alt Ptitglieb anjufö ließen. St iß aber au$Pfft<f)t, 
ffir ben Pfi<$erbunb in allen Streifen }u werben. 'Denn jebe* Witglieb 
ßat Anteil am (Erfolg, febrt neu gewonnene Wftglieb bebeutet einen 
©<f)rftt oorwärtd auf bem 2Dege jur 'Perbilligung bed guten Pu<be6. 
St flnb brißalb 29erbeprämfen auggefeßt worben. $fir febei neu 
gewonnene Plitglieb erhält man na<f> eigener -EDaßl ein Punted Sin» 
ßombucß/fßrbrei ein Pu<b berÖruppe l,ffir fßnf einPu<ß ber ©ruppe2, 
ffir geßn ein Pucß ber ©ruppe 3. 

«EDerSepr&ttfett: 

Gruppe 1 : Droste* Hufs Hoff, Der Roßtäuscßer, mit Hofz » 
scßnitten von Peter Trumm Cg eSunden) 

Die Venus in der itafieniscßen Maferei, mit 32 
Kupfertiefdrücken (.kartoniert) 

Vog(, UnsterStieß Heit. Vom Leßen im Jenseits 
Cßartoniert) 

Weicßardt, Pompeji Cßartoniert) 

Tiscßer, Dürers Leßen und Werke Cßartoniert) 

Gruppe 2: Hoecßstetter, Tränßiscße Novellen, Bd I oder II 
<aiies gebund.) Stifter, Der Hocßwafd 

Die Venus in der itafieniscßen Maferei 
Vogf, Unsterßficßßeit 
Andersens Märcßen, mit Scßerenßifdern 
GrimmsMärcßen, mitZeicßn. von Ludwig Ricßter 
Petersen, Das neue Gartenßucß 
Gruppe y. Daudet, Tartarin von Tarascon CHafßL der) 
Die Apostefgescßicßte f Ganzfeinen) 

Goetße, Taust I, mitHofzscßnitten von W. Kfemm 
CGanzfeinen) 

Goetße, Römiscße Efegien CGanzfeinen) 
Weicßardt, Das Scßfoß des Tißerius auf Capri 
CLeinen) 

Lang, Die Bucßilfustration der Romantik (Hafß- 
feinen) 


66 



FRIEDRICH MARKUS HUEBNER 


BÜCHER BESITZEN 

Sich in den Besitz eines Buches setzen, wird immer nur halb 
gelingen, solange dem Leser das Buch, welches er liest, nicht 
auch tatsächlich gehört. Der Zusammenhang zwischen dem 
geistigen Inhalte eines Buches und seiner aus Drude, Papier 
und Einband bestehenden Hülle, seinem Grössenmasse, seinem 
Schwergewichte ist so stark, dass dieser geistige Inhalt erst 
völlig zur Geltung und zur Auswertung kommen kann, wenn 
es dem Bücherleser freisteht, seine Teilnahme, seinen Abscheu, 
seine Entzückung oder seine Niedergeschlagenheit ganz hand- 
greiflich gegen das Buch zu äussem: Also indem er das Recht 
besitzt Anmerkungen, Ausrufe- und Fragezeichen an den Rand 
zu schreiben, den Umschlag abzulösen und das Buch nach eige¬ 
ner Wahl in zwei neue Pappdeckel binden zu lassen, das Buch 
zu veräussem, zu zerreissen oder, wie es Vorkommen mag, es 
mit einem Revolverschuss zu durchbohren. Erst diese vollkom¬ 
mene Verfügungsgewalt über das Äussere des Buches und 
das beseligende Wissen, dass man diese Verfügungsgewalt 
inne hat, lässt auch den inwendigen, den geistigen Mächten 
des Buches die Möglichkeit der grösstmöglichen Entfaltung. 
Entliehene Bücher haben den Nachteil, dass in den verschie¬ 
denen Abschnitten seines Lebens der Leser in sie nicht un¬ 
gehemmt Einsicht nehmen kann. Eindrücke können nicht mehr 
aufgefrischt, empfangene Erkenntnisse nicht neuerdings ge¬ 
prüft werden; der Inhalt schwindet ihm notgedrungen aus dem 
Gedächtnis. Aber nicht allein deswegen ist es erforderlich, dass 
ein Buch, sofern dieses zur geistigen Habe eines Menschen ge- 



hören soll,sich auch in dessen tatsächlicbenBesitzebefinden muss. 
Entliehene Bücher nötigen uns niemals jene Heftigkeit der Ach¬ 
tung oder der Verachtung ab, als ein Buch, das man sich selber 
kaufte; ganz abgesehen davon, dass es unmöglich und uner¬ 
laubt ist, diese Achtung oder diese Verachtung gegenüber dem 
entliehenen Exemplar tatsächlich zu äussem. Das Zwiegespräch 
oder der Zwiestreit zwischen Leser und Buch ist in die Sphäre 
einer abkühlenden Entfernung gerückt, da sich das Gefallen 
oder das Missfallen am Inhalte des Buches nun einmal nicht 
auf das eigene Eigentum erstreckt. Ein Buch lieben heisst ja, 
bei der ewigen Aufsichselbstbezogenheit des Menschen, sich 
selber lieben und ein Buch hassen heisst, dank dieses Buches 
an sich selber leiden und dieses Leiden, diesen Hass an sich 
selber auf einen fremden Gegenstand abwälzen. Diese Sach¬ 
lage schwächt sich notgedrungen ab, wo das Buch, dieweil es 
einer fremden Persönlichkeit angehört, aller Huld- oder Hass¬ 
bezeugung von Natur aus entzogen ist; sie wird desto zuge¬ 
spitzter, desto dramatischer dem eigenen Exemplar gegen¬ 
über. 

Um den vollen Genuss, den ein Werk zu spenden vermag, auf 
sich herabzuziehen, um dank seiner jene Umwandlung des 
Ichs, wonach sich die Seele sehnt, so vollständig als möglich zu 
durchkosten, ist der Besitz eben jenes Werkes, der tatsächliche 
Besitz unabweislich. Darum ist der Leihzwang zu welchem — 
wie in Russland und dem Deutschland der Nachkriegszeit — 
Forscher infolge der Preisunerschwinglichkeit oder der Un¬ 
auffindbarkeit von Büchern genötigt sein können, noch nach 
einer ganz anderen als bloss nach der wirtschaftlichen Seite 
hin verhängnisvoll. Gewiss, man hilft sich, indem man Auszüge 
und umständliche Abschriften herstellt; aber diese mit der 
eigenen Hand oder auf der Maschine hergestellten, auf Zetteln 



dahinlebenden Abschriften sind do<h immer nur ein Notbehelf, 
ein Ersatz, durdi den hindurdi der eigenlebige Budiinhalt nur 
mit abgesdiwäditen Kräften sdiimmert. Das Buch, dessen Er¬ 
findung auf den demokratischen Grundgedanken der Unter¬ 
richtung möglichst Vieler, der raschen Verbreitung von Er¬ 
kenntnissen und Forderungen unter möglichst breite Volks¬ 
massen zurückgeht, ist dennoch, was sein seelisches Zauber¬ 
vermögen angeht, eins der am meisten auf Einsamkeit einge¬ 
stellten Erzeugnisse, die es gibt. Immerzu wendet es sich an 
jenen letzten Einzelnen, den es sucht, dessen es zu seiner 
vollen Auswirkung bedarf; es will sich mit nichten zersplittern 
und zerteilen; und es verlangt seinerseits volle, ungespaltene 
Hingabe und Glaubenswilligkeit. Die Gemeinsamkeit, die zwi¬ 
schen einem Buche und der Leserschaft entsteht, ist allezeit 
auf das kleinste Ausmass, auf das Verhältnis zu zweien ge- 
gemünzt; und wer aus diesem Verhältnisse heraustritt und 
andere hinzuziehen will zu seinen Liebes- oder Hassempfin¬ 
dungen dem Buche gegenüber, der wird bald merken, wie 
das Buch ihn straft: die eigene Empfindung wird durch das 
Teüen der Eindrücke mit anderen unfasslicher, Gegenströmun¬ 
gen beginnen aus dem Sehwinkel der anderen her ihr ver¬ 
wirrendes, zerpflückendes Spiel, bis die Zauberwirkung sich 
verzehrt hat und die Ladung der Gefühlsbehälter mit zeu¬ 
genden Anziehungs- und Abstossungsströmen nur wieder 
möglich wird, wenn man dem Buche aus dem Wege geht, 
will sagen, es für eine kürzere oder längere Weile liegen lässt 
und ihm Erholungsrast gönnt. 

Wer sich, obschon er die Mittel zum Ankauf besitzt, Bücher 
leiht, will diese lediglich kennen lernen; er nähert sich ihnen 
mit den Bedürfnissen des blossen Gebildetseins. Das ursprüng¬ 
liche Verhältnis jedoch, welches den einfachen, unverbüdeten 



f 


Menschen antreibt, das, wonadi er verlangt, sei es reditmässig, 
sei es mit Gewalt in seinen Besitz zu bringen, dieses von wil¬ 
desten Raubgelüsten eingegebene Eroberungsverlangen des 
Mensdien steht genau so dem Budie gegenüber in Kraft. Ern 
Buch; das einem anderen gehört, lässt sich auch dann nicht be¬ 
sitzen, wenn die Leihdauer Monate und Jahre oder ein ganzes 
Leben beträgt. Es ist durch andere Hände gegangen, es ist 
befleckt. Und dieses sowohl buchstäblich wie figürlich gemeint 
Bücher aus wissenschaftlichen mit grosser gesundheitlicher Für¬ 
sorge verwalteten Bibliotheken sind mit der Last der An¬ 
steckungskeime, die infolge des vielfältigen Gebrauchs sich auf 
den Buchseiten niedergeschlagen haben, als Bazülenträger nicht 
der Art, nur dem Grade nach verschieden von 1 jenen zerfleder¬ 
ten, schmierigen, beklexten Scharteken, womit die Leihbiblio¬ 
theken und die Ausgabestellen von Zeitschriften-Lesemappen 
ihre Geschäfte treiben. Fremder Anhauch, fremder Hand- 
schweiss und noch üblere menschliche Ausdünstungen kleben 
auf diesen Büchern wie eine dicke Lage von körperlichem Sud 
über dem geistigen Inhalte; und diese Unsauberkeit schafft 
jene aus Vorsicht und Argwohn und Widerwillen gemischte 
Gestimmtheit, welche geliehenen Büchern gegenüber allezeit 
am Platze ist, von den Sinneswerkzeugen auch im Nu und un- 
befohlen hergestellt wird, und die es dementsprechend ver¬ 
eitelt, dass der Leser zu dem Buche ein sowohl innerlich wie 
äusserlich vorbehaltloses Zutrauen gewinnt. 

Dieser Aufsatu stammt a u s d e m Werke 

Friedrich Markus Huebner 

Das Buch und der Mensch 

Geld. Mi. a.jo, kr esch. i.jo 

KARL RAUCH VERLAG ZU DESSAU 




m äs 



U&en. 

dp « 

irv^ife^n* 
b omti üai 


<P4 twel&e afo ^Bifglte&er für Öen «öü^et&HnÖ an 


facijott unö 
’d>er* 3lrt, 
»rbcn, Öod) 
£>er$)run> 
*ir crfe&en, 
23 fr^a(tnf# 
* ' 20 cnötmg. 
311 QSoetfie# 
<xf>rhu»t>ert 


ö. b. (Er* 
ung meiner 
<£.. #anfcel£ 
ftart&en autf 
s ftjguncj 
renöe 

bnf« 4 >u'SWf 


j^cetbe 

r?ad)^aU^n 


befcutguftg& 

^crgjiüg^n, 

mmfrt^tatt 

tent. 

mj?m ftba^ 

O^jefUTi ab= 


(Tiimt, ©tanto, Ort, ©t*ö§? gen«» ange&en) 

Wie di* Zah fang ? Nachnahme - Vorauszahlung - 3 Raten 


UttkffötffC 


fcB wünsche a/s Werheprämie 














He^ ^ig^^ü^ejbt^daywonadi er verlangt, sei es reditmässig, 


s< 

<i 

Ä( 

B 

si 

L 

t> 

B 

s< 

si 

d 

d« 

te 

til 

ifa 


?tt<ht nur bie ^luÄroa^l Der 23finbe ffk eine tprrtpoltr, fonbem au<b i$re 3lu#* . 
ftattung (ft muftrrgüttig: holafrrfe#, ^ocbtpeiße# Papier (n einem $ant>l($en 
unb grfömacfpottrn £)albleinenbanb. ©ie $erau#gabe ber 33üc$er überwacht 
ber auf ©eite 1 genannte ( 3u£f<$ttfj 

©fe bref IPfUdM&änbe be* erften 3 a^re 4 : 

Grete Minde von Theodor Fontane 

?MtS ©(ei$arttge# ift biefem hiftorifcben Vornan an Me ©eite 3 U (teilen. 2 Dfe 
bie wuchtige 33acffteingotif feine# norbbeutfchen ©cbauplaße# ba# ©ewimmel 
ber $äufcr, überragt er alle# ähnliche. 

Heißes Land von Norbert Jacques 

©ine SReife nadj ©rafUfen, voll ©tut unb SDanberfehnfucht, mit ber färben* 
pra$t eine# pan ©ogb perg(ei$bar, ba# £ieb(ing#bu<b be# ©fester#, ein echte# 
,3?eifetagebu«h eine# ©fchter#'. 

Freund Hein von Emil Strauß 

©er SRoman be# fungen STtenfchen, ber über bie ©chute hinau#wä<hft Ttfrgenb# 
SEenbenj, nur brüngenbe# Sehen ber 3ugenb, beren Probleme tief erfaßt werben. 


SC 


Der Bücherwurm 


ai 

ül 

je 

G 

ar 


erfcheint monatlich in einem $)eft oon 32 ©eiten unb bringt neben furjen 
wertpotten ‘Jtuffaßen anerfannter Perf5ntid>feiten gasreiche ^tbbitbungen, 
©uchbefprecßungen unb fatfrtföe $tnweife auf 3 eitereigniffe alter 3(rt. 

Es erscheinen ferner: Novellen von Wilhelm Schäfer, ein Roman von 
Friedrich Huch, Der moderne Holzschnitt von Edwin Redslob, Der Rhein 
von Wilhelm Schäfer, die letzten beiden Bände mit vielen Bildern. 


bi ©fe erften ^.udwa^lbdnbe guttt «öorjugrfprei#: 

ei" Droste-Hülshoff, Der Roßtäuscher, mit Hofzschnitten von P. Trumm t.2o 

Ludwig Richter, Die schwarze Tante, von den OriginalhoCzstöcken 2.7o 
^ Vogl, UnsterhRchkeit. Vom Lehen im Jenseits 3.oo 
Fischer, Dürers Lehen und Wer he 3.3 o 

Die Venus in der itaßenischen Mäher ei (32 Kupfertiefdrücke) 3.7o 
Lang, Buchihhustration der Romantik 6.oo 


Bestellungen sind als Drucksache einzusenden an: 


EINHORN-VERLAG / DACHAU BEI MÜNCHEN 



Frank Thieß / Skizze zum Gefidit des Jahrhunderts 

Glicht ber Zeltfrteg ^atte i>fe Entftebung unb Normung eine# ungeiftigeren 
< 3Jlenfcbentppu3 gur $olge, fonbern bte crfte §olge ber Entftebung bCefc^ SHenfcben* 
tppu$ mar ber Zeltfrieg. ©er Zeltfrteg mar ©pmptorn einer £eben$fübrung 
unb £eben3anfcbauung, bie in nichts mehr ber f)errfcf)enben oor bunbert 3<*b*fn 
glieb. Ebenfo bie Sfooolution. Ebenfo bie Tlacbfrieg^gett, bie3eit, in ber tmr (eben. 
t)ie (Erörterung biefer ©inge ift feine beutfche, fonbern eine europäifdje ‘Jlnge* 
(egenbeit Zieh baö Zort # europaifcb" ift gu eng. E$ ift eine Zlermelttfangelegen* 
beit, ©a3 Ungiücf Europa# toirb febr baib ba# Unglücf Znerifa# unb batnitba* 
Unglücf ber gangen Zelt fein. * 

E# märe flach, hier — tote man e# gemobnt ift — nach politifhen Urfachen unb 
politißhen Drrtumern gu fucben. ©emiß, bie „Urfachen' ßnb „politifcher' Zrt, 
aber nicht bie ©rünbe. Unb poltttfcbe Drrtumer ffnb ftet# begangen morben, bod> 
au#politifchen 3rrtümern entfteben nicbt3eit*unb '3Jlenfcbbfit#©enben. ©er ©runb 
biefer Erfcheinungen, beren nabegu pbanta#magorif<he Entfaltung mir erleben,, 
iiegt nicht im ©erbältnt# be# ’SJlenfcben gum 'SJlenfcben, fonbern im ©erbältnt# 
be# ©tenfhen gu fi<f> fetbft unb gu ben Obfeften. E# (m* fine entfcbeibenbe Zenbung; 
ftattgefunben: ©er Zenßh non heute gleicht in feinem 3uge mehr bemgu ©oetbe# 
3eit/ icb fpreche t>om beftimmenben Zenfdjen, aifo bem, ber feinem 3ub r hunbert 
ben ßbnrafter aufprägt nicht uom Eingehen, ber „außen' ftebt. 

©ie ©runbeinftellung gegenüber bem £eben ift: fu<he ich mein Zerf, b. b. bie Er« 
fültung meine# Zefen#? Ober fucbe ich mein ©lücf, b. b. bie Erfüllung meiner 
Triebe? ©ie gotifchen ©ome, bie ©chlojfer unb Oratorien be# ©arocf, #änbel# 
Opern, ©a<h# Pafftonen, bie geiftigen Gelten Zogart#, ©oetbe#, entftanben au# 
religiöfem Zeitgefühl, au# bem ©emußtfein ber notmenbigen ©urcbgeiftigung be# 
£eben# biß gu einem ©ott=näcbften fünfte bin. ©ie hielten imponterenbe ©ie#* 
feittfbejabung bauernb in ©alance gum Jpintergrunbtfgefttbl: ©otte#febnfucbt. ©ie 
meltbejabenbftenunterfbnen,^embranbt,©acb,Zogart,©oetbefinbbe#balbgleicb* 
geitig im Urgefübl pefftmiftifch, b. b* meltfeinblich. ©a# ©emußtfein ber großen 
SEragif be# Sebent ift ber ©runbftcin eine# (eucbtenben ©au# t>om £obgefang 
©otte# durch ba# £eben hindurch. 

Ttotmenbige $olge biefer religiofen, auf Zefentlichfeit gefteliten £eben#fübrung 
mar bie ©ebanblung ber Obfefte at# Erfcheinungen minberen Spange#. ©oetbe 
flagt aufeiner, bem heutigen Zenfhen unerträglichen, Zagenfabrt nach 3talten 
niemals über ©trapagen ober Unbequemltcbfeit, meiler btefe angeßcbt# ber erreich* 
ten äftbetifcben unb geiftigen 3iele, angeftcbt# ber feelifcben Erlebniffe, nicht fpürt. 
©er Zenfd) t>on beute fann nur unter ber ©orau#feßung abfoluter ©equemticb* 
feit äftbetifch genießen. ©a# beißt feelifcbe# Erlebnis, melcbe# nur bebingung#» 
lo# möglich ift, tritt nicht mehr ein, fonbern nur noch (Einbrucf, ©enuß, ©ergnügen, 
Tteroenreige. ©ie ©eele, ber bie Ertebni#fäbigf eit genommen ift, oerfümmert.©tatt 
beffen fteigt riefenbaft ba# Obfeft empor, melcbe# bem Zenfchen bient. 

©a# gmangigfte — fchon barf abfchmingenbe neungebnte — 3 a ^ r h«nbert ift bad 
3eitalter, in bem langfam unb faft unmerflich ber Zenf^ non ben Obfeften ab* 


67 



hongig wirb, (£r erfindet, ©ie^echmf ftellt ungeheure Stiftungen herauf, 

Shemie, Aftronomie erlangen erhöhte, nfcf>t mehr fortgubenfenbe 35ebeufu«g für 
unfer Sehen. ©ie Ofcjefte fc^socUen gu gewaltigen ©ebirgen an, ©achfen über ben 
©Reitel be£ ^Tlenfdjen empor, ber fie fe^uf. €r fc^uf fie anfänglich fid) gur ©e* 
guemlichfett. ^ei'mgetle; ©ergnügen ift angenehmer al£ Qmnntntd, ©elb wi$» 
tiger afö ^ße^bett. (Eine nette, mit Öen ^rf^emangen tjergangener 3cbrbunberte 
nicht mehr vergleichbare AJelt entfielt, ©achftlaminenhaft. $inftem ©djneebaü, 
ben ein Äiitb tragen tonnte, brol)t fie nun Sä ler unb ©täbtegurrft&fen; ©af int er» 
nationale Kapital. ©tr großen ©erbanöe. ©ie ’vHiUionenftäöte. ©Ie 'Millionen» 
beere» ©le {Eroberung ber©lemente,®ie^nalpf(ming ber ftdbtbaren A)elt AUe$ 
ein uberroaltigenber ©teg be# Öuantitättfpringipf über bai ©üalitatgprfngip. 

3m AWtfrfeg ftegt nicht mehr ber S&tenfch mft Sjiift ber van ihm erfundenen Ob* 
fette, fonbem bie Objefte befiegen ÖenTTlenfchen. QE>ff Kreaturen überwältigen ihre 
Osrflnber. $$$$ ©enie bei einzelnen wirb wertlos gegenüber ber grauenvollen ®r* 

Meinung, baß drei fttuggeuge eine gange ©tobt in krummer legen fonnen. 57{dn 
Sapferfelt gilt mehr, nod) ©eelengcoße, noch ^Deitblicf, noch granbiofrt CPfnföll,- 
fonbem batf ©eblrn ber Apparate unb bei' ßr bebienenben ^ienf^en, bte gu Appa¬ 
raten werben muffen. SEtgif {ft nicht mehr notig, fondern iecbntfch« &enntnlf 
©tele nicht mehr, fenbern $irn> ©er ©tenßb Ift feinem A^erfe oerfallen. ©?r©vof;-- 
iitbuftrielle hat fein Unternehmen nicht mehr in ber|?anb, fonbem untrrliegt %m Ijsll 
ftefgrnben ^onglomrmtion um einen riefenhaft: gewacbftmtn ©ermögrn£Pern, 

Ausweg: 7lid)t Reformen'. Reform heißt $tüP©erf, b. g. auf ein ©egebenetf 
etu>a£ ©cue# anfegen, ©ie AJett lebt nur noch von ben Qbjcften unb eß ift nicht 
möglich, biefe Objefte gu vernichten ober ju verf (einem. Äuitoeg geigt allein bie 
Crfimntni# faß (Einjelnen, welcher &'ataftrophe©ir gutrnben. ©ie (rrfenntnitf ber 
Äatöftrophe. •SrPenne ich aber ein Unheil in feinen ©runden unb ©imenflonen, 

©erbe ich, fofevn ich noch gefund/wüfenSftarP, elaftilXj bin; fähig fein, im neuen 
©infte, im entgegengefegten ®mne febopferifeb der A)eli gegenüber gu treten. 3ebe 
©chopfung beginnt mit dem 3$. 3«öer ©chopfcr muß guerft mit fleh fetber an* 
fangen, ehe er ©ouöceänltät über fein Aterf erlangt. (£ß fegte in bie Umwandlung 
bcö <?rfennenben :© el&ft«Umtpanblung unb ©Raffung neuer ©enerationen, neuer 
geiftiger Siele. Abwanderung gum Sande, Arbeit auß fefmender vfrbe. ©djaffurtg 
einfiöneuengelftigenAbditunÖeine^neuenbie©tabf^»erneinenben^3auetnftanbe^> 

Anmerfung ber^teb. ©a£ ©tt<h ,©ö£ ©eficht faß lahrbundertö* Briefe an 3eit=> 
genoffen von £[ranP Shieß, ift eine unerbittli^ie AuÄetnanberfegung mit unterer 
3eft,ftarPe Antriebe gebtmb unb mit gefvinber ftfaft vßm&pß ©eifenb/ tß lohnt jub 
© i r tl f $,.tß gu beftgen,* S-ÖO, geb 7-00, „©er Sob von$alern* 

unb „©ie ©erdammtert* gehören gu ben gang ©enigen unfrrer Seit, bic r firoß ge¬ 
plant, et©a^ mächtige# unb hinreißende^ haben,* alle’Buther et ßhienen bei j.Sngel- 
homi 71ac|f,. in ©tuttgart. 





68 



I 


Leo Frobenius/Der Kopf als Schicksal 

heißt das neue Buch, das soeben imVerlage von KurtWolff in München erschienen 
ist. 15 Charakterköpfe aus dem reichen Völkerleben Innerafrikas, Typen, die 
Frobenius auf seinen Forschungsreisen fand und hier knapp und eindrucksvoll 
schildert: Die Räuber, der Skalde, der Heide, die Adlige, Hetären, die Matrone, 
ein König usw.; jedem Abschnitt ist die Wiedergabe eines Kopfes beigegeben. Die 
folgende Schilderung gibt ein Erlebnis mit einer Frau aus der Rasse der Kioque. 
„Aber einmal, hier im gleichen Dorfe Moamba, erlebte ich auch das Aufbe¬ 
gehren jenes Blutes, das in die vorderste Linie der Kioque welle vordrängte und 
nun im allgemeinenHinterwasser desKulturstromes aller nationalistischenLeiden- 
schaft der Urrasse aufbegehrte. Die solches mir enthüllte, war ein reiner Tropfen 
des Kioquequelles, es war ein junges Weib, keine andere als Itanka, die junge 
Gattin des Fürsten Moamba. — Es war schon spät in der Nacht. Ich saß noch 
mit einem Lubadolmetsch in meiner Arbeitshütte. Itanka, die Schöne, trat herein. 
Sie setzte sich in einen Winkel. Nach einiger Zeit sagte sie zu dem Dolmetsch in 
gebrochenem Luba: „ Katukka! “ (Mach, daß du herauskommst!) „ Ich fragte Wes¬ 
halb soll ergehen?“ „Ich will mit dir allein sprechen.“ „Ich verstehe dich schwer. 
Er sagt mir alles in meiner Sprache.“ Itanka schwieg. Ich arbeitete weiter. Nach 
einer Weile begann Itanka wieder, diesmal in leisen Tönen: „Tschiballaballa, 
Moamba sagt, ich solle heute bei dir bleiben, „Itanka, das geht nicht.“ „Moamba 
wird mich schlagen.“ „Ich werde morgen mit Moamba sprechen.“ Schweigen. 
Mit einem Ruck sprang Itanka auf. „Tschiballaballa, du ziehst weiter, du ziehst 
dahin, wo die Kioque mit dem schwarzen Volk (bantu bafike; die Kioque be¬ 
bezeichnen die anderen Neger als Schwarze, sich eher als Rote) kämpfen. Auch 
ich will dorthin. Ich will nicht in Frieden leben mit den Schwarzen. Ich bin 
rot. Ich will mit dir gehen. Ich wollte zu den Männern, die im Kriege mit den 
Schwarzen liegen. Ich werde zurückgehalten im Lande, wo die Bafike sich den 
Bauch vollschlagen und soll den Bafike helle Kinder gebären. So ist es. Ich soll 
für die Bafike auf den Markt gehen. Ich soll für die Bafike Feld bestellen. Ich 
soll für die Bafike Essen machen, und ich soll den Bafike helle Kinder gebären. 
Das will ich nicht mehr. Tschiballaballa. Nimm mich mit. Bringe mich zu den 
Kioque, die gegen die Bafike kämpfen.“ Itanka stand vormir, bebend vor Erregung, 
das Antlitz von Tränen übergossen, zornig und flehend. Ich redete ihr begüti¬ 
gend zu; ich kramte ein Geschenk zusammen, das Moamba und sie befriedigen 
mußte. Ich sandte das scheinbar getröstete große Kind mit dem Dolmetscher 
nach Hause. Ich glaubte damit einen Konflikt, eine nur vorübergehende Wal¬ 
lung beigelegt zu haben. — Ich täuschte mich. 

Denn nach einiger Zeit wurde mir als erstes erzählt: das jungeWeib Moambas 
ist ihrem alten Ehemann entflohen. Sie ist mit einem jungen Burschen in die 
kriegerische Front des Kioquetumes entwichen. — — Also doch. 

Heute weiß ich, daß dies eigenartige Kioqueblut aus der vordersten Welle der 
über Ostafrika nach dem fernsten Süden vorgedrungenen hamitischen Rasse und 
Kultur hervorgegangen ist. In Itanka hatte Nationalismus, Kultur und Rasse 
gegen das Äthiopentum und gegen die Negerrasse revoltiert. 


69 



GuftavDore vonG.F.Hartlaub 

©ie meinen ben Vibelilluftrator ? Ven, ber bte beiben gewaltigen 553alger burch» 
illuftrierte, bie „PrachtwerPe'’', über benen mir al# Ktnber mit gefpreigten (Stiert* 
bogen lagen? 5Han wirb Jene Vibel ln meinem Vuche nur Prittfch befyanbelt unb 
unter ben QlbbUbungen überhaupt nlc^t oertreten flnben. ©ewiß gehört fle gu ben 
umfangreichften unb ficherltch gu ben berübmteften wirbelten £>ore#. ©0 berühmt, 
baß alle#, wa# unter Vore# 53ü<hern nicht ber Vibel glich, t»olllg unbeachtet blieb. 
Tleuerbing# freilich tft ein Umfchwung eingetreten. STtit bem 3tnprefftoni#mu# 
be#19.3ahrhunbert# oertraute Kenner haben oon bem populärenVtbelilluftrator, 
ben fte natürlich oerachten mußten, getotjfe feine Jugendwerke au#gegraben: ©erien 
oon Lithographien, bie einem ©up#, Ja einem Vaumter ebenbürtig erfcljtenen, 
^Jolgfchnittbüd^er, tote ben Valgac unb ben ^abelatd, bie ftch gut in bie ©ntwicP* 
lung#reihe ber Plaffifchen VuchtUuftration $ranPreich# einorbneten.5lberauth biefe 
fo banPen#werte SntbecPung brachte toieber eine Einseitigkeit mit fleh: mit bem 
©ore ber Vtlberbibel oerfchtoanb nun auch ber Vore ber [amtlichen übrigen groß* 
formattgen 5DerPe feiner fpateren 3ett, ber Vore ber Vante*53tlber, be# Lonbon» 
53u<he#, be# Von Quichote, ber barchen, be# 5Jtün<hh<*ttfen unb oieler anberer 
PrachtwerPe, beren unbegtoeifelbarer, bie Vtbel wett überragenber 23ert nur burch 
biefterileSedjnfP ber^Cptographen unb burch badunleiblich großf ormat gefhabigt 
erfhetnt. Wollig überfah man auch, baß t>ori big gu feinem Sobe immer noch 
23ü<her oon bem Pünftlerifch eintoanbfreien Kleinformat feiner ^rühgett heroor* 
gebracht hat unb baß er neben ben großen oft fatalen Sonftichblattern fi<h in 5banb* 
geichnungen im ftaPftmilefchnttt noch intmer auf bie alte freie 5lrt au#gubrücfen 
oermochte. 53er Pennt bte # ^h«nfagen', ben „(Eroquemitatne', ben tounberoollett 
„(Saftagnette', ben „VergPonig", unb bie „Pprenaenreife' ? 3d) glaube, baßmeine 
Arbeit bem Jungen toie bem alten SRubme ‘Sore# gerecht gu toerben oerfucht. — 
„Kunftbüdier' gu fchreiben, toie fte bte heutigen Verleger mitoielen 5tbbilbungen 
herau#gubrtngen pflegen, ift Pein banPbare# ©efdjäft. Vern Verleger toie bem 
publtPum Pommt eg oor alten Gingen auf bie Abbildungen an. 53er lieft über® 
haupt ein Kunftbuch, ftatt eg bloß mit Dntereflfe burchgublättern? 5tudj ber 53er® 
fajfer be# Kunftbudje# felber toill Ja gern hinter ben Silbern be# gur Varftellung. 
gebrachten Künftler# gurücPtreten. 53tete Autoren nehmen barum ihre 5lufgabe 
nicht wichtig,* fte haben fi<h ein giemtich billiget ©<hema für ben Sejrt gurecht® 
gemacht, unb eben biefe# ©<hema fhrecPt bte meiften Käufer erft recht oon einer 
grünbltcheren LePtüre be# gebrucPteh Steile# ab. 3ch geftehe, baß eg mein Veftreben 
toar, bei alter Knappheit be# Umfang# bo<h ba# 53efentliche oo'lltg abweichend 
00 m heutigen Kunftbuch=©chema barguftellen. 

Va# Kapitel ,Ver galt Vore' geht burchau# auf ba# ©runbfäßliche, Probte® 
matifche ber illuftratioen Kunft überhaupt. 53omtt ihn bie 3ett unb bie 53elt umgab 
unb toa# ©uftao Vor£ nur attgugern tn feinem betoußten 53t(len aufnahm, bie 
gangen Verführungen ber frangofißhen ©rünbergeit be# 2.Kaiferrefch#: ba#wirb 
im 2. Kapitel # 53elt*' umrijfen. Unter bem Sitel ,53efen' oerfucht bann ber nachfte 
5lbfchnitt naher gu ergrünben, toa# Vore im unterbewußten Vafein war, feint- 


70 





Aus den von Dore reidi illußrierten wunderbaren Abenteuern des Frdberrn von Münch« 
haufen/dne fchöne, wohlfeile Ausgabe erfdiien bei Georg W. Dietrich in München, Preis j.oo/ 

Ge iß ein klaffifcfaes Hausbuch geworden. 
























































































































Innerliche nodj tjon feer ^e^iüoowffltfc^te ^rt. 3um ©cljfufj Cm köpftet 
mtrb «ngebfutri,- ®a$ fid) fo m£ Briefe nnfe Sollen, ©ein unfe ^äi?en, Unter* 
^nö Oberbeipu^tfem, Wefen unfe WeitIVrt ü'aufe eine# £cben# a(^ -^efultönie 


2ln einer ^Hmier feer Äircfee oon IpucfnaH^orfarfe, nabe feem alten ^pranfefee« 
Sanfefitj 2lft?>fteab*2lbbep fünfeet eine ^armortöfel: 

,3m unteren ©emölbe, ®o fo manche feiner ^orfaferen unfe feine Butter fee* 
graben finfe, rufeen feie fterblicfeen ÜJefte non ©eorge ©orfeon 2toel 33pron, £orb 
23pro« ©f ^©«hfeafe/ in feer ©raff<|aff £ancaft?r» feer 3luför t»<m (E|ilöe f&tfplö# 


pilgerfab^* ^r raar geboren gu£o«fecn am 22. L1788. i&r jtarb gn ^if^nngbl/ 
im heften ©rftcbenlanb#, am 19. IV. 1-824,- oerbunöm feem glorreichen Wag* 
ni#, feiten ©egenbert feie alte Freiheit tmfe feen aff et» IRiifem tpiefeergugefeen, ©eine 
©4)tpefter, ^«gufta 2?tarfa Setgfe, frtjte feiefen ©fein gü feinem 0efeötbtnij?/ 
©iefe 3nfdf;rift fagf un#, •&«§ feem grögte.« Iprifeben ‘tHdbfer ®ngfanfe^ ber furge 
Beit feer 2lbgc«tt feiner Tlation mar, fein (Sbrengrab in Weftminfter bereifet mürbe, 
unfe öa§ nicht feine ©affin, niefet feine ewig geliebte «fttarp (Xhamortfe, {fern feie 
tegte£ergen#pfifif)t errofe#. 3n einfamer ©rojje tateSfetegletcb ifem, Öurcfe ihn, 
nerfernte ©«hrorft«'. 

<5in prioatbrief auÄ ©nglanb ergabif unS feunfeert 3ähr« fpafer: »'Oer ©eben?* 
tag mar in. feisfem &mfee faum eine Erregung, ein paar bef^effeene feiern fea «nö 
Port, ein Be(Tnnen, ,afe ein? TWfon, feie 21elfon «rrgtehen fea^ nicht auch 33p?©tv 
nergeifeen foflte ; , bejjen Utame faft noch fo oerpbtu i% mir feer OtfPat* Wilfee#.* 
23t>ron hat ©eutf<blcmfe nie betreten, nicht Öen tfeh fo überfcfemeßgititb Sürbenben 
befuefet »an feem er af# fjet©lfe feer Weltliteratur begrubt murbn©öe%* 'Öon 
allen fontlnentaienanbern bat iDe utjchföttfe 33prog am tiefften bemunferrt 



©fn erlauchte^ ©chicPfal, ein SJlftleibenber am £efbe ber Sttenfchheft, eine unoer» 
geßlicb fchone unb bämonffche ©eftalt, ber ©chopfer unsterblicher £febe3lieber. 
213fr fefyen ihn fm ©fange erotger 3ugenb, beruhenb fn lichter irjetle unb fn Jener 
eingeborenen ©chwermut, bfe Älefft fn ben SJob trfeb, 23pron gum ©infamen 
matzte, innerhalb affer ©jrtrapagang, alletf Allgumenf<hlf<hen f*lne$ Ifebeer» 
füllten Sebent. 

23pron3 25erP, ofellefcht ba$ fubJePtfofte aller 3eften, fft burchbrungen oon §euer 
«nb ©chrnerg unb Äühle, non ber Äühnheft be$ Sftanen fotpofyl al£ be£ weit» 
mann& 25fr fonnen tß fn bref 2lrten teflen: bfe Iprtfche, bfe abenteuerliche, bfe 
Potfmffche. 

©fpfet be£ Abenteuerlichen fft ber „2)on 3uan', ©fpfel t>tß Äo£mff<hen „Äafn' 
unb „2ttanfreb', £htlbe #arolb ftellt eine 23erbfnbung gwffchen bem Sprffchen 
unb bem Abenteuerlichen bar. 23ollfg neu fft an feinem 25erP bfe ©fnbegiehung 
ber £anbf«haft alß ©yprefffon ber ©eele, unerhört neu bfe ©rwefterung ber £anb* 
f<haft gum £o3mo3, ebenfalls alß ©rprefffon ber ©eele. 

Q3pron hat auch ÄlefnfgPetten unb $ergänglfchfeften gefchrfeben. 

25enn ff<h aber heutige iefer bem Unfterblfchen, maß er gefchaffen, ber ©etoalt 
feiner ©prache unb ber granbfofen Äüfmheft fefnetf ©effte# nicht unterwerfen, 
fo gibt tß bafur gwef ©runbe: 23erftänbnf$loftgPeit für ©tchtung großen ©tfW 
überhaupt ober ©egnerfchaft gu 23pron£ 25eltanf<hauung. ©fe fft eine arffto» 
Pratffche. Tlfdjt, weil 23pron]3eer of ©nglanb war, fonbern well ihm batf ©rlefene 
über bem Alltäglichen ftanb. 

25fr jlnb nfcht bfe £abfe$ unb ©entfernen feiner 25elt, bfe fn Ohnmacht unb 
Abfcheu perfanfen t>or feiner Äomplfgfertheft. 25fr lieben ihn um feiner Sefben 
wfllen, um feiner tränen willen, bfe untreuen grauen, geliebten Räumen, Jpfr* 
ten» unb 23olP£ltebern galten. 2öfr lieben ihn, nicht weil er ein Autfgeglfchner war, 
fondern weil er fo fchön ilt. ©r war überreich, ber „Pilger' fteljt oor un3 at$ 
ein ©fpfel männlicher ftafgfnatfon, efn Verführer gu tollPühnen Gingen unb ein 
Verführer, wie er auf anderer Ebene und für eine andere Zeit Zarathultra der 
Wanderer wurde. ©ophfe #oechftetter 


DasTitelblatt von Prof.Emil Preetorius bringen wir mit Erlaubnis des Verlages 
Hans von Weber. Es ist eine parodistische Zeichnung auf den Verlag Georg 
Müller in München. 

Das Kopfstück auf S 75 ist aus E. T.A.Hoffmann,Der goldene Topf. Mit Bildern 
und Buchschmuck von Ludwig Enders. Verlag Georg W. Dietrich, München. 
Leinen 8.50. Num. Vorzugsausgabe auf Bütten in Halbpergament 28.00. 

Das Gespräch des Löwen mit dem Dromedar auf Seitep^ist dem „Zwiegespräch 
der Tiere 11 entnommen, einem spät-mittelalterlichen Buch, das mit den schönen 
altenHolzschnitten vom Verlag der Münchner Drucke neu herausgegeben wurde, 
Preis geb. 8.00. 


73 




© u ft a t> £1) e o & o r cfy n er 

• Äautn ein gwetter P^ttofop^ f>at ftreng wiffenfhaftlicbe Ttücbternbett uni) (EjraPt* 
beit derart burmonifch mit burcbgeiftigter mpftißh gefärbter SEPeltanßhauung in 
ß<h vereinigt, wie Rechner. — 'Sttt feiner Jr 'ßfp<^op^pftf *" ift er ber ©ater ber e|f- 
perimentellen Pfpcbologie. Rechner ift von £au$ au$ P^pfifer. 3 ^bem pfpcbifcben 
©efcbeben läuft parattei ein pbpßf<hr£/ unb umgefef>rt: bie3 fein ©runbfaß. 52tit 
feiner »©orfcbule ber SlftbetiP' — ber »SlftbetiP von unten' im ©egenfaß gu ber 
jpePulativen »SlftbetiP von oben' — leitet er eine empirif<h s e|?perimentelle©ebanb* 
lung biefer pbilofopbifcben ©ifgiplin ein. 

‘Hber ba$, wa3 Rechner bem Greife ber pbilofopbifcb interefflerten £aien — gu* 
mal brüte wieber — fo fhäßen&vert madbt, baö ift ber onbere (Einfcblag feinet 
pbilofopbif<ben ©cbaffentf. ©a£ ift feine oft in fdjwungvoll liebentfwurbiger ©fP* 
tion vorgetragene Sebre von ber ©efeelung beö -EPeltalltf in einer ©tufenreibe 
immer umfajfenberer SPefenbeften. 3n ©pinoga# Ttad) folgert ibm bie Tiatur 
unb altetf in ibr Geiß — toenn von innen geflaut, Leib — wenn von außen ge* 
fcbaut. ©om ’jJienfcben abtvartrf: alletf befeelt (»Ttanna ober über ba$ ©eeleti* 
leben ber Pflangen'), vom ^lenfcben aufwärts ©eiftwefen immer hohler 3lrt 
(,3enb«^lvefta ober über bie ©inge betf #immel£ unb be£ 3enfeitö')/ fo ift ibm 
bie (Erbe ein befeelter Organttfmurf b^brrer Orbnung al$ ber 'SKenfcb. Rechner 
rebet vom pianetengeift unferer (Erbe ntd)t etwa in einem bilbli<b s poetifcben 
©inne, fonbern aU von einem tvtrPltcb lebenbigen, feiner bewußten 2 Pefen. Leiter 
hinauf ber nächft b^brre Organtömutf: unfer ©onnenfpftem. Unb fo fort bW gut 
allumfaffenben Po&ntfchen (Einheit, gu Gott. 

^folgerichtig gu biefer -EPeltanfcbauung ift bie Überzeugung (£e<hner$ vom $ort* 
leben allc$ Sebenbtgen auch nach bem SEobe. ©tefer ift nicht# al# ein fallen ber 
©i^ranPen unb bie (Erweiterung be# bi^brrtgen inbivibuellen Sebent gu einem 
gleichfalls inbivibuellen gehobener ^Irt. 2Pie ba# 5Sinb nach ber ©eburt in »ein 
gang neue# freie#, vom vorigen nicht abgertjfene#, vielmehr ba#felbe umfcbließen* 
be#9£eicb' eintritf, fo öffnet fid) un# »bie SluSftcbt, baß wir mit bem 3 erretßenun» 
fererjeßigen£eben#banbe — wieberum fcbeinbar unfer Sob — in ein noch freiere#, 
gang neue#, unb bocb vom vorigen nicht abgeriffene#, vielmehr baöfelbe in wei* 
terem Äreife umßhließenbe# D?ei<h treten, unb noch freto mit benen verPebren 
werben, bie auf biefelbe Sebenöftufe traten.' (»Uber bie ©eelenfrage'.) Unb in 
feinem allerltebften »©ücblein vom £eben nach bem $obe' fangt er an mit ben 
^Porten: »©er ’SJtenfcb lebt auf ber (Erbe nicht einmal, fonbern dreimal, ©eine 
erfte £eben#ftufe ift ein fteter ©chlaf, bie gweite eüteQibwecbflung gwif«hen ©chlaf 
unb SEPadjen, bie brttte ein ewigem -EPacben... ©er Übergang von ber erften gur 
gweften £eben#ftufe brißt ©eburt/ ber Übergang von ber zweiten guber britten 
beißt Sob.' — 3Jtan verfuche in Rechner# ©ebanPengange ß<h bineingufüblen — 
ba# bürfte bem beftnnlfcben ©tenfeben nicht fchwer fallen — ,unb fi<h binetnguben* 
Pen — ba# ift fdjon fernerer —, unb man wirb erfahren bie SEPeite unb Siefe, in 
welche biefer Pbilofopb eingufübren vermag. Dr. ©ogl 

Gin genauesVerzeichnis derBücherFedmers findet fich auf den Seiten 89 und 95 . 


74 




N o r t> e r t J a c q u es / Heiss esLan d 

NÄCHTLICHE AUSFAHRT, Es war nachts,/Etwa halb elf. Wir fuhren 
auf dem kleinen Dampfet durch das erßhlaffte Leben des Hamburger Hafens. 
Die Freunde gaben mir das Geleit. Wir fprachen kein Wort. Als wir um den 
Kopf eines Kais drehten, fahen wir den großen Brafilienfahrer der Hamburg* 
Amerikä*Lmfe mit abenteuerlicher Plötzlichkeit Und als einen ein Famen, dunkel 
gewaltigen Turm auf einmal über uns, Wie Monde Randen die Ochfenaugen 
in langen Reihen in der Heilen fihwarzen Wand, und mit den heimlich, fern und 
hoch erleuchteten Decks in der verfchioffenen Malle feines Leibes erhob fich das 
Schiff mächtig, wartend und beherrfchend und doch leblos über alles hinaus in 
den Raum der Nacht, Es fihlug einem nun zu Atem, daß man da oben in diefer 
eifernen Burg heute nacht in die Welt hinausfahren föllte, und daß fremde, wun¬ 
derbare Meere, ungekannte Erdenfrucbtbarkeiteft, glühende Städte, Länder und 
Völker mit anderen Entwicklungen nun auf einmal am Weg zu warten begannen 
Und wie Harke Quellen pochend unter dem Boden kürzen, fchoben fuh die Ge* 
heimnifie und Schrecken der Erwartungen großer, neuer Gehalten durchs Herz. 
Dann glitt der Hafendampfer an die Seite des dunklen Schiffes, und wir ftiegen 
hinauf, Wie meine Kabine licht und großund fein war! Ganz votn an der Stirn 
des Sduffes auf dem obern Promenadendeck lag fie, Sk hatte eine Menge Heilig* 
keit von vielen Glühbirne» und einen reinlifJx kargem l'oliden Tunis, der von 
einem gewifie« Emlt war; Mahagoniholz, weißer Lade und dunkelgrüne Möbel, 
und die Meffingßangen des Bettes funkelten makellos. 

Als wir in die Gefelikhaftsrätane gingen sum Äblchiedstrunk, fanden wir kaum 
noch einen Platz, Die Scheidenden, die fortglngen und die blieben, Itießen in 
heftigen Gemütserhebungen, in einer fall tobfüchtigen Lu ftigkeiiseffervefzenz 
zum letztenmal die Herzen gegeneinander, wie die Weinkelche. 

Dann blies das Trompetenfignal Ablchkd, und in einem langfamen Trennen 
leerten hdi die Decks auf den Hafendampfer hinüber. Ich konnte die Reifegefährten 

v ... T’|; • ' V ? . • y- ^75 













bald auslefen. Sic rufen die letzten Worte hinunter. Die Lichter der „Rhätia" 
greifen dumpf verwifchend und traurig über die vielen blaffen Geflehter, die 
lieh auf dem finitem, langfam losltrebenden Fährdampfer tief drunten zu« 
fammendrängen und Itarr zum Turm unferer hohen Decks gerichtet find. In 
diefes Ablchiednehmen hinein ftößt auf einmal die Schiffspfeife mit einem Ruf, 
der wie eine überirdifche Stimme aus bronzenem Gigantenfchlund die Menfchen 
und das Schiff und die Nacht bebend fpannt. Ein Bild jagt fcharf wie ein Kugel« 
lchuß durch mein Blut. Jetzt beginnt es! Da hielt ich diefes zögernd quälerifche 
Abfchiednehmen nicht mehr aus und lief ganz vorne an die einfam dunkle 
Stelle des Promenadendecks, wo man nichts fah, wie ein paar finitere Männer, 
die drunten gefchäftig fchn.ell auf der Back hin und her arbeiteten. 

Plötzlich Ichnellt ein Leitfeil Itraff und Ichwarz über dem nachtglitzernden Walfer 
auf. Ein Schlepper beginnt, Rauch fauchend, heiß und Ichwer zu atmen, Itemmt 
fich ins Walfer, zerrt und lockert, und bald lölt lieh langfam, mit lautlos fchlafen« 
der Bewegung die „Rhätia" vom Kai los. Schwer, dunkel und Ichwejgfam folgt 
fie dem kleinen Ichwarzen Dampfer mit gemelfen riefenhafter Langfamkeit. 
Noch halb im Traum zieht fie an den Ichlummernden Schiffen vorbei die erfie 
Meile ihres großen Wegs, meines neuen großen Unternehmens. Sie ilt eine 
Gewalt, der ich mich überlaffe, ohne mehr von ihr zu fpüren, als mächtige 
Ahnungen. Das fcheidende Land, in dem mein Leben fo lange ging, bewegt 
lieh vor meinen Augen unaufhaltfam rückwärts, lautlos und Itarr, wie in einem 
Itummen, verbiffenen Schmerz. Soll ich weinen ? Die unendliche Freude und 
die unendliche Traurigkeit beginnen in immer neuen Formen mit mir zu fpielen, 
Wert gegen Wert. Ich muß die Zähne aufeinanderbeißen, die Fäulte an die 
Reling fenrauben, um mich einigermaßen bemeißern zu können. 

Feierlich langfam verläßt die „Rhätia" das alte Land. Ab und zu grüßt fie 
warnend einem Unbekannten zu, der in ihren Weg hineinkreuzt. Ovelgönne 
träumt mit kleinen hellen Hausgefichtern im Mond. Finkenwärder zieht ein 
Ichwarzes, feinkräftiges Band in das fpielende Schillern der Mondnacht«Elbe. 
Blankenefe ordnet leine Lichter zu kühn verfchlüpfien Rofetten, die zwilchen 
fihlanken, fallenden Ketten auf dem nächtigen Leibe des Hügelorts funkeln. 
Dann-grüßt der Schlepper: „Adieu!" Das Seil Ipritzt Ichwarz ins Walfer und 
die aunchießenden Tropfen trinken eine Sekunde das feine, verliebte Mond« 
licht. Die Mafchinen grollen leife auf und die „Rhätia" geht in eigenem Dampf. 
Falt zart ilt ihr Schritt ßromabwärts, ein wunderfames Gleiten, das traumhaft 
iß und aus fernen nächtlichen Stunden der Märchen. Wie ein leifes Lied bei 
fchnurrenden Spinnrocken erklingt das fachte Stampfen der Räder und der 
Schraube hinein. Und lautlos verliebt öffnet lieh vor diefem Elfenfchritt eines 
Riefen die Welt! 

Dieser nächtlichen Ausfahrt folgen lebendige Schilderungen der Seereise, der 
abenteuerlichen Länder Südamerikas , der Wunder und Schrecken der Tropen, 
der Menschen , die dort leben, kämpfen und unter gehen ; ein rechtes „Reisetage¬ 
buch eines Dichters “ nannte es Rene Prevot in den Münchner Neuesten Nach¬ 
richten; es erschien soeben als 2 .Band des „Bücher-Bundes 1 *. Einhorn-Verlag 


76 



(Sin SSefucfy tet Philipp ßrmanuel 23ac^ 

P^fUpp ©monuel mar ber 6ebeutenbfte ©obn 3°f>ann ©ebaftiantf/ mabrenb 
vieler 3at)re bot er ba$ ftlotenfptel ftrtebricbtf betf ©roßen begleitet, fpäter mar 
er ^Qtufifbireftor ber 3Kicbae($fircbe in Hamburg, ©er ©ngtanber ©urnep f<hil* 
bert feinen ©efudj bei ©ach folgenbermaßen: »iperr ©a<h führte mich bie kreppe 
hinauf in fein fhönetf großem IStufifgimmer, melcbetf mit mehr alä 150 ©üb* 
ntjfen von großen Sonfünftlern, teil# gemalt, teiltf in Tupfer geflogen, autfge* 
giert mar. 3cb fanb unter anberem auch ein paar Origtnalgemälbe in Ol von 
feinem ©ater unb ©roßvater. <ftad)bem ich folcbe gefeben, mar #err ©ach fo 
verbinbltcb, ficb an fein Siebling&'nftrument, ein ©tlbermannfcbe# Älavier, gu 
feßen, auf meinem er bref ober vier von feinen beften unb febmerften Äompofi» 
tionen mit ©elifatejfe, mit ber Pragifton unb mit bem fteuer fpielte, megen mel* 
<ber er unter feinen £anb£leuten mit t^ed^t fo berühmt ijt. S33enn er in langfamen 
unb pat^etCfc^en ©aßen eine lange Ttote au^gubrüefen bot, mefß er mit großer 
Äunft einen bemeglicben $on be$ ©eßmerge^ unb ber Klagen au3 feinem 3n« 
ftrument gu gieben, ber nur auf bem £lavt<borb unb vielleicht nur ihm möglich 
ift. 7la<b ber < 37tablgeit, melcbe mit ©efebmaef bereitet unb mit heiterem ©er* 
gnügen vergebrt mürbe, fpielte er faft bW um 11 Uhr nachts. SDabrenb biefer 
3 eit geriet er bergeftalt in fteuer unb mabre ©egeifterung, baß er nicht nur 
fpielte, fonbern auch bie 37tiene einerf außer jt<h ©ntgücften befam. ©eine klugen 
ftanben unbemeglicb, feine Unterlippe fenfte ß<h nieber, unb feine ©eele fchfen 
jty um ihren Äorper nicht meiter gu bePümmern alrf nur, fomeit er ihr gur ©e* 
friebigung ihrer £eibenf<haft behilflich a>ar. ©r fagte hernach, menn er auf biefe 
weife öfter in Arbeit gefeßt mürbe, fo mürbe er mieber Jung merben. ©ein 
©pielen beftürfte meine Meinung, bie ich »on ihm au£ feinen Werfen gefaßt 
hotte, baß er nämlich nicht nur ber größte Äomponift für Älavterfnftrumente ift, 
ber Jemals gelebt bot, fonbern ou<h im Bunfte be3 SluSbruicW ber befte ©pieler. 
©r ift Jeßt 59 3obre alt, ift eher furg afö lang, bot fchmarge #aare unb klugen, 
eine bräunliche ©eßdjttfforbe, eine febr befeelte SHtene unb ift babei munter unb 
von lebhaftem ©emüte/ 

Aus dem überaus lebendigen Buch von Otto Vrieslander, Philipp EmanuelBach. 
Mit Bildnissen, Nachbildungen und Notenbeilagen. Piper & Co. Halbleinen 6.00 

2Die £Tad)twad)en von 23onarenrura 

Pott bfefem faft fepon berühmt geworbenen 23ud>e eine« unbekannten Picf>ters ber 
^omantiFerjeit ift foeben eine fcf>üne, bemWefen bee 33u4>e» entfprechenbe, i>an6Iid>e 
Ausgabe mit phantajlifcben Kubierungen von 3runo (Bolbfcpmitt im Perlag »Per 
©ücherminFel" in tttünchen erfchienen; in Pappbanb 6.00, in ^albleber JO.OO. 3n 
feiner erjlen £tachtmache fpäpt ber Wächter bureps «fenjler in bie ärmliche Stube eine« 
Sterbenben: »Per tttann mar ein ^reigeifl von jeher, unb er hält (ich ftarf in feiner 
legten Stunbe, mie Poltaire. Pa fepe ich ihn burch ben JEinfcpnitt im ^enjterlaben; 
er fchaut blaß unb ruhte in ba» leere Nichts, mohin er nach einer Stunbe einjugepen 
gebenft, um ben traumlofen Schlaf auf immer ju fchlafen. Pie Kofen be« Heben» finb 
von feinen Wangen abgefallen, aber fie blühen runb um ihn auf ben Gefieptem breier 


77 



halber Knaben. Per jüngße broßt ißm Finblicß unwiffcnb in bas blaffe ßarre 2lntlfg. 
»eil es nic^t meßt lächeln will, »ie fonß. Pie anbem beiben flehen etnß betracßtenb, 
fie Fönnen fi<h ben Tob noch nicht benFen in ißrem fcifchen Heben» 

Pas junge Weib bagegen, mit aufgelößem <5aar unb offner fchöner Stuß, MicTt »er- 
j»eifelnb in bie fcßwarje ©ruft unb »ifcht nur bann unb »ann ben Schweiß »ie me- 
chanifch »on ber falten Stirn bes Sterbenben. 

Sieben ihm fleht, glüßenb »or 3om, ber Pfaff mit aufgehobenem üRtujifipe, ben «frei- 
geifl ju beFeßren. Seine Sebe f<h»illt mächtig an »ie ein Strom, unb er malt bas 
3enfeits in Füßnen Silbern; aber nicht bas fcßäne Jttorgenrot bes neuen Tages unb 
bie aufblühenben Hauben unb l£ngel, fonbern, »ie ein »ilber ^ÖQenbreugel, bie 
flammen unb 2lbgrünbe unb bie ganje fdjaubetoolle Unterwelt bes Pante. 

Pergebens l ber !SranFe bleibt flumm unb flarr, er fiebt mit einer fürchterlichen Süße 
ein Slatt nach bem anbern abfallen unb fühlt, »ie fich bie Falte ©isrinbe bes Tobes 
höh** unb h^htr jum ^erjen hinaufjieht. 

Per VJacßtwinb pfiff mir burch bie *jaare unb fchüttelte bie morfchenenßetlaben, »ir 
ein unfichtbarer betannaßenbet Tobesgeifl. 3<h fchauberte, ber UtanFe blicFte plögltcb 
Fräftig um fich, uls gefunbete er rafch burch rin Wunber unb fühlte neues höheres 
Heben. Piefes fd>nelle leuchtenbe 2luflobem ber fd>on »erlöfcßenben flamme, ber fichere 
Porbote bes nahen Tobes, wirft zugleich ein glänjenbes Hießt in bas »or bem Sterben* 
ben aufgeflellte VTacßtßücE unb leuchtet rafch unb auf einen 2lugenblicF in bie bichte* 
rifche «frühltngswelt bes ©laubens unb ber Pocfie. 

Per ÄranFe wies bie h^brre Hoffnung fefl unb entfchieben jurücf unb führte baburch 
einen großen UToment herbei. Per Pfaff bonncrte ihm jornig in bie Seele unb malte 
jegt mit «flammenjügen »ie ein Perjweifelnber unb bannte ben ganjen Tartarus hrr* 
auf in bie legte Stunbe bes Sterbenben. 

Pem ÄranFen würbe es ju arg. flir »enbete fich finfler »eg unb blicFte bie brei «früh* 
lingsrofen an, bie um fein Sette blüheten. Pa loberte bie ganje h«i#e Hiebe jum legten 
tttale in feinem ^etjen auf, unb über bas blaffe 2lntlig flog ein leichtes "Hot, »ie eine 
{Erinnerung. flir lie# fich bie Knaben reichen unb Füßte fie mit 2lnßtengung, bann 
legte er bas fch»ere *5aupt an bie ßocßwallenbe Srufl bes Weibes, fließ ein leifes 21ch I 
aus, bas mehr Wollufl als Scßmetj feßien, unb entfcßlief liebenb im 2lrm ber Hiebe. 
Per Pfaff, feiner Teufelsrolle getreu, bonnerte ihm, ber SemerFung gemäß, baß bas 
©eßör bei Perflorbenen noch eine längere 3eit reijbar bleibt, in bie (Dßren unb »er* 
fprad> ihm in feinem eigenen Vtamen feß unb bünbig, baß ber Teufel nicht nur feine 
Seele, fonbern auch feinen Heib abforbero ȟrbe. 

Somit ßürjte er fort unb hinaus auf bie ©affe. 3cß war »erwirrt worben, hielt ihn in 
ber Täufchung wahrhaft für ben Teufel. 

2tch 1 bort imSimmer war bie Sjene lieblicherworben. Pas feßöne Weib hielt ben blaffen 
©eliebten ßill in ihren 2lrmen, »ie einen Schlummemben; in feßöner Unwiffenheit 
ahnte fie ben Tob noch «*4>t unb glaubte, baß ihn bet Schlaf jum neuen Heben flärFen 
»erbe—ein halber ©laube, ber imhößeren Sinne fie nicht täufcßte.PicRinber Fnieten emß 
amSette, unb nutber3üngfle bemühete fich, ben Pater ju »ecFen, währenbbfeJJIuttet, 
ihm fchweigenb mit ben 2(ugen juwinFenb, bie ^anb auf fein umlocFtes ^aupt legte. 
JJtit gebämpfter Stimme fang ich einen Sterbegefang unter bem «fenfler, um in bem 
noch ßörenben ©ßre ben efeuerruf bes tttöncßs burch leife Töne ju »erbrängen. Pen 
Sterbenben iß bie JTtufiF »erfeßwißett, fie iß ber erße füße Haut »om fernen 3enfeits, 
unb bie tttufe bes ©efanges iß bie mpßifeße Seß»eßet, bie jum Fimmel jeigt. So ent* 
fchlummerte 3aFob Söhme, inbem er bie ferne WIufiF »ernahm, bie niemanb, außer bem 
Sterbenben, hörte. 


78 




örctefpradxfcee IDtemcfrattt mir £em ilömen 

obec be« „Südier•Sttnbes u mitfeinen ilütgtUbctn . : ',\y'>- 
$(et»mrtiw* fagt f baj? i^camtiap *in Ci«t' fei, fcas in »ittfin Cag mit laitfe, wie 
bas pferb in brei. Äfitff tief bgr Cdm bas: Pcontebat unb fpra# tSille loben bid>. weil 
btt ja laufen unb fpringcü rerjlebiT:, tpie tironaobfanft, 3$ bati’ geenei wenn btt 
eilcnb* jns Jttocgenlanb ftefejl *mb pevfen, unb ^crfuuft fes» 

funfeen würbtjh Ptnti ec will mit mit fätttpfcn. 2fuf baß ich bereit fei, lauf fo fd>nell bu 
fcnnfl bottbin wob bring’ 2ln twort meinen fragen,, fi-öbn unb l£f>t*« will t<b bir genug 
UÜwiftn» 241 « bas Ptotnebar fo fein Hob b^tte, würbe es ö<?» ©tolj gefcb wellt unb 
nahm fernen Weg unb lief fo buctig unb gefdjwittb, auf ba)? man es noch mehr loben 
Sbt lief unb fptang a&ecjü fcbr unb übernahm fid; unb fiel bin unb ftarb eien» 
biglitb unb fpcadj ; Jlaflt uns unfCES ilmtes walten, aber beffen nid>t übertreiben, auf 
baß wir n itbt ©«haben leiben« 

tPie ber itiwe basiDcomebac, fö loben um taglr# »feit ««fecct Iftitgliebet, unb aud> 
wir ftnb von gef$weUt; wenn wie aber alle Porfebläge ausfübeett unb alle 
tt>önf<be erfüllen wollten, fo würbe es um geben wie feem Ptomeöat, bas nad> bem 
ÖtoegenliiniiHef *mb denbigltd) ftacb« per erfte 2$anb besBäWttburioes „<&tete TMinfyt * 
non Jontatt« tfl erf^ientn i es rfl ber bünnile Banfe, bcr übtebaupjt je evfebeinen wirb. 
0 <bow b«c jwdte, Ttorbcct 3actf u es „«Sei#esilan&*, ift wefentlitb fiärfer unb feer fob 
genbe, „ffitetsnb&sifi* vm IBtnüSivaufi, mehr ab hoppelt fo bidf. Pa bie ^erjlellunga* 
foflen ftSnfcig ftetgen, feie Preife fees* 23 ütfeec« 25 unfees" aber bleiben, finb feine öüdfeet 
btt biUigßfttf ble es überhaupt gibt. 2lußet ben genannten brei Bänbcn eefdfeeinen no4> 
im ©omüier $wet 3 iIbee*Bdnbe in groftem Format t ^Dec 3 lbein" »0« tDilfrelm©t^äfer 
mit sielen ffejiR#ett Silbern unb „,53er mobcrne * 5 oljf 4 >nitt" uon ÜJfewin Befeslob mit 
eunfe 00 «Kfebilbungen. ^edb* weitere Sanbe werben uorbcreitct, ferner fann iefees 
ntitglieb aufeebem bie fed?» 21 uf wa|>lbdnbe 3U"Por3ug9preifet* bejicben. — 53iefen» 
< 5 eft Hegt dn ^unbfdsbeiben bei, bas wir genau su lefen bitten* (Sine Vereinigung, bie 
4 >t«n ZfUtgticbccn olfen« Ökf&fcei nur wirf Heb wettooße unb gebiegenc Sucher geben 
will., bie au4? in ber^FOcm cidjts^ mairftftbccien&ebbcibe«, ijl aufbietlTitarbeit ifujeclltit* 
gltefecr aRgewiefe». '^tbes; illitglicb feilte babec rocrtigllens ein, beffet mehrere neue 
tttitgßeber gewinnen ; bie BÄd>erprdmien t’ü* gewonnen« Ulitgliebcr finb auf betn 
Profpeft angegeben. — Urteile, ^Integungtn unb Wünfthc «b« Eflitgliebern fttib um 
immer willfommen ; nur foll man m<b<» Urnnbglidjes ueclattgen, ba wir im Sinne ber 
$abel uieUeitbt Promebare finb, fi4«r aber feittc Kamele, 

79 







5lntnfr(ungen^u35ü(|ern 

Palagpi X noturpi>Uofopi)if<f)e üorlefungen über die SrundprobUmc dw Gewußt* 
fein« und des £efceU0.2.UufL3/H.Sat^, £tip3i9.9.00, geb.IO.SO. Wollte man biefert>or fe<t>3et>n3<»&ren 
3um ergenmal publi3ierten,bann piele3abre unerbittlichen unb erg jegt in gebiegenerRuggattungunper- 
önbert neu erfebienenen Porlefunggwiebergabe aus ihr felber ein Geleitwort porangeUen, (o fdnbe man 
fcbmerlicb ein befiere* alg ben monumentalen Sag:„Die (Ehielle bet tTTöglicbFeit aller menfeblicben Perirrung 
ig barin 3U fueben, baß wir für geigig beiten tonnen, wag bloß lebenbig ig, unb für lebenbig, wag bloß 
geigig ig." 3 nbem Perf., gleicbweit entfernt pon allem „Rationaligmug" wie pon allem „Senfualigmug", 
3umRugganggpunFte feiner Sorfcbungen machte bie Bcbeibung unb Unterfcheibung beg Geigeg porn leben, 
würbe er unb fonft niemanb 3um Wieberbegrünber ber naturwifienfcbaftlicben Iqbengiebre (auch „Heu- 
pitalidmug" genannt), porbereitete er bie nur in Gegengcllung 3U ibr allererg mögliche lehre porn <Be ige 
unb pertrieb er bag fable 0pdtnacbmittagg3wielicbt ber fog. ErFenntnigtbeorie mit ber burebbringenben 
Rlarbeit feiner Wigenfcbaft pon ben Ermöglicbungggrünben beg 33 ewußtfeing. tDenn bag Wort Weber- 
begrünbung gleichermaßen an manche tiefperwanbte lebengfygeme ber Roman tiF—3. B. beg C. G. Carug— 
wie an tlieQfcbeg PÖUig unperwanbte PorFldnge 3U einer lebengreligion erinnern will, fo ift jeboeb ai> 
3ufügen, bag Palagyi, pon ber matbematifeben UTecbaniF berFommenb, nicht in Rufwüblungen,Rbnungen 
unb ZEieflotungen feine StärFe bot, fonbern in ber binbenben Hacbweifung beg GabelunggpunFteg 3weinr 
ebenfo unperwechfelbaren aU porn bigberigen Renten begdnbig miteinanber permengten Prin3ipien, benen 
3ufolge im (gefcbichtlieben) tTlenfcben bie StetigFeit feineg Erlebeng, bie er mit allem lebenbigen teilt, 
unterbrochen unb eigentümlich gegliebert wirb bureb 3eitlicb unauggebebnte unb begbalb gren3en3iebenbe 
Rite. 3 u welchen babnbreebenben 33 efunben bie folgerichtige Durchführung biefer mugergültig einfachen 
Sormel grabe auf bem Gebiete ber lebengoorgänge perbilft, Fann hier aug Raummangel nicht bargelegt 
werben. RUein auch ber umfagenbge Bericht würbe nicht bag Stubium beg epochalen &ucbeg ergtjen, 
bag mit Rugftcbt auf innere jorberung unb hoben Genuß freilich nur felbg&nbige DenFer 3ur $anb 
nehmen werben. lubwig Rlageg 

eutU Utilj / Pie Kultur dev Gegenwart in if>ren Grundgfigett dorgefleUt. s* rt>. «nie, Stuttgart. 
Geb. 7 . 40 .—Ein glinjenber Perfucb, bag tOefen unferer 3eit in einem (Ruerfcbnitt auf3ufangen, bem glücF- 
Ucberweife bie Rlarbeit beg lebenbigen tüorteg geblieben ift. Da3u pon pbilofopbigbem Geifte getragen. 
Die Einleitung ftellt bag Wefen ber Rultur ber 3 ü>ilifation gegenüber unb weift auf ben tüanbel bin, ber 
fleh auf allen Gebieten 3um Syntbetifcben, 3um 3 nrationalen bemerFbar macht: „^inwenbung pon einer 
nur gebuchten Welt 3U einer gefühlten''. 3 n fe<b* Rbfcbnitten poll3iebt geh biefer Gang bureb bie Rultur 
ber Gegenwart: in ben bilbenben Rünften eine meifterbafte RefcbrdnFung auf Fnappft^m Raum, in Dich¬ 
tung unb ZTbeater Flarer Umriß in bem Wanbel 3um Geiftigen bei all3u großem Per3icbt auf t 3 amen, in 
Rilbung unb Wgenfcbaft Fommt bie eigentliche PolFgbilbung nicht recht 3ur Geltung, Gefinnung unb 
Religion fpiegelt in feiner Sülle pon Btrebungen unb Strömungen bag Cbaotifcbe unferer 3 «it; treten im 
wirtfcbaftlicben unb ftaatUcben leben bie großen linien weniger berpor, fo ift bafür ber weitblicfenbe 
Perfager auf bem Gebiet pon Pfycbologie unb Pbilofopbie gan3 3U £aufe. Rnregenb big 3ur letzten 3eile, 
trog manebeg ©Feenhaften im ein3elnen; eine wahrhaft epochale leiftung. Otto •$. 23 ranbt 

fittyut 0rctO0 X Pfr<f)0lo0ie de« Unbewußten. BtiiFe, Berlin, 65 $ 0 . 11 . 00 . — Dag nicht aug 
materiellen Förperlicben Porgängen erFl&rbare Rewußtfein faßt Drewg auf alg Empßnbunggfein. Die 
ebcnfallg nicht in ber Bewegung beg Gebirng 3U ßnbenbe feelifcbe HdtigFeit ift porbewußt unb unbewußt. 
Dag 23 ewußrfein ift eine ihm pon außen aufgenötigte, 3ugefaliene unb infofern 3ufällige Erfcbeinung ber 
an geh unbewußten Seele. Unter befonberer Würbigung ber Rnfcbauungen Ebuarb pon ^artmanng über 
bag Unbewußte bietet porliegenbeg WerF eine neue DarfteUung, eine umfagenbe Pfycbologie ber ErFennt- 
nig, beg Gefüblg unb beg WUeng. Die UngerblicbFeit ber Ein3elfeele wirb abgelebnt, ba biefe ein TCeil ber 
abfoluten Weltfeele ig. Eine folcbe wüte nur im Rahmen ber &ewußtfeingpfycbologie bei Perfelbgdnbi- 
gung ber &ewußtfei*gformen benFbar. p. BcbrencF-Hoging 

Hugo ©all x OygantiniMe* Cbriflenium ^ t>rci Heiligenleben. DuncFer «r^umbiot.2di Beiten. 
6 . 50 . Die Gefcbicbte pon brei ber bebeutfamgen unb feltfamgen^öy3antiner: 3 oannegRlimap, Dionygug 
Rrcopagita unb Symeon ber Btylite. Darin immer wieber ber GebanFe: Der grobgoffliebe leib ig ber 
RerFer ber Seele. Diefe Gefcbicbte untermifebt mit ben feingen Rbbanblungen unb Regepionen über bie 
GnogiFer, über bag göttliche licht, über tftagie unb RgFefe, über piotin unb ProFlug ufw. — aUer wiffen- 
fcbaftlicbenRnforberungpoUgenügenb. Um einen Segriff 3U geben PonbemfcböpferifcbenRbelberDiFtioit 


80 



fce* “Muters, nur folgende Stetten: ,^DaS (Befeg ber MSfefe allein verbürgt jene heilige Geräumigfeit ber 
Seele, in ber bie unenblicbe fTTilbe (Ich abgrenst gegen bie Wilbheit, bie <Bröße fI 4 > trennt von ben Nie- 
berungen; in ber alle Ehrfurcht 3 auber unb$lügel (Inbet," Unb „“Don ben £acfein ber göttlichen liebe er¬ 
leuchtet, betritt 3 oanneS bie Krena bes ‘UnacboretentumS." — 2 >aS Such ift eines ber tvenigen wirtlich 
gebiegenen ber legten 3 ahre beutfehen Schrifttums; eS ift in feinem Inhalt mobem im beften Sinn 
biefes Wortes. 2 E>r.C.a>ogt 

Cl^arUs daudsuitt X «uggsftion und ^UfofuggefTlon. Vierte Auflage, überf. von Paul ILmann. 
SybiUenverlag. 312 Seiten. — Sarftettung beS MutofuggeftivverfahrenS im machen 3 uftanbe von 
Emil Cou6, bem Rührer ber neuen Nancyfcbule, pfycbologifcb unb für heil3wecfe. jj)i e 03 ehanblung er¬ 
folgt gruppenweife von meift 30 Perfonen 3ugleicb. 2 DaS anfchauliche Seifpiel fchon (Bebeilter unb in ben 
Kontraftionsübungen fchon T)orgefcbrittener, bie Er3iebung gereifter feelifcher Verhalten unb (Bewöh* 
nungen löft burch mächtige Anregung beS DorftellungSlebenS bisher in biefem Umfang nicht gekannte 
heilimpulfe aus. 3 >aS Verfahren läßt (Ich mit hypnofe unb Pfycboanalyfe verbinben. Ein für jeben Pfycbo- 
therapeuten unentbehrliches, inhaltlich vor3Ügiich gegliebertes unb auch barftetterifch wo bedungenes Such. 

v. S<htencf-t 7 oging 

$crditiand Jretyerr ton ✓ Pos tDrib bei den ttatisnriMftrtn 265 Mbb. n TCafein. 

Heufelb u. Genius. (Beb. 2$.00. SDer burch feine “Dorträge längft bekannte Sorfcher hot baS “Derbienft, ein 
reeitverbreiteteS unb nicht genug fyftematifcb bearbeitetes TTTaterial geftchtet unb georbnet 3U hoben, ttlit 
Kecht fteht er burch bie fogenannte Kultur bieEpiften3 ber Naturvölfer bebroht, beren genaues Stubium 
er verlangt. Über baS Weib biefer “Dölfer rear ftets reeniger 3U erfahren als über ben TTTann. ÄS ift 3U be- 
bauern,baß er (Ich auf Serichte vieler Sorfcher (lügen muß, bie auch oft aus 3reeiter (Duelle fchöpfen. So 
leiben bieSelege teilreeife unter fubjeftiverSegren3ung, fte ftnb reenig fontrottierbar, eine ftchere (Dewäbr 
ift nicht immer gegeben. ^Deshalb ift es ein reeitereS t)erbienft, bas alle wichtigen Ärfcheinungen burch 
Silbermaterial belegt reerben. Sei pfycbifcbtn liuSeinanberfegungen muf baS naturgemäß unterbleiben, 
hier ift große 3 urücfhaltung am Plage. 5 )ie Einteilung beS Wertes ift überftchtlich unb umfajfenb, bie 5 >ar- 
ftettung anfchaulich, reenn auch oft burch 3u reiches tTTaterial erbrüefenb. 2 >ie Äin3elergebnifte hätten 
am Schluffe, nach Kaffen georbnet, 3ufammengefaßt reerben fönnen. 2 DaS vor3Üglich auSgeftattete 
Wert füllt ethnographifch eine lang gefpürte iLücfe aus unb bilbet eine wertvolle (Brunblage für fritifche 
Untersuchungen, bie es hoffentlich anregen wirb, bie auch notreenbig ftnb. 2 Dr. C. K. V o i g t 

Jittfynv £uft>er ^ der ruffiföett literatur» SibL 3nftitut,^eip3ig. 499 S. leinen is.OO, 

halbleber IS.OO. Klepanber Srüctners (Befchichte ber rujfifchen literatur fott in ihren flaffifchen, freilich 
auch etwas atabemifeben, unb neueften Erfcbeinungen gegenüber tmgftchtigeren Wertung nicht burch bie 
“Mnftcht verbrängt werben, baß KrthurlutberS foeben erfchieneneS Wert alle (Dualitäten bat, bie man von 
einer guten literaturgefebiebte verlangen tan n.MuS profunber Kenntnis ber ruffifchen hiftorie unb beS ruffi- 
fchen WefenS hat uns biefer bervorragenbe Überfeger fiavifcberProfaein breites unb in ben linien natürlich 
entreicfelteS (BemälbebeSruffifchen (BeifteSleben von frübften Anfängen biS3ur(Begenreartgefchenft.WaSer 
burch einemanchmalall3ugroßeSänbigungfeineSUrteilSan Sachlichkeit gewinnt, geht ihm freilich bamit 
an Xei3 verloren, hoch geben auSge3eicbnete “Mnalyfen unb gelungene Charaf terifterungen in “Oerbinbung mit 
einem reichen Silbermaterial bem großangelegten Werfe alles, um es in &eutf 4 >lanb fo voltstümlich wer¬ 
ben 3U laffen, als eS bie große ruffifche literatur gottlob mit ben 3oh?en hi«t geworben ift. 

2 Dr. Stonf TEhitß 

Manfred Odjncider efnfftyning fn die neufle deutle t> i^tntig. trnifceim nrever-3if4>en, 
Stuttgart. ÜDaS tleine Such faßt bie ÜDichtung ber legten 3rean3ig 3 ohte als einen Spiegel ber 3eitfeele; 
unb bas Wefen biefer Seele ift Sehnfucbt aus bem Naturalismus hinaus unb 3um (Böttlichen hin, “Der* 
tiefung bes lebenSgefüblS, Erahnen ber großen 3 ufommenhänge. Einer gebrängten Überftcht über bie 
bramatifebe, epifche, lyrifcbe Ernte folgt eine KuSreahl von 3»ölf SHcbterbilbern, bie nicht fritifche ober 
mit liebe gefebrieben ftnb. &er t>erfajfer ift ein vorftebtiger tTTann; feine lieblinge ftnb <B. houptmann, 
2 Debmel, TCh. tTTann, Stefan (Beorge, Webefinb, TTTorgenftern, ZDautbenbay, Scbol3,Kilfe,liflauer, ^efte, 
Werfel. Er macbtnicbtben'ttnfprucb, baslfieffte3u ergrünben;abererreirftfarbigeliebenSreürbigelichter. 

üDr. E. Sorf oreSfy 

DtUlftf)* ^fadcmitrtdtm herausgegeben von Sttid). TTTeyer Sc 3 efien. 7 . 00 . halbleinen 10 . 00 . 
3 n feiner „Seftimmung bes belehrten" hot Sichte einft ben berufenen Pflegern ber Wiffenfcboft ihre große 
Sührerrolle im Dolf angereiefen, ihnen, beren „ein3igeS unb unermüblicbeS lebenSprin3ip bie 3 ^ e ^ 
falle bie houptaufgabe 3U in ber „Dervottfommnung beS tTTenfchengefchlechtS ins Unenbiiche". Er empfonb 



die Gefahr, bie in einer Hluft 3wif4>en TDiffenfchaft unb Votf*fultur befiele unb fo erhob er für fein gro» 
ße* Er 3 iehung*programm bie Sorberung, baß bie Srüchte aller TDiffenfchaft al* Hahrung unb Werte bem 
Volte 3 ugefuhrt werben muffen. Eine Vertiefung in SriQ Strich* „3>eutfche ttfabemiereben" seigt, baf 
bie beften Höpfe unb bie größten perfönlichfeiten beutfeher TDiffenfcbaft be* legten 3ahrhunbert* fi d> biefer 
Verpflichtung bewußt geblieben flnb, nicht nur Sörberer ber gelehrten Aufgabe, fonbern Verwalter unb 
Sortbilbner ber geiftigen Kultur überhaupt 3 U fein. Hu* ber reichen Sülle von Htabemiereben, an natio* 
nalen ober atabemifchen SefTtagen gehalten, hat Strich in forgfamer Hu*wa>l au* bem 3 . IT. fchwer 3 u* 
ganglichen Bchag eine prächtige Hu*lefe von 22 Heben (von Schiller bi* tDilamowig) an*-dicht beforbert 
al* ein fiol 3 e* 3eugni* beutfeher Geifte*leiftung. Bei aller Verfchiebenheit ber Themen fehlt nicht eine über* 
3 eugenbe Einheitlichkeit ber Grunbauffaffung, bei aller nationalen Einteilung nicht ba* allgemein menfeh» 
liehe Verantwortung*gefühl/ all bie vergebenen Btimmen Hingen jufammen in fymphonifche tDirfung: 
Geftaltung be* -Heben* burch ben Geijt. E* iffc heute mehr benn je ein hoher unb flol 3 er Genuß, an folcb 
reichen Geifte*werten fleh 3 u freuen mit bem erhebenben Bewußtfein: biefe* ZDeutfche Heich ijt u^erftor- 
bare* Gut. !Dr. Hilfenberf 

Pclroniu* Satyrctl* Propyläenverlag. Pappe 7.00. IV ie Überfegung be* Petroniu* von Heinfe fann 
heute noch al* mufiergültig be 3 eichnet werben, aber ffe genügt ber mobernen Sorberung nach lEeptfritit 
nicht mehr. Petroniu* ifl oft wieber aufgelegt unb in*befonbere ein Gpfer be* Bibliophilenfchwinbel* ge¬ 
worben ; burch weg ifl bafür bie Überfegung von Heinfe benügt. ^Demjenigen, ber Petroniu* in einer le** 
baren Verbeutfchung genießen wollte, flanb bi* heute nur bie Heinfefche Überfegung 3 ur Verfügung. Vlun 
hat Gurlitt in ber von ihm gefchaffenen CTeubichtung eineHrbeit geliefert, bie fchlechthin al* ein tlteifter- 
werf be 3 eichnet werben muß. TDer moraliftert, foll fte nicht in bie £anb nehmen; wer aber Sreube an 
fcharfem Einbringen in ben ITept unb gleichseitig an einer fünftlerifchen Heugeflaltung be* TDerfe* von 
Petroniu* haben tann, ber wirb in 3u?unft immer auf ba* Gurlittfche TDert 3 urüctgreifen müffen. 3* 
biefer Überfegung vereinigt fleh intangible philologifche llfribie mit einem feingefchulten tünfUerifche* 
Binn, mit £eben*wei*heit unb Gefchmacf. Erfreulich ifl fcer Hlut Gurlitt*, ber e* wagt, eine Hage eint 
Hage 3 U nennen. Hiegfche würbe an biefer Hrbeit feine Sreube gehabt haben. 

TDerner von ber Behütenbürg 

Q» $ouben: Verbotene Literatur oon der flafliftyen 5eit bio jur Gegenwart« Ernfuio* 
wohlt, Berlin. Geb. 35 .00. Bücher haben ihre Schictfale. IDer Verfaffer hat gan 3 e Httenberge, befonbert 
im Preußifchen Geh* Btaat*archiv burchgearbeitet unb wertvolle* tTlaterial au*gebreitet, um ba* ach fo 
feltene Verflänbni* ber beutfehen Bürokratie für bie ^Dichtung bar 3 ufiellen. Von ileffing bi* 3 U Gerharr 
Hauptmann werben bie Schicffale vieler Hunberte von Büchern verfolgt unb ihre abfonberlichen TDege 
ge 3 eigt. nicht nur ben Büchern, oft auch ihren geiftigen Schöpfern flnb fie fchlecht bekommen. HUe Hrten 
Literatur flnb vertreten, aber auch alle Gattungen ber dichter. Hleift, GriUpar 3 er unb Hebbel entgingen 
ebenfowenig ber 3enfur wie Wilhelm Bufch, Bpielhagen ober Heyfe. Von befonberem3nterejfe flnb bi* 
Hapitel über ben jungen BchiUer unb über £auptmann* „Weber". Ein 3 weiter 25anb foll ba* tDer* ab* 
fchließen, ba* in gleicher Weife ber Literatur wie ber Hulturgefchichte bient. <Dtto H- Branbt 

EDityelm pindecx Die deutföt PIofHP de« fünfzehnten ^aWundevte. rmti os ttafetn in U&. 
bruck. Hurt Wolff,tlTünchen. 3.30.3>er einführenbe^ept 3 eichnet in geiftvollerWeife tur 3 einBilb vom Wefen 
unb von ber Entwicklung ber beutfehen piaftit jener 3eit. Er ftellt lebeftbig bar, wie 3nnenplaftit unb 
Seinplafiitbie monumentale Hrchitetturplaflit ablöfen, wie bie Charaktere ber einseinen beutfehen Stamme 
nun in ber Bilbnerei fleh beutlich geltenb machen, wie ba* bramatifche Element in ber piaftit ber fp&teren 
Gotik fleh Sprache verfchaff t unb von welch gewaltigem Einfluß auf bie Sormgeftaltung bamal* bie ftarte 
Hinneigung sum tT7alerifchen unb ber neue, immer wachfenbe Binn für bie TDirtlichteit be* £.eben* waren. 
tTTit wenigen Haren TD orten weiß Pinber suweilen bem ^.efer feine* 35uche* bie richtige Grunbeinftellung 
für bie Betrachtung ber Si^urenwelt ber Spätgotif 3 U fchaffen. Bo wenn er fagt: „SDie wirtliche Hatur, 
au* ber bie Sormen werben, ift nicht bie um, fonbern bie in un*/' IDenn bei allem 2Drang 3 um Erfaffen 
be* tatfüchlichen £eben*, ber im 15.3ahrhunbert bie leben*sugewanbte Hunft ber KenaifTance fo wirtfam 
vorbereiten hilft, bleibt bie piaftit bamal* hoch Hinb be* Geifte*, Hinb ber Phantafle, unb ihr höchfte« 
3iel ift hoch immer wieber ba* religiöfe Binnbilb. H* 6 ö h « 

fVil^elm ^oufenfldtl / $tO ^ttlgelico* tttit SSICafeln in £ichtbrudf. HurtTDolff. 45.00. IDerlTept, wie 
immer tiefgrünbig unb nachbentlich gebantenvoll, bi*weilen fchwerblütig, bi*weilen flbylltnifch geheimnis¬ 
voll, seugt von Ergriffenheit. tTlan fpürt e*, ber Verfaffer fleht erneut unter bem unmittelbaren unb über» 
w&ltigenben Einbrudf ber tafeln unb ber Sre*fen be* Hlofter* von Ban tllarco. 2Da* TDefentUche unb ba* 


82 



£h«ralterifttfche übet den Meiner unter gründlicher Verarbeitung der bisherigen Literatur ifl auSgefagt. 
Aber nicht alles. ES wäre noch manches 311 reden über Angelico den Myftiler, über Angelico den tief inner¬ 
lich religiäfen und auch den mit Hotwendigleit, aus feiner befonderen Welt heraus, bisweilen fentimentalen 
Maler, es wäre wohl «weh die formale Entwicllung prägnanter und eindeutiger darfiellbar. 31 * diefem 
fo untompli3ierten, fo urfprünglichen, gan3 und gar nicht abftralten RünfUer gegenüber geiftreiches Wort« 
fpiel, find blendende paradoxe am plag? 31 * «iw groger pfychologifcher Apparat erforderlich? Wird man 
die folgere Welt und ihre Machthaber, wie Coftmo, dem der Verfaffer viele Worte widmet, nicht vorfichtig 
genug in den Rahmen einer Monographie einbe3ief>en tonnen? Wird man nicht gerade hier von allem 
geiftreich iliterarifchen abfehen müjfen? — Ruch in manchen Edelheiten, die fleh «uf rein tunfthi1*orifche 
Stagen bestehen, die gefchiclt aber doch wohl nicht 3um Vorteil des an fleh fchon fchtvierig und fompli3ier- 
ten TepteS diefem einvertvoben worden find, wären MeinungSverfchiedenheiten austragbar. üßoeh foll mit 
lenen fragen und mit legterem Einwand dem Wert des Wertes, das viele, nicht in allen S«Uen refUoS fcharfe 
und tlare Abbildungen fchenlt, dem preetoriuS einen ent3Üctenden Einband 3eichnete, tein Abbruch ge- 
fchehen. Haffe 

emft Mittel X tttolIVffd)» Ruttfl. (*unft be« <Drt>u*,»an& IX.) 33 runoCafftrer ,75 S., 24 T«Ftabb., 
155 Tafeln. (Beb. 12 . 00 . £>ie Befchäftigung mit den auch weiteren Greifen längft befannten maurifchen 
Runftdenlmälern von Cördoba, Sevilla und Cranada genügt allein nicht, um Wefen und Entwicllung 
des weftiflamifchen Runftfttls 3U erfaffen. Unter diefem (BetfchtSpunlte wird in dem vorliegenden Bande 
der enge 3 ufammenhang mit Hordafrila durch >5eran3iehung der £)entmäler von Rairuan, Tlemfen, 
Rabat, Muratefch, Rabat u. a. <D. in Tept und Bild immer wieder betont und fo eine 3iemlich lücfenlofe 
VorfleUung von dem Ablauf der ein3elnen Stilph«fen vermittelt. Befondere Rapitel find der Runjl der 
Mudejaren, d.h.der für chriflliche Herren arbeitenden Mauren, und der BarbareSlen, d.h. der algerifchen 
und tunefifchen Rorfaren, gewidmet, und in gefchloffener Solge werden hervorragende Beifpiele der ver- 
fchiedenen gewerblichen Techniten des mohammedanifchen Abendlandes vorgeführt. £ie Selbftändigleit 
und Eigenlebigleit diefer Richtung gegenüber der des eigentlichen (Orients wird mehrfach betont und mit 
den wichtigen hiflorifchen ÜDaten vertnüpft. ErnftRühnel 

Tanj itl der Kunft« T)ie bedeutenden Tan3bilder von der Antite bis 3ur (Hegenwart> Mit einer 
Einleitung von Fritz Böhme. £rSg. von Curt Moreck. (Walter Seifert, Stuttgart.) 20 . 00 . 3 « ihrem 
hiftorifchen Teil find Bilderfammlung fowie begleitende Tepte vor3Üglich. 2 >er Unterfchied 3wifchen dem 
echten, aus den Tiefen des Gebens herausbrechenden, raum« und 3eitfprengenden Urtan3 und dem Sanft- 
vollen, das Raum* und 3 eitmag mit der Einbuge an originaler Rraft erlaufenden <BefellfchaftStan3 
(Rololo und Solge3eit) ifl gut herausgearbeitet, beider verderben fleh die Verfaffer ihr fchönes Buch et¬ 
was durch die Einmifchung modernfter ZDinge. 2 DaS wäre um der Einheitlichleit willen befier unterblieben, 
Sumal uns für die recht Sühne Behauptung, dag wir einer pofltiv 3u wertenden Ära des Runfttan3e* 
entgegengingen, ein Beweis nicht erbracht wird. Ungewollt bringen uns die Verfaffer vielmehr durch ihre 
Bilderfammlung den fragenden Beweis, dag der „Runfltan3" niemals in 3 *iten echter Rultur blühte, 
fondern immer nur HiedergangS3eiten verllärte. Vitale Menfchen, und nur folche Sonnen Träger einer 
Rultur fein, find 3U inftinltlräftig, um den eigenen Leib einer lünfUerifchen (Beftattung als (Bbjelt 3ur 
Verfügung 3U (teilen. Mit jenem Streben nach „abfoluter"Rorperbeherrfchung, die modernen Tan3fchulen 
ehr (Bepräge gibt, h«t der echteTan3 nichts 3U fchaffen. Hiemals war diefer in feinen lünfUerifchen formen 
Attfpe itfehung 3ur Bewegung, fondern 3 ügelung einer bereits elementar vorhandenen Bewegung. 

Rudolf Bode 

Hermann Stegemann ^ t>ev Kampf nm den RJ)ein. steutfö« T>eriag«anfiait. ®et>. h.co. - 2>er 
cBefchichtSfchreiber des WeltlriegeS gibt in vorliegendem Werte eine jahrtaufendlange Vorgefchichte 3u 
feinem grogen Wurf. Vom ersten Auftreten der (Bermanen am Rhein bis 3um Srieden von VerfailteS wird 
die politifche (Befchichte Europas in breiter guter Er3ählung an die Ufer des Rheins geheftet. Bei diefer 
Betrachtungsweife müffen naturgemäß Teile im (Befamtwerl auftreten, die weit vom Brennpunlt der Be¬ 
trachtung abweichen. 3 >aS lag in der Abficht des VerfafferS, die militärgeographifchen (Befere für das 
Stromgebiet des Rheins aufjuweifen und die groge Politil und ihre Ereigniffe geographifch bedingt er- 
fcheinen 3u laffen. Schlachten und jeld3Üge, Strategie und Taltil erfahren eine meifterhafte Behandlung. 
ES mug aber gefagt werden, dag fleh darin der Rampf um den Rhein nicht erfchöpft. (BefchichtSfchreibung, 
publi3iftit und öffentliche Meinung, die für die Rhein frage enorm wichtig find, werden nicht berüdfichtigt. 
Trog diefes Mangels müffen wir eSdem Verfaffer danlen,dag er in freimütiger objettiver (Beflnnung uns ein 
Buch befchert hat, das 3u den guten Werten nationaler <Befchi<ht*fchreibung gehört. $r. £. Schönebaum 


83 



CofToüce 6 ricft»c<^fcl mit ®räfitt 6©pl>le von $o$fefdt. <$tvau«gtg. v. <5uft<u> OTay«-, ©tuttg. 
5>.T0.'U. 6 . 00 . 0 er vierte Banb bem iLaffallefcben Hachlafiem ift ein klärenbem, überwiegenb pfvchologifch 
gerichtete* ^Dokument einer bebeutfamen £eben*gemeinfchaft von tTtann unb Srau, bie 3 wei Welten über¬ 
brückte. Wa* £affalle trieb, fleh 3 um Behüter ber vom 5eubalimmu* gemarterten Gräfin aufju werfen, tvar 
ihm ein revolutionärem unb 3 ugleich ethifch-religiöfe* Gebot. „Sie ift", befannte er, „mein eigenem, noch ein* 
mal verkörpertem 34>; fie ift ibentifch mit allen Gefahren unb allen Triumphen, allen Hngftcn unb allen 
fchweißtriefenben Arbeiten, allen £eiben, Hnftrengungen unb Siegemgenüffen, fur 3 , mit allen Emotionen, 
bie meine Beele je burchgemacht hat; fie ift fo ibentifch mit meiner Beele felbft"... Huf ihrer Beite war 
em bie Bewunberung bem aufrührerifchen, feurigen, keine Trabitionen anerkennenben Geiftem, bie fie nach 
jrauenart ba 3 u führte, an feinen 3been teii 3 unebmen. Bie gaben ihrem erfchütterten £eben ben Halt, mach¬ 
ten fie 3 U einer parteigängeriti ber Republik, ohne baß hoch fchließlich ber Schaffenmraufch ihr bi* aum* 
fchließliche iLebenmkraft bebeutete. Bie war um 3 wan 3 ig 3ahre jünger almiLafTalie; erotifche Binbungen 
lagen fern. „Er war", fchrieb fie an feine ITTutter, „mein Btol 3 , unb mein Ruhm war feine 5 reunbfchaft 
für mich, fein Vertrauen 3 U mir; jegt kann ich nur noch ben einen Wunfch nach bem Ruhm höben, baß 
neben feinem großen Hamen ber meinige einen befcheibenen plag behalte alm ben feinem beften unb einigen 
Sreunbem, wie er felbft mich fo oft in feinen Briefen genannt hot." 0a* Buch Guftav tlTater* iffc bie 
fchöne Erfüllung. 0 r. 16.33orkowmky 

ftaörCQS RtifötF / 6 ictbctldc fiöelt S. H. Brockhaum. 334B. tllit vielenXbbilbungen. Geb. 15.00. 
Wührenb einem 3 wölfjährigen Hufenthalte* hatXeifchekin acht größeren 16ppebitionen Heufeelanb unb bie 
umliegenbe 3*ifelwelt erforfcht. Hier, wo bie Hatur in großartiger Weife in alpinen Hochgebirgen mit 
mächtigen Gtetfchern, Vulkanen, heißen (Huellen unb Urwälbern mit feltfamer Tier* unb P flauen weit 3 ur 
Entfaltung kommt, konnte (Ich ber von tiefer, ehrfürchtiger ü.iebe 3 U biefer Hatur erfüllte Sorfcher feinem 
großen Wiffenmbrang in einem bamalm noch weniger berührten JLanbe fo recht hingeben. „Sterbenbe Welt" 
nennt er bie 3 "fel/ weil unter ben erbarrnungmlofen dritten ber 3 iwlifation bam einzige Parabiem ber 
Bchönheit unb Freiheit immer mehr ber Humbeutung burch ben Europäer 3 um 0pfer fällt. 0ie eigentüm¬ 
liche Urbevölkerung ber tTTaori hot ihre Eigenart unter bem nivellierenben Einfluß ber europäifchen Ein* 
bringlinge in 3 wifchen 3 tvar verloren, aber Xeifchek war em noch im legten Hugenblicke möglich/ Tiere unb 
Haturmenfchen biefem geheimnimvollen £anbem in Wort unb Bilb fefouhalten unb em gelang ihm, gereiften* 
haft bie größte 30 ologifche unb ethnographifche neufeelänbifche Bammlung an 3 ulegen, bie er feinemTJater* 
lanbe mit heimbrachte. Bo hat nun fein Bohn in bem trefflich aumgeftatteten Buche nach ben Tagebüchern 
bem bereitm 1902verdorbenen Vate rm pietätvoll bie£eben*arbeit einem beutfehen tllannem gewürbigt, beften 
Harne mit ber Erforfchungmgefchichte Heufeelanbm unlömlich verbunben ift. HanmXubolphi 

^ertnonn 0t*l>r ✓ P eiet Örittddfcner. Xoman. Srtebr. £ing, Trier. Geb. 6.50. — Trog feiner 
60 3«hre bleibt Btehr ein Xingenber, ber fleh in bam Her 3 ber 0inge einbohrt. Bein neuefter Xoman: bie 
£eben*beichte einem alten Buchhalter* über feine geheimnimfehwere iliebe 3 U einem blinben tTTdbchen, an 
bem er 3 um tHörber wiber Willen würbe, gibt mehr eine pfychopathifche tUonographie alm eine Seelen* 
gefchichte, ftreift 0oftojerefki, inbem bie verfchlungenen BtoUenwege ber menfehlichen Beele aufgefucht 
werben. 3&h, unnachgiebig wirb bam legte an feelifcher Entblößung heraumgeholt, aber bamEnbe ift büfter. 
Erft im Tobe ffnbet Brinbeifener Erlöfung von feinem Bampfe. 0ie tote Geliebte ruft ihn 3 u fleh heinu 
Bräfte ber 3**kunft gären unb kochen in Btehr; jeboch ein Übermaß an Xeflepion fchafft wohl eine viflo- 
näre, oft ekftatifche Fiktion, aber noch keine unmittelbare 3 wingenbe Geftaltung. 0a* Großartige biefem 
Werke* bleibt bie Hnalyfe eine* feelifch kranken tllenfchen. 0 t to H* Branbt 

^ermann eief>r, tüenddfn Qtittett ^ <Eft1 tnärd)cn. 6 ing, Trier. Wenn em auch bie unerreichbare 
Gebrängtheit, Bchlagkraft unb Bür 3 e bem ttoikmrnärchenm nicht hat, fo hat em hoch von feiner Wür 3 e, lebt 
gan 3 auf bem täglichen Erbboben unb gan 3 im Wunber* unb tllärchen bereich. Unb wam außerbem bamSchöne 
ift, baß em gan 3 au* bem H«r 3 en entfpringt unb in echter kräftiger Güte münbet. HanmXeifer 

001! Mltlflf und Uluflfcrn, heraumgeg. v.Ernft£ifrauer.3.Engelhorn.£einen4.50.Ent^ 
hält bekannte Glan 3 ftücke von Xleift, Grittpar 3 er, UTörike, Beller, Btorm, betulich Er 3 ähltem von Wilhelm 
Bchäfcr, eine gute Hovelle unb eine all 3 U weitfehweißge Einleitung bem Heraumgeberm. HrminBnab 

fUltlQ 0<f)ieber ^ £ur ©cnefung. 3 Er 3 ählungen. €. H- 33eck. Poppe 2.80. 0ie BerfafTerin vermag 
bie Beele einfacher, beflnnlicher tllenfchen in einer Weife 3 U fchilbern, bie von Wahrheit unb Echtheit über- 
3 eugt. 5)ie brei Btücke flnb vortreff lieh/ Uug, beglich, unb ber im Sprachlichen Überragenben, aumge- 
3 eichneten tTTarthe Xenate 5<f4>er oft nahe verwanbt. Sophie Hoechftetter 


84 





t n e 5 t u « o) a fy 

Rcmon» tlovcllea €f?säf)li»nge» 


3i«boff -Öftöf. 95artf4 Pt». ©öb§öa<$. Älffme 
©?!c{)t^ten.^u||'»{ 2/6 ©.bo2 50,geb.3-50- 
'Xrnöit©rannen, JTiipofeönä %ili. Grnft Äo» 
tuoftif. ?5ö, geh. 3,50. »©ingrelW ©djtödj* 
tengeimUöi.’/ 

^fOere^ ^öaiibrf» unD '3ßtmbergr» 
fäMm wi im ©üöen. &. ßirote. 321 M : 
3 60 , xcinen 5 00 . 

®Wtf ÄnW Der Sieb?. ®rnf( Of? 

Öenburg. 2,00; #t& 34& ,$«mövlfttfd)=fa s 
tirißbet O?oman/ 

ÄV '& <$3nÖeifen, ©ff ®rg (ö Den ^fcJjermltts 
arnd?, 280 0, 4 00, geb. 6 00, 

*©4*r»&baiiD De# 3Xabert>©<buttm»tt»!Rc’* 
war«?/ 

Ötto §iaff, 3wrö S#«n SuropSer, fööftfdbalf 
2.60, pappe 350.>3n>8lf (Xljrötjlfen Wet* : 

: 3 f ;• 

•Suömta Üün<s> "JOlefaaD Der ©tljmCeD. <5Jte<D* 
Ie(ti:4 5O,0efe:7.OO. ,®fo nwDff$rr ©<#<«* 
raman * 

Ö>ffgj{djlfR Port 27UijÜ u. ^H^fcrn- Tluggm. 
oon ®rniVS{jfö««'. ®ngelhorn.30ö ©. £Vf > 
nen 4 50. „UnpcrgiSngUd)f, i- völlig xm» 
befannte Ptrlen öeutfcfcen @d)rffttmn«.' 
SEbeoÖot Örfnrlri) Planer, Jlopflfert. ©taa<f=> 
mann. 212 0. 2,20, geb. 3 50 „Pon Der 
Pefeelung aller Platerff.' 
flubert Kaufe, ©pa«I$e Sltotföri. Öabbet & 
Pauroanm 6 PanOe ca. 150 ©. je 3.00. 
,©le ÖJlanjftucfe Der fpanffrfjen eraablenDen 
Stier atur/ 

©än« Äabolb, Keiner. Perl ©raffle ©um» 
wvrfjt. fralblefhtn 5 00, @<nt*Miten 6.00. 
JSu« Dem Seben eine« Äreösfücfvfr«/ 

®fn ji©djmttt, ©fe 9efm?i|rer Koman.®ugen 
©ie Derlei)«. 3 00, geb. 4.C1O. ,ed)fcffalefn<>« 
Deutfifjen £)cfmtef)rrr« au« Dem ®eitfr(eae.' 
tipton ©fnclaft, ©er ©nifjenDe. ^vornan, ©er 
Plalff*Per(. 2.00, Pappe 3 20. „SDege n. 
Drrmege eine« «imDernDen ^anwrfofjne«/ 
stieret 2t, xFoffiof, 3ar Peter« ®erftag. ©fr 
großen girren ^. ©ert^nrt. öatbleinm 
4.50, Seinen 5-50. »3®el Stjablungen au« 
Der rufjlfdjcn (befötebte por» 1611«- Der Ke» 
form unter Peter um 171!,* 

driefe öiograpßUn ITIentoireti 
'illonfo De ffontrera«, Sehen, 3utrn u. r <Sben» 
teuer oon Ißm felbft getrieben. ?(. b, ©pan, 
»on Otto $t|cher, TRÜ Set^n.' tvPlaf UnolD, 
Propplclen. pappe 6.50, ^albtet*« 0,00 


l n e u e r *3 u dj e r 

/öle ©djrfft eine« ®atmcR|Äeo au« etnem 
2lbetlt#r^fgef8>(e , bl be8 l7. ’^rbnrtDert#.?' 
Hermann Pang» ^nnörrjaßre, tRifplg Perl, 
etroa 3.4Ö- griffe an Peier Panfen.' 

2. 2?e<fcr, 3m 01romta( De« 35rafefnftpmra> 
5Capar(u«. 552 0. 3U. 6,'jö, gtb, S.Oü, 



'Kx 

4^ ; >vv 

. -'-•‘rt. ■.■->•>.'; 

rfr» D+*'t-W**k vm&4r{fa&lt 
Klinkhariit Ä. Rurmann, siiüi aurft Stilt >o. 

'Jranj Plel, ©a« ÄurlpjllcfterHÄabfKrtt Der 
‘Pörijerfreunbe. Paul ©teegentaftn. 4ÖÖ 0. 
5.00, geb. &QO. ,©le jllnb alle Uflirlife«) 
tKe /mal« türfofe©{ngegeÖf</jtet, gejelibnet, 
gemalt haben.' 

^örftfn ©(«^er,^agebu#, Perf.f. Äulturpbtiti 
364©, Seinen 12 . 50 . ,©n« ariflofratlfibeu, 
fojlftUftlfibe©e utfebtanDtnabrcnb Ö.Ärfegr«* 
Ä,p, Vorbei, 'JDUbelm JfJofmelfler» 5lfaD, Perl, 
©ef.Sefpjlg. 9.00, geb. 10.00, ,6'fneJSlÖF* 
Dfgung Dlcfr« großen ©lolpgen. Die jnfglefcj) 
eine 2nle>fcflung«ge|cb(cbtf Der Petanif bei 
19.3öbrb«nDrrW bllDft/ 

3«an Paul, &lnDbeft«erlnnerungen uitD ©elbft» 
feefenntnlffe, $r«g. oon $ugo Pleber. ©t- 




bpllen©erl. 2.20, geb. 3.00. ,©u#wahl au# 
Den Fragmenten, Die (n fefner ©efamtau#» 
gäbe aufgenommen flnD/ 

©Dmiral hopmann, ©a# Sogbuch efne# Deut« 
fcf>en ©eeofftjteri. 74 ©bb. ©cherl. Seinen 
9.00, halbl. 13-00. „SebenDig u. humorvoll 
getriebene# Tagebuch mit geiftig weltweiter 
(Einteilung/ 

©lap CRefnttj, ©eethooen im Kampfe mit Dem 
©chfcffal. 3Rif ola©erl.hl.4«00. „(Ein fejfeln» 
De# ©HD feinet Seben#/ 

©lap 3RieDmann, Peftalozzt. Prögel, ©n#bach. 
Seinen 5*80. „©ie geiftige Fü^rerf(f)aft Pe* 
ftalozzi#/ 

Kurt ©ternberg, ©Jalther SRathenau Der Kopf. 
2D. tSot^fcbflD. ©r. 3.00. geb. 4-80. „SRa* 
thenau# pf>itofop^ff<f^e^ Portrait.' 

Franz ©trunj, Parazelfu#. h* haefel. ©eb. 
2.00. „©in ©efamtbilD De# ^(ftorijtyen Pa* 
razelfu#/ 

Franf©JeDef inD,©riefe. hr#g. oon Prof.©trieb. 
©eorg©tüller. 2©De. 358,355©- ©r.IO.OO, 
Seinen 20.00. „(Ein erjcpöpfenDe# ©HD De# 
©lenfeben u. ©iebter#/ 

6 cf<bi<f)te Kultur 0 ef$i<t)te 

©. Francs *h«rrar, ©ie SragöDie De# Para* 
celfu#. „(Ein 3«brfaufenD Deutfäen SeiDe#/ 
©5. ©eifert. 264 ^ ©eb. 9.00. „©er ©Jeg 
ju einer Deutfcfien Kultur.' 

FrfeDricb Der ©rojje, ©ie ©torgenftunDen eine# 
Könfg#. ©n feinen ©ruDerfobn.©erl.f.Kul* 
turpol. Kart. 3.00. „Unoeröffentl. hanDfcbr. 
oon 1766.' 

SeoFrobeniu#,©erKopfal# ©cbieffal. K.©Jolff. 
©eb. 12.00. ,12 Seben#bilDer oon afrifan. 
Prieftern, CRaubern, Königen u. a.' 

3ohanne# ipoblfelD, ©efc^ic§te De# ©eutfeben 
CReicbe# 1871 -1924. fcfrael. 788 6.13.00, 
Seinen 15.00. 

Ffii} Kloepeforn, ©a# ©aartanD. ©in Heimat* 
buch. ©Iit3eicbng.oonh.7ie»»tb. ©ranDftetter. 
389 ©. ©eb. 5.50. „©efamtbilD De# ©aar* 
lanDe#. SanDfcbaft, Kultur* u. ©Jirtjebaft#* 
leben/ 

©e ©laiftre, ©om Papfte. *2tllg. ©erl.*©nft. 
2 ©De. je 6.00. „(Eine# Der wtcbttgften © 0 * 
fumente Der fatbo(ffcf)en Siteratur.' 

©a# SRhrManDbueb. 9 r#g. oon ©li cbel ©eefer* 
Cteoe. (Eugen Kuner. ©r. 3.60, geb. 5.00. 
,©Ut ©eitragen Der beDeutenDften Srüger 
rbeinif<bett ©eifte#leben#.' 

3 tft0»föid)tt 

403a^re Deutle Kolonialarbeit. S)r#g.oon Der 


folonialen 3Ref<b#arbeit#gemeinfcbafi.©er l.D. 
©gencia ©uem#. 48 ©. mit ©bb. 1 . 50 . 

©eneraloberft ©rz, 3ur ©efcf)icf)te De# großen 
Kriege# 1914-1918. SRffola ©erl. „(Ein 
plaftifAe# ©flD De# ferneren wecbfetoollen 
Kampfe#.' 

©Mlbelm ©öbm, 3m Kreuzfeuer zweier SReoo» 
luttonen. ©erl. f. Kulturpolit. 550 ©. 9.00, 
halbleinen 11.00. ,©om ©letallarbeitet 
jum ©linifter Der Ungarifcben SRepublif/ 

©r. heinrieb ©aoiD, (EnglanD# europaif<f>ePo- 
litif im neunzehnten 3 a bthunDert. (Ernft 
©frcher. 12.00. „©on Den franzöflfdjen SRe* 
oo(ution#friegen bi# zumSoDePalmerftoit#/ 

71. Senin, ©u#gewählte ©?erfe. ©laltf ©erl 
2 ©De. je 600 ©. 12.00, geb. 15.00. 

©loulton u. ©lc©uire, ©eutfcf)lanD# 3ablung#» 
fübigfeit. ©erl. f. Pol. u.©)irtfeb.6.00.„(E(nr 
Unterfutf)ung Der £arnegie*©tiftung zurSRe* 
paration#frage.' 

©IfwD Tliemann, ©JanDerungen mit Katfer 
©Jilbem II. K.fr Köhler. ©r.2.00,geb. 3.25- 
„3ntfme ©efprücbe in Direfter SReDe aufge« 
jeichnet.' 

CRufDer, ©f#marcf u. Die poltttföen Parteien in 
©apern. %vgo ©<hmfDt. 

0#walD ©pengler, Tleubau De# DeutfebeitSRei* 
ehe#. (E. h» ©erf. 112 ©. ca. 2 . 50 . 

Fritj oon Unruh, 3ReDen.Franff.©.©ru<feret. 
Seinen 4-00. „©efenntniffe eine# ©i<hter#. 
Der auch eine .politifche* ©enDung h«t.' 

Oildcnöe Runfl 

0#far ©eper, TlorDDeutfche got(f<he ©lalerei. 
©Jeftermann. ©lit 67 ©bb. ©eb. 8.00. „©ie 
oerborgenen ©<hä^e nieDerDeutfcher gotifcher 
©lalerei.' 

TDilhelm oon ©oDe, ©Driaen ©routoer. ©upho* 
rion©erl. ©lit 130 ©bb. halbleinen20.00. 
„©ein Seben u. feine ©>erfe.' 

S)efnr.Feurftein,3ur ©eutung De#©ilDgeha(te# 
.bei©rünewalD. ©ennoFilfer. 32©.©r.l .80. 
7R.3-$rteDlänDer, ©lap Siebermann# graphifche 
Kunft.©lit955af.,®rnft < 5lrnolD.©eb.l8.00. 
,©((e wichtigen ©lütter in «hronologifch-Tlei* 
henfolge feit 1876/ 

©nton ©nir#, ©Ite u. neue Kir^englorfen. 
2D. heinffch, Karl#baD. IOO ©. 71 ©bb. 
5 -OO. „©eitragezur ©efchfchte u. 5e<hnif De# 
©locfenguffe#/ 

Otto höoer, ©erglei^enDe ©rchftefturgef<hid)te. 
©lit 194 ©bb. in KupfertiefDrucf. ©Hg ©erl.» 
©nfl. Seinen 25.00. „©ie ©ationalftile Der 
morgenlanDifchen u. abenDlünDifchen ©au» 
ten/ 


86 



Eduard&aprattf, Alicbel Plümelhuber. SRifola. 
©eb. 5 . 00 . ARit 32 0166. 4 °. »©er ©tabl* 
fcbnittmetfter in ©teor/ 

«Rrans £and*berger, Pom A3efen Der piaftif. 
SRifola.©eb. 2.60. Alit 23 PilÖtafetn. „Ein 
funftpadagogifcher Perfuch an handtppifcher 
Einkelmerfe/ 

Srffe ©tahl, Alajr Ärufe. E. A3a*muth. 38 ©. 
titft mit 14 gansfeitigen Abbildungen (9?or» 
mat 32X24 cm.) ^)a(bperg. 12 . 00 . „Eine 
fteftfcbrifl jum 70 ften ©eburt*tag de* Pfld» 
bauert. 


han* 5homa,2Radterungen. Pearb. pon 3 . A. 
Peringer. ft. Prucfmann. 112 ©. 5e?t u. 
294 Abb. „Ein pollftandfge*Per 3 eicbnf< der 
radierten Platten mit ber Abbildung/ 

5b- h* Sboman^ Ißagan. ©in 3 abrtaufend 
buddbiftif<ber 5empelfunft. SDalter ©eifert. 
188©., 98 5af. halbleinen 22 . 00 . „ArAi» 
teftur u. piaftif der Sempelftadt Pagan/ 
Otto Urfprung / SReftauration u. paleftrina» 
3Renaf jfance in der fatbolifdjen Äirchenmujif 
der lebten jtoei 3 abrbunderte. 88 ©. mit 
7 Pildtaf. ©eb. 3 . 00 . „Pon Prurfner und 
3Reger jur Aloderne/ 

Friedrich AJinfler. ©fe altniederl5ndif<he Ala* 
lerei. proppläen. 413 ©. mit 214 Abb. halb» 
leinen 26 . 00 , hlbld. 28.00. „Die Aialerei 
in Belgien u. Holland oon 1400 bi* 1600/ 
EarlA3oebrfen, ftrießfcbe Äirchen. Olluftr. ftrie» 
fen Perl. 2 . 00 . 


Religion PbUofophic PädagogU 
©r. h. oon Pronfart, ©ie £eben*(ehre der ©e* 
gentoart. 2 Dalter©eifert. 204 ©. ©eb. 8 . 00 . 
,&ne aufroiffenfd)aftlitf»en ©rundlagen auf« 
gebaute £eben*lef>re/ 

©r. Eharle* A. Ellmood,3ur Erneuerung der 
«Religion. A3. Äohlhammer. 338 ©. ©eb. 
5.00.„©efellfchafi*fund(icbePetrachtungen. 
£ 6 fung der fosialenftrage durch df eSReligion/ 
©igm. ftreud, ©efammelte ©Triften. 11 Pde. 
f n £epifonformat,Pfpcboana(. Pertag, A3f en. 
180 . 00 , £einen 220 . 00 . 
©r.«Ri<bardhobenemfer,Artbur@<bopenbauer 
al* Pfpcbologe. 3* A. Partb. 438 ©. 10 . 50 , 

? eb. 12 . 00 . „Schopenhauer* pfpcbologifcbe 
tnjcbauungen gefondert dargeftellt, um der 
heutigen u>ijfenfchaftlt«hen ©eelenfunde 3 U 
dienen.' 

JCatboltfcbe* und moderne* ©enfen. Ein ©e* 
danfenau*taufch über ©otte*erfenntnt* und 


©ittlichfeit jtoifchen Prof.©r. Auguft Ateffer 
u. Alajr Pribilla, ©. 3 . ©trerfer & ©<hroder. 
200 ©. ©eb. 3.20. „Ober Äant* £ehre oon 
der Autonomie/ 

Al. Äronenberg, ©ie AlUEfnheit. ©trerfer & 
©chröDer. 120 ©. ©eb. 2.20. „A3elt* und 
£eben*anf<hauung im ©eifte ©oetbe* und 
©pinoja*/ 

han* £eifegang, ©ie ©nofl*. Ärbner. 4°4 ©. 
©eb. 3-00. „Pom gnoftifchen Alenfcben/ 

Reudrurfe 

ft. Al. ©oftojem*ff, ©a* junge A 3 efb. Alit 12 
SRadter. oon A3illi ©eiger. E. A. ©eemann. 
200 num. Exemplare. h<*lbfranj 150 . 00 , 
handpappbd. 50 . 00 . 

ftafjlmile» Aufgabe der Alaneffefchen h atli) « 
fchrift. Onfel. 6 £ieferg. je 500 . 00 . ,©fe 
fchbnfte u. ©ertoollfte Pilderhandfchrift de* 
Alittelalter* in genauer AJiedergabe/ 

©oethe, ©ichtung und A3ahrhe(t. 3nfel.£einen 
8 . 00 , £eder 15 . 00 . „5afcbenau*gabe auf 
©unndrurfpapier/ 

©ogol, ©er «Reoifor. Alit 47 ©teinjeichn. pon 
£eo Pafetti. Purfienau & ^Reichert. Tlum. 
Ejrempl. ©afffanleder 200 . 00 , halbfrans* 
band 60.00, Pappe 28 . 00 . 

©erhärt h au P tmflnn / Au*blirfe. ©. ftifcber. 
353 ©. 5 . 00 , geb. 6 . 50 . „Arbeiten, die in 
der .©roßen Au*gabe 1922‘ 3 um erftenmal 
aufgenommen find/ ©eöichte, Ersetzungen, 
©ramatifche*. 

hortu* ©anitati*. Alains,Peter ©<h8fferl485. 
Alönchner©rurfe.,©a* erfte deutfcheÄrau« 
terbuch de* 15.3<*b r bbt*. in originalgetreuer 
A3iedergabe/ 

©a* alte Pilberbucb- hr*g. oon Äurt Pftfter. 
Äiepenheuer. Pd. 1 : Poccaccfo. Ponsen für» 
nehmften A3e(ber n. Aumer. Au*g. auf 3apan 
in Pappe 125 . 00 . 33d. 2 : ©ie Aug*Surger 
Paffion oon 1480 . Pappe 50 . 00 , halb« 
pergam. 120 . 00 . 

©oftojet»*(p, A3eiße Tlachte. Alit holjfön- oon 
Ä. 3R8fjlng. Allgem. Perlag*» Anftalt. 4 - 50 , 
£einen 5 - 50 . 

©Aopenhauer, Philofophifchr Apbori*men. 
hr*g. oon Otto A3eijj. Onfel. £einen 12 . 00 , 
halbleder 15 . 00 . 

Angelu* ©ilefiu*, ©innliche Pefchreibung der 
Pier lebten ©inge. 2.5heatiner*©rurf. 5hea* 
tiner Perlag. Au*g.A in £eder 45 .OO. Au*g. 
B, halbleder 28 . 00 . Au*g. C, Pappe 5-50- 


Da mir oft na<b Poranseigen der Pü<ber gehen, find die Preife unoerbindlid). 

87 





WALTER SEIFERT VERLAG 

STUTTGART /' 7 ^'N. HEILBRONN 


A. FRANCE-HARRAR 

DIE TRAGÖDIE 
DES PARACELSUS 

EIN JAHRTAUSEND DEUTSCHEN 
LEIDES 
* 

164 Seiten Gropoktav mit 
1 t , Kunßdrucktafeln • Auf beßem holzfreiem 
Papier gedruckt und in Halbleinen gebunden G.-M. 9. — 

* 

I N diesem Werk ist ein für allemal gezeigt, was „deutsch 
fein“ Heißt und auf welchen Wegen für jeden von uns ein¬ 
zelnen und für uns als Volk Untergang und Aufstieg liegen. 
In die glühende heipe Gegenwart führt dieses Buch hinein, 
in das ewige Leid unseres Volkes, das ihm angetan 
wird von den Fremden, die es überfallen und 
überwältigen wollen. 









HJiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ 


iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiE 

(§uffaüSbeobor Sedjtier 1 


1801-1887 = 

©aöSöcbtein oom£eben nad? bemXobe 5 

, 8. Stuf tage. VIII, 84 ©eiten. 1922. ©.»2n. 1.— EE 

(Srenxboten: Jenner hat eine 2Beltanf<hauung Meten moflen, bie oom (Srfannien audge&enb SS 

bie Giftet btt JOafeintf erhellt unb aut bem Dollen $erffdnbni4 beffen. t oat ble 37lenf(henfeele “ 

brauet bat 2Btffen* unb <£lauben*bebürfni* jugtei<h SU fdttigen unternimmt. —m 

Lianna oberÜberbad< 5 ee(en(eben ber pflanjen = 

5., mit ber 4. ÜbereinfTimmenbe Stuftage. 3Wit einem ©eteitmort 55 

, Don ffurb XafTtuifc. XV/303 ©eiten. 1921. ©eb. ©.«23t.5.- ■— 

3Jlfln<bner^flgemeine3eitunfl: 3eber Jreunb ber ttafur, unb ber Pflansenmelt fpesiefl, SS 

mirb autf ben 300 Seiten betf gefönt aefoofl audgeffatteten 25anbed eine Julie tiefer, bleibenber 5 ™ 

Anregungen fötyfen. mmm 


Über bie ©eetenfrage 


(Sin @ang tmrd) bie ffdjtbare JBelf, um bie unfldjt&are $u j!nben. ~ 

2. Stfuffage, freforgt t>on 6b. ©prang er. 2Rit einem (Seteifmorf “ 

üon 3 r i e b r. p a u (f e n. XVI, 239 6.1907. 2. -, geb.3.20 SS 

Jriebrlrh poulfen (im (Steieitmort jur ,®eelenfrage*): Jenner tnirb narb meiner Uber* 
teugung unter ben philofopben, bie ber IBeltanföauung btt 20.3ahfhunbertd ble 25ahn bt* SS 

jttmmen, in ber norberften jteihe flehen. (Seine p^itofop^ffc^en 2Berfe ... beginnen mit ihren 
Anföauungen alt ein aflgegenmdrftged (Element phllofoföle, 3iffenföaft unb £)fötung xu SS 

burtybringen. (So iff fein Iftame ein Programm gemorben, bad bet philofophie unb iSelt«» 

anföauung btt neuen 3ahrhunbertd oorleifötet. SS 

3 ent>«StoejTa ober = 

Über bie ©inge bedßimmete unb beö 3 enfeifö E 

2*om ©fanbpunff ber tfafurbetradjfung EE 

Sb. I. 5./ mit ber 4. ÜbereinfTimmenbe Stuft. XXIV, 360 ©. 1922. HZ 

©.•an. 3.—, geb. 6.30 = 

Sb. II. 3., mit ber 4. ÜbereinfTimmenbe Stuftage. IV, 439 ©. 1922. 

©.»an. 3.—, geb. 6.50 S 

2Bil6e(m 2Bunbt: (Srünblfö geföult in ber :tfaturforföung feiner 3eit, hat Jenner ein mmm 

IBelibtfb entmorfen, in bem bie oertnorrenen 3been ber früheren ^aturphtfofopofe in einer SS 

abgefldrten, miffenföaf tföen (Seftalt mieberfebrten; er mar ber (Erneuerer unb 2mdenber ber — 

romantiföen ^afurpbffofoppte btt neunzehnten 3ahrbunbertd. SS 

,<8.2h* Jeebner, Jtebe §um bunberffdhrigen (Beburfdtage.* jjjj 

Xeopotb 23 o jj / Xefpstg | 

iiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiR 


89 



BALZAC 

GESAMMELTE WERKE 

IN DEUTSCHER SPRACHE 

Taschenausgabe , 

Jeder Band einzeln käuflich 



© 


Bisher erschienen folgende Bände 

ZWEI FRAUEN 
DER LANDARZT 
EHEFRIEDEN / Novellen 
VATER GORIOT 
TANTE LISBETH /I.u.II.Band 
DER ALCHIMIST 
PIERRETTE 
DIE FRAU VOR DREISSIG 
JAHREN 

EINE DUNKLE GESCHICHTE 

Jeder Band: Pappband .... QM 1.80 
Qansleinen QM 8.60, Halbleder QM 6.— 

Qansleder QM fl.— 


Handliche Taschen-Ausgabe / Klarer Satz und Druck erster 
Druckereien / Mustergültige Übertragungen / Reizvolle Ausstattung) 

Zu beziehen durch jede ffuteßuchhdlg. Ausf. Prosp. %eoüe man verlangen direkt vom 

ERNST ROWOHLT VERLAG 

BERLIN W35 


PARISER NOVELLEN 
DIE KÖNIGSTREUEN 
DIE BAUERN 
VETTER PONS 
VOLKSVERTRETER 
DIE TÖDLICHEN WÜNSCHE 
BUCH DER MYSTIK 
CÄSAR BIROTTEAUS 
GRÖSSE UND NIEDERGANG 

Jeder Band: Pappband . QM2.— 

Qansleinen QM 4.—, Halbleder QM 7.SO 
Qansleder QM 11.— 






GUSTAVE DO RR 


Der Meisterillustrator der Weltliteratur 


DR. G. F. HARTLAUB 

Direktor der Kunstballe in Mannheim 

Mit 14t Abbildungen in Strichätzung, Autotypie und Lithographie auf 
t7oSeiten Kunstdrudepapier. 4°. Gedruckt bei A.Wohlfeld, Magdeburg 
ln Ganzleinen Z4.oo G.-M./ in Halbleder 32.00 G.-M. 

Ausland: 1 G.-M. = t.25 Scfaw. Fr. 

Wie urteilt der „Bücfaerwurm"? <Heft 1/1924): „In 141 Illustrationen offenbart sich 
eine geradezu überwältigende,iieberhaft schaffendePhantasie,die sich in einer beängsti¬ 
genden Fülle zeichnerischer Einfälle austobt. Man fühlt, wie sich Dore in den hinge¬ 
fegten genialen und genialischen Zeichnungen von den drängenden Gesichten beireit/ 
ein Tempo, wie kein Zeichner vor oder nach ihm hatte.. .""Bilder aus dem komischen 
„Dotf Quichote" und dem Münchhausen, aus dem dunklen „London", entzückende 
Märchenillustrationenwechseln mit anderen inbunterFolge^iewerden denLeser immer 
wieder erfreuen, diese bleibenden Schöpfungen Dor6s, des „letzten Romantikers". 

In der gleichen Sajnmlung „MEISTER DER GRAPHIK" 
in demDore erschien, wurden ausgegeben: 


Band 1 

JACQUESCALLOT 
von Hermann Nasse 
Ganzleinen G.-M. 20.00, HalMd. G.-M. 304» 
Die bedeutendste künstlerische Erscheinung 
Frankreichs im 17. Jahrhunderte. 

Band 2 

DIE ANFÄNGE DES 
KUPFERSTICHS 

von Max Geisberg 
Ganzleinen G.*M. 25.00, Halbldr. G.~M. 35.00 
Eine vortreffliche Einführung in die Früh* 
zeit der deutlchen Kupferstichkunst. 

Band 4 

FRANCISCO DE GOYA 

von Valerian von Loga 
Oanzldnen G.-M. 25.00, Halbldr. G.-M. 35.00 
Der Bahnbrecher neuerer Kunst, Werke tm~ 
gewöhnlichen Gedankenreichtums! 


Band 8 

REMBRAND T 

I. Teil: Die Radierungen 
von Richard Graul 
Ganzleinen G.-M. 50.00, Halbldr. G.-M. 65.00 
»Das Buch der Bücher, die graphische Bibel" 
Hans Frandc im„Hannov. Kurier". 

Band 10 

DER MEIS TER E. S. 

von Max Geisberg 

Ganzleinen G.-M. 20.00, Halbldr. G.-M. 254m 

Der Vorläufer Dürers und Schongauers in 
der graphischen Kunst. 

Band 11 

CHARLES MER YON 

von Goesta Ecke 

Ganzleinen G.-M. 18.00, Halbldr. G.-M. 28.00 
Der wunderbare Erbe Brueghelscher und 
anderer dunkel mittelalterlicher Tradition. 


Ausführliche Prospekte durch 

Klinkhardt ® Bicrmann/Vcrlag/Le i p z i g 









SBerfe oon §ranf £()te§ 

©atf ©eftdfjt betf 3<*|jrfHttt&ert$ 

©rief« an SeitgenofTen 

Äartoultrt 0«. 5.—, 64». 5t. 6.25 • jjattleinen 0m. 7.—, C<$». 6». 8.75 
ftaBiIeber 0 m. 12.—, ®<fr». 8 t. 15.— 

*@n bifttftnfftg stäubet Sftenfcb, etn fefrenbet 0ef!attet ft&rieb blefrf tt$ue, »a&rt, uttfmtlmetrtaie 
©u 4 - St fennt 6le Stufen 6er Kultur unb btt Sein«, unb unbeirrbar, mit bem betten $at(>o« beffen, 
btt gUtfUtb t(l, erfannt tu hoben, beutet et bal ®ef!«bt btt 3abeb»nbert«." de ©etltaet ©btf eny itung. 

©er © 0 b oon §alern 

Roman 

4.—8. Xaufenb • ©antfetnen ( 3 m. 7.—, ©chto. Qfr. 8.75 • ftalbleber ©m. 10.—, ©<h». 8r. 12.50 

„Gin GrfHtng, aber ein ©urf oon ©ieherbeit, Äraft, ©int tmb Xempo. ©er Roman 1(1 eine SOiffcon oon 
rteflger Rulbebnung, ooß Ritfmaf ber 2dbenf(faft unb bei Streiten*, ooß ©ruegbelfcber ©tauen/ 
baftigfett unb gefolgerter ©ranbuug." ©ab Stterarifcbe <&bo. 

tlngeltfa ten ©toaart 

Roman 

halbleinen ©m* 4.—, ©ch». 0fr. 5.— 

„©er ©ichter, btt blefe ttwnberooße Stimme in aOe liefen fcfttoingen lief tmb einfing mit bem 
Öugerften an ©orten, nimmt ben Sefer bin im 0 füblen ungeheuerer SDhifH. ©ie foß man {leb no«b 
batten, trenn man 00m ©efang ln* Übergroße unb ©eitefle gehoben, auf ber ftbhe bei ©efübl* noch 
immer (leigt unb (leigt V* ©ie €hemniher Reuflen Rachrichten. 

©te S3erbammten 

Roman 

halbleinen ©m. 12.—,©chtt>. 8fr. 15.— • hatbleber @m. 20.—, ©ch». 0fr. 25.— 

„©te ©erbammten flnb fein Roman im üblichen ©Inne, fonbern eine in ihrem geifügen ©ebalt toelt/ 
umfpannenbe ©ichtung entfehieben größten gormatO. ©er ©chauplafc flnb bie balttfcben 9>tooin$en al* 
©tütten einer alten, langfam oahin(lerbenben Kultur, ©or ber $bantafie baut fleh ein <£po* oon ab/ 
grünbtger ©efüblOtiefe unb bejtoingenber Sragif auf • . • ©an fühlt füh oerfuebt, biefen fjranf Shieü 
einen ,germanifchen ©ofiojetoflg' $u nennen." ©ie ©anjlger ffleufie Rachriebten. 


<Öerlag oon 3. <£ngelljorn* Stadjf. 0 tuttgart 






B 8 *®™” " ' " SB 

|* 5 faucttoHct^ 

| 2lu$ bem §agebuc$ einer beutfctyen <5rau 

| t>on #rieba 9 $unge*j?>ecftf 

U ... ßfixt <* Ifl fticr dm SDbttnng, blt uni aufrättelt, tue ©efbtnuttg bringt, Me an* in frimre ftfiftett fe&t, 
p nx> man Me festigen mit frifefta fetft fällt Cie ©lefttung flammt an* bet SBetgtudt ttttb ift dgentlitft antft 
9 nnt unter ft6ftenm«tfcft«n tttbglicft. Sie ifl gefftritbea mit bet portlfift fbmenben Oebet einet Ngm* ©teuftet 
H oeraxmbten, fa in bet fPetfbnlitfttritfcSftefe fit Mdldcftt Abettteffmben Seele, gier Ifl dm fBoUBfiebfnuftt, Me 

ü tnr ©efimbung fäftten tarnt. Centime Bettung. 

8 „... 3 <b ftabe e* mit toacbfenbemSstteteffe gdefen.,. Sin feitene* Stuft MO Ätaft ttnb gerfbnlttfttett. Orieba 
gl Runge* ©u«ft geftbtt nbftt jur großen SRafje. @* fieftt tele iftrt atte mfcfttige QBettertanne „feefttreieft" auf bem 
El „Sonnenberge* dnfam ftoeft Aber bem breiten EBipfelmeer bet liefe... .* ffllap Mcninget* im ^JHerboten", 
|| „SrftftAttembet mtb erhobener ftat fUft bWftet feine* beutftften SBdbe* Seele offenbart al* gier, im Opfer; 
ES tobe be* SBdbe* fite ba* Äinb, ba* SinnbUb bet «btfifeften Sntunft 3 <ft behaupte: ba* bemfefte Stftrifttum 
■S beflftt nhftt*, ba* btefem SSefenntni* bet tdn gebliebenen beutfcft#gecmanif(ften 5 Beibe*feele giiefte: in bet ttefflen 
|| Stftmatftjett etttflanben—ein ftlntoeifenber Qtaftatt tut beutftften SBiebetgebnrt 1" $aui feftmatm tot Jftotnmer". 

u ©teW gefteftet BR. 140, gtbnnben SR.i.8o, auf ftoltfteiem gapiet in ©anliebten ER. 5.— 

| 3u bejtefcen bttt$ JeDe 93u$$anblung 


§antmer-Q3ertag,ßeipäig 13 


Vofirtftedlpnt« 

Sinsa 








CVDicßtig 

für ‘Bücherfreunde 

(Eine 'SlSgUittrit, au$ in Der tpfrt* 
f<f>©a<^en3eft biblio¬ 
phile 23fi<her ertperbeit unD Damit 
Die €fgenbfb((otf)ef bereitem 
gu fbnnen, bietet Dem ©üdjer* 
freunD Der 03eltritt *ur 'Slrtbe. 
ftür oiertr(|4^r(l^ 10 0.«3R. 

' liefern ©ie DaDurA eine Stn* 

. aat>l föätter unD bibtioptfiter 
» $>rutfe j. 5. mitOrfginalgraplfif ; 

t nam^afterDUuftratoren nac&be» f 

{ liebfger ^lu*a»a^(. :: ©rei \ 

I ^öorjüget^rfeDen^qualftat/Unter | 
I ^rieDen^prei*, günftigfte unD oor» f 

| teil^aftefte 33ejug*beÖfngungen. | 

| Verlangen ©fe unoerbinDiic^ i 
T Profpeft Pom t 


|novalis| 

/ Eingeleitet und herausgegeben von \ 

V P.L.LÄNDSBERG UND § / 
l H.LOTZELER ? 

\ In vier gropen Abschnitten: Zeit — Weg — / 

7 Erleuchtung — Bild sind die Fragmente, i 5 
fs Abschnitte aus Heinrich von Operdingen, 

\ die Christenheit oder Europa und die i 
7 MarienliedcralsdiebleibendenWerkedes y 
(i Novalis geordnet. — Landsbergs bedeut- =3 
\ sames Vorwort fuhrt in denGeistdesDich- / 
7 ters ein und bringt ihn uns nahe als den i 5 
letzten deutschen Mystiker und Dichterder =) 
\ Romantik. — Die auf bestem holzfreiem / 
7 Papier gedruckte und schön gebundene y 
f= Ausgabe kostet: in Pappe 4.00 G.-M., in 33 
\ Lein. 6.00 G.-M., in Halbld. 8.00 G.-M. 5 


^r; Z ^ v F.J. MÄRCAN-VERLAG 0 

vtrcbe-Verfag < JRuncßen 23 I #) ZU KÖLN {# 








93 










(öottftitb Heller lebt 


irt &*n 5*W« jcb^.^üdun’fcpwn^^^ äU vier bet^C^Tdsetrbe 0d?trencr 
^8$ße fort unS> ff ine Ttfcrfe^ürften fcdEer :i»t Jtart*m beutfVben 
fVtUn, 3^” 3« trtrti, tft md>r nur ein bobir4£*rw& fonOrm. ^n<$ dne 
du$<te$*M>neCe 0ptiicblit?tt)i9, beh^rfAr«; bo* &*üet featle, OTurrcr* 
•^«J& faum ei« auömt .teufet BAt*^ 

tonnen flA Sie gro&ft ReUerf&en ^efamratig^hw fet* 

leifUn # «ra jty' 

Jtpd il?dfterno»elUn <£ot$fri«& 3UM»er?- ; $>jc alt Öte j&onften .getreu f 
^8?“ Jwib^fi j ö>ir in einer mo^t^ilettliü^gdb* ^ 

SJ.ae S 4 jj>nifin bet fiebert 2 lufreä>ten 

uuö 

Romeo an b 3 ulte a uf b ein ©orte 

Trog ihrer BiHigfeir unb gelegenenRudfottÜiitj tDcrfcen auch bW bibliophile ihre freute 
baran haben, SuefAmutfen, hanbli&eti Sänke mdcben hi* iLctrur« 03otrfvie*o Heller* ju einem 
boppelreit Itergitugeu; — 3rber 2$aoE de«, gefcunben mit C&oihtitelpvügunj preis (Bin. 2.—* 


< 20ert6udjf>an&el / ^erlagö*^.*© 
33rrKn02PXI 


Tolsio) sagt 

dafe nicht nur die Lehre der MennonWen 
und Quöker, sondern auchsejhe eigene 
Ansicht vom Nid^wtdersciticn verkör- 
perl sei in demWsrk« des mlttdolier- 
l|chenHysHkersv„ 


t3o{IftdnÖlg Ufgen )e§t oor 


<»$t (rt Jttd Sr tftfnju p »ifr SMriCM ,far<tu£« 

ft&iilift f. JJbUtpp ©itiii.'D« ©anjktnro {le&un&ro 
f*^e SefÄf 3R V tÖJOO A (n 25,00 / in 

©ö«j)(r 6 n-o^r 3 Äri^: ( |Bgirt,Ctt 2 k» 100.00 
3*6* 2Jait6 mH eiarm Siibnid 


Peter Chclischixki 

Das Netz des Glauben* 

Übertragung, au« dem Alt lieh ethischen 
umi Einführung v K oh Dr. Carl Vogl 

EinleitendeWorte von T. G. Mataryfc, Präsident 
4er U&£&Q*l&wakU&ea Republik 

dremh, $«00. HrtftleiiseitSJfe. Haihfcder i 3 00 


9 ?«A tttftütft unfern ©ammüwg Prtfflg* fc*r 3 ß* 
efeetmertt jtfyi mfcbtr fi&*r Hn? j>öflfl£nt>t&t auf 
»iifert^äftlidftrt ^ruftolöße rufjrnbc Sfugga&c rert 
<3^ot%d Öle |e(4«rt flÄ &u*<fc foanöHAcg 

?wmet iinb 0 biigeue ^iviftdttung in P«ptav$>ru<f 
mb #mfcawb an*,'’Süem g*ßll&rtftt iulett fann f H 
alt |u lebet £r£c«g&i?f$rrt&tirtg &eset$& 

.-Cr* ^mpMIeiimerbat. 

^uftrdrt« n*$»civ «Ue ^u#rt»^lartg«rt entgegen. 


EfatfM»m*V crJag 

I><*dvaw bd Hüstöiea 






f t fi W iii ii i ii iiiiii iH i i i MW iiww iim iii m f iw wii inm iiiii m i iii ii m i ii i M ffi m iiiiiiii n Hii nmw ti ii i iMi w Hwn i i i n ii miun ii 

JOerlftobinfon (£ r u f o e b e $ 20. 3 at?rfyunberf$! 


OSSENDO WS KI 

TIERE, MENSCHEN UND GÖTTER 

41. — 50. Saufenft. 

Stu$ bem amerifanifdjen tfrfeft übertragen üon 
WOLF VON D E W A L L 
369 ©eiten mit einer tfarte im Sinfyang. #a(bleinenbanb 6.00 

2Ber ti ... »erfleht, ein Sud) toie bad »orflehenbe $u tefen ... mit ber fpietenben p^antafle bed ffflnflterd 
unb bed Äinbed, ber tolrb aud ihm einen tiefen Zrunf 2(benteuerfreube tun unb bie 2Be(t in fl<h »eit, bunt, »ilb 
unb unerföbpfiid) reich »erben ffihien... (£ulu »on 6frauf unb Zorne# in ber „Zat".) 


£)ad große Such ber 37tobe, aber einer 2ftobe 
: mit Qualitäten. ©ad Such, bad {Ich iautlod 
| burchfeßt. 3eber h«t baoon fprechen h^en, 
Jeber »ifl ed iefen.. . (Oer Zag.) 

:\ SranffurfercSoriefdfd* 

I © r u <f e r e i m. b. #. 

1 iiMimmmmm«uminniiniiiiiiiiniuiiiuiiiiiniiiiii 



... ©ad Such oermitteit unenbfich »ieted. 2Bir 
glauben .leibhaftig bie (Srfchütferung Sliftel« 
europad an feinen (Snben ju fpören. 

(6übbeutfche2ttonatdhefte.) 

Sibfeilung Sud)t>erfag 
ranffurf amSJlain 

MmiiimmuMnaiimiiiuainmmmnminimiiimuy 


'©er (äefamtauflage biefe* gefte* liegt ein Profpeft bes ©erläge* ^arl Rauch, ©efiau, bei, auf ben wir 

unfere ilefer befonber* aufmerffam machen. 




DIE REISE IN DEUTSCHLAND 

Die fcfyone beutfcfce 0tabt. 

“Oref T3anbe. 3*&er S3anb geheftet 771. 3.00, gebunben 771. 4.00. 

I. ©übbeutfcfylanb. 73on 3u((ug 'Saum. TTltt 210 Tlbb. 38. bW 42. Saufenb. 

II. 77lfttelbeutfcblanb, T3on ©uftao TDolf. 771« 200 Tlbb. 46. bt$ 55. Saufenb. 

III. Tlorbbeutfcfjlanb, T3on ©uftao TDolf. 771« 210 Tlbb. 26. bfg 30. $aufenb. 

©a£ norööeutfcfye ©Orf. 73on ©uftao TDolf. 771« 142 Ttbbilbungen. 
5. $aufenb. ©eljeftet 77t. 3.00, halbleinen 77t. 4.00. 

©te tiroler 0tabt. 73on D. % £o$ner. TTttt 162 Ttbbilbungen. 15. bW 
20. SEaufenb. ©e&eftet 77t. 3.00, halbleinen 77t. 4.Ö0. 

(EftaS Öotl. ©erTTteifter ber beutfäen SRenaffitance. T3onh- h^ber.TTtit37$a= 
fein. ^)alblef nen 77t. 6.00. Holle Bauten geben Augsburg die charaktervolle Größe. 

©er ©amberger ©om. 73on ©eorg ©e&to. 77t« 72 Ttbbilbungen. 
halbleinen 3H. 10.00. 

©a$ 0ebalÖu£grab Peter ©ffcfyerS. T3onTi. $euiner. 77t« 41 Safein. 
halbleinen 771. 8.00. 

©er preu^tfc^e ©ttt. 3)on Woeller oan Den 33rutf. 3. btt 5. SJaufenÖ. Wit 
50 Safeln« halbleinen W. 8.00. Dü nordische Architektur und Plastik , von Pots¬ 
dam bis Königsberg. 

SRotljenburg ob ber Sauber. T3on Sont 53oegner. 3 . bw 4 . Saufenb. 77t« 
150 Ttbbilbungen. ©tattllc^eö Quartformat. £einenbanb 771.20.00. 

©ü3 0traßburger fünfter. 73on©eorg£>e&io. TTttt 77 Ttbbilbungen. 
halbleinen 771. 10.00. - 

©fe piafttf Öe$ beutfdjen ‘STttttelalterä. T3on $rteb £ßbbetfe. 77Ut 

165 £(<f)tbru<ftafeln (jumelft na<f> neuen Tlufna^men be$ T3erlage4) unD e(nfüf)* 
renbem Sejrt. 3roet 335nbe jufammen halbleinen 771.90:00. 

Qfnturfcfiung ber beutfc^en mfttelatterftcfjen piafttf. TOonTiifreb 
©tange. TTltt 48 Ttbbilbungen. halbleinen 771.6.00. 

©eutftye Äunft um 1400. T3on Tllfreb ©tange. 771« 82 Ttbbilbungen. 
halbleinen 771. 8.00. - 

fiajfen ©te jt<$ in Dfcrer Su^anblung ba# ©ommer* unb Oteifeljeft unferer 73er* 
lag$je(tfcf>rlft ,£)er Piperbote' oorlegen. <£& tolrb 3(jnen ftreube machen unb 
foftet mit oielen Silbern nur 5 Pfennig. 

R.P IPER © CO., VERLAG, MÜNCHEN 


Herausgeber: TB. Tüeüfrarbt. ©erlag: ICinfcorn-©erlag, beifce in £a$au; für unverlangte ntanuffripte 
tvirb feine©eranttvortung übernommen; immer XücTporto beifügen. $. 3<M>rgang: 0ecb$3efte— . 90 , bei 
birefter 3 ufenbung J . 25 . 2 ©rucT von <B . ^revflng in -Ceipjig. Pojtvertrieb Ü.eip3ig. 












r < 

* 

ii 

p 

KP* 













l’ \ U L I • 11 ifi i ! • l‘j . 





£affm @ie \fi$ ni$t aS$ä.Ueft 

faxte, apcfe gu 3&rem ^«c^MnÖlrr gu geben, um ein 
edjife$ unbred&te^eife-* unö§en'ent>u«^ ju erfteben, 
öu($ töfnn @te 3^re föctitnctfi im .^rrbft ober im 


23fn?(f>am unö’Bomberg, g’niern.^occotp, Suriu* 
pin u nb ‘öoifboiv tmb afcfjt gu Pergeffe« — für ‘£eut= 


fdjc oon geftern uni) morgen ftnb 0ommerfmm 
otjne ben großen 'Dieter Qlöatbert @tifter 
unbenfbarnähere 'Eingaben 
auf Beite ti9. 






3t c i f e n i n 3 t a l i c n 

i£ittc @cfd>id>reber^üci?er überreifen inOtalten wäre fd>ier eitie®efchicbte 
bes neueren europatfcheti tTTenfd?en. Eie fpürtnben 0inne vermögen nicht 
3 « allen Seitenbie gleichen ÄtnjelbettenÄufjunebmen. <0oethe,Caine,0chefF« 
kt fa b«n, pptn PcrfonUcbFeitsgebalt nicht$u treten, nur immer feie Schichten 
btt <0eÜalt, weiche bet Settgeifi jugängtich machte. ££e ift alfo rottet genug, 
<£>öethe platte ober irrige ?lnfld>ten übet bie Äunft notjuwerfen, wie brüte 
Pütt rünfUet feite h er oft genug gefchiebh Seine Seit hatte noch grafte ge« 
ftÄfcenbe Grafte ju perausgaben. Scbäpferifcbt ißpoehen «bet fragen wenig 
nach bem Wie her ihnen felbftpcrfiättblf d»en ^orm, fonbernftets nach bem 
Wae, bem ftoffltcben ober gegenflünbltcben Symbol« 3lutb penbclt bae geifiige 
Übergewicht $wifd>en bem Ftafflfeben unb bem barodfen Sentiment ;drli<b 
bin unb b e * Wenn ich mt<b nicht taufte, febidfen wir uns bereite an, ben 
barodfen plan tu nerlaffett, bas ©eben unb fühlen in t>aleurs unb pfycbo« 
iogif<b?n Senfattonen pretejngcben, um aufs neue bie Flafftfche i£bene ju 
betreten, wo alle Wahrnehmung unb (Besaitung auf ben Flärenbeu, feffigen* 
ben Umriü erpicht ift. Wir haben cs fatt, jwifthen ben Seilen ju lefett; bie 
Seile foll alles fagen« -Selbe Xidmmgen begehen natürlich ftets anch neben« 
einanber, aber bie gewtfFcrmafjen in elliptifchcr Planetenbahn Freifenbe per« 
fonlichFett Wirb, von ben betben rafch überschrittenen mathematifc hm punF« 
ten abgefehen, fkts näher fein einem ber betben -SrennpunFte, bie ft<J> ju« 
einanber wie tPannhches ju Weiblichem, wie 3etft ju Stoff, wie Äosmos 
3 tt <£hnos »erhalten« heimlich ift tue Sehn fuebc }ur klafft? unb tnroenbigen 
^nttFe wieber ba, nur fcheut fle fleh noch nor bem Cerror ber ephemeren 
3$uwffoogmatt?. Stiles pilgert ju ben hütenbenStatten antiFifeber Stile unb 
Seugmfife, befonbers bte Künftlerfchaft, bie ihre Jlmmeparw fafi uergeffen 
hat. : 3jb$r 3nt>ajton in 3talien lafk fld> nicht ausreichenb bureb finanzielle 
Erwägungen begrunben, 3ebacb g*ht bie uerfiohlene0ehnfn |[ htber3talten 
noch uniängft perhorresjierenben ÄünfUer auf Umwegen über ein gotifche« 
unb franjisFanifthes 3 tÄ ^ en nach bem inneren ^ellas, hktin nicht offen 
genug gegen bas nach TMlFommenheit unb ^rtiheir, «Ifo nach Schönheit 
bürflenbe Belbfi Vltan will einfach 2lntiFe unb fd>amt fid), bas etnjugefiehn, 
fb baft ftd) bte heutige (Besaitung bie holbe (Bebdrbe bet Stille unb ber ehr« 
fürchtigen Klarheit hinter ftets fleh übrrjchmenhctt, recht lang« 


99 




welligen fragen verölt; wobei allzuoft eine füßlld>e häßltd>Fett ober eine 
beliebe 0üßllcbfeit bcraueFommt. SDle Kngf \ por bem Kttßb iß ein 
0cbwäcbezeicben. Ku<b iß ber Kitfcb längft ni<bt umgangen, wenn man 
fl<b vom ©übfeetnfulaner befruchten läßt. 3Die unzähligen Wieberau ferße« 
bungen berKntife t>abcn allemal eine 33eftnnung auf 0elbß unb WirPlicb* 
(eit erbracht. heute wäre mit einer neuen Kuferßebung ber flaffifeben 3bee 
bem mobernen „0ptegelmenfd>en" entgegenzutreten, taumelt boeb bie 
UTenfcbbtit, bezaubert pon ihren Kabio«, Kino« unb (BeßbwinbigFeiteFin* 
beteten, mehr unb mehr in ein 0piegelbafein hinein, bas ieben tTTenfcben fleh 
nur noch als Imitation unb Automaten erleben unb erfterben läßt. iDiefen 
0puF Pönnen unüberhe^te Reifen zerfloren, befonbers Keifen in £anbe 
ber Klarheit unb bes Umrißes, in £anbe, beren Wefentlicbe« weber Fase io 
noch Fiat iß — glüd?ltd>ermetfe. -öeftr^t boeb nt<bt jeber fold>e (BetßesPräfte 
wie Kant, baß er bie größten Keifen in alle Käume unb Seiten tun Fönnte, 
ohne fein Königsberg zu perlaßen. Unb felbß biefer ttTenßb b Ät ftch bie ent* 
febeibenbe Keife, bie jeber, nach berübereinßimmenben ü.eb*e aller Weifen, 
febon bei Lebzeiten tun follte, bie Keife in bie (EwigFeit unb innerße WirP* 
lichFeit, mit ebenfo großartigen, wie perbeerenben 0yllogismen perbaut, 
auf benen bie Wißenßbaft unb was man fo nennt feit Pier, fünf (Beneratio* 
nen herumturnt. Kolf0d>ott 

Kolf ©<hott, Steife tn^taltcn. (Erlebnis unb Deutung. Sibyllen Verl. $.00. halbleinen 
12.00, halbfrj. J$.00. Olga t>. ©erflfelbt u. (E. Steinmann, Pilgerfahrten in Italien. 
ftltnfbacbt&Kiermann. J0.00, deinen J3.50, lieber J00.00. ©oet^e, 3talienifd>e Kei* 
fe. tCaf4>enau«ßabe. 3nfel. deinen 7.00, Heber J4.00. (Ernjl haedfel, 3talienfahrt. 
•Sriefe an bie Staut J$5Ö—J$$0. K.F«Koef>ler. hlbl. 5.60. Victor h^hn, Italien. 2ln* 
fichten unb Streiflichter. 23orn träger. ©eb. $.00. Karl 3ufli, 23riefe au» Italien. (Co* 
hen. 4.00, geh. S.SO, halbfo. 0.00. 3folbe %ut}, Florentiner (Erinnerungen. ©eorg 
titulier. halbleinen 5.00. Karl Schefflet, Italien. TCagebu«h einer “Keife. 3nfeL halb» 
leinen J5.00, halbpergament 16.00. Steiniger, £>as unbekannte 3talien. K. Piper, 
©eb. 5.00. Stenbhal, “Keife in 3*alien. Veutfch »on Fr. non Oppeln * 23roniFot»fl?i. 
Propyläen Verl. ©eb. II.00.21. Suat£s, (Eine italienifche Keife. £>eutfd> »on Fcj» 
25lei. 3Uußriert. Kurt tDolff. ©eb. J0.00. 

Rom 

O Rom! Mein Land! Und meiner Seele Stadt! 

Verwaiste Herzen müssen zu dir reisen, 

Verlass’ne Mutter toter Reiche! Wer noch hat 

Vor deinem Schicksal seines aufzuweisen ? 

« 

Was ist der kleine Schmerz, der uns betraf? 

Seht die Zypresse; geht mit leisen Schritten, 

Ihr geht auf Schutt von Tempeln, die in Todesschlaf 
Gesunken gleich den Thronen, einst so heiß umstritten. 

Ihr, deren Kämpfe nächsten Tages Raub: 

Seht eine Welt, so schwach, wie unser Staub. 

Aus dem kleinen Gedichtband„Das Unvergeßliche von Byron“; übersetzt von Sophie Hoech¬ 
stetter. Verlag „Der Bund“ in Nürnberg. 2.00, geh. 3.00. 


XOO 



SRtcar&a / 25?al(enftetn unb 3lrgott 

er „Größe Krieg" von Ricarda Huch ist die beste Geschichte des drei¬ 
ßigjährigen Krieges in deutscher Sprache. Wohl haben wir Werke, die 
umfangreicher, lückenloser und gelehrter eine Geschichte dieser unge¬ 
heuerlichen und unübersichtlichen Zeit geben; aber keines gibt ein 
derartig vielseitiges, farbiges und anschauliches Gesamtbild. 
Wie der „Große Krieg" von den ersten Zwischenfällen bis zum spä¬ 
ten Frieden, dem Rückblickenden als eine Unmenge Von Einzelereig¬ 
nissen erscheint, örtlich und zeitlich über große Räume verstreut, so 
hat Ricarda Huch dieses Einzelne in die festen, farbigen und durch¬ 
sichtigen Einzelsteine des Glas-Mosaiks gebarmt, und fügt nun die Bil¬ 
dergroß und kühn zu einem mächtigen von dichterischem Feuer durchglühten Ganzen 
zusammen: einem aus allen Tiefen leuchtenden Bilderfenster des „Großen Krieges", 
Ricarda Huch, Der Große Krieg . Insel-Verlag , 3 Bände in Leinen 20.00 . 

93on ©rabitfca au£ fuhr SDallenftetn eineß Sage$ über bie frtaulffd>e (Ebene nach 
93enebig unb Pabua, um ben alten Profeffor Slrgoli gu befugen, non bem er ßch 
ab* 3ung(fng in ber ^tftrotagfe hatte unterrichten taffen. 3n einem non außen 
bufter autffehenben #aufe bemohnte 'Slrgoli Imbe lußtge ©emacher, non benen 
atttf tnon auf einen non 23aumen eingefaßten piatj unb jenfeiW beleihen auf bfe 
auß ©ebüßhen anf^tneüenbe gefuppeite 3Jtaffe t)eß 'Domeö non ©an Antonio 
fab. *3luf bem piaße toar ftetö ein lebhafter ^erfehr, fei eß, baß an ^Jlarfttagen 
bie £anbleute hier gufammenfamen, ober baß, im hinter, bie reichen 33enegianer, 
bie fn pabua Pgläfte befaßen, in Äaroffen ober ©anften ober auch gu Pferbe 
hier fpagierten. Slrgoli brachte einen großen Seil beß Sage3 bamtt gu, ben Leuten 
gugufeßen unb ßch über ße gu beluftigen, inbem er ße mit bem ©emftnmel non 
SJtaöen auf einem faulen Äafe oerglich, übereingefommen mären, fi<h unb 
ihren Wohnort für etmatf <33t<httge$ unb ©auerhaße^ autfgugeben. 

^u# SSDallenßetntf ftattlichem ^ufguge reimte er ßch fofort feine oeränberten ©tücftf* 
umftanbe gufammen, ließ aber banon nichts merfen, fonbern plauberte non biefem 
unb jenem unb führte bem ©afte feinen $unb unb feine Äaße nor, bie grnet be¬ 
quem autfgefutterte Äorbe in feinem ^Irbeit^gimmer bemobnten. (Er ergä'hlte, baß 
bie Äaße, bie ein 3unge3 h°tte, mit bem f)unbe in einer 3lrt non (Ehe lebte, in* 
fofern ße ihn al^ Später beß Äinbetf angenommen $abe unb er ß<b cdß folcher 
rucfß<bt$ooll unb furforglich betrage,* er nenne bie brei be^halb bie heilig* Fa¬ 
milie, ben #unb ©an ©iufeppe, bie Äaße ’JHabonna unb ba$ neugeborene Äaß* 
lein fei ba$ Bambino, 2E>allenftein lächelte über ben fpaßhaften Einfall,* aber 
an Steren fanb er feinen ©eßhmacf unb fonnte ß<h nicht übertoinben, ihnen 
^ufmerffamfeit gu mibmen. S)ann geigte *5lrgoli ihm fein Sheater, nämlich öa^ 
große 3tonbe(l unter bem ftenfter, mo eben ein geraußhooller 3ufammenlauf mar, 
mell eine Äarojfe nor ber anberen ben ^ortritt nerlangte, ben jene meigerte. 
#$>iefe armen SDurmlein', fagte ^Irgoli, „eine bunne ©chtcht ©chimmel auf 
einem Änauet non SSermefung, beißen ßch biß auftf 23tut, meil einer etma$ ßhneller 



IOI 



frieren fann al# ber anbere ober rftt Pfunb &ot mehr im £eibe hat al# ber anbere', 
unb tackte babef fo, baß ihm Ordnen in bie klugen traten. Sßallenftein betrachtete 
ihn ein wenig befrembet, worauf er abbrach wtb °°n ber ^ftrologie gu fprechen 
anflng unb allerlei (Erfolgen, bie er gehabt habe,* wie er erjagte, baß er ben $Eob 
bei Äatfer# Sfatbolf richtig prophegeit habe, unb baß e# ihm hernach non Kleibern 
abgeftritten fei, ereiferte er ß<h mehr unb mehr, unb feine Keinen klugen funfeiten 
bofe. (Er habe ©tauben an ihn, fagte 2Dallenftein, benn feine ihn betreffenben Pro» 
phegeiungen feien eingetroffen: er habe ßch oermdhlt unb fei reich, auch einigen 
ftrieg#ruhm habe er ßhon erworben. Da# fei nur ber Anfang, rief ^rgolt lebhaft 
au#, er habe Ja noch bei weitem ba# größere ©tücf 533ege# gu burchlaufen. (E# fei 
jeßt gerabe fieben 3<»h r e her, baß er ihm ba# £oroffop geftellt habe, jeßt fei ber 
redete 3eitpunft, bie ©terne wteber gu beobachten. SDallenftein bat ihn, e# halb gu 
tun, ba er be# Striegel wegen nicht lange oon feinem Regiment abwefenb fein fonne,* 
ber Profeffor fonne barauf rechnen, baß er, SDatlenftem, ftch erf enntltch geigen werbe. 
Da# wiffe er, fagte Qlrgoli, baß ber |)err großmutig fei. (Er wolle noch ln biefer 
Stacht ein Dilb be# #{mtnel# aufnehmen, bie Staate feien ohnehin feßt flar unb 
wiefen bebeuteribe Äonftellationen auf. Sluch babei gu fein erlaubte er SPallenftcin 
auf feinen SDunfch unb empfing ihn amSlbenb auf ber 3inne be# £aufe#, wo er ein 
feinet (Effen hatte auftißhen (affen. 2ßaf)renb be#fe(ben plaubertenfteüber bie Polftif 
be# papfte# unbDenebtg#, unb Slrgoli fagte, bie papßltche ^errfhaft fei im klugen* 
bltcf gwar etwa# wacfeltg geworben, werbe fich aber wieber befeftigen unb einen 
neuen Sluffchwung nehmen, bi# fie guleßt ben gangen (Erbfrei# umfpannen werbe. 
Ob nicht ein ©ewitter im Slnguge fei? fragteSDallenftetn, nach bem bunftigen$ 0 » 
rigont blicfenb. Stein, fagte Slrgoli, noch a< *)t Sage, folange 3uptter ben Jpimmel be» 
herrfhe, werbe bie Sltmofphdre ben entgünblichen ©toff einfaugen unb oertilgen/ 
hernach, wenn fie übertaben fei, werbe e# mit furchtbarer ©ewalt au#brechen. <E# 
mochte in entfernten Legionen ein ftarfer SDtnb lebenbig fein,* benn wdhrenb bie 
SDipfel ber Platanen um ben ptaß herum unbeweglich fchwebten, eilte bunfle# ©e* 
wotf unftet burch ben blauen Jpimmel. (Etwa um bie gehnte ©tunbe traten bie ©terne 
heroor, unb halb barauf geigte Slrgolt feinem ©chüler bie aufbltßenbe Ärone be# 
Jupiter#. »©ef)t', fagte er, »Rolfen unb ©terne bucfen ftch oor &em glucflichen 
Sicht, wie wenn ein Äontg unter fie getreten wäre*. SDallenftein, welcher wußte, 
baß biefer Planet feine ©eburt#jhmbe beherrfcht hatte, betrachtete ihn aufmerffam, 
ber mit bem <$euer be# weißen ©aphir#, wie eine ewige Sampe in ber marmornen 
Stotunbe eine# 'Dome#, ben Staunt burchglangte. ©0 blieb e# Jebbch nur furge 3eit, 
bann fammelten ftch bie Rolfen, bte bte$eftung be# Sichte# oergebltch berannt unb 
fich gerftreut hatten, in bitteren Raufen unb fchwollen langfam über ben 353eften, 
ba# ©tränenreich faß gang mit ftinfterni# bebecfenb. »Da# ©lücf begünfttgt nur 
meinen Anfang', fagte SDallenftein,- »ober ift e# ber Sob, ber meine Saufbaffn 
früh abfchnetbet?' Slrgolt antwortete nicht, fonbern blfcfte in tiefen ©ebanfen auf 
ba#ftetig ßch oerdnbernbe S3tlb be# beweglichen ipimmel#. ©ich nach korben wen» 
benb fah er, baß bichtüber bemportgonte eine graue Dunftmauer fich gebildet hatte, 
in ber e# wetterleuchtete,* e# fah au#, al# ftieße eine ©chlange ihre lec|genbe3unge 
über ba# Ufer eine# SJteere#. »3h* werbet hoch fteigen, hoch, hoch', fagte Slrgolt 


102 



flnnenb,- »ober ba3 (Enbe rolrb vor ber 3ett Pommen. (E$ tft eine jähe Bahn. Ble 
Äraft, ble ber ©eele mttgetettt rourbe, verteilt fleh nicht gelaffen über ba$ Bafeln, 
fonbern »erbittet unb [taut ft<h unb errotrPt mit beigem Regiment htßtgetf Selber* 
ftreben,- rote fte baö Seben »erfdjltngt, fo rolrb boöieben fleoerf<hllngen/ (Er bllcPte 
forfchenb ln ba£ fchmale, gelbltchblaffe ©eftcht be$ thm gegenüber jt^enben 'JJtannetf, 
beffen tn fd>on geroolbtem ^pot>l flcb oerbergenbe graue klugen mit oorftchtlg gurücP» 
gehaltener ©ter auf Ihm ruhten, »©aß Ich fterbllch btn,roetßtch', fagte SEDallenftefn/ 
»hobt Peine ©cheu, mir mltgutellen, roaö 3f>r rolßt, roenn berBeßhetb auch bitter fft/ 
3to<b rotffe er gar nicht#, entfchulbtgte ft<h ^Irgolt eifrig, er müjfe nun ‘SJteffungen 
unb Berechnungen anftellen, au# benen er ba# (Ergebnl# glehen roerbe,- amnachften 
ober barauffolgenben Sage fei er bereit,2Dal(enftetn au#fübrlt<he'2lu#Punft3ugeben. 
3ll#2I3a(lenfte{n am nächften Sage um ble^lttag^ett fl<h bet'&rgoll elnfanb,gterte 
bte^Jlttte berSafel ein au^geftopfter^lbler, tn beffen offenem ©chnabel etne3ttrone 
befefttgt roar. (E# hotte, fagte Slrgolt, mit llfttgem BltcP lächelnb, eine Orange fein 
fallen, hoch fei ja, rote 2Dal(enftetn roohl tolffe, blefe $ru<ht eben nicht gelttg,- fo höbe 
er benn bte längliche 3ttrone al# ungenügenbe# ©pmbol be# (Erbball# benüßen 
müffen. »Ba# foll nld^t bebeuten', fuhr er fort, »baß Ich Such al# (Eäfar grüße,- 
benn be# < 2ßorte# Äalfer rolll t<h mich nicht bebtenen, um felbft grotfhen un# betben 
nichts au#gufprecben, roa# rote ein Angriff auf bte heilige 'JJlajeftät Plänge/ Qlber 
roenn auch nicht Äatfer, roerbe er bod) bem Äalfer gleich fern. Srlumph bltßte au# 
SDallenfteln# bunPlem ©eflcht, unb er rourbe.tmmer aufgeräumter, fe mlttetlfamer 
^Irgolt unter bem (Effen fleh geigte. Born Often fomme t|m SRuhm unb (Ehre, fagte 
^Irgolt unter anberm, bort roerbe ber ©chauplaß feiner ©lege fein. (Er roerbe ben 
Shron be# ©ultan# umftürgen unb ba# alte 3?el<h oon Bpgang erneuern. Ob er 
itldft bemerPt habe, rote ber bünne ipalbmonb geftern na<ht belm^lufftleg be#3uplter# 
am oftllchen £)lmmel rote ein fabenfehetntger £elnenfeßen oerfhrounben fei? ^tar# 
fei Ihm günftlg, nur guleßt roerbe etroa# Pommen, ba# mächtiger al# ber ©ott ber 
©flachten fei. Blefe ©efaljr brohe vom Ttorben, unb oor bem 5Torben folle er auf 
ber iput fein,- oon borther Pomme fein Uberrotnber. ^ber ba# ßhlummere tn ferner 
3uPunft,- noch fei ber Äel<h feinet ©lücPe# nt<ht erblüht unb roerbe blühenb noch 
lange prangen. 

Sage! barauf überbrachten relchgePlelbete Btener SDallenfteln# bemf3rofeffor ©e» 
fchenPe Ihre# $errn: einen ftlbernen ©lobu#, auf roelchem tn blauem ©cijmetg ber 
©ternenhtmmel abgebllbet roar,- eine Uhr, roetche bte tn (Erg getriebene ©eftalt be# 
liefen Qltla^ auf ber ©chulter trug, unb eine ftlberne, mit Jpalbebelftetnen reich be¬ 
fehle, Punftretch unb gehelmnl#t>oll oerfchlteßbare Äaffette, ln ber hunbert ©olb« 
buPatenroaren. 

^uf ber^ücPfahrt burch bte blaugrüne £uft,ble ftebernb über ben frlaullßhen ©ümp= 
fen gitterte, faß SDatlenfteln tn feinem SDagen gurücPgelehnt unb ließ fleh, bte müben 
klugen halb fchlleßenb, t>om mpfttfeben flimmern ber 3uPunft umroeben. ©r atmete 
bad unenbllche ©chroetgen ber unberoohnten (Ebene rote Weihrauch ber (Erbe ein, 
bte fleh unter Ihm bücPte/fenfeltS be$ UmPrelfeö, ben ble (Ehrfurcht feiner ©röße ein» 
räumte, mochten ble gurücPgerotchenen BolPer Pnten unb f^eu ba^ fengenbe ©efttrn 
vorüberrollen fehen. 


103 



Ocm deutf4)cn üolf 

Deutfcßco Dole, du oerlangß nach einem Diomarcf 16iß da reif? Würdeß 
du deinen Diomarcf erfennen, würdeß du ihm folgen 1 Sin Snde toillft du 
fehen in deinem Heid, arbeiten willß du, toenn eo au einem Jiele fü^rt, 
leiden, toenn eo den Sieg au erringen gilt! 5erßeifcf)t hoß du dich, be« 
fätnpfß dich nodj. Wege fudjß du, und in taufend Richtungen ßrämß du 
ooneinander »eg* Kraft »Ulf! du, in Redefhlachten opferß du fle »ertloo 
hin. (tat greift du allerorten, untätig warteß du auf eine $üi)rung. Deut« 
ßheoPolf: du bift dir felbß der größte Jeind. tlic^t außen lauert er, du felbß 
beherberg!! i(>n* Wohl gibt eo Deutfcfje,äo(f) nicf)t einen Deutzen. Deutle* 
Polf, |ebt hoß du deinen Spengler l Wach dir au eigen, »ao er fagt* §är 
nicht auf Meine Seiner, die hinter einem Schein oon Überlegenheit nur Heid 
oerfcf) leiern. Verlange ihn 311 hären, fordr e Rechenschaft oon denen, die feine 
Rntwort geben auf die fragen, die er Stellt. So geht umo Heßte, $$d)ße: 
um den Staat! — Wao (tag für (tag die Preffe Schwäßt und drittelt! Sin 
jeder »Ul eo beßer »iffen. Perantwortung—»er mag fle tragen l Perßänd« 
nfoloßgfeit der $eit und eine führerlofe $erde überall! 

Deutfcßeo Polf: Spengler aeigt dir einen Weg mit großem 3ie(* Wut mußt 
du hoben, ihn au gehen, Kraft ihn au beginnen, und heiligen Willen ihn 
au oodenden. $ajt du oergejfen, »ie deine Pater Sichte laufchten l Du darfß 
nicht ärmer fein: Hab ob 00 m $anf und finde dich au einem £iel: ein jede? 
foU ein Deutscher fein! Du wirß mißbraucht, man macht dich blind und taub. 
Deßnne dich und fordere: ein ßarfeo Deutfchland* So gibt noch eine Ju* 
gend, die ehrlich, opferfreudig iß, den Dlicf aufo Sanae gerichtet! 

Oder ißeo heute onderoalo 1791, wo der franaäßfche Winißer Roland oon 
der neuen gefehgebenden Perfammlung fagte: „tPao mich om meißen 
überrascht, iß die allgemeine Wittelmäßigfeit, ße übertrifft a(leo,»ao die 
Sinbildung ßch oorßellen tarnt/ Sumpf, fagt Spengler, iß überall. Rber 
»ir haben feinen Friedrich Wilhelm, der ihn urbar machen fännte, aum 
Wohle deo Staato, der Sefamtheit. Partei iß alleogeworden, Deutfchland 
nichto. Die meißen merfen eo nicht einmal oder glauben, daß man dem 
machtloo auogeliefert fei. Jn einem gefunden Staat oerfärpert jeder Sin« 
aelne die Staatoidee, in einem franfen Staate aber muß jeder Sinaelne 
gefund fein, damit der Staat wadjfen fann. Denn im Dorhandenfein und 
Wollen ßarfer Perfänlicßfeiten liegt die Sntfheidung* „Sowjetrußland 
war Henin, Südafrif a war Rhodeo, Wuffolini iß Italien. Kein Parlament, 
feine Partei, fein hat heute an und für ßch dieSntfheidungen in der 
$and. Sie liegen überall und auofhließlich im Dafein oder ttichtfeineinaeU 
ner Wänner, ihren perfänlidjen Sntfch(ü)fen,3deen und fielen. Sine Seen» 
ae, wie ße noch aur ^eitSiomarcfo auch der Stärfße an den beßehendett 
Derhältniffen fand, gibt eo nicht mehr* Dao iß die Ruoßcßt, welche auch da* 
geringße Hand beflßt. Jn Dereitfhaft fein iß alleo V S* R. P. 

Oswald Spengler: Neul au des deutschen Reiches. C. H. Beck, München. 2.50 Ml 


104 




jtibcrngqlug^itcnSfn^nDerwt^Ifß^rtcaeraeg.H.rte^ 
Ä^'^ÄÖjjl wetne^eCfebücher anfeb«,fo etfdjeinen 
a i iiftjisr mt ©ie0aj(ilen^f!gur«l f t§ finb c &üfyn t fo toie 
lenes •fe0i^öe ; 3({Öfd«t?aj!ii3J, ich &mn flr nf^tfe^m, 
ahne ui? Ünenbl idjeg $ü Prüfen, ärt eintönig? helfen tn 
febern öeB ^üftaü$e»#*r Äuften au$ perl* 


miitterucT. $8 iuc.{ am tiefe ^alltonpfiguten ein. 3£ei3 öe£ beboglM)©e= 

flc&ertfn unb ^uglct^ ew ^{^^ttrfesiitc'n auä Pep Uufafjbqrav ©tru# Pon. 

WxnP unb 30offer.. 

3n bet Beit, gB meine Bugenbgenofeit ftben (b*e erfteu ©ebichte, ©oftorarbeitm 
unb Äegenfionen febriebert «ab jnb mit ben ^oi^beinen «nb^rofefforen aiter Uni» 
oerfMBftabtr beri«nf<^i« 5 en, rollte ip fern »on ©ebmel unb ‘SJröefinb auf enö* 
fofen ©efeifen, verging oor ^remb^eit in Öen faxten StÖanöen eine# möblierten Bim* 
mni In Orfutff, ma<h*r ^mba^ f« ber flammigen Umgebung von 

©ötnn=£ouB, rollte in einem l'anöauer, bejfen türf ifdjrote ^erbange flatterten, mit 
einem nerbai^tfgen Btoantiner gwifchen^Ueppo unb #onB. &£ mären £ntfagtmgen, 
Dualen jum Deinen, ^(fee? aBicb in^aalbefin ben S3ufcben oor Der ^Empeiruine 
vor Srfcbopfung bmfanf, fuf?rte suld) eine fro^tic^e ©efeflfehafi non jungen fprifeben 
Leuten» bte vor furgent <nB tJtuftmlfeu .jurö#g*f*hrt mären, in paä ©öftbätB, unb 
ein 'Sldbcbeh bprt, ein Bimmermabchen, ba£ f<h nur eine Minute fab,b*lttf «4$ 
öureb ben f oft&aten ©ufl *lne$ weichen, ö tef en, nierenfannigen 'pfiangen&iatteä, ö : a$ 
fie lg einen «fit Gaffer gefugten ©icr&e<|er an bag&apfenöe meinet 33ette0 ftcfUc. 
‘Der mirfft<bc^eifenbeoerbretint immer mieberfeim 0 {biffc,' 0 | <s^K>irf({ 4 eBieifen, 
otm #ilfe von ‘Daheim, aber mit allen Qualen, bi? bie^tenmmg üiiferlegt, Ift 
eine ©a^c,Me man nicht anbrrif lernen fann äB Öa$ ©dltar^en-man lerntet 
mCf ©dimmß auf bet ©tim, mftBdbneUappern. 5R«« ift ttngufammenbdngenben 
^rfönnienfbel|e?t jugeborig» ^reunbfchaflen fegen $<$.««, mancher ’&bfchieb, mit 
frohU$$e». ©eifern, fyatsiföa# ^»er^jerreigenbe^.fäB i<Jf$aparan&ö »erließ, ip 
mar nur ssemge ^ßge öoftgeafefen, In ben oerfcbneiten Dutten ber ©rrngwathe, 
bei bin petii öuä 0 eiöaf<|ier ^rieg^inüaliben, bei ben ffeinen ©ranitftrimn, in 
ben 7id4)teu, bie am Semmel f#cm ©ommer, auf ber Qfrbenod) -SJintrr mären, unb 
ben jinnifihen ©tu&mttp bie fjanö brürfte, bis bori oben rinüe&eu von Abenteurern 
unb ©plböten fuhren, fagte einer; Partir, c'est toujours an peti meurir. 
Draupn j$ : ftgreiben, märe StBabnjtnn. & ifi n«bt moglidj, ba# non 

braunen brr iugeftalien, IHan farm Öle bloten einerf ^ 35 aferfatte 4 be^ ©rfdjreie# 
non ‘Bßöidlettteu ober öe^ ©ingfaug^oon f abrifmabebenober »on bebutrienfTTm* 
ben ßtauen, man fann bie ÄMngeeinetf gemijfen SofomotinengebruB erftnieber* 


U ft / 

|7l t i n 

e PC e i f 

p.n 

•ge n&fincm 

'artnemufeum y 

e£ mag in Rottet 

bam 

ioefrn teilt, fal 

) ich fine 0ar 

Eimlung »on©allt 

ong= 

urcji. (&& mai 

*cn oellbüfrae 

unb bunt bemalte 

Uo= 



fchreiben, wenn man ffe nicht mehr f>ört. ©ie entweihen nie wieber. Um alle# Dfft= 
gielle unb gugleich (E?ottf<he, ba# (Einmalige unb gugleich ©ewobnliche, ba# in färben 
unb SPh^Pp ©chwelgenbe, ba# iperrenmäßige unb gugleich tief Problematifcbe 
eine# ©oröfefte# an©ecf eine# fieinen £rieg#fdjtffe# auf bemTJangtfegu fchtlbern, 
bebarf e# einer reichen, bo<h nicht fcbmierigen Palette, ©ebanPen fommen beim An* 
blicP be# ©chetnwerferftrabl# am äußerften xüftenranbe Affen#, btefe# ©trabtet, 
ber ein wenig gefrümmt erfchefnt; ober beim glübenben ©ab in einer ber ©cbwe= 
felquellen bei Liberia#, ober bei einem ftrauengeßhwäß im ©afar oon Srtpoli#, 
ober im $al be# Jpfnterrbein#, auf bem ©ocf öe# poftwagen#. Sangfam bilbet ftcf> 
ein begriff ootnSAaß ber 2Pelt. 0ebt bo<h ben (Einzelnen, ben au# allem ©tillftanb 
entladenen (Eremiten, ben (Entöecfer auf eigene <§auft, mit ber ipanboolt £eute, bie er 
um ß<h bat, gemietete (tbirißhe g’ubrleute unb mongolifcbe Leiter. (Er Pennt oon biefen 
wettergebräunten Leuten nicht einen, er ift auf t'bre (Erfahrungen, auf ihre Au#« 
bauer, ihre ©ebulb, ib re 0<beu oor bem Unmöglichen angewiefen,ße jtnb rin berbe#, 
unefngefptelte# Orchefter, er muß immerhin wißen, gu welkem 3iel er will. 0ebt 
ben beharrlichen, fchweigfamen unb oon fluchen unb heimlichem ©eflufter burch* 
würgten Äampf ber Pleinen Karawane mit bem 0anb, mit ben Ärtftallmajfen be# 
©ebtrge#, mit reißenben Pleinen bluffen, mit ben ©ummtfläcben ber 0ümpfe, mit 
einem SPetter, ba# morgen# <$roft unb mittag# Rotglut ift. 3b r Rührer, lo#geloft oon 
ber getftigen < 3TPaffe, ber er entftammt, febwebt in ber £uft. (Er, ein armer ©päber 
unb Pilger, überf<haut£anbfchaften, auf benen fonft ba# fühl merfenbe Auge nicht 
ruht, bie# Auge, ba# oon allen 3nftrumenten, bie babei finb, hoch immer ba# feinfte 
ift unb anber# fiebt al# febe#2Pefen, ba# oor ihm ba war. ©er ftrembltng oerläßt 
bie £anbßhaft auf Tlimmerwieberfeben, faum baß fie ihm gut genug war gu einer 
Purgen 3eltraft,- hoch ein §aben gießt fteß hinter ihm brr burch ba#£abprintb be#Un» 
erforfeßten, ber ba# ©efebene nun in ba# STCeß be# ©efannten einmal für immer 
oerPnüpft. ©er £)immel geigt #aufenwolPen, ©tricbwolPen, bünnen ober bicPen 
©ebnee, ^eueßtbiße, Plare ©piegelungen. ©ie (Erbe ftäubt ba# troefene < 37lebl be# 
£oß, fcßltngt ©trübet oon ©anb, feßt Äiefel unter ben ewig bewegten guß. ©er 
©ruber ^Tlenfdb bort braunen übt feine (Energien in SPiberfpenfttgPeiten, in Pleinen 
unb großen £ügen, im gaftltcßen 0<benfen, im heiteren ©iebftaßl, in plumpen ober 
in fein gefabelten ©robungen. 0o ebarafterißeren (te fieß. ©a# ift e#. 

3ebe# meiner SReifebücßer ift in einer anbernSonart gefcßrieben,unter anbern©or* 
geichen,oon einem ^enfehen anberer ©chicht. „£i ober 3m neuen Often' ift ©erießt 
oon einer (Entbecfung be# fernen Often# in feiner fcßärferen Konturen, in feinem 
Anlauf gum©cßicPfal oon brüte. „3nPaläfttna' ift bie©egegnung mit einem 
SPefen, ba# gweitaufenbj'äßrig in un# felber wirPt, ein UmPreifrn biefe# 2Pefen#. 
„3m Pommuniftifchrn Ptußlanb' ift ein im ©türm furchtbarer unb ßinreißenber 
©fnge gefeßrtebene# Sogbucß, rin Seil barau#,* etnAugengeugenbericbt,ftoif<h*emp* 
fmbtieß/ bie „©elpbifcße Säuberung' ein©uch ber reinften ftreube am ©icßtbar* 
farbigen,- ein 2Port ber Siebe unb ber3ronieoor einer mit Poftbaren3eicßen betrie¬ 
benen 2Pelt. „©er P^ßem,eine CReife' aber ift ber ©tromfelber.©on feinen Aben« 
teuern, ^Panblungen, (Entfcßlüffen, Aufenthalten unb 3Pefen#Präften ift bie Ptebe; 
nicht mehr oon ben Übernachtungen, Abenteuern, ©efchwinbigPeiten be# SReifenben. 


106 




G£jy®%N.ENIUM * aNT I KE * CHRISTENTUM 

gefärbter (Eon, t>erfd>»eöeit 
»w bir ^anbbes Allmächtigen 
gekf? ■ bamit ausihrhernorgeheber 
jjii> bes öeutfcben HTittelalters! 
V!ri 4 jt mehr formtbie^>anbbes jun* 
.gen ©ottes aps bem Con bes Urge> 
flrfbesv dnealternbe^anb f net erben 
b»-cifrt 4 >«t» Stoff sunt ©ebÜbe bce 
Swanges, bis bie^Ahrhunbcrtebas 
©efd>icbe )u äußerer Einheitprcf* 
fvu, ohne ben inneren 2Gmpf ;u 
\üunöerlfd>ts ©ebtlbe ? hart 
•••;^H<h, flach — 5rrflößter>-«hel"— 
'ärg.eäoelchw Wort paßte nicht auf 
.f ($>>, bu beutßhertTTenfäVl 

i( h mit phüologifchem ©rnft 
bi<h hier aufs- neue festeren/ a*«btd#-<?n. an befTen Ufern ©oeth< ben 

•Doftoc »Sa tijftausiiä*/ bminsfchhmbmedm gleichen >£aufe,t>or bem ein pubel 
feinem Herren eiugvgfnfprang*' bet ihn b».t fov „ttTtnfh" $ti nenne« beliebte! 
Goethe - Sdrepenhauer ~ Wolfram - Sebastian Brant — der Reiter von 
Bamberg ~ Johannes Bäptists von Grünewald — ihr werbet f»ieberPehr*h> 
bis her letzte beutfeh* ?ur mütterlichen *£röe SurücffanF. ^Klarer geformten 


bas unlosbarfle fleh felbß.Wie feilte er auch }ur Klarheit über fleh felbft 
Pommen, ha biebrei ©runbfloffe junerfchfebenen Epochen nerfchieben ßarP 
ftch unter bte ^aut bringen! 3m hebert berTtatlon, im Athen bes *£in$elnen. 
Wir verehren bas Charisma ber ©oethefch«« Seele, bic bie bref ©runbfloffc 
geologifch $« fd>id>ten 3 iraft befaß; Gergianentum—Anttfee—Christen* 
tum. Gur aUjgj wenige finb gleich begucket ; an 2traft,an ^fahren. 25 ie meißen 
fltiFett früher bahm, jerPIüftet, ßarr ober in geOehnter Dumpfheit ~ ©enie 
ober Phiiifler, bem einen nor bem anfceen grauß. Welch Wuhber, baßbk 
Werfe be« ©enie« bem beutfchenphiiißerfremb bleiben, unglei# frembev als 
bem romanifchen tlTenfd?en bie Cate» feiner begabte«. 3m ©üben finb bie 
©rennen swtfchcn ©ebenben Unb ©mpfangenben naher gerüdft,, bie $kbe* 
bungen bes ©enies — mit welchem Citel ber ©eutfehe gern bas häußgere ra* 
mantfehe Caktjt .411 ehren pflegt *-weniger erheblichr uo<h tneniger überheb* 
lieh als bk ber l?eutf(he«. 

i>it Atitife — eine Kultur t»on cunb jmettanfenb 3ah* ew — ißfeineswegs mit 
bem Aüftmen bes äßUchc» ©dofmigsgianbens beenbef. Ums 3 ahr fooo 
fcheint etibgültig Christus über Äpollo utib Wotan,geflegt tu haben. Crot§* 
bem werfen 'JSntife unb ©ermaueuturo 'Kraft unb $orm iw tfefgehenber 
Owmrng ins ch^tßhchGTTittelaUer bw«nh Wellen, benen fleh basChrißentum 


107 





In möncßifcßer bsFefe unb myßifcper Iratifjettbetij bewußt entgegenflemmt. 
0o wecßfeln auch in ber mittelalterlichen bunß ber antiF-germantfcß Förper* 
frohe Cypue bee Witter« mit bem fenfeiteßingegebenen, leibesfeinMicßen 
bee UTottcßes ab. 

Um 1400 hat fiep ber fpejiftfch beutfcße UTenfcß einigermaßen burcßgeformt, 
wie um ein Cfaprbunbert früher ber ^ranzofe unb Italiener. Deutfcße, ita* 
liemfcße, franzöflfcpe, fpanifche FlationalFunfl tritt an bie ©teile ber unioer* 
falen cpriftlich*europ&ifchen, im UTaterialiemus unb Cfnbiotbualtemue bee 
©t&btertume ber feubal-FlertFalen Welt bee hohen UTtttelaltere entgegen* 
gefegt. Der 2tnbltcF ber neuen formen entjücFt unb oerwirrt, blumige Wiefe, 
woplbeflellterbdfer breiten fleh/ **>o oor Furjem ^ocpwalb fleh emporfepwang. 
Der ©piegel bee allgeißigen ©runbwaßers, tnbae noch bieWurzelnber hohen 
©otiF tauchten, flnFt jurücF. Dürre CJapre Fönnen nicht ausbleiben. 

0o follte man bae UTittelalter, zu bem bie italienifcpe bunß bee (Uuattro* 
cento nicht mehr gehört,auch fürDeutfcßlanbrnitberWenbebeeoterzehnten 
3aprbunberts abfchließen, biefer 0chicFfalert>enbe, bie bae Übernationale zu* 
gunßen bee nationalen fo weit zurütfwarf, baß man noch heute an Brüdfen 
baut. Wir führen jeboch unfere Betrachtung ine fünfzehnte Cfaßrßunbert 
hinein, nicht Fampfloe ergab fleh bae UTittelalter. ©erabe in Deutfcplanb 
bureßbrießtber mittelalterliche ©eift in wieberholten Wallungen bie neu fleh 
über ihn lagembe ©ebanFenfcpicßt, fo baß man gerabeju non einer erflen 
mittelalterlichen bomamiF fprechen Fann. Währenb in Italien biebenaif* 
fance in Savonarola — fpdter &pa,nitn in Don Quichote—einen ihrer legten 
trogifepenDer treter bee UT ittelaltere erlebt, er füllt ber „legte beutfcße bitter " 
Kaiser Maximilian bae Imperium sanctum mit feinem romantifeßen Sau* 
ber. Cfn Worms unterliegt fein £nFel Karl V. im bampf gegen Äutßer, an 
©teile ber gefühlsmäßigen-Deutung bee Weltbübee tritt bie intelleFtuelle: 
bie bunß ale ßöcßfle UTittlerin tranfjcnbentaler ©eflaltuog ßat für ein 
Cfaßrßunbert zu feßweigen. 

Wie eine tiefe 3fßnung Fommenber &ntwicFlung tönt ee aus ben Worten, bie 
Lukas Moser auf feinen Tiefenbronner Altar feßretbt: 0cßri, bunfl, fepri 
unb Flag biep fer, bein begert fegt niemer mer, fo o we 1431. Dem wiber» 
fprießt fepeinbar bie ungeheure Erzeugung t>on Fircßlicßerbunfl, bie gerabezu 
bae fünfzehnte 3aprpunbert überfeßwemmt. Diefe bunfl lebt nießt meßr in 
Fultifcper ^oeßfpannung, fle wirb ein herrliches ’SaobwerF, beßen tiefße UTet* 
ßer bereite oon ber CragiF bee mobemen bünftlere umwittert finb. ©eit* 
fam oerfponnen fiepen fepon bie Kölner um Lodiner zu ihrer Seit, oerwirrt 
Stoß unb Grünewald, felbfl Dürer. 

UTan maept ber bunfl bee fünfzehnten Cfaprpunberte noch heute ben t>or* 
wurf, baß fle gleicpfam ine Bürgerliche abgeglitten fei, alfo gemeßen an ben 
£eiflungen bee hohen UTtttelaltere, nur eine bunß zweiten langes barßelle, 
gerabefo wie ber Bürger ftd> niept mit bem Witter oergleicpen Fönne. Ulan 
gept oon einer falfcpen i^inßellung aus. iBcpte 2tunß Fann nur iprer Seit ge* 
maß fein, bitterliche Seit pat ritterliche bunß, bürgerliche mit gleicher Hot* 



wenbigFeit bürgerliche. ©rahmeffer ifl Feittesfalls bie Vorliebe bes fpäter Be¬ 
trachteten für bie fojiologtfche ©truFtur ber Epoche, fonbern bie Kraft, mit 
berbie jeweilige Kunfl aus bem fle umgebenbett Boben bie reifflen ^rüchtejog. 
0o wirb man auch sticht ohne inneren Anteil bem €obesFampf ber mittel¬ 
alterlichen beutfchen Kunfl nach bem Wormfer Konjil jufchauen. bie Refor¬ 
matoren laßen ihren herrlichflen $weig, bie Pirchliche Kunfl, verborren; ber 
Katholizismus ber beutfchen (Gegenreformation wirft fleh mit Cfnbrunfl ber 
bureh bie Renaissance hinburchgegangenen Kunfl ber romanifchen VolPer 
an bie Bvuß, ohne gan; ber eigenen Vergangenheit vergeffen ju Fönnen. An 
0teUe früherer (Gleichberechtigung, bie bie Kraft ber Amalgamierung freut* 
ben (Sinfluffes befaß, tritt ttnterorbnung. (Sin feltfam fchiUernber fftifchflil 
entließt, beffen Keije man nicht uerPennen wirb. Aber es mangelt nach Spürer« 
iCobe (15 28), bem ?ur gleichen jeit ober wenig fp&ter alle großen Jettgenoflen— 
auch *m JLagev ber übrigen (Geifiesgebiete - nachfolgen, an wirFlich führen- 
ben (Geiflern in £>eutfchlanb. SDte bilbenbe Kunfl—in Italien non ben großen 
Römern, Venetianern unb Bolognefern bes ^rüßbarodfs jur Weltgeltung 
emporgeführt — erfchöpft fleh nörbltch ber Alpen in bürgerlich prunFvol- 
lem (Gewerbe. £>ie Firchliche ©pätgotiF wuchert wie Jlattic h. 3Das Bürger¬ 
tum verqutllt in breitem Behagen unb £>enFfaulßeit, gewürgt burch bas ©e- 
jünF um bie „reine JÜ.ehre" unb burch bie grauenvollen hejrenprojeflfe, bie allen 
Konfefftonen eigen flnb. iDieJeit ifl für bas abfolute ^ürflentum reif gewor¬ 
ben. SDer Kitter wirb jum ^ofmann, ber Bauer jum leibeigenen, (Es hrrr- 
fchenBaufch unbBauch.Wte brennenbeiErbölquellen entfleigen biefem fetten 
Boben bie Kriege um bie Keligion, mit ©lut unb &ualm bie beutfchen ü-anbe 
faflhunbertCfaßre verfengenb unb vergiftet, aber auch büngenb. Y7o<h int 
©chatten ber Kauchfaule rafft fleh ber proteflantifcheiDeutfche in ^ollanb $u 
eigener Fünfllerifcher iLeiflung wieber auf, ihnen folgenb im ©tammlanbe bie 
©rofjmeifler bes beutfchen BarocFs unb ber beutfchen UTuflP. 

Aus ber (Einführung juj (Lühhecfe, £>te PlajtiF bes beutfchen PTittelalters. 

A. Piper & (Co. PTit JS5 (LichtbrucÜtafeln unb einfühtenbem Cept. 3toei 33änbe jufam* 
men halbleinen PT. ÖO.OO. Um bas beutfehe PTittelalter unb feine Plajlif bemüht fich 
bie «forfeßung heute toohl am jähejlen. Äisßer hecounberte man biePlaflif besPTittel- 
alters faß nur in ihren namentlich bekannten, »or allem fpütgotifeßen Vertretern Aie- 
menfeßneiber, Stof, Arafft, Vifeber, toäßrenb gleichbebeutenbe, ja größere namenlofe 
Aünjller faß unbeachtet blieben. Aber bas ganje PTittelalter iß ber PTeifler bet beut¬ 
fchen 23ilbnerei, ober beffer: ber Veutfcße PTenfcß bes PTittelalters. 3h« ?eigt Jrieb. 
(Lühhecfe in ber „Plajlif bes beutfchen PTittelalters." (Er toill in erfler (Linie ju Fünfl* 
lerifchem Schauen anleiten unb hat baju eine Überfülle t>on Anfchauungsmaterial aus 
allen beutfchen (Lanbfchaften jufammengetragen. So finben fich all bie Sejialten ber 
beutfchen mittelalterlichen tPeltjufammen cPTabonnen, Pietas, Propheten, Äaifet unb 
Ahnige, Aitter unb (Ebelfrauen, (Engel unb Schächer. So ijt hier ein PTonumentaltoerF 
ber beutfchen mittelalterlichen Plajlif gefchaffen worben. 


109 



Wer ift Bo yin Rä? 


Obwohl alles was nötig fein kann, uni einen Menlchen zu rubrizieren, längft 
dort verzeichnet fteht wo man nach derlei Dingen, foweit fie Bücherautoren 
betreffen, zu Tuchen pflegt, dürfte ich doch felblt am beiten über mich Befcheid 
willen. Das wäre mir aber noch lange kein Grund dafür, von mir felblt hier 
zu reden, wenn nicht Schweigen zu allem was als Legende umläuft, als Billi¬ 
gung ausgelegt werden könnte. 

Daß ich nicht ein „chinefilcher Dichter" bin, als den man mich allen Emltes in 
einer Wiener Zeitung feierte — und Guftav Meyrink, der einlt ein Vorwort 
zu meinem „Buch vom lebendigen Gott" geichrieben hat, daneben als „Ent¬ 
decker" diefes Zeitgenoffen aus dem Reiche der Mitte —, hätte dem freund¬ 
lichen Rezenfenten ein Blick in den „Kürlchner" allerdings Tagen können. 
Bedenklicher wird Ichon die Lesart, ich Tei von „buddhiftifchen Mönchen" er¬ 
zogen und „von Fakiren ausgebildet" worden. — Dagegen läßt es Tich immer¬ 
hin verliehen, wenn BuchrezenTenten mit wichtiger Betonung verkünden, daß 
ihr Wißen um meinen deutlchenFamiliennamen: Schneiderfranken ihrgünftiges 
Urteil weiter nicht behindern könne. 

Dem allem gegenüber glaube ich doch die Pflicht zu haben, einmal auszufprechen, 
daß ich meinen Namen Bö yin Rä mit mindeßens der gleichen Berechtigung 
trage wie ein anderer etwa Tein Adelsprädikat. Es handelt Tich hier nicht um ein 
frei gewähltes„Pfeudonym",fondemumdenNamen,dermir einlt von Menlchen 
gegeben wurde, denen ich enger als allen anderen — ja enger felblt als meiner 
Familie — verbunden bin, To daß er denn auch ohne jeden weiteren ZuTatz 
in meinen wichtigftetr behördlichen Papieren ganz in gleicher Weife wie der 
Familienname erlcheint. 

Wie jene Menfchen in mein Leben traten, habe ich felblt in meinem „Buch der 
Gefpräche" mit aller hier erlaubten Deutlichkeit erzählt. Ich fpreche dort gewiß 
von afiatilchen Ariern Und Mongolen, aber weder von „Fakiren", noch von 
„buddhiftilchen Mönchen"! 

Ich fprach in meinen Büchern fo oft von der Art diefer geiftigen Vereinigung, 
daß ich hier wohl mich damit begnügen darf zu Tagen: — es handelt lieh keines¬ 
wegs um die Vertreter irgend einer öftlichen Religion, Theo- oder Philofophie, 
fondern um nichts Geringeres als den feit der Urzeit ftets verborgenen und 
ftreng gehüteten geiftigen Tempel, der, von Weifen aller Zelten ftets vermutet, 
aber nur von Seltenen gekannt, in Verbindung mit allen geiftigen Strömungen 
in der Menlchheitsgelchichte ftand, foweit (ie, über diefes Erdenleben hinaus, 
die Rätfel der Ewigkeit zu erforlchen Tüchten. — Daß ich ein Glied diefes 
geiftigen Kreifes wurde, ift wahrlich nicht mein Verdienft. Ich hatte nie den 
fonderbaren Ehrgeiz, ein „Heiliger" zu fein und wäre auch als ein folcher keines¬ 
falls diefem Kreife nahe gekommen. Mit ihm verbunden aber ward mir die 
Pflicht, in diefen Tagen allen Suchenden zu künden, von dem, was lieh mir auf 
eine Art enthüllte, die jenfeits von allem intellektuellen Erlchließen ift. So ent- 
ftanden die Bücher, die meinen Namen'tragen und die ich nur unter diefem 


HO 



Namen geben durfte, da wahrlich meine bürgerliche Herkunft nichts damit zu 
tun hat, daß ich fiebere Kunde von den Dingen bringen kann, die in diefen 
Schriften behandelt werden. 

Literarifiher Ehrgeiz lag mir von Anfang an fern und Broterwerb brachte mir 
feit Jahrzehnten eine andere Tätigkeit, die fich genugfam auch heute warmer 
Anteilnahme erfreut. 

Wenn ich auch dort, wo es nicht unerläßlich geboten ift, mit dem mir gewor- 
denen Namen zeichne, fo drückt dies nichts anderes aus, als daß ich mich ihm 
weit enger als meinem Familiennamen verbunden weiß, was wieder Folge 
innerer Einheit ift, die in dem, nur eigene Geiftesart nach uralten Lautwert- 
gefetzen bezeichnenden Namen allein fich felbft erkennt. 

Denen, die auch um meine äußere Herkunft wißen wollen, aber fei getagt, daß 
ich vom Vater wie von der Mutter her aus alter chriftlicher Bauernfamilie 
Mitteldeutfihlands ftamme. 

Ich wünfehte aber, daß die Taufende, die meine Bücher lefen, mehr nach dem 
Inhalt als nach dem Autor fragten. Bo yin Rä 

Anmerkung der Red. EinVerzeichnisderBüchervonBöyinRä fteht auf S.119. 



Ein Spaß derGötter 

inst gelüstete es die Götter zu lachen. Da schufen sie die Seele eines Kö¬ 
nigs und legten in sie Ehrgeiz, größer als Königen ziemt, und Gier nach 
Ländern, überragend die Gier anderer Könige, und Stärke, gewaltiger als 
die Stärke anderer, und ungehemmtes Machtgelüst und großen Stolz. Dann wiesen 
die Götter erdenwärts und sandten die Seele in die Gefilde der Menschen, zu leben 
in eines Sklaven Leib. Und der Sklave wuchs heran, und der Stolz und die Gier 
nach Macht regten sich in seinem Herzen, doch er trug Fesseln anseinen Armen. 
Da machten in ihrem Dämmerreich die Götter sich zum Lachen bereit. 

Doch der Sklave ging hinab an die Küste des großen Meeres und warf seinen Leib 
von sich und die Fesseln, in die er geschlagen war, und schritt zurück in das Reich 
der Dämmerung und trat vor die Götter und blickte ihnen ins Angesicht. Dies 
hatten die Götter nicht vorausgesehen. Gewaltig brannte die Gier nach Macht in 
der Seele dieses Königs, und in ihr war all die Stärke und all der Stolz, die ihr die 
Götter gegeben, und er war zu stark für die Götter. Er, dessen Leib die Geißelhiebe 
der Menschen erduldet, konnte nicht länger dieHerrschaft derGötter ertragen und 
er stand vor den Göttern und befahl ihnen zu gehen. Auf die Lippen der Götter 
sprang Grimm, da ihnen zum erstenmal befohlen ward. Aber noch immer bot 
ihnen die Königsseele Trotz, und ihr Grimm erlosch, und sie wandten die Augen 
ab und schlichen von dannen. Da waren ihre Throne verwaist und die Gefilde der 
Dämmerung verödet. Die Seele aber erkor sich neue Gefährten. 


Aus„ Die Seele am Galgen“, ein Buch von Menschen, Göttern und Geistern von LordDun- 
sany. Rütten & Loening, Frankfurt a. M. 2.50,geh. 4.00. — Die Initiale ist aus Heines Buch der 
Lieder; mit Zeichnungen von P. von Haken; Georg W. Dietrich, München, in Leinen 3.75. 


III 





tPrtb* Im ttlßpo n, er m i tfrer £<*f *r «f Baratt; fca E>«? 1 1>e $Ufa wmen 

nur €mu tuibe ii . lt w e r ^ticfcVrift „Xu«; ^neherfttt*^ £*U 2 /mit fielen lUJbÜ&tni.ge« 
■ 0i wi oou i$k 4* 22» U^eHay & ftcidj ert, tritt« 4>«n , &C0. 







bi« 3« $ührieh unb Schnorr von Carol«felb. Sorgfältig gewählte Kbbilbungen erläutern ben tTejrt, in 
bem berPerfaffer ba« Wefentliche be« romantifchenSilbtriebe« aufcBrunb ber poetiflerenben, ibealiftifch- 
philofophifchen Ten betten ber 3«it3U charaf terifleren fucht. Wenn e« auch infolge be« tnappen Darflellung«- 
raume« nicht möglich erfcheinr, eine grunbfaQliche Definition unb Rbgren3ung ber verfchiebenen Strö- 
mungen ($rühromantif, Rlafß3i«mu«, Ha3arenertum) 3u geben, fo empfängt ber ilefer bafür in ben 3afel» 
reichenein gefreuten (Bebichten unb einer fubjefriven Ku«wabl in (Bebanfen unb Äußerungen ber roman- 
tifchen Philofopbien, Dichter unb tllaler Phantafterei3 unb Spannung, geiftige Rtmofphäre unb <Be- 
finnung „<D Stern unb Slume, (Beifl unb Rleib, «Hieb 1 JLeib unb 3 *it unb JEwigfeit I" 3 « einem 3weiten 
Sänbchen ber gleichen Serie fchilbert Haffe iLeben unb Wert Wilhelm JLeibl«. „Rbflcht biefe« fleinen Su¬ 
che« ifl lebiglich, iLeibl einem breiteren Rreife3ugänglich unb verflänblich 3u machen, ba«beutfche<Bewiffen 
wieber erneut 3U fchärfen, fleh feiner beflen tfteifler flet« 3U erinnern unbfUalerei al« nicht«anbere«gelten 
3U laßen, al« wa« fle fein will — eben fftalerei." Dan ten«wert ifl berlinhang mit teilweife hierum erflen- 
mal veröffentlichten Sriefen be« tlTeifler« an feinen Sruber, Dokumente einer echten, fachlichen (Beßnnung, 
frei von JEhrfucht unb JEitelfeit. Kup 6 

?UliU0 ntder^roefe ✓ Cäjonne und fehl Rrd». X. p«per. Sxr »ritten Xuflage tiefes 
fei ein (Beleitwort mit auf ben Weg gegeben. Die Perbienfle be« Perlage« Piper brauchen 3war nicht mehr 
befonber« ermähnt 3u werben; fle flnb allmählich eine Tatfache geworben, an bie man fleh von 3 eit 3u 3 eit 
nur wieber erinnern follte. Da« Rbbilbung«material be« Suche« ifl vortrefflich; baß Werfe au« beutfehem 
Sefltj flarf bevorzugt flnb, ifl erfreulich, benn biefe Werfe gehören mit 3um Schönflen, wa« C^anne ge- 
fchaffen hot. 3 « biefem Such hält fleh tfteier-CBraefe auch mehr an ba« Tatfächliche al« in feinem Werfe 
„Pincent." 3 meifel«ohne gewinnt bie Tlrbeit baburch an Wert.C63anne ifl be r tllaler ber PTobeme; vielleicht 
ifl nur van (Bogh größer al« Pfyche, al« Dynamit, al« tftärtyrer. Rber am Ifnbe wirb man fleh freuen, baß 
e« 3wei folche Serie gab unb wirb bem Perlag banfen,baß er un«bieRenntni« ihrer Werfe erleichtert unb 
un« ihre Wefen«art nahe fuhrt. W. v. b. Schulen bürg 

Ricard ftmed Pfeifer X Oer Ceifteefranfc und fein fDert. ißineStubieüberfcb^ophteneRunfi. 
tTTit 45 Rbb. TUfr. Fröner. £ln. 7*00.3« biefer Rrbeit höbe ich ben Hachwei« geliefert, baß e« ein 3ntfum 
ifl, in ben Werfen <Beijlc«franfer eine befonbere (Beifligfeit 3U erblicfen. Wa« an fünfllerifcher (Beflaltung 
in ber <Beifle«franfheit geleiflet wirb, entfleht immer au« bereit« vorhonbener fünfllerifcher Segabung, bie 
burch 2 lu«fchaltung innerer Hemmungen in ber fltuße be« Rranfbeittleben« fleh entfalten fonnte. Ru«- 
giebigePerfuche mit ein er 3eichnerifch veranlagten, gefunben Perfon haben ergeben, baß alle« vom (Befunben 
erreicht unb übertroffen werben fann, wa« ber <Beifle«franfe an fcheinbar burch bie Rranfheit hervorge- 
rufenem Rbfonberlichen, Perblüffenben, $remben unb Unheimlich-Wirfenben hervorbringt, an bem, wa« 
unter ben Segriff be« Dämonifchen fällt. Der bämonifchen Peranlagung, einem charafteriflifchen 3 ug be« 
fch^oiben fftenfchentypu«, höbe ich «in befonbere« Kapitel gewibmet, bo gerabe bie bämonifche Kompo¬ 
nente in ben Kunflleiflungen (Beifle«franfer, fowohl ouf barflellenbem wie auf literarifchem (Bebiete ba«- 
jenige ifl, wa« bem unbefangenen Sefchauer ben flärfflen, oft peinlichen, ja entfeQlichen XEinbrucF macht. 

R. R. Pfeifer 

£udwig oon Pigenot ✓ Hölderlin X Oqb töefen und die 0d)ou / €in Perfud). $ugo Sruct- 
mann. Diefe« Such, feiner Sprache unb $orm nach mehr eine Rbfolge von Stubien (Der metaphy- 
fifche (Brunb. $ella«. Künfller unb Werf) al« ein in fleh gefchloffene« Wert monographifchen Choratter«, barf 
hoch über ba« fachlich« 3 ntereffe hinau« einem weiteren £eferfrei« al« befle JEinfübrung in ba« menfehlich« 
unb bichterifch« (Brunbwefen <£ölberlin« empfohlen werben: e« läßt bie bi«herigen Semühungen um lEr* 
fchließung ber £ölberlinwelt beträchtlich hinter fleh. $>er Perfaffer hot tiefe bingliche Slicfe in ben un¬ 
verbrauchten Reichtum be« bem äußeren Ru«maß nach fo befcheibenen ifirbe« getan, ba« un« von Kälber- 
lin überfommen ifl. CTicht baß fchon alle« gefagt wäre unb jeber Schleier gelüftet. Uber eine umfaffenbe 
«öölberlin-Siographie wirb noch langhin verbotene 5 rucht bleiben. Sie hot bie volle Ru«wirfung biefe« 
CBroßen 3ur Porau«fegung, unb *Jölberlin, al« ein poflhum (Beborener, lebt viel 3U flarf al« unfer 3 eit- 
genofle, um bie notwenbige Diflan3 hiflorifcherSetrachtung«weife fchon für biefe (Beneration 3U3ulaffen. 

Dr. Conrab Wanbrey 

$dedr. OTarF. ^uebnec / Da« 6ud> und der fflctlftt). Xau*, 2ßeflau. 1 . 50 , geb. 2.S0. über £efer. 
fehnfucht, fchlechte Sücher, fchöpferifche« £efen, Pielbeutigfeit be« Suchinholt«, Sücher beflQen, Sücher 
entleihen, bie Rolle von £anb nnb Rüge, Sücher fammeln, Suchfchönheit, Reifeleftüre, Such «nb ^.efer 
al« Porwänbe, Hicht3uflänbigfeit be«Perfaffer« fpricht^uebner in geiflreicher Weife. Schaffenbe CBeifle«- 
berührung macht bie Senbung be« Suche« au«. Richtige« ^efen ifl fclbflfchöpferifch, ifl äanblung; ba« 


113 



Buch alfo UTittel, burch baS bie Seele fortbichtet. T>ie fnappgefaßten Kapitel laßen taufen unb re^en 
ü-efer unb Buchfchreiber 3ur Selbßprüfung. 3 >ruc£ unb HuSßattung ßnb vornehm. T)r. ttlollberg 

Öu<f> und Arbeiter X ©rundfä*Micf)C 0 und Praftiföw. 5r«g. r. xd . ©Reffen, s.*. pertM. J.00. 

^at baS Verbienß, auf eine fehr wichtige unb fco# meiß noch vernachläfßgte Aufgabe beS BüchereiwefenS 
beutlich unb energifch hin3uweifen. Wer jeboch darüber hinauf eine erfchöpfenbe Behanblung ober auch 
nur eine Beleuchtung aller wefentlichen Probleme biefer Aufgabe entartet, wirb enttäufcht* Huf ba« Kern¬ 
problem, bie Strufturunterfchiebe unter ben BilbungSfchichten, bie Schwierigkeiten unb Möglichkeiten, 
trog biefer eine allgemeine Bilbung3u forbern, wirb nicht ernßlich eingegangen. 3 )ie umfangreichen Bücher« 
lißen bilben leiber größtenteils einen wortgetreuen Hbbruck non Katalogen ber Düfielborfer Stöbt. 
Volksbüchereien, alfo auSgefprochen großßäbtifchen Büchereien, währenb gerabe in ihnen bie Vertiefung 
in bie befonberen Hufgaben berHrbeiterbücherei hätte be triefen werben müflen.3.3. Vornan n,€harlottenb. 
ÖtUif(^t6 £tfrtü(^. £erau*gegeben von £ugo von ^ofmannStbal. Bremer Prefle, München. 2 Bänbe. 
«ine Sammlung neuerer beutfeher VerSkunß nach bem ßrengen HuSwahlprin3ip vollkommener $or« 
mung unb eigenen Tone* beßgen wir feit langem in ber noch 3u wenig verbreiteten HuSgabe non (Beorge 
unb Wolfskehl ßDeutßhe ^Dichtung, Banb 3 ). 5 ür bie beutfehe Profa, bie nicht minber ihren eignen, heut 
von ber fprachlichen UmgangSmün3e beS HUtag* überlärmten Tonfall hat, fehlte bisher eine £efe, in ber 
ihre Meißer unter bem (BeßchtSpunkt bes Stils (biefer nicht als müßige Spielerei von Hßheten, fonbern als 
1103 erteilte Einheit beS höheren Menfchentum* verßanben) 3U (BehÖr kommen. Hun hat ße *>ofmannSthal 
mit bem untrüglichen (Dhr beS Berufenen für bie 3 eit von J 750—1850 geleißet. Was hier von ilefßng bis 
Stifter ßch barbietet, iß ebelßeS beutfehes (BeißeSgut von einer Makelloßgkeit ber fprachlichen Prägung, 
baß es nur beS liebenben HnfcblufieS an biefe (Befchenke ber beßen Stunben unferer großen Profaißen 3U 
bebürfen fcheint, um auch burch bie fprachliche Hnarchie unferer Tage mit ßchrem Kompaß 3U ßeuern. ÜDabei 
ßrahlt aus bem lauteren Spiegelgrunb biefeS Werke* bie ratfelhafte Schönheit bes beutfehen national- 
geßchtes mit einer 3 nnerlichfeit, bie etwas Un3erßörbareS hat. ÜDr. Conrab Wanbrey 

0uUi»er’0 Reifen, pon ^onafyan Swift, mit6»ldern oon SrandDiUe. Union, Stuttgart. $iMeber 
25 . 00 . 3 u ben paarBüchern feit bem T)on (Etuipote, welche eine wirtlich internationale Unßerblichf eit erlangt 
haben, gehört baSwunberbareBuch von (Bulliver* Keifen nach JLiliput, nachBrobbingnagunb4Laputa,unb3u 
ben herrlichen £auyhnhmn*. 3 n hunbert Sprachen überfegt, in foßbaren £iebhaberbructen unb in tau- 
fenbKür3ungen unb Bearbeitungen als Kinberbuch verbreitet, ein echter, wigigerBruberbeSunßerblichen 
Kobinfon, taucht bieS fößliche Buch, über baS fo viele taufenb Menfchen gelacht haben unb baS in feiner 
Tiefe fo 3um *>et3beklemmen traurig iß, immer wieber unb wieber auf, leiber fehr oft in miferablen Be¬ 
arbeitungen. SDiefe neue HuSgabe bes Verlags Union verbient volle Hnertennung, ich wüßte an ihr nicht* 
au*3ufegen als bie eine Kleinigteit, baß man vergeben hat, ben Urheber ber fchönen, 3weifeUoS älteren 
Überfegung 3u nennen. ZDemBuch ßnb bie ßotten unb wigigen 3 eichnungen (BranbviUe* beigegeben, biefe 
höchß lebenbigen $cberfpiele eines ironifchen KomantiferS. Material unb HuSßattung ßnb gebiegen unb 
fchön. Heben ber guten vierbänbigen SwiftauSgabe bei «rieh Keiß fei biefer (Bulliver ben£reunben guter 
HuSgaben empfohlen. Hermann ^effe 

$0tttt* $fedltt* goldetie* «ine fchlichtbeutfch«<BefchicbtevoneinemStabtmenfchen,berßch jum 
Hcfer (Bottes 3urückfanb. Von <Z>*kar (Bluth. 4 L. Staactmann, 4Leip3ig. (Beb. 5 . 00 . «in £anbroman, hoch 
tein Bauernroman. 2 Die natürlich wunberbare Welt bes ilanbmann* erlebt von einem Stäbter, ber ber 
Stabt — krankenb von ihr — ben Kücken kehrt, um feine verborrenben Wmgeln mit geruhiger Kraft voll- 
3ufaugen auf eigener Scholle, ber«rbe fronenb, bie ihn nährt. Sehnfucht nach bukolifchem (Blück, bie allen 
Stäbtern eigen iß, wirb «rfüUung in biefem Buch, «in neuer Kobinfon, muß ßch «5annS Siebler erß bi« 
grüne, fonnige 3 «fel erobern, an beren Stranb ihn feine Sehnfucht wirft, «r will bie Hatur mit einem 
^anbßreich erobern unb in feiner Hieberlage wirb er 3ulet$t von ber Hatur erobert, ttlelancholifcher 
KampfwiUe münbenb in erlöfenbeS Befangenfein, in heitere Kraft. ÜDaS iß ber über3eugenbe Sinn. 2 DaS 
Buch tut unferen Überresten Herren wohl. «S iß erlebt, barum ßrahlt es bie Wärme ber «rbe aus unb 
hat bie frohe Kühe ergriffener Sicht über weite* ^anb. «Sßnb £etbß unb Winter, Frühjahr unb Sommer 
in ihm. (Bluth geht weber ben Weg Kofegger* noch ben eine* anberen, er geht feinen eigenen, beßnnlich, 
erfüllt, ein heiterer Bejahet mit einem Schuß fchwermütiger StepßS im «r3ähierbiut. «in liebenswerter 
tftenfeh fchrieb ein liebenswertes Buch* T>r. Ken 6 Pr Sv o t 

£*td Ulocoulay* Tffoy*. > 5 erauSgegeben von «gon 5 riebeU. Kifola-Verlag. Von £orb tlTacaulay*, 
beS englifchen (BefchichtSfchreiberS, 3ahlreichen «ßayS hißorifcher unb literargefchichtlicher Hrt, bie fowobl in 
englifcher wie in beutfeher Sprache wieberholt (3.B. in ber Keclambibliothef) erfchienen ßnb, hat «gon 




Sriebeü im &i?olö-P*tiag eine neueüuSuwbl in erföttaen Uffeit. XDoW We teiifrtigfte« 

ber ISfiay* ftnb auög?nr<M>it: b(e über tTracbiareüi, £orö i&iicpn, .SffebrMi Öen Großen unb iJörb &yeori -~ 
worauf man f 4 >on Öie TUelfdrtgPeit ZflatäülayS ju erfennen berwiag, v&n 5 riebcll gcf^ti^benc $ih* 
hftung tritt tTTacaulay burrfüiuf Pdriftfr gegenüber — ein ifrcfät&WM'Cf brr Hange« iß er genüg *?*4>t 

gewefen, Über er yerfVanb &tc grog^ugtge Sd^Aberilhg, feie Upetibigc Cbarafterifhf/ Öle weiten ^.ü^bMcPe 
Usib bamir bat er fein engt»Cum flecf auf feiner Beit* .gebaut« 3 >er beudcbeJLefeU tcirb-in biefen 
igffay^ vormiegenb üternrifcfee Öcbenbeif/tii^t fu4>ru böUen, obwohl btt 

IfufraQ tUaeaulay* über ttla<biäseUi geregter ift aiil manche iphmt. nü(fenf4>afrU4>e Üttrerfucbung an. 

Über Sriebricb btn «roßen weiß er ft niiefe jtföt* Hongrnta^ im fa$«n — ba f*in £anö*mamt 
7 boma& tarlyli* mit ganj anbrer UÜnfübtung bnA «eni? 3U ernennen oermoebe über trogbeyn lieft man 
je&en bfefee itfTayi mi^«cmi#, bemt «in 8<briftfteilet non bober^ebeuning iftWacaute? u^wdfetbäfl 
gemrfim, 


Aiif: Schlegel, Ludnide.. 

Mit 8 TonMMtm und Buchschmtukvcm Ludung En&ers. Georg W* Dietrich, München. Leinen 4.00 . 

$C Ulaiflrt A Uötn pappr* ÜUgrm,t>ertgf.*2luft. tl?Ün<bcn. 3 )a$ vornehme BammetcperrüatboljCon 
erfabrrbur 4 j üufmtbm« öieftf eine bemfr^nAmerte&TOcbenuig. Verebter unb «cgner bei papft* 

tum« tPerbiuv baf tberf mit feiner ebernrn llonfegüeni uub feiner gl^njtnbrii Süftion nifbt obne tiefer* 
gebenbe Üuregiingfn auf bcr^anbUgen Äeigcgtben iftbee t^Teuai^ab« i|n oon IJv'Öernbar&r warm* ; 
bergig geftbricbener J&jffVty, ber über 5 )e fcHaiftte jüberl&'ffig orientiert. Balten tDerCen möfi>e* man im 
"Egtboitifon öfter begegnen. dlcbichvn.bcr \t*abrbeic unb bieXbabcbeir allein wacht um aUr ol> „buben" 
ober „brüben”—r in tsntfU&Peür frei, P. Ü ti g uftü u Hfimm (IX 8, t2>. 

fitlfygr* KöfflpffcSId«?** 1?. «tifar Ö. 3 wnb «geege 0 . 3 * Berber, ^rbg. 3 Die gleube Üüifrfemmng, öie 

f. J* Witter«Butbmvurm bemmonumentalen £ürbenx>rtfe «dfarss jotlte, Tonnen jLu&cfö &ampfftiiber U?* 
anforuÄen.. ifii&t. bet Benfatton unb bet poienti^.fonbefcö .b-eif -'b»fXortf«ben t 3 >ab’vt«ir xp»Ü bie pubiiFatton 
bic^n, unb facblicb geraffen erreicht jfe aueb ibrenSü»^* 5 )ie 'Rampfbilber (Frifat^ bi Iben eine begriißen^ 
mem igr§{iU3u«g3u feinem £utfcetbucj>& p .IX uguffi ti Ädmrn 0 >, S/Ä. 

Siürrn jFIftan« 5ern oon ißuroya, in iTibet, »oUjicben ffrb hie Juterefrenftttnyfe non ißngCanb wiib 
üußlatib. IßngtgWb \s>iU X>a* Eibet <xte «lade gegen lß4nbru{b^erfuA<? auf 'Jnbier» ambuueu ; 

ütißlanb tritt bie ißinbrueb^ftette in ber *Jant> bebaUrn,— ^erlagt »on x^eufelb «c Berlin r bat 

tOil^eim ^ifd&ner ein ^ueb' erftbeiiten- laffen, &a» bis t^HebnifTe eine« ruffifdjen:.«eVe'im«Ägeiffen r ber 
ttt biefem «ebiet Vetx reubnng fanb, fVffct»»b barftellt, ligent beißt 3 errff, bit‘ bat eine bo 4 ?- 
ftebenbe, iamatfdfcbe ^Hbung genoflen, meiste bo|>r lUoftermurbfn, Cam bann mir poliiif^ m&ti§en 
Breifew in Petersburg in ^^iebung u üb trat in bi# Ha ^rifbtenabcetluiig besrufftf^cn austrtoigenllmte« 
unb fparer btt rufflf4>rn «emfrälftab« ein. b!inc müitdrif<b*ted)tiih1>t üuSbiroung l'efabigre ibn,baf5 £ibet 
au<b oont BtanbpURft beö SoiWe« aus für bi« rufttf(b? Hegierunf yu erforf<beti. ^Jerempil «?ar t$ 
allein 311 urrfeanfeii, öaßbit’Suffen ein« Heib« von tatfadbU Aen mKlitarif^en^rfolgen 311 wr§d<bi»eii batten. 
Belbftrcbeuö ßnbau4bORengUI4»er0dcemoblau*$ebUbeteügenren f b?em«iHenS als Äertelmonibe geben, 
mit^^benfelbcn ttfifttotien miz%ztempii Qbgtfanhr. $ 5 iefeenglif 4 ien ägentenhabenbiVglei^'ü^fgAbe^’.^rfie 
3ermp»Xbarte : ^erf>ettun3 i r^n Harten, ^rCunbiguitgen beS üufmarfigebiefcS^aibri^tert über Waffen» 
banbet, jföwie Übema^tung bei: Qmpä$AUp& unb ber Btimtnung. tlugenblicflicb baöen birJ^ngläaber -in 
ITibet Oie «berbanb, Ipalai i-amaftebf ^iifammen mit bett §orjtftbrirtlcttt auf ehglifd&er Beite gegen 
bie rufTenfretthbÜ4ien 3 u>«ftrbatioeti fcifie« iLanbeS. 3 >en iCnglÜiibern mar e« gelungen, ben.fealai &‘<xtna 
vor ber0oxpiet*3b«e 3u marnen. 3erempil'^fonnte tiiebw auentbten, unb mar fetber ?m ^nneren iDobl mit 
biefem tlTipcrfolg sufrieben, weil er alt frommer t 5 ubbbift ju benBotmcrS mit ihrer rcligiofen üübulbfam« 
ttit Ceinc iCinftettwng flnbert Ponnte. ißr märtet f*%t in einem Pleiftwn iUo^er in feer ttlongote* auf befftce 






3eiteti fürRußlanb. — 3 m Knfcbluß baran, wag im 3t Veiten £eft beg ,,Bücherwurmg" gelegentlich ber Be* 
fprechung von CTicolaig „(Beheime UTächte" über bie (Qualität bei guten politifchen ttgenten gefügt ift, mag 
barauf hingewiefen fein, baß Jerempil biefen menfchlich wertvollen Typ eineg politifchen Agenten großen 
Btiig barftellt. Daju ift freilich T>oraugfet$ung, baß folch« Agenten um einer 3 b«« wiUen tätig ftnb. 3 m 
Tinfchluß an bag Hifolaifche Buch lieft fleh bag Wert von $ilchner befonberg gut, eg ift gleichfam bag Bei» 
fpiel 3um ^ebrfatg. W. v. b. 0 chulen burg 

©?• K* Slembetg / Utaltf)?? Half)et10lt dt? Kopf» Derl. $>r. W. Xothfchilb, Berlin*(Brunewalb. 
VIII u. J 47 B. Br. 3 . 00 , geb. 4 . 60 . $>ag Buch ift eine &arftellung ber Philofophie Hathenaug unb eine 
Würbigung berfelben. 3)er (Bebanfe, bie philofophif<h«n Unfchauungen eineg bebeutenben tTtanneg 3U 
fyftematifieren, ift ber Durchführung wert. Wenn fte nur nicht fo unhiftorifch wäre! tltan fann nicht auf 
<Brunb non 11 Werten, bie innerhalb von IO bebeutunggvollen 3ahten entftanben, die Philofophi« eineg 
fftanneg aufbauen, ohne irgenbwo auf bie l£ntwicflung einjugeben. Öternberg felbft legt ben *>auptwert 
feineg Bucheg auf bie Würbigung. Wag er an Parallelen 3wifchen Rathenau unb kentern wie Bergfon, 
lleyferling, 0 pengler beibringt, bat in ber tCat feine Bebeutung. Die Uritif ber Philofophie becft von 
formalen, logifchen (Beflchtgpunften aug nicht nur gebanfliche Unjtimmigfeiten bei Rathenau auf, fonbem 
behält ihren fritifchen Wert auch gegenüber vielem, wag fleh moberne Philofophie nennt. 

Dr. 3 oachimProchno 

5u»Sao»$o x Die religtffen und pfyilofop^tftycn epflcmt ©flafletw. t>onS>r. s. ie.it. Traufe. 
Ärnft Reinharbt. fftünchen. 3 um erflenmal ift in biefem Buch ber Oerfuch gemacht, auf wiffenfehaft* 
lieber (Brunblage bie (Bebanfenwelt (Dftafleng im 3ufammenhang bar3uftellen, b. h* J«ne Öyfteme, welche 
China unb 3 apan mit 3 nbien gemeinfam haben. Xßg ift eine folibe, reinliche Arbeit geleiftet, unb bagBucb 
wirb, bei ber h«trfchenben geiftigen UTobe, alg Wegweifer unb Hachfchlagewerf gewiß rafch feinen Weg 
machen. Befonberg bie Darftellung ber oftlichen Sormen be$ Bubbhigmug 3eigt eine Rlarheit unb 0 aeh» 
lieh feit, vor ber man banfbar unb bewunbernb ben gut 3iebt. Die inbifche Welt ift bem Berfaffer wohl 
etwag frember geblieben alg bie chineftfch-japanifche, hoch ift auch feine (Befchichte unb Dorgefchiehte beg 
inbifchen Bubbhigmug eine vor3Ügliche£eiftung. Wag mit bentllittein reiner Wiffenfcbaft auf biefem (Be* 
biet 3U erreichen ift, ift bi«r erreicht. Daß eg noch anbre alg wiffenfcbaftlicbe HTittel gibt, Religion unb (Be* 
banfenwelt begWfteng auf3unebmen unb anbeutenb wieber3ugeben, bapon wiURraufe nichtgwiffen,hi«r 
ift er burch unb burch Profeffor. Unb fo pafftert eg ihm, baß er 3.B.in einer Fußnote famtliche aug fünft* 
lerifeben Jgrlebniffen unb Ubflchten entftanbnen beutfchenÜberfegungen ber alten Chinefen mit graufamer 
£ärte verurteilt, von Ular big fftartin Buber unb Rlabunb, w&brenb er bie Überfegunggverfuche von 
Rollegen, von Sinologen wie Wilhelm unb (Brill, von biefemBerbammunggurteil augfchließt, obwohl/ mit 
ber Urgeftalt verglichen, biefe Überfettungen nicht minber taftenbe unb 3weifelhafte Berfuche flnb! Unb 
baß biefer (Beifl einer fachwiffenfchaftlichen Unbulbfamfeit hi« unb ba in Rraufeg Buch wieberfehrt, fei 
nicht verfebwiegen. Hach Traufe finb ernftliche 3 «f«teffenten für aflatifche (Bebanfen bloß unter Sino» 
logen unb 3 ntologen 3U ftnben, alle anbre iLiebegbemübung beg Wefteng um bag ilicht beg (Dfteng ift eitel 
Dilettantigmug unb Schwinbel. Da muß bem Profefior hoch gefagt werben, baß er fein Buch bann für 
Sinologen hätte fchreiben follen, unb baß ein3elne jener von ihm verlachten unb gefchm&hten Übertragungg* 
verfuche aug JLao Cfe unb Dfchuang Df6 Caufenben etwag gegeben haben, wag fein rein wiffenfcbaftlicbeg, 
Runft unb fllagie ablehnenbeg Werf feinen liefern geben fann. ^ermann 3 effe 


Kummer, sogar „lebhaften ", bereitet das Hefts <ks „Bücherwurms u dem Piper - Verlag, den wir alle 
verehren; jeder Halbleinenband seiner schönen Dostojewski-Ausgaben kostet nämlich nur 5.00, jeder 
Leinenband nur 6.00 . — Wenn also die Deutschen von gestern und morgen, wie wir behaupteten, nicht 
ohne Stifter in die Ferien gehen, so mögen die Deutschen von heute sich an ihren Dostojewski halten . — 
Mißverstanden hat einer unserer Setzer den Gedanken des Preisabbaues; er hat nämlich auf Seite 96 
bei dem Preis von 2S Pfennigenfür den,,Piper boten“ einfach die 2 weggelassen ; weder der Piper- Verlag 
noch wir können diesem seiner Zeit vorauseilenden Manne folgen; der „Piperbote“ kostet also immer 
noch 25 Pfennige . Jeder wirkliche Bücherfreund kann sich ein kleines Meisterstück mit Originalholz¬ 
schnitten für 1.00 kaufen , Es ist Scheffels „Hildebrandlied“, Verlag Wilh. Gerstung; das Titelblatt 
dieses Heftes ist ihm entnommen . — Das nächste Heft des ,, Bücherwurms“ erscheint am 1. September .— 
Die Vignetten auf Seite 98 und 99 sind aus Balzacs „Kleinen Leiden“, Hyperion - Verlag ; siehe auch 
Heft 1, Seite 20 . Die Initiale J auf Seite ioj ist entnommen: Rosny, „Die geheimnisvolle KraftP 
lllus tr .von Fr. Wittlinger. Drei Masken- Verlag . J.oo, geb . 6.00 . 


Il 6 




Guirav Kfeyirink im Himmel oder; Nach getaner ÄtbeiT»ft gut tühß/ 
au« dem humorifiilchen Bächlein,£>«• Löwe. Alois un4«ndereGeilchi<teen M vod Quftav Meyrink, 
mit vielen Heidinungen von Olaf Peterfen. Einhorn Verlag, geh 0-80 Mk. Der Löwe Alois 
gehört zu den beiten huniönitifcheri Gelthiditen die es überhaupt gibt. 


*£ t n t u 0 xd a X) 

Romane (Srjählungen Hopeüen 
War föreper, THein 'Dtadjenbcmg ixnt> mag e$ 
jldj mit mirrt jdhlt.^JStaacfmartn.8eb,3.00> 
aggl ©einritb $lifa&etf)S Opferung. 

'Tippelten. «£fitmef*Perl. 128 Seiten. ©ei>, 
: 3 . 50 . 


n f ii e r £> u q e t 

«Jrömftnn, Tluguft ©trinöberg. "Die ®c> 
fd>id)te einet faropfenöen u.lefoenöett Seele. 

3>.%ejfel, 8(55 e. J5.Ö0, S^al&L 18.00. 


’S)r.mon, 5?lörfa l^apbeialne. Vornan. $fca« 
ft&er & £»*> 33r. geh. 4-80. 

3erome Ä. ^erome, l&ntTjonp 3ol>n. Saffuft* 
15erL. ©tb. 2*3ö, „Stoman au* 5em me» 
Dernrn (frtgJan»,* 

‘Jlborlf Äoelfth, Pft '98«»»« im 3Hoh&, Vornan. 

©ret^iein. 366 ©* ©eb. d*öO. 
p. TT. »on Magnat», 'Die Stmajone öcr UBilö» 
nid. Qberfe^t non 3L mm 12'antpenbaufot. 
'Jrommann, 3e««, 39r. ',4-w^ Seinen 6Vöö, 
.'^Nnteuei- «tu* Öffturfeftä«/ 

&ätl D^at>em<Jcf)rt. iIäefarfug non tletjfrrlMfy 
3. p, 5ad)em. ©eb. '^ÖfVÄönfHfr^t^tr 
aug bemftbft er leben &e£t3*3>4rf>4siDert$.’' 
Söitpfp», ©ef<hid)ten «. T?lät<b*n. nberf.wön 
9l. £uibrr. 5l»J.3»fL ©eb.4-00, JpaibleOer 

?.0C». ^IJluÄwnhl öer THetjVertterfe auÄ Öen 
Heineren Bd&riflen.* 

£*d*fr etugrophl*« ittemoiren 

<Sß«nlttfpfprCw*6 , '£v'rt*;. ^«^«nilfcMtt? fo** 
l pftv* non "?J2e^o. ^tr, qßf 2/$&p2j& 

30 . 00 , „$¥»(-) hvfotiidtf ’DwjtrtiuftiV' 
®r«ttt$. •geSfAHfi jiw? fiinfjKtfwtt Wilu-: r-.. •. 
Dugt» vm' $pf?nqn.i.s<fc<Ji<. 1 . 'vif« (. b?v Drc> 
wer ■JprejFe.' J3appe 2&0CL . \ 


• Seinen $.0O, 

Briefe Äfiiffr2D((helmg LTDefmaraner Briefe. 
33earb. »on iDr, 3ot}. fö cbuf§e. ©. ‘■öerl.« 

mt.Wm 13.00. .“DiefogetvSPef« 
mdruaer Briefe »oft 1828—3887/ 

SefdM^t* R«Uurflef<fiidKe <8e»0t'öphle 
’Jrfe&ri^ ‘JIöamL SdhWfnIgtpenöe Preußen 
•I8i2-—l8l3.gnlfewerL 4 00- 
jrtdjnnngeÄ »on ftugenseugen/ 
7ilt*'Dre4beh 0rg«. »on “Dr. p. ©olÖb«rbt. 
3?6"Perl. Tftit 68 $af, 4*00, Pappe OiÖO. 
i.'-35uu* u. ?laumfunft Ört lebten 3nhrhMn s 
jjrtfeimPfl&e/ 

i^rnft Pnafd), Damfcurad 1814 btd 

%mwMM 9 -oo. 

.PMn'1814-lW 

3wftug.rjngbngen,Der rheinifcbe Proteftnftttg- 
mu# vt.öie (£ntuttcf lung Dertiirinifcfaen ÄuUur. 
©. D. PaeÖefer, Cjfen. 5-50, geb, 6.00, 









©oen £>eDfn, Pon Pefing nad) Wodfau. ß. A. 
Prorfboud. 320 ©. mit 78 Abb. halbleinen 
13 *00, Seinen 15*00. „Tleue (Erlebniffe oon 
feiner foeben oollendeten Weltreife/ 
hand non !pent(g, CRobedpierre. Studien gur 
Pfpcbologie ded Wacfjttriebed. 3 u(iud Jpoff® 
mann. Pr. 5 * 00 / Seinen 7 * 00 * 

(Eugen Sutbgen, Äöln ald ÄunftftaDt. Äurt 
©cbroeder. 30 ©. 3 ept mit 53 Abb. u. 64 
Saf. „Qberblitf über Die ©efcbicbfe Der Äunft 
in Äöln mit furger (Ebarafteriftif derWufeen 
u. Sammlungen/ 

SuDtoig Watbar, ©ie Wofel. 3 . p.Pa<bem. 
Wit 108 Äunftbrutf*PflD. Seinen 20.00, 
bandgef. fQalbleder 30.00. „PilDer non 
SanD, Polf unD Äunft/ 

SRorDenffjölD, $orf<bungen unD Abenteuer in 
©üdamerifa. ©trecfer & ©<bröder. 338 ©. 
u. 80 «Eaf. Seinen 11.00. ,©ie fetbfte gro« 
fee ©üdamerifareife Ded fc^a>ebif(f>en ftor* 
f<be»d/ 

Die Äultur Der Abtei 3 Reicbenau. £)r£g. oon 
Prof. Ä. Peperle. Wfin<bner©rucfe. ©gl. et* 
toa 15*00. „(Erinnerungdfebrift gur gtoölf* 
bunDertften WieDerfebr Ded ©rünDungd- 
fabreg Deg Onfelflofterd 724 — 1924 / 
Sudtolg ©ternaup, PotdDam. (Ein Pu<b Der 
(Erinnerung. Wit 30 ^edergefdjn. »on p. 
Wfnfler*Seerd. 3 Runge, Perlin*$i<bterfelDe. 
Seinen 6.00. „Potddam unD PotgDamer 
SanDfcbaft in Ttatur unD Äunft/ 
Wofenräume unD Wobei aug Alt*@<bledn>ig* 
holftein unD Sübecf. Wit (Einl. oon Prof. 0 . 
Prandt. Perl. f. Äunfttoijf. 192 Abb., geb. 
15 * 00 . 

5eft0eföi$te 

h* h.Adquitb,Der Urfprung Deg Ärfeged.Perl. 
f. Äulturpolitif, Wüncben. „§ür Dag Aud* 
lanD Dag eingig grundlegende Werf über Die 
Urfacben Deg Ärfegdaudbrucbd/ 

Dag ©ebefmtagebucb Deg gariftffeben Preffe* 
magnaten. X ©. ©futoorni. Deutfcb oon 
D. oon 3 Riefemann. Paul Sift. 
Äfderlen*Wä<bter, Der ©taatdmann u. Wenfcb* 
Prieftoecbfel u. Tlacblafe. Dtfdj* Perl.*Anft. 
2 ©De. 0 eb* 15 OO. 

©eorg ©cbott, Dag Polfdbucb oom Qitier. 
herm. X Wfecbmann. 7*00, geb* 8.00. 

bildende Kunft 

Walter Dabmd, 3 *>b«nn ©ebaftian 23 a<b*<Etn 
SebendbilD. Wufarion. Pappe 2.80, halb* 
leder 6.00. 

(Ernft ftlemmfng, Reptile Äfinfte. Perl. f. Äunft* 


toiff.. Perlin. 384 ©eiten m. 225 Abb. ©eb. 
20 .00. „(Enttofrflungggef<bi<bte Der teptilen 
Äfinfte, Weberei — ©tiefere! — ©pitje. 
(Eberhard ©otbein. Die SRenaijfance in ©üD» 
ftalfen. ©uncfer & humblot. 268 ©eiten. 
Pr. 8.00, geb. 11.00. 

(Emil ©rafel, Pflamffebe Pwbefnbände ded 14 . 
big 19 . 3 <»b r b«nDertg. ^iferfemonn. 37 ©• 
mft 24 2 af. 60 . 00 . „Aud Den hanDfebriften 
Der Paprifcben ©taatdbibliotbef/ 

©t. Äramrifeb, ©runDgüge Der inDifiben Äunft. 
X>alun. 144 ©. u. 48 $af. „©rundlegende 
(Einführung in Die inDifcbe Äunft mit gröfe* 
tentefig unoeröffentlfcbten Abbildungen/ 
Odfar oon TlfeDermaper, Afganiftan. Sfritv fe* 
mann. 70 ©. Wft 243 Abb. Seinen 80.00. 
„Dad erfte grofee PilDtoerf über Afganiftan, 

S eine Paudenfmäler aud iflamifdjer und 
»uDDbiftifeber 3 eit/ 

3 uliug©(bloffer,DieÄunftliteratur.A.©<bfoll* 
640 ©. ©eb. 30.00. „(Ein hanDbu<b gur 
Quellenkunde Der neueren Äunftgefebf^bte/ 
©tenDbal, ©efcbfcbte Der Walerei in Dtalien. 
Wit einem Dono. oon h- «©filfflfn. Propp* 
(aen. Pappe 11.00. „PD. X Der gefammelten 
Werfe/ 

(Ernft Well, Die deuttten Drurfergeicben Ded 
15 * 3 abrbundertd. Perl. D.Wüncbn.Drucfe. 
Wit 102 Abb. Pappe 7*00, hlbperg.l 5.00. 

Religion Pfeilofopfeie 

Wap Adler, Tleue Wenfeben. (E. Saubfebe Per* 
lagdbucbb* 2.50. Seinen 4*00. „Ober fo* 
gialiftifebe (Ergiebung/ 

21 . 0. Pubnoff, §rieDri<b 2 liefef^ed Äultur* 
pbilofopbie u. Umtoertungdlebre. A. Ärüner. 
Seinen 5-00. 

Peter (Ebeltfebigfi, Dad 2 lefe Ded ©laubend. 
Qbertr. a. D. Alttfcbe^. u. (Einf. oon Dr. (E. 

Pogl.(EfnbornPerl. 6 . 00 ,halblefnen 8 . 50 , 

holbieder 13*00. 

Wabatma ©anDbi, 3 un 3 OnDien. Auff. aud 
D. 3 obffn 1919—1922 audgeto. oon Wa* 
Delaineu. 3 RomafntRollanD. 3 Rotapfel. 54 0 ®* 

©eb* 7 * 00 , geb. 8 . 50 . 

Die Potfcbaft Ded Wabatma ©anDbi. Polfd* 
ergieber. Perl., geb. etwa 3 * 50 . „Aud Den 
©Triften u. 3 ReDen ©andbid 1908 — 1924 ." 

Berichtigung ;u Reft 2 ©eite 55 
(Eeroanted, Don Qufpote. 2 la<b Der Siecffcben 
Qbertr. Wit 48 Äupfern oon (EboDotoiecfi. 
(Eigenbrodler Perlag 433 De. ©eiDe70.00, 
hlbleDer 110.00, ©jleDer 180.00. 


118 



Oflcfeer eon Ricardo fjucfe 
©efm Insel Verlag erfcfefen: “JUte und neue ©e* 
dfcfete. Pappe 4-20. ©ad Sehen ded©rafen$e* 
der fflo Sonfalonferf. halbleinen 6 . 50 . ©ergro* 
fee Ärfeg fn ©eutfcfeland. 3 ©de. Seinen 20.00. 
©er lefete ©ommer. Sine Srsafeluna fn ©rfe* 
fen. Pappe 3.60. Sntperfbnlfdjung. halbleinen 
3-60. ©on Den Äünfgen und der Ärone. Pappe 
5.00, Seinen 6.50- Sutfeerd ©taube, ©riefe an 
einen freund, halbleinen 5 - 50 . Klenfcfeen und 
©cfeicffale aud dem Kfforgfmento. Pappe 4 * 50 . 
Klf cfeae(©afuni n und dieAnarcfeie. Seinen 6 . 50 . 
Klicfeael Unger. halbleinen 6 . 50 . ©fe ©ertei» 
Dfgung Kornd. ©er ©efcfeicfeten oon ©aribaldf 
1. Seil. Seinen 6 . 50 . ©er Äampf um Korn. ©er 
©efcfeicfeten von ©aribaldf 2. Seil. Seinen 6 . 50 . 
©er©(nnderhe(lfgen©cf)rift : halblefnen 5 . 50 . 
TBallenftein. Pappe 4 50. ©ei H. Haessel in 
Leipzig: Täfelungen. 2 ©De. 6.00, Seinen 
8 . 40 .0edf<fete.3.OO,Sefnen4.2O,$ederl6.OO. 
©ie Komantff. 2 ©De. 0.00, halbleinen 
12.00. ©ei Eugen Diederichs in Jena: 2lud 
der Srfumpfegajfe. 4-00/ geb. 5.00. 

% 

Oficfeer pon fllfon« Paquet 
©efm Drei Masken Verlag in Mündien er« 
(<fefen: ©ref ©alladen. (Sinnt. num.Tludgabe.) 
pappe 7 - 00 ,hlbleder 15 . 00 . ©elpfeifcfeeTDan« 
derung. Sin 3eft* und Keffebucfe. 4 - 50 , geb; 
6 . 00 . Pcopfeejefungen. Koman. 4 - 50 , geb. 
6 . 00 . Täfelungen an©ord. 5 . 00 ,geb. 6 . 50 . 
3n Palaftina. Sin Keffebucfe. 4 * 00 , geb. 5 - 50 . 
Sjafenen. Sin dramatfjcfeer Koman. Äart. 4-50. 
Korn oder Klodfau. ©{eben Auffafee. 4 - 00 , 
geb. 5 . 50 . ©ei Rütten 'S) Loening: Äamerad 
Fleming. Pappe 4 * 00 . Sf oder fm neuen Offen. 


Sfmo. ©er grofee beftündfge ©iener. Sin dra* 
mat. ©edfcfet. .60. ©ei Eugen Diederichs: 3m 
fommuniftffcfeen Kufjland. ©riefe aud Klodfau. 
3 . 50 ,geb. 4 * 50 . ©ei Der Frankfurter Societäts- 
drudcerei: ©er Kfeefn, eine Keife, ©eb. 3.00. 

66 yin M 

3m Verlag der Weißen Bücher, Mündien er» 
jcfefen: ©ad ©ucfe 00 m lebendigen ©oft. ©ad 
©u<fe 00 m 3enfeftd. ©ad ©u<fe 00 m Klenfcfeen. 
©ad ©ucfe Der rünfglfcfeen Äunft. ©ad ©ucfe der 
©efpracfee. ©ad ©ucfe oom ©lücf. ©ad ©ucfe der 
Siebe, ©ad Kefcfe der Äunft. ©ad ©efeefmnfd. 
Pfalmen. ©ad ©ucfe Ded Srofted. 3m Rhein 
Verlag, Basel und Leipzig erfcfefen: Gelten ,* 
eine ftolge fodmifcfeer ©eficfete. ©ei Greiner'SD 
Pfeifer: SEBorfe ded Sehend. 3m ©erlag Ma¬ 
gische Blätter, Leipzig: Kiefer SfcfetI ©ad 77lp« 
fterfum oonöolgatfea. ftunfen. OffulteKatfel. 

Cecfeo $erienbü<feer 

hand Keffer, ©infcfeam der Sandftreicfeer; TBal» 
ter ©eifert fn hcilbronn, geb. etwa 4.00/ ein 
füftlicfeed Sandftreicfeerbucfe, fefer unbefümmert, 
mit ftarf erotffcfeem Sinfcfelag.—3<>fef TDincf ler, 
©er tolle ©omberg. ©eutfcfee ©erlagd Knft., 
(Stuttgart/ dad tolle Seben und Sreiben efned 
KlüncfefeaufensKlenfcfeen um die Kliffe ded 00 * 
eigen 3aferfeundertd. — §ranf Sfeiefj, ©er Sod 
non Malern. Koman. 3. Sngelfeorn, ©tuttgart, 
geb. 7.00,* dad grofeartfge©ild ded Untergangd 
einer belagerten©tadt.—KJerner pon der©cfeu» 
lenburg, ©riefe 00 m Koccolo, eine Sefftner 3(o* 
pelle. — Seoperutj, .Surlupin' und der Klar» 
qued de ©olibar. Albert Sangen. 2 feiftorifcfee 
Abenteuerromane. 


®tn ©ommer Sud) - farBtg nnt> anmutig/ 

lebendig, tnffeig undooll fytiterteit wie eine Srfnnerung an glücflfcfee Sage find die,©riefe vom 
Koccolo'. — Sine Sefflner Ttooelle oonTüer ner oon der ©cfeulenburg. 2Dad toare bei und fo feiten 
und fo erwünfcfet ®fe die Äunft ded lefcfeten, fultfoferten Täfelend ? 3n dfefer Sefflner Kooelle feaben 
toirfle und toad und fefelt: dad ©lücf forglofen Sehend, an den hängen fonniger ©een, gtoifcfeen 
Reifen, TDefnreben und duftigen ©ergfrautern, unter natürlfcfeen Klenfcfeen, fearmlofen und »er« 
fcfemffeten, und fferen Sferen/ fefer feaben mir die unbefcfetoerte heiterfeft fonniger KJefnlander, 
die mir in unferem gefttpeflig oer (orenen aber unoergeffenen ©fid=Sirol fanden.—©on dem* 
felben ©erfaffer, oder fagen mir ©fcfeter, ift erfcfefenen ,Klalatefta' der Koman efned Kenafjfance* 
Klenfcfeen,* efned der ftarfften und leidenfcfeaftlicfeften Komane der lefjten 3nfere, ein macfetfged 
und entfefelfcfeed ©fld der Kenai|fance»Klenfcfeen/ für 3artbefaftete ungeeignet. ,Koccolo' foftet 
©mf. 2.20, fn ©ansleinen 4 00. »Klalatefta' 1.60, fn ha(fel?fnen 3*00, fn h<t(b(eder 5.00. 

S i n | 0 t erlag ln T> a a u h i Hi u ti fe t n 


119 




Illuftration aus Daudets berühmten humoriftifdien Roman Tartarin von 
Tarascon, mit45 Vignetten und ganzfei tigen Zeichnungen von Emil Preetorius. Ham¬ 
burger Fremdenblatt :„Daudets Tartarin gehört zur Weltliteratur/keiner, der ihn je gelefen hat, 
wird fich feinem Zauber entziehen können,- das Buch ift typographilch hervorragend ausgcltattet." 
Augsburger Neuefte Nachrichten: „Die 45Zeichnungen, die Preetorius dem Buch beigegeben 
hat, find zumTeil Vignetten in Silhouettenart, zumTeil ganzfeitige Illuftrationen, beide kleine Mei- 
fterwerke in Linienführung und Kompofition."Berliner Börfen-Courier: „Emil Preetorius hat 
es mit Zeichnungen verfehen, deren groteske Kompofitionen das Wefen des Werkes widerfpie* 
gelt." Das Buch ift im Einhorn-Verlag erichienen, Es koßet Halbleinen 5-00, Halbleder 8.00. 








































Soeben erscheint die 6 . bis 12. Auflage 

EMIL LUDWIG 

GENIE UND CHARAKTER 

Zwanzig männliche Bildnisse 

Mit zwanzig Kupfertiefdrücken 

Geheftet G.-M. 6.— Halbleinenband G.-M. 9.— Halblederband G.-M. 12.— 

INHALT: 

Vorrede: Über historische Gestaltung / König Friedrich / 

Stein / Bismarck / Stanley / Peters j Rho des / Lenin / Wilson / 

Rathenau / Lionardo / Shakespeare / Rembrandt / Voltaire / 

Byron und Lassalle / Goethe und Schiller / Dehmel / Bang / 

Bildnis eines Offiziers 

An der ehernen Pforte quälender Rätsel rüttelt Emil 
Ludwig mit mächtigen Hieben in seinem neuen Buch. 

Das Mysterium des schaffenden Genius sucht er zu er¬ 
fassen, das Wesen jener Menschenschicksale schmie¬ 
denden Kraft zu ergründen, die unsichtbar-sichtbar am 
sausenden Webstuhl der Zeit den imendlichen Faden 
der Geschichte spinnt. Diese zwanzig Lebensschick¬ 
sale sind von einer höheren Warte aus zwanzig herrliche 
Gleichnisse, zwanzig glänzend ausgeführte Exempel 
zur Wahrheit über das Wesen des Genies. 

„Neues Wiener Journal“ 

Zu beziehen durch jede gute Buchhandlung, Ausführliche Prospekte über 
die Werke Emil Ludwigs und den Verlagskatalog verlange man direkt vom 

ERNST ROWOHLT VERLAG 

BERLIN W35 





MALATESTA 

(Sin 3Retftertt>erf 
öeuffdKr Stomanfunfi 

nennt „0er Sag" ben 

Vornan eine3 Dfanai'ffancemenfcften 

oon 

ferner oon bcr ©cbufenburg 

1.60/ halbleinen 3.00, halbfetter 6.00 
* 

Hamburger 3 e I t u n g: 

©te SCrt ber Oflenfcben, 311 morben unb |u brennen, ju Heben unb äu oergetoaftfgen, 30 bitten unb 
SU btrrftyn, fff bem Großartigen nabe. 

35 0 f f i f <b e 3 e I I u n g: 

3 Han bebätt bie einseinen Figuren im GebdcbtnW toie Porträte, bie man lange angef<bauf bat. 
Zfrtoegungen unb Gebärben feiner Geftalten flnb gleicbfam 00m IRampenllcbt beffrabü. 

Der Vornan eignet ficbgans&orsfidlifbaltfJteifelefiiire. 

* 

^Daneben feien bie folgenben 2 Berfe empfohlen: 

©opfjie hocdjfletter: Sränfifdje StoDellen 
Sb. I unb II fe fort. 1.50/ halb!. 3.00 

Gopbfe haeibfTetfer: <5d)ön fff bie 3ugenb 
Vornan. Start. 1.50, halb!. 3.00 

3f. S. harbt: 3u$ unb 5U<bt 
SlntpalWOtomun. Start. 2.00, pappe 3.00 

Sfyeobor Jontane: @rete Stinbe 
Vornan, halb!. 3.50 

Norbert 3«c<iue4: heiße* £anb 
©ne brajliianifdje Steife. Srofd). 2.50, halbl. 4.00 

3®. b. b. ©cpulenburg: Sriefe vom Stoccofo 
UTefflner Sto&elie. wart. 2.20, Oanji. 4.00 


<£inborn*$ertagin0a<baubei3Rtincben 





12 3 


















!* 


x a u e n i> p f e r * 

$lu$ btm §ögebucb einer beutfeben ffrau 

t>oit ^riebet 9 >fcmge*£e<$t 

.. • Ober e* Hl W« eine TMUm&, Me tut* aufrtttett, gut ©ffimtttng bringt. Me tut* in reiner* ftbften bebt, 
toc man bk Sangen mit frtfcb« Snft füllt. JDie £M<btung flammt au* 6er ©ergtoelt tsttb ifl eigentlich auch 
nur unter ft&benmenfcbett mbgltcb. Sie ifl gefebrieben mit 6er poetifch ffnnenben gebet einer Stgne* ®üntpet 
temanbten, Ja in 6er $PeiftnHchtet**©tÄrfe fle bieUeicbt übertteffenben ©eele. ftl« ifl eine ©olWflebfrucbt, 6ie 

gat ©efbttbung führen tonn. JDeutfcbe Bettung. 

„...3$ habe e* mH toachfenbem3ntereffe gelefen... &n feitene* SSucb t>o0 Straft nnb ^erfbnlkbfeit. Sfrieba 
SRunge* ©ach gebbrt nicht gnr großen SWaffe. @* (lebt tote ihre alte mächtige Söettertartne „Slch&etch" auf 6em 
„©onnenberge" einfam hoch über 6em breiten ©Ipfelmeer 6er Xiefe ...SWap Äieninger* im „3Uerboten". 
„Srfcbüttember nn6 erhabener b«t f!<b bi*b« feine* beutfeben fEBeibe* (Seele offenbart al* bi«/ int Opfer# 
tobe 6e* SEBeibe* für 6a* Sttn6, 6a* ©innbtlb 6er bblfifcpen Bnfunft. 3<b behaupte: 6a* beutfebe Schrifttum 
beflfct nicht*, 6a* Mefmt©efenntni* 6er rein gebliebenen 6eutfcb#germanif<benlSkibe*feele gliche: in 6« Hefflen 
©chmachgek entflanben—ein bintoeifenber üluftaft gut beutfeben ©iebergeburt T $aul 2eb«ann im„ftammet". 


Vrei* geheftet 91. x*4o, gebunben SW. x.8o, auf bolgfakm Rapier in ©angleinen SW. 

3u bejie^en burd) jebe 93ud)$anblung 

| Sjamtner*2krlag,£ei:|>3igl3 

jjgngmaggBamiauasBseeoBgmsgaiamnBi 


IJIItltllllllltlllllllllllllltllHIIIIIIllltftllHIIIIIItlUlllltflllllllltlllttlfllltlltllllllllltlltllllltltllllltltlMlllttlllllllllllltUlltllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIH 
I Soeben erschienen: = 

[ DIE MUSIK IN DER MALEREI [ 

| 147 Reproduktionen nach Meisterwerken der europäischen Malerei | 

1 Mit einer Einleitung von CURT MORECK fjj 

| Ein stattlicher Großoktavband mit 147 ganzseitigen Bildern auf Kunstdruck- | 

| papier und 45 Abb. im Text. Einbandentwurf v.K.Werth. In Ganzleinen 16.00 § 

| Ein Werk für Kunstliebhaber, Musikfreunde und Sammler E 

= von Musikinstrumenten. Eine Hausealerie fflr jedermann. E 

| Wegen seines billigen Preises ein Volks- und Gesohenkbuoh. | 

| Als einen Bilderatlas zur Kulturgeschichte der Musik kann man dies Buch be- | 
| zeichnen, in dem die bedeutendsten Darstellungen des musizierenden Menschen | 
| aus der europäischen Malerei vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart gesammelt | 
| sind. Diese reiche Bilderfolge wendet sich an alle Kreise des Publikums. | 
1 In seiner umfangreichen, von graphischen Darstellungen belebten Einleitung be- | 
| leuchtet der Herausgeber den Zusammenhang der Künste, Musik und Malerei, | 
| mit dem allgemeinen Zustand des Geistes und der Sitten der verschiedenen Zeiten f 
| und Nationen. Musik-, kunst- und kulturhistorische Erörterungen tragen zum 1 
| tieferen Verständnis der Bilder bei und regen zur Versenkung in die Mysterien § 
| der Kunst und des Kunstschaffens an. f 

|G. HIRTHS VERLAG IN MÜNCHEN] 

^lllllllllllllllllllllllllllllllllHltllfllllllllllllllllllllllllUllllllllllllllllllllllllllllllllllllltlllllllllllllllllflllllSIUIIIUtlllllllllltlllllllllllllltmillllltlllllllHIItYlllllll^ 


124 









£ ü dj e r - 6 u n 6 

t) o e f I $ • n d e : 

Karl Alexander o. OTßUcr br. €dn>f« Kedslob 

Prof.b. (gefehlten. b.Univ.fftünchen Reich 0 funfhvart 


Dr. $on« WaN 

iPir. b. <3oethe-CTat.-tITuf. 


WIU>e(m Schäfer 


Walter Weicljatät 

^erau*g. &.„»u<benvurm»" 


Ü)o 0 ifl der „Öüdjerbund'’'? 

I 6 ine Bereinigung vott Sücherfreunben, bie augerw&hlt gute unb interefiante Sücher neuer dichter unb 
Schriftfleller in muflergültiger $orm 3 U ungewöhnlich wohlfeilen Preifen hrrauggibt. 

Ü)ag bringt der ^üchcrbund*! 

nicht Bücher, bie fchon in viel 3 U vielen Kuggaben vorliegen, fonbern nur gan 3 neue ober noch gefchügte 
Romane, Reifewerte, OTemoiren, <5efch ich t 0 werfe, TOeltanfchauunggbücher unb reich illuflrierte Runft- 
buchet. 160 werben 3 uer(t erfcheinen bag tDerf eineg wirf liehen tlleifterg: 

Orete HUnäe von €h*odor Soutane 

Wag haben wir biefem hiflorifchen Roman (Bleichartigeg an bie Beite 3 U (teilen 7 160 ifl eine Unbegreiflich* 
feit unb eigentlich ejne Bchanbe, ba§ biefeg ein 3 ige Such nicht längft Bolfgbejitj geworben i(l. 160 über¬ 
ragt atteg ähnliche, wie bie wuchtige Sacffleingotif feineg norbbeutfehen Bchouplatjeg 

bog Gewimmel ber Käufer. 

hel^eo fand von Uorhert Jacques freund $efn von <£mil Strauß 

„eine Reife nach SrafUien", bag Hieblinggbuch beg ein unvergänglicheg, faft fchon berühmteg Such, ber 

^ichterg voll Glut, $arbe, Wanberfehnfucht, ein Roman einer 3ugenb, ber vergebliche Rampf beg 
rechteg „Reifetagebuch eineg Dichtet*". genialen tTTenfchen gegen bie brutale tOirflichfeit. 

£k>ic wird man Mitglied? 

ttlitglieb fann jebermann werben. — Dag erfle 3ahr lauft vom I.Rpril big 3 um 30. September; bafur 

3 ahlt bag tUitglieb mf. 9 .-. 

ü)ag erhält fedeg föitglfcd für $ tttarf ? 

1.: monatlich bie 3*itf<hrift „Der Sücherwurm" im Umfang von je 32 Seiten. 2.: Die brei oben¬ 
genannten Bücher. 3.: Hach freier tDabl, je ein i 6 £emplar ber Rugwahlb&nbe (Silberb&nbe, OTemoiren, 
<5efchicht0werfe) 3 u einem Dor 3 ug 0 preig; biefeDergünftigung genießen nur fllitglieber. 

3we<f: dag crfchnte billige und gute buch 

für bag verarmte beutfeh* Dolf. Darum werbe OTitglieb unb melbe Dich an bei Deiner Suchhanblung 

Werbearbeit und Werbeprätnien 

3* mehr fllitglieber, um fo billiger bie Sücher im 3 weiten 3ahrgang. Daher mufi jeber werben unb vom 
Verlag Werbeprospekte verlangen, ttterbeprämien finb bei brei neu gewonnenen OTitgliebern I Such ber 
Gruppe I, bei fünf eing ber Gruppe 2. (1:Drofte-^ülghoff, Der Rofit&ufcher. T>enu 0 in ber italienischen 
tTTalerei. t>ogl, Unfterblichfeit. fPeicharbt, Pompeji. Sifther, Dürerg £eben. 2: £oechftetter, Sränfifche Ho* ' 
veilen I ober II. Stifter,Der£ochwalb.Rnberfeng OT&rchen.GrimmgOTÄrchen. Peterfen,£leue 0 Gartenbuch. 

€i(it>orn'»erlag in 2>ad>au bei aiftnd)eti 




125 



I 33 crtbudjl)ant>el, 53 er(agö=Ql.«©. 
Serimeroxi 


33o(lft£nWg (fegen jetjt oor: 

Öoefljetf ^Briefe 

ac$t 33£nbe in gmei 3Rei$en gu f e vier 23<5nben, beraud- 
gegeben v. Philipp @tetn. 3n (Fangleinen gfbunben 
feöe Äeibe 271. 16.00, in $>albleber 27k 25.00, in 
&ang(eber ac^t $anbr ungeteilt 27t 100.00. 

3ebrr 23anb mit einem 23ilbnid 


71a<b 2ibf(^lu6 unfern 0ammlung verffigt ber 33Ö- 
«bermarft fetjt trrfeber über eine voUftdnbige auf 
tDiffenföaft(id)er ©tun b läge rubenbe SludgaSe von 
©oef bed Briefen. @ie grienet ft<b burcb b<*nb(icbfd 
$ormat unbgebfegene2iudftotfung in Papier, X>nuf 
unb (Einbcmb aud. X)em gebilbeten £a(en fannfle 
ald ©rgdngung gu Jeber £ebendbefcbreibung ©oetbed 
empfohlen »erben, 

Aufträge nehmen alle 39ucbbanb(ungen entgegen. 


A A A A A A * ■■■■■■ j i. m j 


btt Cftelbolgfönftt 
dlefe« §tftt& 

flammt au» dem 

HILDEBRANDLIED 

von 

fll» 6(o<fbud> gang in $ül3 gefönittcu non 
tb.$amcct^ f<6»arj und rotgednuft aofdfit« 
tenpapier, geb. mit dreifarbig* Citelboljfcbnltt 
Preis UU*1*- 

einige Urteile: 

»ein tvabres^utvel für denOücberliebfeabcr* 
(Karlsruher Tageblatt) 

»€in Keines ttleifterftfi<f*(Per Püdyertvurm) 
»€o füllen ftühfönitte fein* 
(Prof.ebeT, eteften) 

»Pie 5ierde jedes 6ü<berf<branfe* 
(U>o<f)enfd)rift Wohlfahrt) 

»eine publitatisn, geeignet, fluffeben gu 
machen* (nürnberger $*ubr»Abendblatt) 

WILH+GE RSTUNG »VERLAG 
OPFENBACH A,M. 


bog hobelieb po_n Doterlotid und | 

Soeben erföien in befter Huiftattung im ’5o[jaartb“'Derlag, 25at> ÄOtbenfelbe 

cr*> € cU.«s^> 

0 4> a u f p i c l von $riePri<b non 04iller 
Hacb Per UrauSgabe von I$04 peraudgegeben unP mit über 40 3infjei<bnungen gefcfcmücft von 

Jronj Rolbrond 

5ormat 18x24, in <5an3leinen JOITT., num. unP (Tgn.T)or 3 ugdaudg.in ^albpergament 20UT. 


§S flSrftmalig in toürPigcr, fünftlerifcper Husftattung 


Keller 

Buch 


JEine 7(ud um bl Per fd>dnflen tTovetlen unP 
JErg&biungen (BottfrieP Kellcrd beraudge* 
geben von lllartin tätig, mit *5ol3f<&nftten 
von SriePri<b 25lum. PreisPedflarfen Ban- 
Ped fort. 2.50, Pappe 4.00, £alblePcr 7.00. 
iEinporn-IOerlag in ÜDacfeau bei tITüncben 


126 





















Union Deut sehe Verlags 


gesellschaft in Stuttgart 


Für Bibliophile ! 
SWIFT 

Gullivers Reisen 

Große ungekürzte Originalausgabe 
mit den berühmten Illustrationen 
von GRAND VILLE 

496 Seit. Oktav. Auf holzfreiem 
Papier, in Halbleder gebunden 
G.-M. 25.— (Schw. Fr. 55.—) 

Das Buch ist ein bleibendesLiteratur- 
dokument von hohem Werte. Diese 
einzige vollständige, mit den Bildern 
Grandvilles geschmückte deutsche 
Ausgabe wird bald eineSeltenheit sein 

ZU HABEN 

IN ALLEN BUCHHANDLUNGEN 


■umiHniminiinnnHiHii 

I 25 

| Prozent 

= auf unftre £iftenpreife 
= geben wie allen liefetn 
= de0,6üd)ernmtm0*bt0 
s <fnbe ftugufl unter Oe» 
S rufung auf diefe 

= Bnaeige 

= €>i0't)erla0*5ei$ 

^111111111111111111111111111111 


©emn$d)ff erföeinf: 

3 Ufon 0 paquet 

©iie neuen 

kleben unb SlufFäfce sur 
beutftyen ©egentnarf 

Xui bem 3n$aff: 

©ie IRebublif Im 3öeft3ufammenfK»ng * t&iaube 
unb Xe^nff * ©er (Streif ber XWfer unb ba* 
(S»<in§eUum * aJorftbiäge autf «fmerlfa * 2Be$r» 
lofigfeif * ©ieWlfer unb bie3uben ♦ (griffen* 
tum, profcflf, (SosialUmutf * ©a$ £«nb uitferel 
(Sdjidfate * 3iuf bem £oben 3ttelfmer 
(Sonsteinen eitvo 5.00 

Srfl$er erf^ien non 3flfon* paquet: 

©erteilt, eineCReife 

39rof<p. 2.20 « ®e6.3.00 


Sranffurfer ©odeWf i brutf eref &. m. 6. #. 
Stbfeifung £fucf)üerfag * Jranffurf a.3W. 


Polytechnische Verlagsgesellschaft 
Max Hittenkofer, Strelitz i.M. 

Soeben erfdiien 

Das Zeichnen von 
Architektur und Landfchaft 
von FRITZ B ECKERT 

Profeflbr an der Sächfifchen Technifchen 
Hodifchule in Dresden. 

Aus dem Inhalt: Wefen derZeichnung f Dar- 
lellungsarten: Bleistift - Kohle - Kreide - 
= eder- Pinfel -Tufdie - Naturßudien • Aus- 
chnitt und Bildwirkung - Figürliche Staffage 
WertdcsZeichnens fiirdenArchitekten 
Anwendung. 

ff Seiten Text und 76 Jllußrationen 
in Autotypie und Strichätzung. 

In Halbleinen gebunden 6.00 Goldmark, 
jllußrierte Profpekte umfonst • Zu beziehen 
durch jede beflere Buchhandlung. 


127 


suiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuus 











DAS BILD 

ATLANTEN ZUR KUNST 

Herausgegeben von W. Hausenstein 

L Tafelmalerei der deutschen Gotik 

Mit 76 Tafeln. Halbleinen M 10.00 

Die frühen anonymen Meister, Meister Fronde, Meister Bertram, Konrad von Soest, höchster, Multscher, 
VPitx, Schongauert Zeitblom, Moser, VFohlgemuth, Burgkmahr, Striegl u. a. 

II. Die Bildnerei der Etrusker 

Mit 67 Tafeln. Halbleinen M 10.00 

Die rassige, unbedingt gegenständliche etruskische Kunst geht uns heute mehr an, als die allzusehr harmonische 

klassische Antike . 

* UI« /IV. Die Malerei der frühen Italiener 

Mit 137 Tafeln. Halbleinen M 16,00 

Fra Angelico, Estense, Bellini, Botticelli, Crivelli, Venetiano, Giotto, Filifäo Lijtfti, Mantegna, Masaccio, 

Pisaneüo u, a, 

V« / VI. Rom anisehe Bildnerei 

Mit 135 Tafeln. Halbleinen M 16.00 

Die schönsten Werle romanischer Bildnerei aus Hirsau, Regensburg, St. Gallen, Köln, Basel, Bamberg, Moissac, 
Arles, St. Gilles, Antin, Mailand, Arexxo, Modena, Parma und vielen anderen Orten. 

VII. Tafelmalerei der alten Franzosen 

Mit 81 Tafeln. Halbleinen M 12.00 

Die ältere französische Malerei von den religiösen Bildern um 1350 bis zu den Bildnissen und Akten der Schule 

von Fontainebleau im 16. Jahrhundert. 

VIII. /IX. Das Bild des 16. Jahrhunderts« 

Mit 147 Tafeln. Halbleinen M 18.00 

Pacher, Fruhauf, Rathgei, Holbein d. Ae., Grünewald, Dürer, Cranach, Altorfer, Bai düng, Strigel, Schaffner, 

Huber und viele andere, 

X. Vermeer van Delfft« 

Mit 46 Tafeln. Halbleinen M 10.00 


ERICH V.D.BERCKEN UND AUGUST L.MAYER 

JACOPO TINTORETTO 

ZWEI STATTLICHE BÄNDE IN GROSSLEXIKON-OKTAV 

Textband: 300 Seiten auf holzfrei Daunendruck 
Bilderhand: 212 ganzseitige Tafeln 
In Halbleinen gebunden zusammen M 40.00 


Lassen Sie sich in Ihrer Buchhandlung das Sommer- und Reiseheft unserer Verlagszeit¬ 
schrift „Der Piper-Bote für Kunst und Literatur“ 
vorlegen. Es wird Ihnen Freude machen und kostet mit vielen Bildern nur 25 Pfennig. 

R. PIPER & CO. / VERLAG / MÜNCHEN 


Herausgeber: tD. tDeicfcarbt. Derlag: ißinborn-Verlag, beibe in ZDachau; für unverlangte OTanufTripte 
u>irb feine Verantwortung übernommen; immer Xücf porto beifügen. 9.3 Abgang: 0e4>6 Hefte—.90, bei 
birefter 3ufenbung 1.25. $>ruc£ von <B. ttreyfing in Heip 3 tg. Poftvertriebü.eip 3 ig. 





■ - - '» «rl.i. *■■■-« 


föne 5fltonatsf4>nft für- Sü^erfreunbe 


H 3'aft'rgäiig' 4-.'^eft fünf + 1924 


























(Sä wäre nf<$t ber wert, 
ftebgfg 3«^rc a(t 311 tu erben, 
wenn alte SEPeWfyeft Der 2Deft Sorbett wäre vor ©oft 

©oet&e 


©ie £e&en$tw pöh Äorff; 

m fämmt 




mpr-* ;y?r £ ?i'* * • ifc**' 


VSfsrr 








#» 
iälsw- 




^Ja 


1 1 
f •. 

?■ • v 
li 

m 

IS, 

1 

M 


H 

i|. 

n 

K 

w > 


■' >!.3 • ; ' 


p|§ ;Ö^HBANDWN£•;Ö$^ ' 

/’/;/ ET) Hl CH COHEN 




BONN AM BBEJN 

GfeGaBHIU't i‘*2* 


«PEÄlALiSTKiliÄftUT 

' /*> ' • , .:", ■••• 

PH ! LOS OP LU I 

* •; .’. '•. 1 -v ;-v •; c ‘.-l 

;u; feyÄ '& 

L f i,, i p. .-. - >1 vV r ■- ,•■ •- •'< '-• - ■"< ’> ■ f '> “ /» 

V 

•■ • • ; . - 

P e L r o: H | 11 t •!. 1 1 1 1 : a j| 

£?$ f'%U tif^LP*?*$ '<* 'nf 

K t| N 5> T W i S S L N | C H A P T 

JZ ü R a> tj’’e v £•& f W Ä :it : n rof ^ i t# £ ^ r i ' 

■'•' .: ' *ÄVr M . *. - #;>> %-* ;\ .}:?•(;' •• ^ 


■i—«■ ? < 

T%g| 


; ^t{4f*iteimn?rBe0rfn3L 
«W}$n$nH aber ($$'it$ 
Ain&itn «fapn fo$bälb 
f$m& fDeetfye&eututtg ifi 
ptftnfa einer feeftimmtrn 
: l&nmöe 3§ät jebe iöeeür 
Ine ftitfee ^Deutung mt# 
ii^R&^tttttngen; neben 
2$e$e§« n#frrn fncben« 
&ß*0s vtejtte -grifft#* 
■ *Mtrt$fevm* bebrütet, 
snsn G?oet^0 ,£ebm& 

in ber D$ee Öer Jtatur. 
| {le^tsu 5cm ;%iur&c= 



iV?j» -. Mf *>,\>/,'•• -?;■ 

• !:■-■• 


snbi0e ||nt«r * nerfiebt. 
Lebeti bie bintur^ 

^ mAnbcutejuifernmcm 
fHöte mi{ &o#i§ft faltt 
. i> : jiöb Ötc 3313eit aid 

prnfelemf bsg HDcnf en# 
5t*enbU5una 0ti( gute^t 
! M£pbmß? was fyaben 
$ öbcuniRcbt eine 
mgcn «feer 5a £ ^ebc«; 
tticfjn? reine^arm 
eüjttinb 5er Srfabrvtnö 
v>c^ Ifbciif?, 5ie fli| öt . 
cn Belte: Öebiiriimb 
teberfcbr bcö ©teigem- 
feit aller in&foibueKen 
ff arm isberbnupt, 3«r 
tco|arn0cr alö in bem 
m 35TäturfjnimUi^ nem 
- 5te jmeite^rfnbrung 

f v;.- : J 31 


# i 

m 


■ f 


R W 

JE 

W- 


i.;*$ 

jf. 

2 - 


i A‘ ÄVJ&i V* 

Vjif W^Op., 






wenn affe 


_ 


i 


Regelmäßig 

erscheinen Antiquariatskataloge, die 
auf Verlangen kostenlos zugesandt werden. 
Sie geben eine Übersicht über meine Bücher¬ 
bestände auf den einzelnen Spezialgebieten. 
Neue Werke werden rasch 
geliefert. 

ANKAUF 

von einzelnen Büchern 
von Wert und ganzen 
Bibliotheken . 

In letzter Zeit erschienen folgende Kataloge: 

Nr. 135. Deutsche Literatur 1760 bis i 85 o. 

Erstausgaben, Nachdrucke der Zeit, 
Originalausgaben. 461 Nrn. 

Nr. 136. Philosophie. 1408 Nrn. 

Nr. 13J. Deutsche Literatur und Sprach¬ 
wissenschaft. 

Nr. 138. Kunstgeschichte. 


1 


t 


A 


Spammck* BuckdruckmnU 4m M yk 




©te Sebentft&ee @oetl)e3 t>on Jp.^.Äorff 

23a$ ©oetGe für un$—uni» ba3 Geißt guna<Gft für bie goetGereifen ©<Gi<Gten be3 
beutfGen SÖolfetf--Gebeutet, ba£ Gebeutet er bur<G fefne 3bee, bur<G bte er al$ bie 
Sraumerfüllung einer feit 3aGrGunberten in ^ertoanblung Gegriffenen unb um ein 
neue££eben ringenben'SOlenfcGGeit erfc^eint. £>enn toenn ©oetGe un$ heutigen altf 
ba$ <5laß ber ©Inge unb ba3 Sttaß be£ Sebent gilt, at3 eine au£ langer Unft^er* 

ann eß ficG habet naturge« 
^licßf eiten unb 33egr engt» 
etooGnenbe, aGer bocß in 
: unb gu erfaffen be^Galb 
g unb ©oetGebeutung ift. 
jber mit einer Geftimmten 
>©runbe Gat febe {beeile 
ine folcGe ^Deutung au<G 
inbere Deutungen neben 
f23?ege gu näGern fucGen. 
©oetGe, toiejebe geiftetf* 
„£ebentfform' Gebeutet, 
ß »on ©oetGetf „£eben&> 
in. 

in ber 3bee ber Ttatur. 
G fteGt gu bem7laturGe= 
u>a$33lißoerftänbli<Ge$, 
enbige Statur' »erfteGt, 
r eben ni<Gt bie Statur, 
ß man Grute gufammen« 
SJtale mit ©oetGe füGlt 
i, flcG unb bie SPelt alß 
Probleme be$ £)enfen$ 
Ibeenbilbung gilt guleßt 
)eß Sebent? maß Gaben 
aber entfteGt al$ eine 
ungen über ba3 £eben: 
tgefegt feine ^orm »er« 
leint unb ber Erfahrung 
t be£ Sebent, bie fl<G in 
ten ©eite: ©eburtunb 
! teberfeGr be£ ©leiden, 
jfeit aller inbtoibuellen 
* $orm überGaupt. 3ur 
großartiger atö in bem 
en TlaturGpmnutf »om 
e bie gtoeite ©rfaGrung 


131 


Geit enblt<G Gerau3geborene Storm unferer (rjr tfteng, fo f 

.. 
















©te SeBentftöee ©oetfyetf von 

23a# ©oetbe für un#~unb ba# fyefjjt gunäcbft für bfe goetbereffen ©Richten be# 
beutßben 23olPe#~bebeutet, ba# bebeutet er bur<b feine 3bee, burdj bfe er al# bie 
Sraumerfüllung einer feit 3abrbunberten in Dermanblung begriffenen unb um ein 
neue#£eben ringenbenSttenfcbbett erfebefnt. Denn menn ©oetbe un# heutigen al# 
ba# 2Jtaß ber Dinge unb ba# SJlaß be# Sebent gilt, al# eine au# tanger Unßcber« 
beit enbti<b berau#geborene Tlorrn unferer(Ej-ifteng, fo fann e# ft<b babei naturge* 
maß nicht um ©oetbe mit atten feinen empirifeben Ungulänglfcbf eiten unb Degrengt* 
beiten banbeln, fonbern nur um bie biefer (Enblicbfeit innemobnenbe, aber bo<b in 
ibr ßcb offenbarenbe 3bee, bfe al# folcbe mabrgunebmen unb gu erfaffen be#balb 
au<b bie eigentliche Aufgabe einer mabren ©oetbeforfebung unb ©oetbebeutungfft. 
freilich Hegtet fm23efen ber3bee / baß man fle begriff ti<b ober mit einer beftimmten 
27tetbobe nicht einbeutig feftgulegen vermag, 2 lu# biefem ©runbe bat febe ibeette 
©oetbebeutung ihren ferneren ©tanb, unb man fotlte eine fotebe Deutung auch 
nur wagen unter bem au#brücflicben Dorbebalt, baß ße anbere Deutungen neben 
ftcb butbet, bie ßcb ber £eben#ibee ©oetbe# auf anberem 23ege gu näbern fueben. 
QUtein ba man gang attgemein toirb behaupten fonnen, baß ©oetbe, mfefebe geifte#* 
gerichtliche (Erßbeinung oonSRang eine neue unb fpegtßfcbe ,£ebeit#form' bebeutet, 
fo erfebeint ihre Deutung auf bem 23ege über bie (ErP enntni# von ©oetbe# ,£eben#« 
auffaffung' immer noch ben ßcberften (Erfolg 3 U oerfpreeben. 

©oetbe# 3beenbitbung murgelt feit feiner 3ttgenbepo<be in ber 3bee ber Tlatur. 
2tber grabe biefe 3bee bat, ba ße burebau# im23fberfpru<b ftebt gu bem7laturbe= 
griff ber meebaniftif<ben2taturmiffenf<baß ber 2luf Plarung,etma#2Jtißoerftänbli<be#, 
unb erft menn man begrefß, baß ©oetbe unter Statur „lebenbige Ttatur' oerftebt, 
erfaßt man ben eigentlichen Äern feinet 23ettgefübl#/ ber eben nicht bie Ttatur, 
fonbern ba# £eben ift. ©oetbe fft berDegrünberbeffen, ma# man beute gufammen* 
faffenb unter £eben#pbilofopbfe oerftebt. Denn gum elften Zitate mit ©oetbe fühlt 
ß«h ber SJtenßb bagu getrieben, alle# al# £eben aufgufaffen, ßcb unb bie 23e(t al# 
etma# 3ufammengeborig4!ebenbfge# gu oerfteben unb alle Probleme be# DenPen# 
al# Probleme be# £eben# gu erleben. Unb ©oetbe# gange 3beenbilbung gilt guleßt 
einer Deantmortung ber^rage: morfn beftebt ba# 23efen be#£eben#? ma# haben 
mir unter Seben gu oerfteben? Diefe3beenbilbung ibrerfeit# aber entftebt al# eine 
munberbare ©pntbefe von grnef entgegengefeßten (Erfahrungen über ba# Seben: 
ber Erfahrung oon bem emigen |$lujfe be# £eben#, ba# fortgefeßt feine ^orm oer* 
manbeit, barum al# eine unaufhörliche 27letamorpbofeerf<heint unb ber Erfahrung 
oon ber nicbt#beftomeniger oorßanbenen gormgefeßlfcbPeit be# £eben#, bie ß<h in 
bem beftanbigen 23e<bfel gu behaupten ßbefnt. 2luf ber einen ©eite: ©eburt unb 
©rab ein emfge#2Jleer/auf beranbern©eite: bieemige23teberPebr be# ©(eichen, 
beffer gefagt, be#ähnlichen. 2luf ber einen: bieDelangloßgPeit aller inbiotbuellen 
formen, unb auf ber anbern: bie metapbpßßbe 23ürbe ber ftorm überhaupt. 3ur 
2 lnf<hauung gebracht toirb bfe erfte (Erfahrung nirgenbmo großartiger al# in bem 
munberbaren unb oon fo merPmürbfgen Dfcätfeln umgebenen Ttaturbpmnu# oom 
3abre 1782 . 3ur 2lnf<bauung gebracht aber bat ßcb ©oetbe bfe gmeite (Erfahrung 



oor allen Gingen fit feiner ^aturwiffenfehag, Me überall gunächft mit ber3beeber 
Äonftang ber §orm, mit ber Äonftang be#&ppu# beginnt. 'Slber freilich, wa# nun 
merftoürbtgmoetfe nfc^t immer mit ber notwenMgen ©<härfe heroorgehoben gu 
werben pflegt: ffe beginnt bloß bamtt, um fogteic^ biefe gtoeite (Erfahrung oon ber 
Äonftang berftorm bur<b bie erfte oon ber ^©anbetbarfeit aller formen aufgulöfen. 
*2tu<h bie <£orm be# Sppu# wirb non ©oethe in ben gtuß be# Sebent hlnetngegogen. 
Unb nicht bie gorm, fonbem bie lebenbige <£orm ift baber bie eigentliche Uribee 
be#©oethefchen?)enfen#: „geprägte ftorm, bie lebenb ßcf> entwicfelt.' ©a# heißt: 
bie 3bee ber 'Eletamorphofe, bie 3bee be# $ormwanbet#, ftebt im < 5Jlittelpunfte 
feiner naturphilofophtfhen Bemühungen. 2lu<h bie ©eftaitgefeße, oon benen wir 
ba#9£eich be#£eben# beherrfcht erbltcfen, ße ftnb nach ber §orberung non ©oethe# 
©eift einem allmählichen -©anbei unterworfen. <E# finb nicht ftarre, fonbern be= 
wegliche ©efeße. Unb biefe 3bee be# beweglichen ©efeße# oerfo'hnt bie ßhetnbar 
unüberbrüefbare g’einbfchaft gwifchen Freiheit unb <£orm, ben beiben f3ringipien, 
benen ba# Sieben gleichermaßen gu gehorchen fcheint. Dte ©efeße, in benen ba# 
Sieben oerläuft, e# finb ©efeße, bie au# bem Sieben felber erwachfen. 

Unb hoch fcheint bamit gunächft nur etwa# logifch gangf3arabo?e# behauptet gu fein. 
$)a# ©efeß ift ein ©efeß bo<h nur baburch, baß e# gegenüber bem ewigen ftluffe 
be# Sebent etwa# Äonftante# oerf orpert: bie Äonftang ber Wirten ober bie Äonftang 
ber ©eftnnung. -©enn aber ba# ©efeß felbft in benftluß be# Sebent gegogen wirb, 
bann hört ba# ©efeß leßten ©runbe# auf ein ©efeß gu fein. (E# unterfcheibet ft<h 
oon ber 2©anbelbarfeit ber inbtoibuellenftormen nur burdj ba#langfamere£Eempo, 
in bem ßch in Mefem^atle ber-©anbei oollgieht. 3ln einem allerleßten fünfte muffen 
wir baher auf eine wirf liehe ©efeßmäßigf eit ftoßen, wenn nicht bie 3beebe# ©efeße# 
überhaupt oernichtet fein foll. Unb biefe ©efeßmäßigfeit, bie ©oethe al# ba# wahre 
©efeß be# Sebent betrachtet, ift bie 3bee einer beftimmten Dichtung, in ber fleh aller 
-©anbei ber <$orm oottgteljt—einer Sluftoärtöri chtung ber^etamorphofe, bte barin 
gum ^u^bruef fommt, baß, wie ©oethe mehrmals gefagt hat, „alle# Bollfommene 
feiner Qtrt über fetneSlrt htnau#gehen, etwa#'3tnbere# unbUnoergleichliehe# werben' 
müjfe. £)er ©tun be# ^ormwanbel# ift bie ©teigerung feinet -©ert#. ©a# leßte 
©efeß be# Sebent ift feine 3bealitat... eine eingeborene Dichtung gu immer höheren 
3bealen, oon benen ba# Sieben nach unb nach hl non Segogenwirb. Sieben ift geifttge# 
-©aeh#tum, unb be#halb muß alle# untergehen, wa# nicht fortfehreitet, -©ie ©oethe 
großartig gefagt hut: „“Denn alte# muß in nicht# gerfallen, wenn e# im ©ein be* 
harren will.' ©aber bie ^orberung be# „©tirb unb werbe!', oon ©terbenunb 
^luferftehn ber (Entrotcflung, bie ba# eigentliche ©efeß unfere# Sieben# ift. 
©ehernen wir oon biefem]ßunft au# aber auf bengewaltigen Zauber ftauftbiehtung, 
fo erbltcfen wir fogleich ben tiefinneren 3ujammenhang, in bem beren ©runbibee 
ber geiftigen (Entwicflung mit ber (Entwicflung#tbee fteht, bte fich ©oethe guerfttheo* 
retifch in fetnerTlaturwf jfenfehaß erfämpß, unb bamit erft bie pringipietleBebeutung, 
bie bie 3bee be# fauftifchen S©eiterf<hreiten#für ©oethe# ‘tfuffajfung be# Sieben# be* 
fißt. ©teferftauft ift nicht nur^lbbtlb be#©oethefchen Sieben#, fonbern be# Sieben# 
überhaupt, be# -©ettleben# oon Anfang an bur<h alte (Ewigfeit. (Eine unenbtiche 
“perfpeftfoe nach oorwärt# unb nach rücfwärt# eröffnet ß<h hinter bem ©ehleter 


132 




3etdjnung t>on 'SHarg, ÄeUnerentnommen ber „"Pforte', Blatter für eine 
©emeinfäaft (?r$g. oon&td). c -öen3 u, ©uftao <2)olf. 2Mlj. ©erftung, Ojfenbacfy 















biefer Vfcbtung, bie ©oetbe ,ouS her #onb ber SPabrbeit' über boS £eben emp* 
fangen bat. 2Pir begreifen aber gugteicb, boß eS eine geiftige Steigerung tft, in ber 
nach ©oetbeS ^uffajfung bie SPertfteigerung beS £eben beftebt, eine Vergeiftigung 
unfereSSunS unb eine Vergeiftigung unferer üebenSauffajfung, bureb bie wirunS 
immer mehr «ber bie materielien Vebingtbetten beS Sebent er beben. 

Unb bo<h, ba unS baS in Dollem ©inne niemals möglich ift, fo tft mit bfefem Dbea* 
liSmuS beS Sebent eine tiefe Problematif unauflöslich oerbunben, unb baS Leiter* 
febreiten oon ©tufe gu ©tufe bebeutet, u>ie auch ftouft am ©chlujfe feines SebenS 
no<b befunbet, nicht©lücf ollefn, fonbern auch Quai. Unfer £eben ftebt baburch unter 
ber ewigen ©pannung gwtfcben 3beal unb £eben, bie wir als eine ewige innere 
3erri|fenbeit unb als eine tiefe ftragwürbigfeit beS £ebenS empftnben müßten... 
mit bem fcbließlicben Erfolg, baß wir, wie ber $auft ber erften Monologe überhaupt 
irre an bem SPerte beS £ebenS werben unb eS guleßt wie $auft in ber Paftfgene 
oerflucben ober gar, wie^Pertber, oon unS werfen. Unb bfer mit einem 'Stale ent* 
bullt ftcb unS ber boebfte ©inn unb leßte SPert oon ©oetbeS Ejrifteng, feine norm* 
gebenbe unb beifpielbafte ftraft, baß ße unS gang einfach bureb Öen ^Inblicf ihrer 
^Tlenfchli^Peit bie berubigenbe Ubergeugung gewahrt, bie burch bie entgegengesetzten 
Erfahrungen immer wieber erfebüttert gu werben pflegt:„wie eS auch fei baS £eben, 
eS ift gut!' Ver 3wiefpalt, ber baS Seben im Pringip bebrobt, bie ©pannung 
gwifhen Dbeal unb £eben, bie nicht aufgehoben werben fann, ohne ben ©inn beS 
Gebens felber aufgubeben... bie braucht unS nicht, wie ben romantifeben ^Jtenfchen, 
mit bem £eben wirflich gu entgweien. Venn baS bringt unS ©oetbeS ©eftalt gur 
lebenbigen ^Infchauung, baß man ben3ug gum Dbeal fo tief wie möglich empfmben 
unb boc| bem £eben fein Ptecht geben fann. ES ift baS, waS wir als bie Harmonie 
beS ©oetbef<ben£ebenS fühlen. Unb bfefeHarmonie beruht auf bem ruhigen ©letch* 
maß, in bemfich ©oetbe bem3uge ber Entwicflunguberlaßt. ©ie beruht, wie ©oetbe 
baS felber einmal auSgefprochen bat, barauf, baß er bie ©pannung oon Dbeal unb 
£eben nie großer werben ließ, als ßebemSeben felber fruchtbar war. „'STteine Dbee 
oom Vortrefflichen (fagt er einmal) war auf jeber £ebenS= unb EntwicflungSftufe 
nie oiel großer, als waS ich auf jeber ©tufe gu machen imftanbe war.' 

VaS beißt aber: ber leßte ©inn feines £ebenS beftebt nicht fhon barin, baß er im 
ieben felbft ben Dmperatio beSDbealS empfmbet, fonbern baß fein DbealiSmuS in 
baS Seben wieber gurueffebrt, auS bem er aufgeftiegen ift. 2Pte febr auch immer ber 
©inn beS SebenS ein ipinanfteigen gu immer höheren formen fei, ber leßte ©inn 
aller formen ift, baS fie leben! Qluch ber DbealiSmuS beS £ebenS bot fein natür* 
licbeS’JJlaß, unb biefeS natürliche Sftaß ift eS, welches wir — ©chonbeit nennen, 
©cbon ift bte Ttatur, bie ruhig binanfteigt gu bem ihr jeweils oorf<hwebenben3beat. 
©chon ift berSTtenfcb, beffen£eben fi<h willig unb obne3wang bemDbeale ergibt, 
weil fein Dbeal nichts oon ihm oerlangt, waS feine gegenwärtige ftormgerfprengt. 
©<hon ift baS < 37laßbalten auch im 2Peiterf<hreiten... bem baS ©efübl gugrunbe 
liegt, wie eS ©oetbe irgenbwo einmal auSfpricht: »ift nicht bie gange Ewtgf eit mein? ' 
Vielfache in ber Bewegung, ber Triebe in ber Arbeit, baS Vebarren bei aller Ent= 
wicflung: baS ift baS große ©ebeimniS beS ©oetbefeben SebenS unb baS ©ebeim* 
niS, baS wir ©päteren oerloren hoben: bie £ebenSfbee beS flaffifchen 5Henf<hen. 


134 



JDer flfcmn mit fcer BrtUe 

lEitie <5oetfce-2lneR>ote von tDilfcelm 04>afcr 

2lucb bem ©ebeimen Sat Goethe ging feiten ein Tag In ©eiaffenbeit bin; Wunbet« 
liebfeiten bcs 2llters flreuten i|>nt Sanb in bie 2lugen unb wie bet Winb inerte, warf 
et ihm Schnee an ba«\fenfter. Penn berlttenfcbenbicbtet bes B ^oufl" unb bet Schritt» 
machet grieebifebet Schönheit, bet ^teunb unb Itliniftet bes ^etjogs wat *5auel>ert in 
Weimat; unb manche 2llltäglicbFeit mu#te t>om ttlorgen junt 2lbenb gefebeben, bie fei« 
netolpmpifcbcnnteinung bebutfte. 2lucb gaffte bie VTeugiet getn in bie Stuben, barin 
fein Stunbenfcblag ging. Unb ob ibnt fein JDienet bie Scbtanfen genauer ©emeffen» 
beit hielt, manchmal gelang es boeb einem Steiften, hinüber jufpringen. 

So wollte einmal ein ^erbflmorgen eben ju blauen beginnen nach gtämlicbem VTebel, 
als ein febüebternes ttTänndjen am Stunnen vorbei übet ben rauenplan fam, ein 
paarmal unfeblüffig bureb feine Stille am^aus auf unb ab fab unb weil bie Tut offen 
flanb, Futjetbanb eintrat, Äs war aber »friebricb, bet Piener, getabe mit einem Sillett 
um bie Äcfe gegangen, fo ba# bet ftembe Sefucber allein in bem Rillen Treppenbau« 
ftanb, wo et ben tämifeben ^faun unb bas ^unbefpiel bet Piana in flummer Jpeietlicb* 
feit anfah. Sie ibn bie Haushälterin fanb, bie mit einem Saef iLeinwanb zufällig ba* 
bet fam. Sie fragte ben frühen Sefucber, wae et ba wolle, unb weil et fie bureb bie 
SriHengläfet flehentlich anfah, fonfl abet t>er#anb fie ihn nicht, ging fie julegt, ben 
.ftemblingjumelben; benn webetbieÜ&inberwatenjurHanbnochfonjl jemanbimHaus. 
2llfo gefchah ee, ba# ©oetbe, feinem getreuen Schucbarb aus ben Wanberjafwen bif* 
tierenb, an biefem Herbflmorgen betau« gcflopft würbe. Pa et getabe bem Schreibet 
bie Ungebulb feine« WTajor« bargeflellt hotte — benn et liebte e« nicht, bet vfeber nur 
Worte ju fagen; ee mu#te mit feinen ©eflalten umgehen, wie wenn fie baflänben —wat 
et noch teebt in bet T>erbrie#Iicbfeit feiner Sebe, al« et bie Tür au« bcmPorfaal felbet 
aufmaebte unb ben Sefucbet nicht eben fteunblicb eintreten hieß. Pas wat abet faum 
eine Ätfcbeinung, t>ot ©oetbe« klugen ;u flehen; ber2tocf bet futjen©eflalt fpannte 
bie Änöpfe an ihrer ^ülle, auch wat basfeifie©efiebt in bem febwatjen Hodfengefringel 
tobbla# von bem Scbtecfen, ba# ihm fo mitein« bet ©ef>eime "Kat felbet erftbien. 16t 
neigte ficb tief unb wollte mit feinet 2lnrebe beginnen; abet ba« etfle Wort blieb ihm 
flecfen; worauf er noch einmal bie gleiche Verneigung »ollfübrte unbbanacb benUTei* 
flet nut noch anflattte. 

Per wat noch immer imPampf feinet oetbtie#licben Se be, unb bie blinfetnben ©läfet 
auf biefer breit »orbringenben Vlafc teilten ihn febt; benn einen Srillenmenfcben $u 
(eben, gingwibet feine VTatut — nur 3elter, bet alte ,freunb, butfte fofommen. So hielt 
et noch eine Weile benSlicf in flöget ©emeffenheit au«, machte bann fehtt unb lie# bie 
bligenben ©läfet eben fo lange bie breite Hücff eite betrachten unb et#,al«et fi<b wiebet 
wie auf bet Parabe breitbeinig umwanbte, fuhr fein 3om auf ih« niebet: „Hat man 
jeQt", fagte et hott unb tollte bie klugen unb wat leibhaftig im3otn wie 3cus mit ben 
Slitjen, „ba« Wunbettiet lange genug angefeben?* unb wartete faum noch, ba# ficb bet 
ittann mit bet Stille empfehle. Pem abet febien enblicb bie blöbe Ätjlartung geiöfl. 211« 
ob ficb ou« bet Tiefe bet lttenfd>beit etwa« gegen ben Ponner erhöbe, fo fletterte ihm 
feine Hanb an bem runblicben Soef in bie Höbe, mit flinfen Ringern gleicbfam eine Ton« 
leitet fpielenb, bi« in bieWeflentafcbe hinauf. 3nbcffcn ihm ©oetbe abwattenb jufab, 
et#aunt, wa« nun noch gef (hebe, holte et einige !Kreu;et herauf, jählte fie #illauf ben 
Tifch, machte bie britte Verneigung, tiefet noch al«bie jweite, unb ging, bieblinfenben 
©läfet fhitnm auf ben Hausherrn gerichtet, tücfwätt« hinaus. Per fab bie Ärcujer auf 
feinem Tifch, bas Wunbettiet ju befahlen, unb wat feit langem nicht meb* fo behenb 


135 



an feie Cüc gefacungen, ben feltfamen Jtembling ju rufen; aber er fab nur bte 21 ©cP« 
fcpäße unten entwifcben. 

„Vtie patte ",fagte<5©etbcban ach unb machte fein braune» ©eftim weit auf in bie ,f etne, 
»nie hätte ein tftenfcpenauge fo bligen fbnnen, wie btefe<Bläfec mir blitjten !"2lbet bas 
war fcpon im Winter, als er cfreunb Selter fein JJtorgenerlebnis t>om ^etbfl einmal 
erjäplte. „Äs ifl fcbabe", fagte er no<b unb legte bie ^»anb auf bie 2lugen, „es hätte 
mich w©pl bes tftenfcpen gelüßct, ber meine -öefcpämung mitnapm." „Wenn i<b nicpt 
wüßte", oraf eite geltet barauf unb nahm feine 25rille ab, fie ju pugen, „baß ber JTIaleftj 
@<bubertbamals in (Bmunben unb Steuer »agierte: bie 23efcpceibung würbe fonfl paf* 
fcn l"„S>er mir im Sommer fein iüeberbeftfcbicPte?" brauße bet Wirflicpe (Bestirnt Hat 
auf unb bat*' Selter, ben treuen, lange ni<bt mehr fo wilb angebligt, „dergleichen, 
merP er fi<b bas, macht ein folcber tttufifus nicht!" 

Von Wilhelm Schaftr erschienen u. a. SS Anekdoten. 4.00, geb. 6.00. Die begrabene Hand u. a. Anek¬ 
doten. Beide bei Georg Müller, München. 2.00, geb.j.oo. 

Bur ©$0lj=§eier in Äonftanj 

3m SOtittelpunPt ber geßwoepe ju Spren be« fünfjt'gßen @eburt«tag« SBilpelm von 
©tpolzcn« ßanben bergeßaPt im Äonjilßaufeunb bie greilicptauf füprung ber©cbolzi* 
feßen Xragöbie „Der 3ube oon ^onflattj" auf bem ölten SÄünßerplajj. 3n feiner 
DanPrebe für alle.#ulbigungen führte ©cboljeinenbemerPen«mcrten©ebanPenau«: 
er faßte, baß er bie ihm wiberfaprene Sprung nicht fo fepr alö Ehrung feiner ^Jerfon, 
fonbern ber oon ihm oertretenen ©aepe auffaßte; fein @eburt«tag fei nur ber jus 
fällige SBorwanb, um einmal oor allem 93olPc ber lebenben beutfepen Dichtung ju 
pulbigen. ©cpol| f>at Stecht: in unferen £agen, wo bie ^reiöbojrer unb £angofönis 
ginnen pochfte Spren genießen unbSnbußriemagnaten ben@öttem gleich geachtet 
werben, iß e« oon £erjen ju begrüßen, baß eine ©tabtgemeinbe einmal einen Dieter 
ehrt — jumal wenn e« in einer fo herzlichen unb würbigen gorm gefepiept, wie e« 
in $onßanj ber gall war, wo man bie bebeutenbßenSBerPe be« Gefeierten in fronen 
Aufführungen barbot unb überbie« eine ©traße nach ihm benannte, jurn Reichen 
beffen, baß feine neue SBahlptimat (©epolz iß in Berlin geboren) ihn mit ©tolj al« 
einen ber ShrigenanerPennt. Die Stoßen finb oertaufcht: früher waren bie Großßäbtc 
geißige Zentren, heute ziepen ßch bie©ch«ffenben au« ihnen jurücP—unb ben Pleinen 
©täbten fällt bamit eine neue Aufgabe ju. 2Benn fie ßch biefer Aufgabe bewußt werben 
unb ben^änßlerPreifen, bie fiep in ihnen jufammenßnben, weitgehenbe2BirPen«mögs 
licpPetten gewähren, fo Ponnen ße ju ben Keimzellen einer Steubelebung unferergei* 
ßigen Kultur werben. SOtan benPe an bie Darmßäbter „©cpule ber 2Bei«hett" unb 
bteDonauefcpinger „ÄammermufiPfeße jur görberung jeitgenofßfcher Xonfunß". 
2Ba« nun ©cpolj felbß, unb oor allem feinen „3uben oon ^onßanj" betrifft, fo 
banbeit e« ßcp um eine« ber beßgebauten Dramen ber ©egenwart. SÖiele heutige 
Dichter, bie auf formale ©eßaltung oerjicpten ju Ponnen glauben unb in formlofen 
©epreien belirieren, follten fiep, beoor ßeßcp an bie£>ffentiicpPeit wagen, erß einmal 
ber ßrengen Pünßlerifcpen Bucht unterwerfen, oon ber niept nur ba« ©efamtgefüge, 
fonbern auch jlebe einzelne Beile be« ©cpolzifcpen Drama« B <u 0m$ oblegt. Da« iß 
aber noch nicpt alle«: oiel wichtiger iß bie geißige Bucht, &te au« ©cpoljen« SBerP 
fpriept. Alle« wa« fiep Plären läßt, iß bei ipm gePIärt; alle« wa« fiep Plar au«fprecpen 


136 



lägt, ftor au«gefprocpen. ©e« ©unfein btetbt, wofern ein ©erf feeltfcpeXiefe pat, 
immer noch genug oorhanben, e« braucht nicpt« fünfUicp oerbunfelt $u werben, 
benn ba« ©unf el ifl ber natürliche Untergrunb alter fiaren ©eftaltung unb berieten 
©aptpeit gegenüber i|i auch ba« ftarfte ©ort nur ein ©tammein. 3n atlebem ift 
©cpol$ ju bewunbern. Unb hoch gibt e« formal Unsichere unb geiftig ©umpfere, 
beren ©erf flärfere magifcpe Äräfte auöftraplt, al« ba« feine. 

©ober fommt ba«? Sr weig hoch um bie ©ebeimniffe ber Urfräfte,um bie liefen 
unb Untiefen be« Sehen«, um bie ©ämonen in ben Untergrünben ber ©eele; er ifi 
oertraut mit ben äugerlicp fich wanbelnben, innerlich unwanbelbaren ©efefcen ber 
formalen ©efialtung, £>cr SOlagie ber ©orte unb ©ortfolgen, ber rotrfenben Ära ft 
be« f$enifcpen ©efüge«. Glicht nur alle« Srlembare b<*t er erlernt (unb ba« tji oon 
bocbfter ©arte au« gefehen, nur ein ©eringe«), auch aß*« Srrtngbare hat er errungen 
(unb ba« ift sehr oiel); io er ifl noch barüber ptnauögegangen, ifl in« Bleich ber 
fauflifcpen „SDlütter", ber feelifcpen Urbilber, oorgebrungen. Aber ihm ifl nicht $uteil 
geworben, biefe« Allerlegte fo mit feinem tief (len ©elbfl $u oetbinben, bag fein ©erf 
ein unmittelbare« 2lu«flromen ber göttlichen Urbilber in bie ©eit ber ©eflaltung 
bebeutet. Sr toeig oon ihnen, berichtet oon ihnen, bannt fie aber nicht, ©eine ©orte 
finb feine Urworte, fie haben nicht jenen unfagbarenÄlang, ber allen Ur ro orten inne« 
roohnt. ©eineSmperatioe finb feine ©efegeötafeln. Btur an einigen wenigen ©teilen 
feiner ©ramen finbet fo etwa« wie ein ^erreigen be« ©chleier«, wie ein©urchbruch 
be« ©ötilichen flott. Unb auch fa einigen feiner fcpönflen ©ebiepte. 3m allgemeinen 
aber ift er ein Btacbfabr Hebbel«, biefe« unheiloollen ©eniu« be« neuen beutfepen 
©rama«: gleich ih m ift ev in ein intelleftuelle« ©efpinft oerfangen, ba« ipn jujus 
fpigen jwtngt, wo e« $u umfaffen gilt, ba« ipn anbererfeitöfefljubannen peigt, wo 
einzig Sprengung not tut. 

©ein Blaffon $.93. im „3uben oon Äonflan$" finbet au« ber gefcpicptlicpen Situation 
nicht ben 2lu«gang in« Übergefchicptliepe, fonbern flüchtet au« bem Sehen, ba er fiep, 
naep atlem,wa« er erlebt, fcpämt, ein BRenfcp $u fein, ©a« grogangelegte ©erf münbet 
fo in eine prioate Angelegenheit Blaffon flirbt nicht für eine 3bee, fonbern au« Sfel 
am Sehen: au« einer Xragöbie be« peilen BRenfcpen wirb eine Xragöbie be« halben 
J£>elben.3m„©ettlauf mit bem©cpatten // wieberum wirb burep all$ubilltge,äugerlichs 
tpeatralifcpe Au«nu§ung eine« tiefen off ulten Vorgang« ba« fSerpältni« $wifcpen brei 
BÄenfcpen fo $ugefpi£t, bag ba« Überperfonlicpe feine S3ebeutung oerliert unb ba« 
^Jerfönlicpe $um nur Snbtoibuellen oerengt wirb. 

#albe gelben finb aber nicpt £räger jener £ragobte, beren ©cpol$en« gan$e«©efen 
juflrebt: ber£ragöbie übermenfeptiepen fultifcpen ©efchepen«. Sr begnügt fiep nicht 
bamit, gute, anregenbe unb bebeutenbe ©ramen $u fepaffen, er will ba« Allerpöcpfte, 
unb fo mug benn auch ber atlcrpocpfle SDlagflab an fein ©erf angelegt werben. S« 
wäre ungerccpt, eine anbere Stellung $u tpm ein$unepmen. ©enn bie ©roge feine« 
©ollen« unterliegt feinem Zweifel, wenn e« auch ffo* ift/ Pag er nur in jenen wenigen 
Werfen feiner ©ramen unb in einigen feiner @ebicpte,oon benen wir oben fpraepen, 
un« biefe« ©ollen, al« ein unerfüllte«, oergeffen macht, ba fie oollenbet baftepnfür 
aUe 3eit. Um biefer fÖerfe willen gehört tpm unfere Siebe unb ©anfbarfeit. ©cpol$en« 
Blupm unb ©cpol$en« £ragöbie ifl — fast ein ©enie $u fein. 93runo ©oeg 


137 




Stuf bet faIfd>en'DoraiJ8fct$ung / ale fpttmrn nrei UTenf4>e« gan$inefttanbet 
Aufgehn, wurzeln b»e fchiimmßen Übelbes ü-ebene. 

3Dic Stau hat nichts weiter ju tun, «nt Ms »olle 43eti?u#ife«i ihres \X>ertee 
ju gewinnen, als ftch »or$ußeIlen,WA8 fleiß: n&mlt<hinuccer«UertllÄtiitter, 
hie jegelebt, gewirFt, gehabt unb gebuhter haben. $>iefes ^rwößtfec», uer; 
bunbenmit bem jener »tteitMt<^et»0itfnvne t>on 0chroer*en, öurd? tue fte bas 
0efihk«|itber tT?enfd>en ßetig per jungen wu§ f wirb jenen Btolj In fleh fehlte* 
ßen, be« fk braucht, um fich.A»* einem nicht htureit&ettb würbige w 5ußawbe 
au^utfiebteti/ in hem fte iß: beim bie (Befeilfcbaft entlieht iiw mit 5ug bie^rei* 
h«tt,Xittber '0- toten, Aber mit Unrecht hte Freiheit in aUeben», woburd) fte 
wahrhaft lebenbig SDiefe ffreihtit bte$tau ^uriieferobern- 

s£im’»0teg, be» |ie niemAls erringen wirb/fte tperbe benn IHutter in gro* 
ßemBinnr. 

S>te tHutreraufgabe iß fruchtbar unb reich: bie HTurter iß mit 0eele unb 4leib 
um ben (UtjellpunFt bes Gebens herumgebaui. 

Äiebe ßrebt jur Pereinigung, burchPereinigung erßrebt ftch ber Triebe, bae 
beißt bie 2U*he: ift ße erreicht, ßeht man aber auch com Cobe nicht mehr 
allmfem. 

iTTAn^er flicht fein Ätbenlaug XamerabfchAft, — aber man muß mitbiefet» 
45ebü*fhis im Serien nicht jugrauen gebenöle wollen, eine jebe, ausfchließ* 
li*h geHebt fein, fle wollen aus aHerXrAftbiet£pifobeber4iebe, aber ohne fle 
babei ai» s£pifobe aufeu faßen. 0»e trollen ein ganje« £eben in ^öefcbiAgneb* 
me», aber bafur fein -Heben ber XamerabfchAß, fonberw ein -Heben ber iüebe 
geben, i£iitJteben ber Hiebe Aber ijl ein Unbing, wie ewige tttußf ober ewiger 
^rä&ting* £>ir Hiebe uerbirhe bie ©eeie $ut Xamerabfchaft, fte iß Faltunb 
heiß, eiferfuchtig unb unberechenbar,, bie Xamerabfchaft, bie ^reunbfehaft 
ift allem wahre öeeicnliebe^fkrff bi« ;w jebem möglichen ©rabeunegoißißb, 
ße Iß her hö<hfk ^ußanb iwifchen ÜTenfch unb ttTenfcb* 25« Hiebe ißba« 
ntitte! jumfDeibcn besXinbes, aber bfe^reunbfchAft iß bas UTtuel jumXtif- 
unb Bußwerben beiner felbft- 










tltan Fafm wohl fager», pa$ baa <0cfdbIcc|>t jwei SDrittel aller mogU<h*n '0ti* 
fiigfm attffvifit. 

p|j$ |Inb bie jwel -^Htitnen bes Gebens: baeS «baffen uttb btYüLrehr. Uttb nie 
wirb wohl femanb ergrünben, ob <Botr fich nl» TÖelt fcbafft «tnber -Siehe 
willen, ober ob er liebrum be« 0<b afferte willen. 

*,Cocftffon$*' ijV gar Fei« C^eitM. Jttat» fbllte aei&netMmb ttfe^ett, wie &ä* 
tDeib be» i]Tantt in ben gro^en UTifa^mofd) 5?£r»ctn^ieJ>r. Unren follre man 
bie breite ^ettelfuppe bes heutigen lieben« ^>itrmalc« r unb in biefe Suppe 
bineiufubreteb eine una-bfebbarc ^Rette pon tOeib unb UTann, immer ba« 
tDeib ooraus, mit taufenb (Bebärben, Pon ber unfcbnlbigfien bi« ?ur lafhrr* 
bafteffrn. JDic UTanner, «wf bie te anForcmtt, wollen fd>affen, fie wollen bie 
TDelt porwättsbrwegen; ba«tDe*b «ber will poe allem wohnen* 3l> m genügt 
ba« (gegenwärtige pott£oromeR,unb e« glaubt fttb pollFommtn geredbt^rtigt, 
wenn ceberäuFunft m Sotm POnHih&trn bient. Qt« tft hie trog ber beftmit* 
ten Unbiiben bequcmfFe %n, he» ^Oftfcbritt ber Xttmffylytit ;u forbrtn;tr»an 
fiellt ein -Pinb, ba« b e *fY man beftbränFr fichbarauf, bie Aufgabe weiter* 
jugebe«v eine« Bitten Porjufibteben/So lange bie^rauenbaentibt begriffen 
haben, nämlich, ba# ee neben ihrem üblichen häu«li<hen 3be«l auch noch 
erobere größere 2Rulturibeale geben Fonnte, wirb bie JTTenfchh*« nicht ent* 
f<h*ibenb porwÄrwrüdfe«. 

0ewiß h^t ber Ucattn bie mobrene Kultur gefd>affett, aber fie iflbrn» auch 
nur für ihn ein fo ungeheurer Äubtneetitel. felbfl würbe petmutfuh wie 
an btefer Fotnpafren Crrungenfchaft porbeiForomen, wenn e« nicht grauen 
gäbe, bie,ohne fewert,,<8rfffber Schwrre"bnnmUfcb unbefangen baran por* 
über unb bem emgegenfebritten, wa« ihrer Seele — benn für fie gibt ee in 
ber Cat hoftihile gictu noch eine Seele — not unb wohltut. 

£>ie ertle« Pier^phertemen ffnbPoniSerh«rt rSauptrnann, o,m,pluf\>Mdt 4 \ 
S.5if#ee, 355 Seiten, 5.00,geb.6,50. ^)ie folgenbenau«ChrtfiianlTTorgen* 
üern„,Srufen".^l.pipef.pappe5.00,4.emen6,00.5)iebeiben^ol3fü>niti:efinb 
aus ,>tD'itty Ätirth, 2iltbeutf^>e^ol5fchnittFunü w . 'y§eä$^c$bcr. (Beb. 12.00. 

m 



Hubolf <5. Binbing / ÜDid)tet unb Hebnet 

Befrachtung ju t>on Unruhe 'Heben 

iDie 0prad>e unferes öffentlichen Gebens, bie 0prad>e ber 0taatsmanner unb 
bes 0taates felbfb in fernen ©efetjen unb Perorbnungen, ;u tieffi verpflichtet 
ben treffenbßen untvtberfprechbarenTluebrucFju hanbhaben, hat fchon lange 
biedere unb bte PerantwortltchPeit, bie eine folchePerpßtchtung bebeuten, 
verloren unb vergeben. 25ae ©efühl für bte gehobene 0prache nun gar, bte 
große Xebner bes^Ut er tu ms unb große 0taateniänner vergangener ©enera- 
tionen wie ein ihnen jußehenbes unb angemeßenes Xecht unb ©efet$ ;u ge¬ 
brauchen verßanben, iß bei ber Suhörerfcßaft ber Parlamente unb berUTaßen 
bes PolFs, bte weiter nichts vermögen als ihren Leuten jujuhören, völlig ver- 
fchwunben. iDaburch tß bie ©enügfamPett bei Äebnern itnb Suhörern eine 
&igenßhaft geworben, bie teil« rührenb teils erfchrecfenb iß. 0elbß bie ©efe$e 
ßnb in einer gefchwätjtgen, ßachen unb einbrudfslofen0pracheabgefaßt,bie 
ihnen |ebe Autorität fchon von vornherein nimmt unb ben Wiberfpruch gera- 
be$u hervorruft wie bie ungebteterifche unb unPunbtge 0prache etnesPereins* 
rebners. UTan vergleiche nur einmal mit ben Äeben heutiger Seit bte Xebe bes 
pertPles für bte ©efallenen ober bie -öismardfs, unb mit ben ©efeijen heutiger 
Seit etwa bte 0icherhett unb Einfachheit bes codc napoleon ober meinet¬ 
wegen auch ber beutßhentfelbbienßorbnung, welch letztere bod> fleh erlich nicht 
nötig hatte, ßch burch bie 0prache eine Autorität ju verfchaffen. 

5Daß in folcher ©efuhlloßgFett, in einer 2ttmofphäre ber ©enügfamPett, 
ÄebfeligFett unb ü-angenwetle, in ber bie öffentliche Xebe einer legitimierten 
UTittelmäßigFeit verharrt unb hwgenommen wirb, Feine gehobene eble 
0prache im gefchilberten 0tnne mehr wtrFen Fann, foll 25eutfchlanb ßch nur 
eingeßehen. Es iftbeßen entwöhnt. £)ort noch jujünben braucht es anberes: 
Ununterbrochenes Xütteln mit nte gehörten TlusbrücFen, eine pathetiF von 
übernatürlichen iDimenßonen unb Silbern, 0chläge mit feurigen beulen, 
ununterbrochenem Jammer etnesTlnFlögers ober43ußrebners,^anfaren unb 
Pofaunengebröhne bes Worts. 

Wer aber vermag felbß bies ? 25a Peine Äebner mehr aufßehen, wo iß noch ein 
Xebner? ba Feine ©efege mehr ßnb, wo iß ber ©efetjgeber? 3unge UTen* 
fd>en, weniger genügfam als bie anbem, rufen ße unb ße laßen ßch rufen. 0o 
werben dichter ju Xebnern; ju Xebnern mit groben erfebredfenben UTtt* 
teln — notgebrungen. HTan fage nichts bagegen; benn wie auch immer: es iß 
bie 0prache eines 25td>ters, bie gehört wirb unb alfo aller ©ewalten fähig. Es 
iß heute, wo anbere ©efetje verfagen, bte 0prache eines ©efetjgebers im 0tnn 
bes großen felbßbewußten Worts von 0helley i „dichter ßnb bie unaner- 
Fannten ©efetjgeber ber Welt." 

i)ie Äeben «jfritj von Unruhs ßnb bas gewichtigße 43eifpiel biefer Erfchei- 
nung. 3n einen heiligen&ienß geßellt, werben ße in ihrer ©eburt fchon ent¬ 
heiligt burch bie £orberung, bie ein nur noch bem gewaltfamßen ÜTtttel tu- 
göngltches ©hr an ße ftellt. £ünfaus ben verßhiebenßen Anläßen unb ju ben 



verftßiebenßen Zuhörerfcßaften gefpro ebene 21 eben, bie er in bem 43ud> Verlag 
ber 5 *anFfurter© 03 ietäte»£)rurferei erfreuten läßt, ferlagen mit garten Wor¬ 
ten immer in bie gleite Äerbe, rütteln mit fid> gleichbleibenben Appellen an 
bae immer gleich verfeinerte *5erz eine« DolFee. 

3»er werben trauen „Äameraben jeber JLäfterung." — „deiner birgt in ßch 
ben^rieben!" — „^ewc^ler!"ruft er, „klopft ihr an bie©ruft berloten?" 

„Cfn bem ©arge mobert i£uer ^erj! 

Werft ee auf! 

Unb werft fatt feiner 
ßhire Zweifel 

in ben ©arFophag ber Jett!" — 

„Weh bem DolFe ol>ne flamme! ©olchee Doli? wirb untergebn!" — 

,,^rei fein in ber 0eele! ©tnb wir ee? 43in td> ee? ©tnb wir nicht alle noch 
©Flauen ber beutfehen Zerriffen* unb Zerfahrenheit? 0inb wir reif zum 
Werbe?" — 

„iDarum flehen wir wie helfen im ©eßüßer von neuem 3$rteg unb bem 
(Trumpf ber Fnochernen Leiter, weil wir in biefemWinter ber Frühling ßnb, 
ber bie noch 0<hiafenben werfen wirb!" 

„Cfß s^uer ^riebenewort' gefüllt vom geläuterten 43lut? ober rieft £fh* nur 
nach /£>ie Waffen nieber', weil 3h* gefäbrbet faht — glatte, marFlofe 43e- 
quemltchFeit?" — „0eib umfchlungen Millionen! £>iee ju leben tft unfer 
©chirffal!" 

©o geht ee tnbtefenXeben her. &ae Wort ifl in brohenbeDoluten unb win* 
bungeFntrf<henbe©äulen gewalttgflen ©chmerjee gewuchtet unb gebreht unb 
man fühlt wohl, welcher Wille hinter »hm fleh bäumt. 

(Dies läßt ftch bewunbern. SDafür auch läßt fleh banFen. 2)enn gewiß: ein dich¬ 
ter ber fleh biefem graufamen *SanbwerF,ein DolF aufjurütteln,unterzieht,foll 
bafür bebanFt fein, dennoch aber: Ü£v gerabe verläßt, tragifchee ©chirffal 
bee ©erufenen, inbiefen2lebenbie«Slamme,bie er ju hüten hat. ©eine ©timme 
wirb nun felber 3$amerab einer feltfam großen £äßerung 

ftatt ber flamme! 
fatt ber flamme 
Wahrertn ju fein. 

£)enn wae iß biee ? $rit$ von Unruh gab uns Dichtung unb barin ©efe^, gab 
une bae 3Drama großen 4tuemaßee unb barin ©eßaltung bee ©efetjee, ver* 

fprach une bae &rama feelifcher Erhebung unb bamit Erfüllung-unb 

prebigt nun einen ©lauben, tritt in bae ©etümmel von UTetnungen (nicht 
ohne auf eine ©eite gezogen zu werben, fchüttelt an ©ewißen nicht burch bae 
WerF fonbern burch 4lnFlage, Zuruf, 43efchworung, Derhetßung, Derwet* 
fung, wie ee vielleichtbie©ache eine« 4tpofeie wäre. Wohl mahnt er an ben 
©chwur, aue bebrängter ©eele, aue 43lutbampf ber ©chlacßtfelber zum Fim¬ 
mel geworfen, wohl verFünbet er bae „©eib«umfchlungen*H?illionen" ale ein 
ju lebenbee ©chirffal, wohl weiß er vom Trieben nicht ber Pajtßßen fonbem 
ber i£rlebenben, von einem „erreichbaren Jußanb tiefßerDerantwortung." 



Aber bas WerF rebet nfd>t fonbern Wille unb Wunfch- V7id>te l>at noch (Be¬ 
italt gewonnen unb nur ©eßalcetes befielt. 

pathos iß ebel, 33cFenntms ju einer Überzeugung iß ehrlich, Eingreifen in 
bie fragen bes <£ages iß bemücig unb bienßwillig, mitzugeßalten bas SchicFfal 
feines Polfee iß ßcher bes Ebelen wert. Er aber, ber feine Berufung fo fehr 
füt>it, follte ihr auch bie Ehre antun, fie ni<bt in befd>ranFenbe 3 wedfe zu ßellen. 
„l>en entfchloßenen Äämpfem um bie beutfcbe JlepubliF unb ben Trieben 
ber tlTenfchhrit" fl»t> biefe Keben pon ibm geweiht. t>on eines iDicbters Wort 
aber barf Feiner ausgefcßloßen fein. Warum fd>lteßeß bu eine Seele non bir 
aus, bie zu bir Fommt? Wo iß bas Kriterium ihrer UnzuläfßgFeit, ihrer Un* 
Zulänglid>Feit ? Eine XepubUF mag fehlest fein ober gut, wie eine UTonarchie 
fcblecbt fein mag ober gut. EineRepubliF mag fo befpotißh fein wie eine UIo- 
narebie liberal, unb folgt bie eine ^orm ber anberen, fo mögenfehr wohl zwei 
Itefpotien einanber folgen. 

i>iefe Xeben, als oratorifd>eÄeifhmg aus bemUTunbe eines ber machtpollßen 
Sprecher unb ^errßher bes Wortes, ber jemals auf einer Tribüne ßanb,oon 
hinreißenber WtrFung, beFlatfcbt, bejubelt, wie es ihnen zuFam, erfd>ötterten 
bie^orer, erf (buttem gebrucFt noch immer bie ilefer. Wohl ißes33eglüdung, 
non bob^m (Beiß hohe Worte emporgeworfen aus einem gemaltigen&am* 
menmeer pon Wille unb Wunßhju pemebmen. sDasFUngtwieUTußF in ber 
Seichtheit rebnerifeber (gemäßer. Unb es follte Feinen §eutßben geben, ber 
biefe Arben nicht ließ um zu erFennen, welcher (gemalt beutfeßes Wort fähig 
iß unb pon welcher ^öße bie £orberung fei, bie an ihn als ÜXenßhen geßellt 
wirb. Aber bas Erfebnteße, bie 4$eglüd?ung bes Herzens, bleibt aus. Wir 
nehmen pon bem Aebner unfer SchicFfal mit ber letzten Aebe willig entgegen, 
aber ber Schöpfer geßaltet es nicht. 

Auflehnung iß ein mächtiger Auftrieb unb Feines Richters CJugenb iß por* 
ßellbar ohne folches Erlebnis; aber bem ßch entwicFelnben ©eiß erfchließen 
ßch halb höhere Stufen, bie triebet ßinabzußeigen ihm unmöglich feit* follte. 
t)ie Überlegenheit letzter bich terißher ©röße, por ber alles in ben Abßanb per- 
ßnFt, ben eine in beritiefeßcb breßenbeWeltPor ihrem Schöpfer einnimmt, 
gehört bem Schaffenben. Hur als Schöpfer iß ber dichter jener umfaßenben 
©erecßtigFeit teilhaftig, bie als ihre höchßen Föniglichßen Attribute bie ©nabe 
unb bie ^eglucFung mit enthält. 

3<h maß ihn mit großen UTaßen. Er wirb pon mir nicht erwarten, er wirb 
für ßch nicht wollen, baß ich ihn mit Fleineren meße. 

Fritz von Unruh, Reden. Frankf.Soc.- Druckerei. Leinen 4.00. Vom gleichen Verfasser erschien ferner 
beim Erich Reiss Verlag, Berlin, Offiziere. Get.j.oo. Louis Ferdinand,Prinz von Preußen. Geb. 4.30. 
Vor der Entscheidung. Dichtung. Geb. 4.00. Opfer gang. Erzählung. Geb. 4^50. Beim Kurt W ol ff Ver¬ 
lag erschienen folgende Dramen: Das Geschlecht. Platz. Stürme. Geb. je 4.00. — Von Rudolf G. Binding 
erschienen bei Rütten 'S) Loening : Die Geige. 4 Novellen. Geb. 4.S0. Legenden der Zeit. Novellen. 
Geb. s*So. Die Keuschheitslegende. Geb. 2.J0. Unsterblichkeit. Novelle. Geb. 2.J0. Gedichte. Geb. 4.80. 
Stolz u. Trauer. Gedichte. Geb. j.zo. Tage. Neue Gedichte. Geb. 4.00. 

Von Prof. H. A. Korjf in Gießen erschien bei f. J. Weber „Der Geist der Goethezeit“. Leinen 8.jo. 
Siehe auch die Besprechung auf Seite 148. 


142 



v 

.Xifefesi*" 


■,...-• '■; . • ; ;; ■•; 'V.;■'. ••.:.•< 5, .•••.*.' flw&f •; : .V*V v 

*■ •■; • ,-V \ k ' ••;V ’ V >•' - • ••'•'■v'. 

. 1 i;.!• /:/■•■ .;•■'■ > •;&• ■'.. vjwvsggl 

$auf 43anfamer$ 3aco6 S&ö&me 

Über 9#öfKf «feer ^p^t.|ö|i^b^:Mdir:lm»R€C etn miglicb Ding, ©üefeer über 
ißtyfh*? ftonfen feurtfenseg «n ha ginge an, etroa« Unfagfeare«, 

tenmltel« Äaufalfe etu f t icns <n $tt jergf i et em, anolfefieren, etroa« übet 
tiefet Un fagbarep fagen, $oc& mig üsfeer fefeoefe ?«feeini fete 9Cuf^abc / ©liebet übet 
SDtojKf über SSijfitro ju befpretfem.—33a« #QTtfamerfcfee25ucfe jefeocfe ftefei äuget* 
halb tiefer iSebrnfen. ift junöcfeft ein SSefenntmöbutfe fee« feeutigm SJtenfcfeen ju 
Sacöb SSBbme/eine umfangreiche, tieffcbürfenfee, geroalrige 9lu6eiwmberfe$ung 
heutigen ©eetentum« mü 3acofe ^ofemeftfeen unfe mit feen um ifen fiefeenfeen ^ro* 
fetemen, eia SÖucfe »on feefeer Swbrtngltcfef eit, feeren imferc >3eit raenig uufpnmfen 
bot. :2)te' Eingabe, wefefee feiefe« S9u# »erlangt, fotbert Senate aufrichtige« «hinein* 
leben« unfe fefbft feer SSöfemefreunfe, »ieHeitfet gefftfee tiefer, fommt nicht fo fcfenetl 
roiefeer ton ferner unruhigen feoferenfem to«. J^etnmmfe wirft jiutätfeft 

eine cigcnroitfige feotoef t Ditoicn, feo« beitfu|te #{n4u«i»erf en t>on 3ntcrpunftionen 
einer ein&ettficfern (?) ©cftaUung fee# ^a^ilfee* ptiefee unfe oor ollem eine, toofel 
niefet übetoll fe*&<fetfgte, atfo ttnaetwettfeige $emplf$ieruisg m fidj einfaefefter <$t» 
feanfrnf eigen. Der 'Borroutf, feen fefeo« §ra*t} ton 93aater erfufer, rutrfe feem^öer* 
foffer niefet gan$ erfport merfcen f önnen, tag er eitle 255fetm(djen Probleme aüju 
inteUeftodt fe*f<$j&*rt unfe feejüntttti niete« feetöütfliefi, «so« Stöfeme fclfef? meraal# 
feinemge&öcfei bat,—- 3efe»cfe fetefe«ftunfe£ feem SSSert fee« 5Sud>e0ni<fer entgegen» ätuefe 
für S3o|me tom f« ofte« nur 0tgMev, jlefee ^rftfeeinung nur ein geiget imenfelicfeer 
^ejiefeüngSgeünfeei momm foüte uit« feeute feo« iöofemeftfee bilfefeoft ge* 
nommen, ni{fet tfeenfo 6ignäsut merfeenfür feeute Sßefmtlttfee« unfe un« feireft SÜ«s 
gefeenbe«? 

$um ©ifeecfpm^ fotfeert ^let# ju Anfang fee« 93krfe« SOleferete« feecou«. w 3ocob 
'®ofe me iO bemüfet>fea« (Bsfcp unfe ntefet ta« 6omfeo(; m geben.^— ^9Hcfet alte« f änn 
unfe feil in feer ©eifnltung ^öfeme« ©enffeilt otß ©nflem erfsfeeinen» 25te« tfl e« ntefet 
unfe ijl fo nie gemoUfc^i)?« eine fefeergnfeerefonn nur «(fetig fein: 3ebeS3emüfeung 
um @efe|ti«fefe{i feefeingt ^nffemötifierung; ofeer> 6#emtoftflfeit lögt fitfe nie ge* 
ferliefe feonnen 10* 13,) w 25ie sBlötmiftfewng fee« SBefUtcben mit feem £>fH$ttt im 



Deutfcpen erjeugte etß ben beutfcpen pamletifcpen SRenfcpen" (©. 73). Diefer fepr 
gewagten £ppotpefe ßepet attju SJerfönItcpeß gegenüber: „3ht folget moraltfcpen 
Verfappung fonnte Vöpnte beit »ofltg eigenfücptigen Utfprung, ben Hefen legten 
Sgoißmuß beß ©cpaßenben opne ©efäptbung ferner ©eele einfepen" (©.84). — 
Daß ©epeimniß beß ©cpaßenben liegt meiner ülußaßung nacp gerabe in ber antis 
eg oißifcpen Verleugnung beßScp; icp finbe bei Vöpme feine ©teile, bie ben©tanb* 
punft bei Verfaßerß recptferttgte. ©epr fonßrutert unb faß pfpcpoanalptßcp ge* 
fepen flingen bie ©teflen: „Daß bämonifcp ^erßörungßlüßerne feineß Sriebß bricpt 
auf", wenn V. mit feinem (Segnet recptet (©.93), bie „faß raubtierpafte 2uß jur 
unerbittlichen Vernichtung beß ©egnetß" (©.96). ©ott ©cpöpfer erfcpten Vöpme 
„wie atleß waprpaft©cpopferifcpe, ßarf $>erfbnlicpe, notwenbig »oll Voßpeit, »oll 
Äraft unb Stieb $utn Vofen" (©. 98) — wobei bocp fcpon *u bebenfen wäre, bafj 
alleßwaprpaß©cpöpferifcpefütVöpmegerabebaßVtcpt*9>erfonlicpewar,miefütaUe 
SÄpßifer, bie jjeben ©cpopfungßaft alß Durchgang, ©nabe auffafjten. — Docp bie* 
fen ©teilen, bie »on iprem eigenen Slfpeft auß burcpauß ßarf empfunben fein mos 
gen, fiept »iel ^ofitioeß gegenüber, »on bem nur wenige groben auß ben etßert Seilen 
beß Vucpeß mitgeteilt feien. „Daß ©nßfeinber ©eelemitber übermenfcplicpenunb 
überperfonlicpen SBaprpeit, baß ©entalfein beß ÜÄenfcpen in jeher Vejiepung iß ber 
©epalt ber Sföpßif." „Vur ben wenigen freien fepöpfertfepen ÜÄenfcpen »ermoepte 
bieSOlpßif ipr Segteß, bie pocpße Sebenßmöglicpfeit aiß ju geben" (@. 33). — 
„Silier SKoraltßmuß, alleß argwopnifepe ®ewißen iß auep ^etepen gebrochener fitts 
lieper ©cpöpferfraft ber ©eele" (©. 33) — „Der SBahrpeitßbegrißSutperß femtjeieps 
net fcpon bie ungleich befepränftere ©eißeßfraft beß Steformatorß, ja feine geißige 
Snge, »ergleicpt man tpn mit ber großen ^erfönlicpfeit Sffepartß. Diefer Mangel 
iß aber nur bie negati»e Srfcpeinung feiner Sätersfieibenfcpaft, bie ipn ju bem grögs 
ten beutfepen Volfßfüprer berief. Seibenfcpaft will Sat unb mufj notwenbig ben 
©eiß »erengen" (©. 36). 

Die ©tärfe beß ^anfamerfepen Vucpeß fepeint mir tn bem weiten Slußmag ber 
geißigen Vejiepungen $u liegen, bie ben Verfaßer pißorifepe unb pragmatifepe ©es 
famtprobleme tiefßer ©etßigfett aufrollen lägt, Probleme, bie jeben »on unß ans 
gepen unb weit über baß einmalige Srlebntß 3facob Vopmeß pinaußreiepen. — Sllß 
Veitrag ju Sacob Vopme ßept baß Vucp auf berJjöpe ber Vaaberfcpen Kommens 
tare, unb barf, in feiner (Jinpeitlicpfeit »ielletcpi alß bißper wicptigßeß Srjeugniß ber 
Vöpmeslfiteratur angefepen werben. Jpanß tapfer 

9>aul 4>anfamer,3acob Vopme. ©eßalt unb ©eßaltung.griebr. dopen. ®eb. 12.30. 

„Du darfst nicht denken, 

daß die Gottheit ein Wesen sei, das nur im oberen Himmel ist, und daß unsere Seele, wenn sie vom 
Leibe scheidet, in den oberen Himmel hinauffahre . Es bedarf dessen gar nicht, sondern sie wird in 
die innerste Geburt gesetzt, da ist sie bei Gott und in Gott und kann bald droben sein, bald drunten . 
In der innersten Geburt ist die Gottheit ein Leib, eine offene Pforte; in Gott ist weit und nahe eins 
Aus Jacob Böhme: „Morgenröte im AufgangSamml. „Die Fruchtschale 11 . Lichtenstein Verl., Jena . 
Die Federzeichnung von Moritz von Schwind über diesem Artikel ist aus dem Werk „Die romantische 
Illustration, Zeichner der deutschen Romantik von Oskar Lang. Mit iSo Abbildungen . 

Einhorn - Verlag. Geb. 8.oo. 


144 



Sentit 

•Stuf meiner Steife burcb ba$ aftatifcbe unb europalfcbe 9?ußlanb mürbe Ich feben 
Sag an bte unerhörte 'Sftacbt erinnert, ble blefer eine 5Qtann über batf gange rufitf^e 
2>olP befaß. 5Jtan batte ben 3aren, ba£ „Väterchen', oerloren unb man brauste 
einen neuen Obermenfcben, gu bem man auffcbauen unb ben man aiß ein böb*re$ 
23efen anbeten Ponnte. 'Öle halber unb ble ©teppen, bteöörfer unb ble ©tabte 
ballten miber non £enin£ tarnen. Dnftltute, £lub$, < 23orlefung3räume mürben 
nach Senln benannt. 3n 3eltungen betf fernen ©Iblrlentf fab ich fein 33ilb mit ber 
Unterfcbrlft: Öaö leßte 23llb non SÖMabimir 3l|itf<b. <£ür ble affatifcben Golfer 
mar ber 23eiße3ar, ^öjeltj Sfar, Qtf Pablfcbab, ©<bab s f=feß'b,3!fagan £ban, eine 
faft mpftlfcbe ©eftalt, ein bobere^ 23efen, non bem man nl<bt mußte, mar ein 
©ott, eln'JJlenßb ober elnöelft.öaß er InSPlrPHchPelt ein ßbma^erunbgebrecb» 
li<ber ’Stenßb mar, glaubten ble'Jlflaten am allermenigften. (Sin folcber©cblmmer 
be$ ©ebelmnljferf ficbmebte ni<bt um Senin, folange er lebte. Stilen mar flar, baß 
£enin ein richtiger 'Sttenfch mar, nicht elneratfelbafte ©ottbeit. <!Jtan fab In Ibm ben 
SHann, ber allein t& oermocbt batte, Millionen Muffen nom öefpoti£mu$ gu be= 
freien, ©eit ben Sagen 3man£ be3 ©cbrecPUcben unb lange nor feiner 3elt hotten 
fte ©ott oergeblicb gegen ble ©elßel um Jptlfe angerufen. 3eßt enbll<b mar ein fterb* 
lieber ’JQtenßb aufgetreten unb mar ibr (Srlöfer au3 ber UnterbrücPung gemorben. 
3n menlg mehr aU nler 3abren batte blefer 'Jttann bureb feine günbenben 23orte 
ble £elbenf<hoften In feinem gangen 33olP gum ^uflobern gebraut, öann Pam ber 
©cblag, plößlicb, mie ein 23ltß oom Fimmel. (Sr, bejfen 2Dort fo ferner gemogen 
batte, mürbe mit ©tummbelt gefebtagen, feine ©timme mürbe nicht mehr oernom» 
men. (Sr fetbft mürbe ebenfo leicbtgebroibenmle anbere ©terbllcbe. Qlberfelne^Ha<ht 
mürbe nicht gebrochen, ©rößer mar er nte gemefen, al& ba er ble ©chmette betf 
Sotenrelcb^ Übertritt. Tliemate bot eine Sobetfbotßboft tlefern (SinbrucP auf ein 
S>olP gemacht. Unb feßt, naebbem er felbft oom ©ebauplaß oerfebmunben ift, mlrb 
ble ©age otellelcbt beginnen, Ihre gaben um feine ©eftalt gu fplnnen. 

23enn £enln Purg oor feinem Sobe Imftanbe gemefen Ift, Plare©ebanPen gu faßen, 
bann muß er mit feinem ©emtffen Inrf ©ericht gegangen fein unb ftcb elngeftanben 
haben, baß er gekeltert ift. 'Klag eä mabr fein ober ntcbt, baß fein leßteö 23ort: 
„Profti, gofpobl, proftl! Vergib, o ©ott, oergib!' gemefen Ift, an ber ©cbmelle 
ber (SroigPeit muß er ftcb oon allen ©eiten oon einer grauenhaften glnfternttf um» 
geben gefühlt hoben. (Sin SWP oon 130 Millionen KXenßhen batte er bei ber Uber» 
tragung pbantaftifeber 3been in ba£ praPtifcbe £eben al£ 'öerfucb^Pantncben be» 
nußt. (Sr lebte blnreicbenb lange nach öer SReoolutton, um elngufeben, baß ohne 
Äapltall&nutf, ohne freien Raubet unb freien 23ettbemerb materielle 23lüte inun» 
ferer 3eit unmöglich Ift. (Sr gerßbmetterte ba£ ©elbftberrfcbertum, aber anSEPobl* 
ftanb marf er Dfaßtanb um ein paar3abrt)unberte gurücP. (Sr mar ble größte ©eftalt, 
bieberK3eltPrleggefcbaffenbat.?lureln < KlenfcbenfcblcPfalbat ba^Senin^ an furcht» 
barer SragIP übertrojfen, batf ©<hlcPfal23tlfonrf. öenn btefer, ber elngige, ber ba£ 
Qlbenblanb batte retten Ponnen, oerfaumte, bem 3?uf gu folgen. 

^u# ©oen #ebin, 33on PePtng nach KWPau. ft. %. 23vocPbau& Seinen 15.00. 


i45 




U n n? i e b e r b r i n g 11 dj> 

?lte if& $ab Ttrjrf» im 3tsfantcrtcreg!tncnt JTtarfpraf Cad, 7.^tön&enbin'Stfcpes VPr.ßö 
war, ilön& t fontrfne? fecfejrfficc nBfburtetag bevor. Jontctte patte eamafo ttnt« fern 
j)«u^if(bcn^$eli 0 e»^<« ÄegitKfatsrinc & «japt bepeifiertenCefetnr «mb *<b machte 
imjjjjtefftto eint*Hbenb& best bcf 4 >ej&cnrn ■üoefcplßß, baftwiv T^etepcee he^&icbtec* ihm 
jür ©ebutnuagdfeiec rin tckr#srä«tm «bet em^»ul4jtgung»f4>t£iben 3 ftf 

bet* Untetfebmng öwrert «ms>ef«stb bcri53ül«ttm, ein ein Slcttim, ein it>epd unb 

ich. 2 lb*r mein «plag empte »«n twtnbeedn Be&ctjfeu» ®» pie^t „ 3 m bkfrm $cüi 
t»ecbcn f* vielebrtubittte tiabbeFftnnie £ cutr, Fommen, bc# mitpaat keinen £eutnants 
cu#bftpCovin}ßufferingit5b«f4>eiWt» würbe n, wenn wir Montane gratulierten. “I>icfe 
$ur$t ? aufbtmgli 4 > 3 u fein, hielt im* <m iSnbe »«nher^ulMgungjueücF; unb ich felbü- 
brr bem ir«fjbem ein Celegeomm fc$udSm wsfltc, tat e*. iti 4 >t, meil erneut« 

toßuntwtelegtamm bie ITTonatoeitttMjjrorn etac*Ä 6 mpli 4 > Preuftfcben .fübnricb» all» 
jufebe in« Tüanfen gebracht batte* ‘-’.'-v 

Öo behielte« bie mit brn „prabfjtotifeben Seemen" tviebre einmal recht, tPije, bit wie 
bes SDidjicr^ am tiefem fersen gebaut, aber in unfeeee bummen 3 cftbtibe«be{t an» 
nicht 3 « ö«^etm gtwügtbaften 4 a^rn na 4 ) einigentöodjenwiebet tm 3^aftn«gdeWn ju^ 
fammf-n y«b J«f‘en ba» ©ebiebt be« Jllten.i’Eamm'n @e, Cc.l>ri! 

VDic waren uns flat, bas Wirree^ir Ißfel geWefrn waren. Unb ^egettbetnerfagte rtfi* 
geliert out Sag eine Wozt 


IWcnecvon bevöchülenbntg 

ö u f t e n i> e p 1 1 1 i p p 
'tHe Jplrtenge&td)le pig ale>ranbrinif(fk” 'Öi(f)ter£f Pbiltppoö waren berühmt im 
ganzen 3a^r^unöcrt Wegen der wunderbaren$larbett unb 3«rtbett, mit Der jte bie 
Statur fdjil&erlen. 

Pbifippoig batte ein 0tipent»ium dn öer ^pnigltcfeen ^fabemie unb bewohnte ein 
fyäy&äfen, öatf gerabe mitten §roifdjm der Äonigitcben ^ibfiotbef unb bem ftonig* 
Kcf>m ^Hufeum gelegen war, ‘Dort faft ec an einem ££ifrf), ben geipaCtlge |Sattfett 
Papier bedecken unb neben bem bie, gipferneo Sofien der 'Dichter ^heoPrtf unb 
Birgit aufgeftetft vomn.&'mvm^S, frbenetf&utenfaß ftanb mitten auf dem S£if4) 
in einem der Papier berge / m btefe^ 5'tntenfag tunkeber 'Dieter nlitr anberi= 

bafb Almuten bie $edt r unb fdjrfeb feine Sieber über ögi Sehn bet ©Wen unb 
über bieSienensuitt, übertpagenbe %aat unb fc^wm Q.vnie, über da3 3ktuf<hen 
per falber unb über aff bie vielen ‘öiumen, bie am ^eiörain Mühen. 






,Atan glaubt beit ©uftbe$3hpmian$ gu rieten, wenn man feine ©ebl«bte lieft/ 
fo fagten Öle 3ettgenoffen non ihm. ©ie Ratten 4m bedf>alb Öen ehrenvollen 7la= 
men Philipp*^ aromatifotf, öer öuftenöe Philipp, betgelegt. 

Stne3 Sagetf, al$ er toleöer an feinem Slfc^e fchrteb, faß neben Ihm fein $öchter<hen 
Ällo mit Ihrer ©tlcferei,- jle hatte einen großen Nahmen vor jl<h, ln Öen fle au3 
golöenen, filbernen unb blauen $aöen öle ©efchtdjte ber Argonauten nach-ri n e tn 
alten Atufter einfugte. 

©a fam burch Öa3 offene ftenfter ein grünet Saubblatt hfneingeweht unb ließ ß<b 
na<b einigem ©«häufeln unb ©«hweben auf bem Slf«h neben bem fchrelbenben 
©t«hter nleber. 

,Papa/ rief Älto freubfg, ,ßeh Öa$ fhone, grüne ©latt,- Ift öatf nun ba£ ©latt 
einer Platane ober etneö Ahorns V 

Phtllpporf taufte au$ feinen papiernen Abgrunben auf unb ftlerte feine Tochter 
mit trlefenben Augen an. „A)a3 haft bu gefagt, mein Älnb?' fragte er. 

,©on meinem ©aum biejetf ©latt Ift, möchte l«h wißen/ 

©er ©Ichter erbllcfte ba£ grüne ©latt, faßte eß »orßchtfg an unb warf tß ln ben 
Paplerforb. ©ann fagte er: ,3ch fann öelne ftrage nicht beantworten, benn l«h 
habe no<h nie ln meinem Seben einen ©aum gefehen,* unb toenn t«h einen gefehen 
haben follte, fo habe i«h ni«ht barauf geachtet. 3«h fenne ble ©äume, ©trauter, 
©lurnen ufu>. nur von ben ©arftellungen auf ben geßhnittenen ©teinen im Äö* 
niglt<hen Atufeum, brlttetf ©tocfwerf, ©ale 26 biß 27/ ©fctor Auburtin 

SDlatfowffp unb Poffart. (5$ tm'rb berichtet, baß 
ber große oftpreußifcbeSchaufpteler^otwcintrinj 
fer unb grübßücfeffcr SlbalbertüJlatfowffp, alö er 
ba< ©lücf batte, $um erfienmal auf einer grobem 
Berlin von Hoffart gu begegnen, nadh einem 
längeren poffartifchen SKonolog poffartifchen £os 
ne< ben Sprecher folgen öcrmaßen anreöete: „jjcrr 
Hoffart" fagte er, „Se ftnb em§thetorifer!9lri,net, 
fagen ©e ba gar nichts, fogar n’ gang auajegeichs 
neter 9tbetorifer. Silber ich n>ill3bnen mal wa$ fa* 
gen: Sehn Se mal gu Sutter & SBegner ruber unb 
fagenSe mal bemS^enf buben,erfollShnen neglas 
fcbe Stotroein geben. © lauben ©e,er jiebt fe 3btten? 
9iei, fage ich, eriiebtfe 3h«m nicht! ©e fönnenö 
ihm nämlich nich f o fagen, baß er fe Shnen jiebt" 

tTJagifterfreuben 

Vot allem ßnb ble Blaffifec $Do<b baß fte fleh ganj erßhließen, 

mit ttnmcrfungen ju oerfeben fo h^fe bir ferner fort 

unb 3ahlcn an ben 3eilen, ein fa<hmAnnif<b*0rünbli<h Vor«, -23ct-, 

bann wirft bu fle erjt »erflehen. Ptaebv Mittel« unb ^interwort. 

Chrißian tttorgcnftern 



147 




Cfwdünnerki, Lette übergibt Wertktr dif M'sUdt.- Beim 
j-% Wehr Vertag erschhn; Goethe tendsein-A7r eis ^kargest m &51 Ab!?. Hrsg, von Frcnn Xruwi, 

% n m e r f tat n g e n 3 u 53 ü d) e r n 

Ä< Kfctff s btt E)erfud> einer iÖeeUcn l£utmic£lung. der tlaffifcfeMromanrifcfecn £b 

tetgt-ttrge(cbid 5 te> -.$>*$►. $.30„ 3Piefe*großan gelegte Utes*(liefetTnirDrjn^griffeiner 3 ?acrfce$e it 

die bcurf^** 0 ejfee? 0 efd»^te 3 toif 3 >^n KtO—1$30 3 U u-mf affen unb ifeix Stöbere. J&u bei t gu Jeigen. ?£>eir nor* 
f iegmbe Band ifk.'pee-.ßttfvxrt* und Btangpmode,-gwei weitete fällen der &&*#!£iindIlomätitlie gewidmet 
Mi»< itie IVorffsv Port -ftfifksy mcifucfe betiiift .aßt, i$ die altere ibccngcfdn4>fU4>^ 

mtffcn d* und miUentlMjb dßgefeofee« gegen eine iiingere (Bc^nnutig, der £üfctejf;iinb teerte ein in ffefe Sinn* 
v^Ucä und- md>t bloßes #tfa§ der Ütmtenmimmo: find (^undolO, o^cröer e« um 

vrofge S^msrr «nt? ifete feiffocifs&c ^rfcb^tjniiig^ift, um normative ^tuforfdjwmt' 5 « tun iiKBrrnfe)* 
Periode dcytfrfeer OVcfftcsgcfrbirbre atfö, ;oie ummörben^c, am Ülstfel d*t de.urnbe« Hterarur enty 
aucFclr. iiT d*r dg^'rtcfiebc-CSegtitftanb•beS'Kprfffcfecti Bucfets. tlTan ifeirb feiner ‘ifiarcu und Writgräfcnden, 
fmtitit a«4< etwa* weitfdviöeiftgcn 'BatlegMugcii fftb. freuen dürfen und mit Jnret^fKörn^weireti und 
dritten Band erwarten. Dcmft wäre ein Urteil darüber i^crfrubt, ob eraas tilfbelaffnccs > 7 *rtmr*H 4 > 
m u gefefeen ifh *Dr. £ . TPqudrrv 

ttemata RollonftuiaMma emtyL xotapf« Derc. m* ^ bu>fH bu* nufet, anu 

eis tpob! av<i nlffer fein* l£S fcfeenit entfprungen aus brr S&npe d«3 ^icbterZi in der armfeilgcn 
fetion oüf einen Kulturmrnf^eri gepopen 3 u fe;* i, b e r p t if 6 H l icfc frn nT, ffd) fefcft abei$<W$ bi bvn *£ieri\l 
t>cz .ilMgmeinlttit i^vUr, ein iTTcttfä}., bae b'>be ^36 in ß$ vevmrtli&i bar. Soweit bae ^iid> Öeridbr 
i\l, ^rufÄUrdt Kuvopz* fear nur. 0Ä0«tiüber'.t>er.-3eit ; 

featifcn, Sür ^cricfer ift da« aber UUi*t frei i£ffc€tcn, b»e ft' 4 ? mc'fel av* dem 

er^l^ren aber in einen mit SfeUenfeimßfijVn biir<fefc^ten ^uefe unsngmacfct ftnb, 1 ?or allem u?are 

eine ^rüitbridH’re Ärnnrni* beÄ trtfetfÄctiXebrn^ «otmenbiggemefen. .^ic^aiirä^, btrnon ben Btnbmanen 
biurifj verfolgt trlirben, als eine ch*S ^inbuisrnuy' fein^u^elicii, ip; finfaefe faLfcb, Und rnenn fogar 

beri5ubdfeiiinu3 fölefee BeÜtr berufener mtrb, fö füfenba« ju rerbl;mamnu'uen (Brmibbefa'iifen. 5^4e 
Xefere (Fanbfeieder Non-Ylofcmcc üT uralt und im (bften fcfedn oft ecrmir€licfet. ^ubbba feat .fte $u* 
erjt in tneTOorff geprägt: *** 6 <*$fann beu ^a^b^K'i^ 

gen. UfenlicfesS fordert fi?afear?ra, 5>a^ find erprobt?:, fepfec logifcfec Solgerungen und Forderungen gegüm 
über der.-4>H^U4>en Forberuüg der FejukeSÜcfce, die in der ^cfi-fet^te des Cbriflcntums niemals befbtg? 
xx»ort> 8 » ift. Prof. £äw* HTUib 

96 81 '/ Wr S^ffdNH dw ^O^QIHIM-^ 3mHfeeitWP^Iirg,Bafel,Fürtcfe^teig, — jtein^n^.OC, 

JEinellUfgabe^u>urbe feiet enbU<fe erfüll^bie feit atfet 3 cl>n 3 afercn bereits gegeben tx-ar. — 3 ud«*femBUÄf 
fmd ^tnge gefagt, die man «ur iögernb enrfeullt. -tet ftc 311 fagen bereebrigr ift,fonfite fiefe lange ni&i'ücx. 
HTöfenung ^ntxriri^n; „tberfet das ^eilige niefet den öuHden tjor und die per len niifet ror die ©auel" er 
nunniedetftfericb,tfl.nurfub^neigcfdbriebfn,dieni<feta?otibteftrntafenutigbctrofFru cbetdeu. Bß 3 ?»« ^2 
€rl(f> §cf)?urmann ^ 0 ef §t$m Mt FelfenelOerUg. l.OO. XOir leiden 

am tDifTsrt. t&ir xviften fo uiel und fc; tnenig, dag mir bald ttid»d& mefer miffen. Lin« mangelt baA „toafere 
WiflVn^, das ncufe Confueius darin be^efer: t £u miffet^ daß mir mtffc«, mas tmr a?iffen, und dag mir niefet 
töiffeft, mas mit ni<fet mifFe>i3' t&iv leiden am Über*tÖi(Ten irt aUe« Sosmen, fltfd nernarrr und rcnlricft in 
düm Begriffe und unfmtiliefee lebenjenfdtigc fidifTenfeetten u»d mifftn iiicfer mefer, daß alles tdsfTsn üets 





nur ein Stagen bleibt. ÜDie Gegret^ungen unfere* tDiffen* unb bie 3rrwege be* Verftanbe* aufjubeuten, 
ifl ber3toecF meine* Guche*. 16* mochte 3 ur„$>ummheit"beFehren, 3 ur „höheren", 3 U jener, bie große Ver¬ 
nunft in fleh birgt, ju einer Dummheit, beren TDefen wahre Gefcheibenheit unb echte ÜDemut im (Beifte 
bcbeutet. 16rich 0 c^eurmann 

f>an$ €i>r*nber0'tticolai Dan Pubnoflf / (ßfflid)** <£l)ri|tenlum. 2 >oFumente.e. 5 .£>ecF. <Beb.7.00. 
3)ie allgemeine £inwenbung ju lEheologic, tTTvftilf, BpeFulation bat jene GereitwiUigFeit bcr (Beider ge* 
fchaffen, auch bem öftlichen Chriftentum, ba* in feiner Prägung nicht fo febr burch Kriflotele* al* burch 
Platon beftimmtifl, KufmerFfamFeit unb ^Teilnahme 3 U 3 uwenben. Kufflfche Keligion*philofoph»e, 3 uerft 
in 2>oftojewfFy* großen Karamafow»3M*Fufflonen ben Kbenblänbern 3 um Gewußtfein geFommen, bat 
eine lange TTrabition. “Hu* ber Keihe ber rufflfchen tTTyftiFer unb Keligion*philofophen bat Ehrenberg in 
VerbinbungmitGubnoff eine Ku*wahl getroffen, bievon lEfchaabajew bi* 3 u 0 olowjow führt. $>ieferGanb 
be* „öftlichen Chnflentum*" ifl al* Einleitung*banb gebacbt unb führt ben Untertitel „PolitiF", b. h-e* 
banbeit fleh in ihm im öffentlichen um innere Ku*cinanberfegungen, bie auf bieilöfung ber Stage: Kuß* 
lanb in Europa ober außerhalb Europa* 3 ielen. tTTan weiß, baß bie flärFfte Gegrünbung be* rufflfchen 
£ 1 ationali*mu* unb 3 wtperiali*mu* theologifcher — ich fage abflchtlich nicht: religiöfer — £7atur ift. 3« 
biefer verbienftvollen Ku*wahl flnbet man 3 ahlreiche ÜDoFumente für biefe IThefe vereinigt. 3ugleich öber 
fpürt man unter ber SüUe be* lEheologifchen, baß auch ba* echte myjtifche Erlebni* eine Einheit von VolF 
unb (Blauben, hoch 3 ugleich ergreift unb unfere eigene tDelt in Stage fbcUt. 2>ie ruffifche Verführung ifl ja 
un 3 Tveifelhaft eine (Befahr für Europa, fotveit e* bem cbrifUicben (BebanFen nahefleht. ÜDenn un 3 tveifel» 
haft ifl bie*: baß im ruffifcben Chriflentum viel echte*, urchriflliche* £eben*gefühi flecFt, ba* jebcn chrifl» 
liehen tlTenfchen angeht unb bie alte Verführung be*<Drient* neu heraufbringt, vor ber Europa fleh in feine 
objeFtive (Beifte*» unb ITatwelt 3 U fleigern unb 3 U flüchten fucht. 35r. t 0 ernerniahthol 3 

©00or von tttedermayer ^ ?lfgcmiftatn Gearbeitet von (D*Far von Hiebermayer unb Ernft 3Me 3 . 
UTit 246 Kbb. unb $ 0 Fi 33 en. K. tV. ^ierfemann, 4° XV, 70 0. TCept, 244 0.3ttuftrationen. 3n iLeintvanb 
60.00. tTTit Perficn* 0prache, £anb unb Leuten burch eine 3 weijährige 5 orfchung*reife vertraut, hat ber 
bayerifche Krtillerieoffgier fc7iebermayer im tDeltFrieg eine biplomatifche tlTifflon burch Perflen an ben 
£of be* Emir* von Kfganiftan geführt, beffen ilanb feit einem tUenfchenalter fo gut rvie un 3 ugänglich 
für alle Europäer getvefen tbar. 2)ie £anbe*Funbe unb Energie be* Sührer* hat e* fertig gebracht, trog 
mangelhafterUnterflügung burch bie*Jeimat, trog ber befchwerlichen tTTärfche burch glühenbetDüflen unb 
trog bewaffneter (BegentvirFung von Englänbern unb Kuffen ba* 3*el erreichen 3 U laffen. 2Die gleichen 
Eigenfchaften haben ihn, wenn auch unter unfäglichen Entbehrungen, burch ruffifche* unb perflfehe* (Be* 
biet, 3 ulegt burch bie ruffifche Kampffront 3 U ben türFifchen Verbünbeten 3 urücFgeführt. 3™ gewaltigen 
(Befchehen be* tDeltFrieg* blieb biefe bewunbern*werte Ein 3 elleiflung in ber beutfehen Heimat (nicht bei ben 
Englänbern) fajl unbeachtet, £eute, nachbem Feine (Beheimhaltung mehr nötig ifl, legt un* Hiebermayer, 
mittlerweile 2)r. phil., Kitter be* ttlap» 3 ofeph*orben* unb tttajor in ber Keich*wehr geworben, bie wiflen» 
fchaftlichen Hebenfrüchte feine* Fühnen 3uge* vor. ÜDer ITept fchilbert in flol 3 er Gefcheibenheit ben aben¬ 
teuerlichen 3ug unb gibt bann eine ben neueflen 0tanb berücFflchtigenbe0chilberungvon£anbunb£euten, 
0taat, Kultur unb Kunfl be* ilanbe*. SDieGilber führen un* in au*ge 3 eichnetenKupferbrucFen nachKuf* 
nahmen Hiebermayer* unb feiner Gegleiter ba* £anb von ben (Bremen Perflen* unb Kußlanb* bi* an bie 
Pforten 3n&*en* vor.$)ie vormohammebanifchen Kuinen vonGalFh unbGamian, bie wunbervoUenGauten 
be* iflamifchen ttlittelalter* in <Bha*ni, £erat unb HTefar»i»0cherif, ba* halb inbifche .Heben ber ^auptflabt 
Kabul, bie einfamen Gergtäier be* ^inbuFufch, charaFteriflifcheGevölFerung*typen werben in erfchopfenber 
Sülle geboten. 3>a* tDerF ifl bie erfle Veröffentlichung biefer Tlrt unb biefe* Umfang* über Kfganiflan, 
ber auch b e Englänber nicht* ähnliche* an bie 0eite (teilen Fönnen. Glicht nur Verfaffer unb Verlag, auch 
bie beutfehe tDiffenfchaft barf auf fle flol 3 fein. E. <B r a g l 

<&0far$ifä)d/Das moderne OÜtjnenbüd.ie.TOaSmutt). 18.00. <D«r«c S»f4>el* neue« »ereroenbetfi* 
an ben, „ber ba* Theater Fennt unb hoch liebt", wie ber Verfaffer in ber Einleitung fagt. 2)iefe Einleitung 
ifl Fein Geitrag 3 ur 3 unftmäßigen Kunfl* unb TTheatergefchichte, fonbern eine Futturphilofophifche Ku*» 
einanberfegung mit bem 0chicFfal be* Theater* in unferer mobernen TDelt unb 3 war bie Ku*einanber» 
fegung eine* „liebenben", bem ba* Theater mehr ifl, al* eine vor 3 Ügliche Unterhaltung, ben e* mit ben 
0chauern feiner Fultifchen tDefenheit angeweht hat. Siflhel fleht, gerabe weil er ba* Theater liebt, fehr beut» 
lieh bie SvagwürbigFeit feiner Epiflen 3 in unferem ^eute, ba* äußerlich wenig ba 3 U angetan ifl, ber Güh« 
nenFunfl jenen feelifchen Kang 3 U 3 ugeflehen, von bem au* fle ihre tiefflen XDirFungen entfalten Fann. Kn» 
bererfeit* erFennt er aber in benGemühungen berKünfller, bie an einer CTeubelebung ber Gühne arbeiten, 


149 



den Willen, dem Theater den ihm gebührenden pia$ im Kulturleben 3 urücf 3 uerobern. Von diefem Willen 
gibt er durch die reiche Ru*wahl pon Bühnenbildern moderner KünfUer Kunde, die den £auptteil de* 
gefchmacfpoU au*gegatteten Bande* bild et. Bruno(Boeg 

$ti$ Eigener X Rettdcr. ein deutet» Öififjofeleben den 19. ^Wunderte. R. (Dldenbourg. 
J8.00, geb. 2Ö.00. mit feinem „Ketteier" legt Vigener einen nicht bloß äußerlich recht ftattlichen Band por. 
Daß ein Unioerjität*profefTor auf über 700 Beiten ein wiffenfchaftlich bemerfen*werte* Wert fchafft, ift 
noch nicht* befonder* Erstaunliche*. Uber die* wiflfenfchaftliche Buch hält die Rufmerffamfeit von An¬ 
fang bi* 3 um Ende mach, wirft auf weite Btrecfen hin fpannend wie eine Benfation*fchtift, die e* doch 
gar nicht ift und fein will; fo ift e* eine glühende Erfüllung der Forderung nach Verlebendigung der ge* 
fchichtlichen^orfchung undDarftellung, wie wir fle im 3 weiten^efte de* „Bücherwurm*“ (S.45 f.) aufftellten. 
Ruf die Bedeutung de* Werfe* im ein 3 elnen fann an diefer Stelle leider nicht eingegangen werden. 3*der, 
der fleh firchenpolitifch und auch allgemein politifch mit dem Deutfchland de* preußifchen Kirchenftreite* 
von I$37, pon I$48, 1$88, der Reich*gründung, de* Kulturfampfe* fowie mit dem Vaticanum befchäf- 
tigt, hat fleh mit diefem Werfe, da* über da* rein Biographiföe toeit hinau*geht, au*einander 3 ufegen. 
manche der jegt mit fo heftiger iLeidenfchaftlichfeit behandelten Stagen wie £öderali*mu*, Stellung de* 
Katholi 3 i*mu* 3 u Deutfchland, 3entrum undSo 3 ialdemofratie, Katholi 3 i*mu* und £iberali*mu* wer* 
den hier, wenn auch nicht in durchweg* neue, fo doch in eine bi*her unerreicht flare Beleuchtung gerüeft. 

Johanne* Buhler 

Qtitltid) von Rleif* / Ü)erfc. 4Bde. Walter $ädec?e. 1924.28.00. Die Werfe Rleift* wurden rontTTan- 
fred Schneider durchgefehen urtd mit fur 3 en Rnmerfungen perfehen, find alfo nicht mit philologifchem 
BaUaft befchwert. Erfreulich find die Beigaben pon ha ndfehr ift lieben Saffimile, denn in denftarfen, regel¬ 
mäßigen 3ügen atmet fünftlerifche*, impulfire*iLeben.Diefur 3 eiLeben*darflellungift 3 warbegrüßen*wert, 
hätte jedoch etwa* mehr nertieft werden fönnen. Oder aber; mag man alle* au* den Werfen felbftfchöpfen, 
dieTragif diefe* Dichter* erhellt auch au* den fur 3 en Hotten dem, derKleift bi*her nicht fanntc. C.K.V. 
itt> ptlU$ / Xutlltpitt» Roman. münchen, Rlbert langen. 3.00, geb. 5.00. „E* war ein 3ufaU, dag 
die große fran 3 Öflfche Repolution pon J789 nicht fchon 1842 (unter dem Drucfe pon Richelieu) au*brach.": 
meint der Verfaffer. 3)a* war ja nun freilich, &a 3 U diefer Resolution einige Kleinigfeiten fehlten — der 
3 erfet$ung*pro 3 eß de* J6.3nhrhundert*, die Entwicflung de* dritten Stande*, dieRtrophie de*Rönig- 
tume* —* da* war alfo fein 3ufaU. Wa* hier nicht gan 3 unwefentlich ift. Denn auf diefem hiftorifchen 3rr- 
tum baut Perug die (Befchichte pon dem fleinen Barbier Turlupin auf, der fleh in die Rolle de* oerfannten 
Rdel*fprofle* ftigmatiflert und den Rdel £ranfreich* rettet. Bei allem aber ein ungewöhnlich gut getrie¬ 
bener Roman, ftraff und fnopp und intereflant, wie alle Romane diefe* Rutor* (feine übrigen Werfe: „Die 
dritte Kugel“, der „tTTargui* pon Bolirar“, „Da* (Bafthau* 3 ur Kartätfche“perdienen einen größeren Hefcr- 
frei*, al* fte ihn beftgen!). Wer der „pfychologiflerenden“ Romane und de* lyrifchen iUteratengefchwäge* 
fatt ift und fleh gern 3 u dem 3 urücfßndet, wa* „Hoselle“ urfprünglich bedeutet — 3 um ungewöhnlich gut 
er 3 ählten ungewöhnlichen (Befchehen—der lefe diefe (Berichte von dem fleinen Barbier Turlupin, der dem 
großen Kardinal Richelieu da* ^andwerf perdarb. Dr. S* Recf*mallec 3 ewen 

OTöX Dautyttldtp ^ TdcbnlfTe auf 5ooo. Rlbertlangen. 3 . 50 ,geb. 8 . 00 .lTagebuchblätterau*^oUän- 
&*f<h*3ndien, wo Dauthendey durch den großen Krieg feftgehalten wurde und wo er auch früh 3 eitigver¬ 
storben ift. Eine bunte Welt tut fleh vov un* auf, eine Weit, in der Traum, Sage, t7atur undTage*gefche- 
hen fleh feltfam ineinanderfchieben und miteinander permengen, eine urfprünglicheWeit, in der phantaftifeber 
Prunf undtTIärcbenpracht, erdhaft perwur 3 eite* Dafein und gewaltige* (Befchicf wie in einen Teppich ver¬ 
woben erfcheinen. Dauthendey hat nicht* hin 3 ugetan, er hat nur ftaunendgefchautunder 3 ähltun*fcblieht 
und unmittelbar porn (Befchauten. Sreilich, nur dem, der mit einem Teil feiner Seele in diefer heiligen 
(Bartenwelt 3 u *>aufe ift, wird fleh der3auber offenbaren, der pon Dauthendey* Ruf 3 etebnungen au*geht. 
Sür die anderen bleibt e* ein mehr oder weniger intereffanter Reifebericht. Bruno $oeQ 

Da* Titelblatt ift entnommen dem „Ep4Libri* Werf Otto Wirfching“, I9Blätter. ^anddruefe. I. Ru*gabe. 
Sch»ar 3 drucfe in 25 num. Epempl. 100.00, 2. Ru*g. mit 4 folorierten Blättern in 25 num. Ejcempl. 
150.00. Verlag R. Wirfching, Dachau. Die Sfi 33 e„Der duftende Philipp" pon Victor Ruburtin ift der 
Sammlung „Pfauenfedern“ pon Victor Ruburtin, Verlag Rlbert langen, münchen, entnommen, die 
Karrifatur nach Poffart auf Seite 147 dem Bande gerühmte 3eitgenofTen“ pon (Dlaf (Bulbranffon, 
Rlbert langen, geb. 15.00. Die 3eilen pon Chriftian morgenflern auf Seite 147 find entnommen dem 
Band: „Epigramme undSprüche“ Verlag R.piper&€o. in münchen. Da*Buch birgt eine Sülle pon (Be- 

danfen und Einfällen. 


150 



® t n f 3 u # to a 1 ) t n e u e r 58 ü cf) e r 


Romane Erzählungen Dielungen Oromcn 

■Mft Öef<bf<f>te ,4SjlbttW een Per«. <E 3j5>fel»r* 
rU>e, 9-Qö, Halbleinen 11,00- .2?«S Der 
©ainmiung SWe/ 

©weg ^>epm, Umbra vir3e. ^cdba e l* ^ÖtAte. 
’JKft 47 Origiualfaf jfön. beav.&SClftbHer; 
Äürt OJOolfl. ?1r. 1~10 auf '3eij>artbfitten fn 
©anjleber 75.00/27r. 11-510 in ©atp* 
leinen 1500, 

Hermann ÄrUgTr, ©er 3?«ttb öe$. (Sl)ina* 
3aume6. TäJeftermann. 223 ©• Seinen 5,50. 
„SeberuJrontan be6 Potaniferd 3uftu£ Start 
Hfl&fitr!.* 

TPilbelm ©er ©entub am ©algem 

b*e legten .-. 

£arf £uba>fg 
5.00, Halbleinen 7.50., 

Atari ©terrtbelm, ©er TTebbidj. üüftfpiei. ©rei f 
9?k£ie«. 2.Ö0.^e (ellfctiajHiibe ©ailte auf 
»en l^eeiilaföt ^tt^crfommltitg. 4 •'' 

©riefe ©tegcapbten JlUmmren 

paul 3rf?er, Tagner. ‘3>af Sehen im Süerfe. I 
M* »fine ; 

Sdeuförnffimg bei? 'JJlptboÄ .^Dagn#o>f e er j 
unÄ HeHiigen erföseini.* 

D^far 'Öetjfr, Ü9a4- £fne&urü?epöm ©enfub. : 

%wteMt*Ui39i ) 

Atorneftud ber©tarferAtfn $ür* j 

fteniebcn «u^'öer 3«lt brf Öeutj^en SMracf. \ 
©ibi)Ui‘T ;3?rrt, 2 ( ßbe. 6ÖÖ 0. mH ettua j 
40 Sof. ©ubfPrlptMftgprefg ettoa 20,00. 
pulftiS 30 IpaiSffaüg, 3? bei. ^anbetungeri \ 
$»d&' We -«Hg« ©tabt, •<?, %. ©eeman«. 
650 6, mit 500 Tlbb, Ciwa 2 Ö,Qö. ,©<e ! 
ganje Statt#» «nö Äuitwrgefihifhte ln 
brr leiSbarften, awegenöfte« ^arm.' 

Paul ©ifbert}, Äari ^ürft ja SSroenftefn. ßrf« 
«ttb feine* Sebent? unb SFirfemS. Sofet 
•'S duftet. 577 0.1200, Seinen 15,00, .«in 
grj'<?fi<MIi<fcp* '5>of«menf be* Satbolfjiömuc 
in'©eulj^lattb feit 1870-1671/ 

TSa? ©trautb/Tltif bcm Töege jnm ^flnfWfeft«* 
{föbr* urtb 2lMttberjai) rs eine* TJanfbeaiii* 

4-5Ö. 

RuIttirgeftHichle 0ejihiä)lt 3*Hij*f<3bkhte 
©enfmur bigfeiten be* iÖeneHaner« Sarenje 
©a Ponte. Hr*g. o. ©upfts.Tiefh. 3 8öe sä. 
45-00. ^55JlttSomn»entar u. «nperpfferttr '5 >ö^ 
iumenienawS bem^afa«oöö»7{rä)tbift ! öur/ 


O^far ©ocrfng, ©a* San* '30fttel*bad). Par* 
cu* & i£o, formal 20x28 cm» 150 0. urtö 
liom Seine «30,0a /8*mfrfi&e«‘&roel* 
alter bid jwt (Segenmart." 

«intim een ©ertön, ö$ried>i fcfva ©tdötennUgem 
Hafter öe Ör unter, 173 ©, 20 Äaf. 18 .OO, 
geb.20.0Q. *Untet|u<hungen jur ‘Sitipicf (ung 
fe be« ©ta&lebane f< ini 2llWtum/ : : .7 / : - 
'ölt TTietbobfu örr frart*ef(J«ben pelftff unö 
Ärtegfübnmg. 'D. peti. 'anft, 1,00. 
p'gfau^p.Sdnfref^l’fistotf^deNapoieoni., 
#adt HJ 69 / ' '.'• . , 

TKnfuiirj/ '2^^/^ictt^'>^Euni'^'<rlf^r<iÄ>-7^DerT.. ‘ f, 
^uHurpoitttf. :3t 2 e, %QO, geb, 8,50 M« 
tnn6f»ngen Dei»aff<fref^*ungaMfd)en Qfpla« 
maten,' 

Tllfreb 29cbrr, C>eutf^lanÖ «nC Die enropnifdje 
xuItUrftlf6 0. ^ifeber. 2<0p, ,'Der Reibet- 
berget UftfoerjUatÄprofefjor begrün bet einen 
nmm ©Milben «n Ö«? geifUge ^ortleben 
Europas/ 



Jii>ksfhnit/ v/<k JFtliz '&dl&tan aus Willi. 
imstith „ISer- Haifcte Mensc/t in iltr Ifuns/ aller 
Zeiten." Ä\ / 'iper Verlag. Geh. 8.0a. 


öH-Jenöe Kanjl 

Sinn# 3ir?b(er/ CEiti^ebelti. ©r. ■% 'Jllfer ©eri. 
3lö 0. l64^tbb, 0ubffrtp(ionüpre(?2O.OO, 
,<5mf27ionogrnpi)le DrrTIrtbltcftur fee£ 0Hf*-. 
it& <SHi|icöfln. v _ 

Saft ©aebfiag/ Äanft ürö ^«rtfigemerbe in 
0iam; ©{btear^^albM^Ttebeiten. pacb 
11 ; ^.Reeb-kt iffÄpmm r 2 ©be. gr, 2°, ©eibe 
126.00 

^nrft'Jfeniming/^ejrfiieÄünfte. SDeberef, ©tif* 
frre', ©p!ge. 73erl. f. Äunftrofft. 384 ©» m. 




225 Dtfcb. ©efc. 20.00. ,Äulturgefcfclcfctlf<fce 
CntwIcMung Der tejrtflen Äflnfle/ 

Otto Helmut ftörfter, < 0(e ÄSlnffcfce DJlalerel. 
53on DJlelfter DDÜfcelm fcfi ©tepfcan Socfcner. 
©aalerf DJerl. 92 ©. Sejrt u. 20 gangfeltlge 
Dlfcfc. Pappe 20.00, hlfcleber 30 . 00 . „X)ai 
53ucf) bringt olele faft unbefannte 53llber/ 
Victor ©arbtljaufen, “Oai alte Monogramm. 
Ä. DD. ^(erfemann. ■4°. 188 ©. u. 398 Dlfcfc. 
Seinen 50 . 00 . »Oie erfte ©efcfclcfcte bei 
DJlonogrammi fcli etwa 600 o. Cfcr/ 
Äonrab Haebler, Oie beutfcfcen53ucl>brucfer bei 
15. 3afcrfcunberti Im Dluilanbe. Oerlag 

з. Dlofentßal. 2°. 315 ©• 26 Saf. 60.00, 
halbleinen80.00. ,Ole 3nfunafcetgefcfci<fcte 
ali ©onberwljfenßßaß in bie große Jplftorle 
elnfcegogen/ 

Dif ar Sang, Dlnton 53rucfner. DDefen u. 53ebeu» 
tung. C. h. 53e<f. 2.00, geb. 3-00.,Clgene 
mistige ftorfcfcungiergefcnljfe/ 

©eorg Ä. Sufomfflj, Dlufjtfcfcei Porgellan 
1744—1923-DDaimutfc. 24 ©• Seyt. 60 Sa* 
fein. Format 25 X 36 cm. Seinen 36.00. 
,©ai erfte $anbbu<ß über rufjtfcfce Por* 
geltane.' 

Camille DJtauclalr, ftloreng. Oeuttt oon Dl. 
©Tapire. DJlft 84 ganjfeitlgen Safetn. 0. 
DJlfiller. halbleber 28.00. 

OieDJloben berCRenalffance. DJllt 132 Saf.hrig. 

oon hani $loerf e. ©. DJlfiller. Selnen 30 . 00 . 
53runo Saut, Oie neue DDo^nung. Oie $rau 
ali ©d)6pferfn. Ällnffcarbt & Olermann. 
106 ©. mit 65 Dlfcfc. 3.5°, halbleinen 4*40. 

, Cln DDegwef fer gur Äultur bei3nnenraumei 

и. Crl8fer aui ber DDofcnunginot/ 

Otto DDefcer, Dlffprlfdje Äunft. C. DDaimutfc. 
19 ©. Sept,48 ©. Dlfcfc. ©eb. 2.10. „Orb« 
Plctui Ob. 19/ 

Religion Pßilofopßie 

Äart Dlbam, ©ai DDefen bei Äatfcolfgiimui. 
haai & ©rafcßerr,Dlugifcurg. 188 ©. Seinen 
8.00. „DDefen unb Sefceniäußerungen ber 
fatljollfd&en Älrdje/ 

Crnft Dlltllr<ß, DJtateblctui u. Oeneblctui. ^ellp 
DJlelner. 211 ©. halbleinen 13.00, halb* 
perg.20.00. „©plnoga Im Urteil bei 53olfei 
u. ber ©elftlgen/ 

Cbgar Oacgue, Urwelt, ©age unb DJlenföljelt. 
Dl.Dlbenbourg. 540 ©. 8 . 50 , Seinen 10 . 50 . 
,Clne natur&lftorlfcß*metapl)pßf<fce ©tuble/ 

Oie Pr elfe flnb unoerfclnbll<ß, ba wir 0 


hanbfcucfc ber Pßltofopßle in 5 Oßnben. DJ. Ol* 
benfcourg.„Querfcfcnltt bureß biepfcllofopßlßfce 
Arbeit ber ©egenwart, guglel<fc Dla<fcfdjtage* 
fcu<fc. Parallelunternefcmen gurn ,Qfcerweg* 
hefnge." 

ftrang Oppenfjefmer, DDege gur ©emelnfcfcaft. 
hocfcfcfjulfcucfcfc. DJlfincfjen. 10.00, Seinen 

12 . 50 . „©efammelte DJeben u. Dluffaße bei 
^ranffurter ©oglologen. Ob. 1/ 

©mll ©aupe, ©eutfefce Päbagogen berDleugelt. 
Dl. DD.3fcffelÖt. 226 ©. 3-60, Seinen 5.00. 
„Clnffifcrung In bie Crglefcungiwljfenfcßaft 
bei 20.3af>rßunberti/ 

Or. Crfcarb ©eßlunb u. Or. p. ©cßmotl, Oer 
moberne DJlenfcfc unb feine relfgiöfen Pro* 
fcleme.DJlattßlai©rfinewalb53erl.©efc.2.00. 

Reuftnufe fuxnoauogaben 

Dfftani DDerfe. 2 Obe. ftlngat u. bie Meinen 
Cpen. DDolfenwanberer. 288 ©. Seinen Je 
6 . 00 . 

ftrifj DJeuter, hanne Dlfite. DJllt 58 Original* 
holgfcfcn. oon Äart DJßfftng. Dtoalun DJerl. 
Dir. 1—50 ©^welnileberbb. m. e. DJlappe 
ber halgßßn. In flgn. ©onberabg. 240.00, 
Dir. 51-150 ©angleber 140.00, Dir. 151— 
300hlfcleber70.00.Dlr.301— 480Pappe 
45.00. 

Oai 0oefterDleguambu(fc.hri8.t>on ber htf tor - 
Äommlfßon ffir bleproolngDDeftfalen.hferfe* 
mann. 4°. 80©. mit 13 farfc.Safeln. Seinen 
60.00. „6ini ber wenigen fcllbergeßfcmflcf* 
ten ©tabtfcfidjer bei 14- 3fcv ®lcfctlg fßr bie 
DJecfctigefcfcicfcte, ©eßfcf^te bei Äoftflmi u. ber 
Ärlegirflftungen/ 

Carl ©ternfcelm, ©auguln u. oan ©ogfc. Oerl. 
Ole©<fcm(ebe.©ufcffrlptioniprelihalfcperg. 
Oßtten 60.00, ©gperg. 110.00, ©gmaro* 
guln, 3apan 170.00. 

Spl Ulenfplegel. Crgafclt naefc bem Slteften fla* 
mlfcfcem Orucf. DJlit ben 72 3el<fcn. Seonaert 
D3rameri (1656). $>r4g. oon C. DD. 53rebt. 
hlerfemann. Seinen 35-00. 

Surgenfewi Offulte Crgäfclungen. h r ^S* oon 
3. 0 . ©uentfcer. 33u<fcenau & Dlelcfcert. Äart. 

4.50. ,DJufflföe DJlelfterergafcler, 53b. 2/ 

£erid)tigun 0 ju $eft 3 Seite $2 

DDKfcelm pinber, X>le beutßfce piaftlf bei 15. 
3aßr^unberti. DJUt 105 Saf. Äurt DDolff 
DJerlag. 50 . 00 . 

na^ DJorangelgen ber33ß(ßer ge^en. 


©leDlbbllbung auf ©eite 130 ift bai ©rucfergelcben ber Dtlbuiofßgln aui bem ftßßnen DDerf oon 
0. Dt. S. 53ogeng, X)le großen 53(fcllopl>l(en. C. Dl. ©eemann 1922. 53b. 3 . Seinen 60.00. 


152 




IftNtfcrgafc': pon Pt^f, W. 
j« <Boet|>ci. ;jfa«^ f 4VtT«U, evf4>kne« im tiM«.l>otrW'l>etläg, tpadwa, 
&**#**** 30,00, tfcjräs-, livsticnm 

finfe eint ftbOn« ®afer sifset in g«o§prof- .jjrt,». fe. 

/Ltftn tn tev rtüpli$cn ! XMbßjiitu* i „tt-0 f4>*int mit ntftr, baf in Öttfem. tint 

^srmöttTe äa*if(^frtä>tucf MWfeBitb «treibt «Jljs&e^ Wie npiii feiten mehwm^uili." 





































DIE WERTVOLLSTEN GOETHEBILDNISSE 

lipi «wü? «MH </<$ üMMiM 

IVttwor kjfausgege&t'rt von 

H A. N S W'Ä H L 

UH+tkic* du 'biihi- jialiendi<}iHunr*s 

Einmalige namer, Aoftagevott SböHxsfO^tarteimGroflJcfrroat von 30 zu cm. 
Nr. 1 --2GÖ in Ganzperg.-Haudhättdeu mir «isher Vergoldung und mit einem Ab¬ 
druck von Goethes Petschaft aus dem Goethe-Nationaimuseum in rotes Siegellack, 
in die Innenseite des Vorderdecke!« eingelassen M. 90 , 00 ,. Nr. 201—600 in Halb- 
Jeder oder Halbpetgamcnt M» 50.00, Nr. 60.1 ~ 800 in Halbleinen M. dO OO 

Der prächtige Rand bringt rum erstenmal eine Auslese der Goechebildnisse, die als die wertvollsten 
und bezeicfcnehdsreh aogftiehttt tferdea müssen» Bä liamtefe «Ith also mir um Bildnisse, die wirklkfce, 
auch künstlerisch wertvolle Dokomente darstelleri nml Goethe zeigen, wie er tarsäddi<h aussah und 
von den besten Künstlern seiner Erir gesehen Wurde/ alles Mittelmäßige wurde ausgesehteden. Die 
Gemähte, Xtld’/nungen^. Äiju&relie «r»d Stiche .sind auf 2ö großen Llchidrocfctafeln mm großen Teil 
in Originalgröße originalgetreu viedergegeben und werden durch Bilder Im Text ergänzt. Der Direktor 
des Goethe-»Natiönalmuseufi»* besorgte dte Auswahl und Schrieb den Text des Werkes, das ab eine 
der grölten grundlegenden Goethe*Vcroßemliditingeft gelten wird. 


Einmal l$e num cd «risl-i«bh aber- Au s %ab e von 960 Exemplaren, Schrift, 
sowie Dfudcanordnang und Eiiiföhfvmgs-Initiafe von Rudolf Kock Verwendet 
winde die neue Koch-Antiqua und handgesädiopftes randers-Bäö«« mit dern sprin¬ 
genden Einhorn als Wasserzeichen. Druck von Jtadol f Gzrttvng in Offetibacb 
Ausg. A: Ganzleder-Handbände mir reicher Handvergoldung, rotes Saffiankder ,- 
geb, von Frieda Tbiersdi, jeM. 70.00 Ausg. B:öanzleder-Handbändci mit einfach« 
Vergoldung je M. ^tO.OÖ Ausg. C r Haibiederbände je M. 9.00 Äusg. D: Ganz¬ 
leinenbände je M. 7-00 ;äJ v 

Diese Ausgabe der Eli 


•en in Deutschland entstanden sind 


ist dnes der erlesensten Drude werke, die in den letzten 


ElNHORN-rV'ERLAG IN DACHAU BEI MÜNCHEN 


l\y 

\ V,' 1 , A. « 

J M »i •. * 

4. *. ' as' V.' 






iiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiuHiiiiiuiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiitiiiiiiiiiE 


ERNST WEISS 

TIERE IN KETTEN 

Neue Fassung 

Roman. 11.—21. Tausend. 

Geheftet Gm. 2.~, Halbleinenband Gm. 3*50 

THOMAS MANN : Das Wort „Bewunderung" kommt mir von Herzen. 

Ein außerordentlicher Roman. 

ALFRED DOBLIN ; Ein rasend geschriebener Ablauf einer Dirnenexistenz. 

PAUL WIEGLER : Dieser Roman ist eins der ursprünglichsten Werke in 
der Prosaliteratur dieses Jahrzehnts. Geschrieben von einem Dichter. Ein greller 
Schrei der elementaren Natur. Erschreckend und schön. 

HERBERT IHERING: Das Dirnentum gewinnt bei Weiß weitere Per¬ 
spektiven als bei irgendeinem anderen Dichter der Gegenwart. Die Szenen sind ge¬ 
sehen. Die Worte sind gehört. Sie türmen sich auf. Sie haben die unendliche Melodie. 

KURT PINTHUS: Das großartigste Erzählungswerk der jüngsten Dichtung. 


Soeben erschien: 

N A H A R 

Roman. 1. —10. Tausend 
Geheftet Gm. 2.—, Halbleinenband Gm. 3.50 

HEINRICH MANN: Die Geschidtte eines Tieres, aber Menschlicheres 

konnte nicht geschrieben werden. 

„NEUE FREIE PRESSE", WIEN: Hier wird nicht, wie beim Tierroman 
sonst, in die Natur des Tieres Menschendenken und Menschenfühlen hinein¬ 
getragen, sondern es werden die Mensch wie Tier gemeinsam tiefsten Instinkte 
im Menschen zur Verbindung dieser beiden Wesen angerufen. Farbe und Stim¬ 
mung in jeder Zeile. 

„KÖNIGSBERGER HARTUNGSCHE ZEITUNG": Ein Buch von 
seltener Schönheit, von packendster Gewalt, ein Buch, das sich ebenbürtig zuBonsels' 
,/Indienfahrt" und zu Kiplings „Dscfaungelbuch" gesellen darf. 

Zu beziehen dnr<h Jede gute Buchhandlung 
Ausführliche Prospekte Ober die Werke von Ernst Weiß und den Verlagskatalog 
verlangt man direkt vom 

ERNST ROWOHLT VERLAG / BERLIN W 35 


HHuaiiiuiiiiiiiiiiniuuiHiiiiiuuHHiiiuiiniuiiiiHuiiiiuuiintiiiiuiiiiuiiiiiniimiiiiuiiuiiitniiiuiniiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiniiR 


i55 




Po* Programm» und tDerbebud) der deutföen 
Rulturoerlegeri 

Die planmäßige Arbeit 
jur griffigen Ocrfotgung dee 
beulten Ooltee 

mit einem einleitenden Ruffa£ non De. Karl ttätjel und 
fänfunddrclßlg programmatiföen Selbgdargellungen deutlet Verleger 
fowie oier (Tafeln mit den Perlagsflgnet« diefev $irmen 
für den Du<bbandel und feine freunde 
berauagegeben nun 

Karl Rand) 

+ 

€rftco $efl>eft 1024 £um „Por&of' 


dO Pfge. (Vier Dogen Umfang) 

+ 


60 Pfge. 


3um ergen male wird 1)1 er oon einem größeren Rreio erßer deutfd>er 
Verleger ©erfuebt, in gemeinfamen Ruftreten und in programmatif<ben 
Selbgdargellungen eine Rrt gerundeten Uberblkf über die oom Perlag 
l>er gefabene planmäßige Rrbeit jur geigigen Perforgung unfereo Pol' 
fe« ju geben. ♦ Dao $eft wird ein neue« ®tß<f toertoollen material« für 
da« Sortiment und feine i>eute doppelt ndtige Werbearbeit bedeuten, 
darüber binau« aber «*» geigige« Jeltdofu» 

ment erftenl I \ Range«werden. 


Karl Kau(^ Verlag 3 u Peffau 


156 




















BÜCHER-BUND 


Werbeprämien 


0tur eine grofie 3ahl non Vtitgliebern fann ecs ermöglichen bacs Buch I 

billig su erhalten. 3e mehr Mglieber im erffen 3ahre, um fo billiger | 

bie Sucher im stoeifen Jahrgang. ©eeshalb ift e$ Pflicht jebees ©e» | 

bilbeten, fid) bemBücherbunbalesTOglieb ansufchliefjen. Öd ift aber | 

auch Pflicht, für ben Büdjerbunb in allen Greifen su »erben. ©enn I 
febecs BTitglieb hat Anteil am (Srfolg, jebees neu gewonnene 3Mglieb | 

bebeutet einen (Schritt oorwärte auf bem 28ege sur Verbilligung bees | 
guten Vuchees. des jmbbeeshalb 2Öerbeprämienaueigefehttoor* J 
ben. $ür jebees neu gewonnene SJtitglieb erhält man nach eigener f 
2öabl ein Bunteei dfinhornbuch, für brei Vtitglieber eines ber folgen« I 
ben Bücher nach freier 2öahl | 

Droste-Hülshojf, Der RoßtSufcher, mit Holzfdinitten von Peter Trumm 1 
Die Venus in der iialienifdien Malerei, mit 32 Kupfertiefdrücken 1 

Vogl, Unfterblidikeit. Vom Leben im Jenseits * j 

Fischer, Dürers Leben und Werke 1 

Weidiardi, Pompeji 1 

3ebees Btitglieb lann fjch alfo feine Bibliothef burch Werbung t>on | 
neuen Btitgliebern foftenloes oergröfjern. | 

Die Erfolge des Bücherbundes { 

in ber fursen 3eit feinees Befteheras ftnb fchon aujjerorbentlid) grofje. ( 
3ahlrei<he ©anffdfreiben aues allen Greifen beweifen, bah hier für | 
alle ein wirtlich wertoollees ßilfeimiftel gegeben ift/ baes lang entbehrte 1 
gute unb billige Buch wieber su erwerben. 4 

Der erste Jahrgang 1 

bringt ben Btitgliebern für 9.oo Btt. monatlich ben Bücherwurm unb j 

bie folgenben brei 2öerfe: ©rete Vtinbe, ein Vornan t>on Sfjeobor J 
3fontane,0eijjees Xanb, einbrafclianifchecs ifteifetagebud) t>on Norbert 1 
jacquees, ftreunb £ein, ein Vornan oon Ömil (Sfraufj. 2öer nicht | 
felbft SJtitgfieb fein will, follte trofcbem ben j 

Bücherbunb weiter empfehlen. I 

Gfinljorn * 2$eriag in iDadjou bei 371 und?en I 


liefern £eft liegt ein Siuber-Profpett von Sriebrid) Cofeen in £onn bei, auf ben wir unfere Zefer befon- 

ber* aufmerffam machen* 




D«tt>ö(& ©txngler: ©griffen 


.,Spengler ickrpi^i äh iin deutecktr $f&nn } zur Besserung dtuteeher Vrrhlillnhu, darum sattmäH 
i)w r."4«fc »Nutzen 274 ziehen suehffi. „Ktfnuzht Zjdiuittg“ 

Tkübau &e 3 £)eu(fd?en Jitidf&f 

5 i irj^Tawwnd- Oehefr« M/a.yd* Soeben ers4be»r?u 
INHALT* i« DerStimpf/i. Sbafadlctistüdd Pcrjtöjdicfikeit / j, Recht ab Ergebnis Von PfHdtfün / 4 Die 
Er-ieh>j()äi? - äu<fu &J& Bildung? / 5. Die ^ f Shtwijg / 6.Grgeö <fco Sreuro^olsdiewiaimii«' /. 7- Är* 

fot wnd Eigrentwra / 8. Die Wciib^e^ 

potiitfdje 5>fl«d)ten t>er Öeuffd?en3ugenb 

Rede, getadelt am 26.Febn.1924 vor dem Hpdhs<hutripg deutscher Art ; in Wüvibur$ 

17.^2*. Tausend, Geheftet M.i.oo* Soeben eraddenett. 

0er©foa< 

Sondtf dnick aus dem ^Unter^ang dee Abendlandes^. Mit erneu* Vonx'ort, Geh, M< y.50. Soeben erschienen. 
AUS DEM INH ALT t Staat und Stände / Add und PHesfcmtm / Eigentum, Macht und Beute / Stand und 
Partei/ Recht und Macht t Vom Lehftsverhand ^umSrandesraaT / Revolution und Napöirofttenujs / „Ver* 
fasstiqg” / Der Stsatamauu / Die Presse / $dbst%*ernldttung der Demokratie durch das Geld. 

Oie ®frffd}<sfi 

Sonderdruck aus dem „Untergang des Abendlandes", Mir einem Vorwort, Geh. M.i,60* Soeben ersdhleaei). 
AUS DEM INHALT: I. Das Geld': Landbau und Harntet /Stand und - Wtetadiafrsktasae / Mobilisierung 
der Gäter durch das Geld / Geld lind Arbeit / Der Kapitalismus / WtetstfvaftlUfce Organisation, —XL Die 
Maschine; Ortet dcrTedStnik/Andke /f Trchruk w / Faustteäve Technik /Per Mensch als Sklave dcrMascbiae/ 
Unternehraer Aarbeiter,logeniear./Ringen s wtechtnGekf iittd (ndufir le/Endkam pf x vHsdien Geld und Politik. 

CttÄECK'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG. MÜNCHEN 23 


FRITZ VON UNRUH 


Das notwendige Budj 
der Bewegungen unterer Tage! 


MIT EINEM BILDNIS DES DICHTERS 
GANZLEINEN ME. 4 . 

INHALT: 

DEN NAMEN L OSEN 

Tb mamoriam Walter Rathena« 2&Jufci 1922 

S T IR B UN D W E R ö R 
2nr Frankfarter Goethown«>be 1922 
VATERLAND UND FREIHEIT 
M&nnbaim» 1{)„ DezbmbaV 1922 

0 ÄS NEUEREICH 
Karlsruhe Iß. Januar 1924 
UNSER SCHIC XS Ä L 
Wien, 18. M&rr. 1924 

1 DieTrommelwirbelEines Soldaten des Friedens 1 


VERKAPPTE 

RELIGIONEN 


von 

CARL CHRISTIAN BRY 

Preis gebunden 4 Goldmafk 

Dtefes geiftreidie Werk mußte endlich 
eiöm^I gefdineben wetden io dielen 
Eeitläuften der fixen Ideen, die alle ge- 
fanden Anfchauungen an kränkeln und 
fidb zü gefährlichen Einfeitig, 
keiten auswuchero 

: •’. 

VERLAG FRIEDRICH 
ANDREAS PERTHES A.-a 
GOTHÄ^STUTTGÄRT 


«•UAinCFUKTKU 
soot u-ri-rs. 
unvcKsitii 










JAPANISCHE KUNST 


UtagawaToyokuniundseineZeit Von Friedrich Succo. 
2 . —3. Tausend. Mit 153 Abbildungen und 6 Farbentafeln. 
Halbleinen 30 Mk., Halbleder 40 Mk. 

Der japanische Holzschnitt. Von Julius Kurth. 9. bis 
13. Tausend. Mit 88 Abbildungen und 3 Signaturtafeln. Halb¬ 
leinen 6 Mk. 

SuzukiHarunobu.Von Julius Kurth. 3.—4.Tausend. Mit 54Ab- 
bildungen und 1 Signaturentabelle. Halbleinen 20 Mk., Halb¬ 
leder 35 Mk. 

Sharaku. Von Julius Kurth. 2.—3.Tausend. Mit 83 schwarzen, 
3 Farbentafeln und 7 Abbildg. im Text Halbleinen 25 Mk., 
Halbleder 35 Mk. 

WILHELM HAUSENSTEIN 

Der nackte Mensch in der Kunst aller Zeiten. Kleine Aus¬ 
gabe. 39.—43. Tausend. Geheftet 6 Mk., Halbleinen 8 Mk. 

Vom Geist des Barock. 6.—7. Tausend. 92 Abbildungen. 
Halbleinen 12 Mk. 

Rokoko. Französische und deutsche Illustratoren des 18. Jahr¬ 
hunderts. 9.—11. Taus. 164 Abbildgen. Halbleinen ca. 12 Mk. 

R. PIPER & CO. / VERLAG/MÜNCHEN 


Herausgeber: VO.VO*id>avbt. Verlag: Ißinfrom-Verlag, beibe in $>acpau; für unverlangte tlTanuffripte 
wirb feine Verantwortung übernommen; immer Xüdfporto beifügen. 9-3at>rgang: Becfes Hefte—.90, bei 
biretter 3ufenbung J.25. £>rud? von <5.Urevffng in £eip 3 ig. Pofh>ertrieb Ü,eip 3 ig. 
































































DieSBebeutungSBrurfnerß 

3Äit 23achß £ob, 1756, mar t>tc SDfuftf in ctn neue« Stabium getreten. 9)?an bat biefen 
SBenbepunPt, fo fefjr man ihm Beachtung fchenfte, Stößer boch nicht in feiner o ollen 
SSebeutung gemürbigt: nämlich alß baßSnbe aller roirPlich religiöfen unb benSlns 
fang unferer gangen heutigen, nämlich ber eigentlichen Profanmufik. Seicht um Ptrcb* 
Itcf>e unb meltliche SföufiP im üblichen, inhaltlichen Sinne hanbelt eß fich hier, fonbern 
um bie völlig anberßarttge innere Sinflellung: bie tnaßgebenbe SDlufiP biß SBacp be* 
gog ihre Stilelemente auß einer metaphpfifcb jenfeitigen SBeltanfcbauung, fte mar 
tranfgenbent, übertnbioibuell, antisfubjePtio, über baß Smjelmenfchltche binaußs 
gehenb; oon einem übergeorbneten Unenbltcben ouß mürbe alleß Snbltche betermu 
niert. Die ©laubenßgemeinfcbaft ber ^eiligen unb ber in ihr mie im Singelnen mir* 
Penbe©ott—baß ifi biefe SBelt. S5acb übermolbte ben©laubenßbont, ber bieSÄenfcb* 
heit beß SJlittelalterß umfaßte; er gab ihm bie Kuppel, bie ihn oollenbete. 

SBaß nach 23acb Pam—unb fchon bei feinen Söhnen spbikpp Smanuel unb 3ohann 
Shriflian geigt fich ber oolleUnterfcbieb —, mar diesfeitig orientierte SOiufif, mefents 
lieh finnenfreubig, inbioibuell, fubiePtio, antbropomorpb; ihr 9D?tttel» unb 3lußs 
gangßpunft mar baß empftnbenbe 3nbtoibuum felbfi, nicht bic höhere Urmacht beß 
Sebenß. Oticbt mehr „ber SDlenfcb unb fein ©ott'' ifi baß £bema, fonbern ber SRenfcb 
unter SDienfcben, auf biefer ibn umgebenben Srbe. Die garbigPett unb Vielfalt ber 
2Belt mirb entbecPt, bie mifrofoßmifche (Jingigfeit ber inbtoibuellen SOienfcbenfeele. 
^mar ber 25oben beß reinen SubjePtiotßmuß mürbe nicht fofort betreten: eß gelang 
Jpapbn unb bann befonberß SJiogart noch einmal, auf einer Pulturellen Sbene eine 
Einheit beß Stilß gu begtünben, eine Einheit, bie allerbingß gegenüber ber großen 
metaphhfifchcn Epoche, bie ben ©efamtglauben einer SÄenfchbeü repräfentierte, nur 
auf einer ©efellfcbaftßPonoention fußte, aber hoch innerhalb biefer bie ültmofpbäre 
eineß gangen $ulturPretfeß, beß füß unb fchmergltch fterbenben, mehmütig fich felbfl 
belächelnben StofoPo, für alle feiten gu bannen oermochte. 

(Srfl mit SBeetbooen brach ber Subjektivismus in nuce burch unb begann feinen Sies 
geßlauf burch bie abenblänbtfcpe 9Belt; Sftouffeauß fftuf nach SlüdPPehr gur Olatur 
hatte bie legten 33anbe gefprengt, baß Singelinbioibuum fiellte fich, auf feine Siechte 
pochenb, mit titanifcher ©emalt bem 3111 gegenüber, alle Elemente tnbioibuellflen, 
perfönlichfien Sebenß mürben entfeffelt, bie geheimenScbagPammern berSeele aufs 
gefchloffen. 3m SDlittelpunPt fleht plöglicp ber Sföenfcb, nicht ber mittelalterliche ber 
®laubenßgemeinfchaft,nichtberneugeitlidheeinerho^flehenbett©efellfchaftßPultur, 
fonbern der Menfch als losgelöftes Einzel-Ich, alß Snbioibuum, ein Srlebniß, baß 
bie $>lafiiP in SRichelangelo fchon einige Sabrbunberte früher oormeggenommen 
hatte. Der Pämpfenbe, jubelnbe, leibenbe, oerjücfte unb oergmeifelnbe SERenfcb, — 
baß tfPß, maß 35eethooen geflaltet. #icr hat er oorprr nie gePannte SSegirf e ber STOufiP 
eröffnet unb ben 33licP gu unenblichen Semen gemeitet. 

Daß 19. Sahrhunbert murbegum 3ahrhunbert beß 3nbtoibualißmuß; bemgegenüber 
entfallen alle noch fo großen, perfönlichen Unterfcbiebe gmifchm einem Schubert unb 
Schumann, einem SBerltog unb 33rabmß, einem Üifgt unb SBagner; fte alle binbet 
ein hochffcß ^Pringip: bie in taufenb Varianten unb Spielarten fich Punbgebenbe, 


163 



oöe nur benFbaren üftoglichFeiten erfcböpfenbe inbtoibuellc ©prache ber ©eele, 2lm 
Enbe Webt bie fdnllernbe, viel umWrittene ©eWalt Wagners; fo oiel 9teueS er auch 
brockte, hier wirb rin« Entwicflung ju ©rabe getrogen. Üe^te ©erfeinerungen, 2lb* 
fcbattierungen erfreuten, unerhörte, nie geFannte klänge unt> garben, $lußerWcS 
wirb gewagt, in SWitteln unb SluSbrucf, baS ©eWeigerte noch einmal öberfletgert, 
baS XMfferenjierte noch einmal bifferenjiert: in UntergangSgluten oon unerhörter 
Fracht oerbämmert eine Werbenbe SBelt. 2BaS bann noch auf biefe EntwicflungSltnie 
folgte, war matter 2lbgtanj feines leuch tcnben2BerFeS, »SÄuftf oon SBagnerianern", 
talentoolles Epigonentum; fchließlich allgemeine EntFräftung, babplonifche ©pracb* 
oerwirrung, ©tilfejereien unb ©iobenarrhetten ohne lebenbigen Jjtntergrunb. 

3n biefe ©Seit ber^erfegung, ber immer raffinierteren itulturoerfeinerung, beS bro* 
henben ©erfalls tritt nun ©rucfner, er, ber fromme ©obn ©t. glorianS, mit bem 
Eoangelium bes ©iittclalterS unb als fein neuer Prophet, er ein früher ©obn, nicht 
ein fpäter EnPel ber Erbe, er noch einmal ein ©proß bireFt oom ©tamm, nicht ein 
legier, fcbwächltcher ©cbößling. Unb ein oolleS, an Entfagungen, SBiberWänben unb 
©itterniffen überreiches Heben Pämpfte er,um bie SBelt, bie er oorfanb, aus ben2lngeln 
ju heben unb bas eine bobe^iel ju erreichen, bas ihm oorfchwebte: bie SOlufif fotlte 
noch einmal im aUenüberirbtfcbenQlanjeiner^muficadivina'erWrablen^lS himm* 
lifche SKacht ftch ben ©tenfcben offenbaren, einer entgotterten 3ctt jum Slrog unb als 
legtes SÄahnwort jur Umfehr. Unb er hat baS ^iel erreicht: er bat bie ©omphonie 
jur ©aPralmufiF umgeflaltet, er hat ihr ben Eharafter beS Kultifchen in einem ho* 
heren ©inne oerlichen; baS ifl feine ewige ©ebeutung. ©ach anberthalb Saßrbuns 
berten ^rofanmufif, bie alle ©tabien eines aufs $ußerWe geweigerten, bis ins ©ubs 
ttlffe oerfeinerten ©ubjeFtioiSmus burchlaufen hatte, brachte er eS wieber fertig, bie 
©renjen ber indivituaiio ju überfcgreüen, noch einmal bis jur UrmitteoorjuWogen 
unb im Slbfoluten wieber ben ruhenben 9>ol ju Wnben, in bem er feine ganje ©lufiF 
oeranFerte. Damit meine ich, baß über allen menfchlifchenStanbpunFthinauS 2Belts 
all,ÄoSmoS unb elementare in feiner SSRufiF gefaßt Wnb, baß We baS Zentrum feines 
eigentlichen ©chaffenS btlben unb baß aucbbaSmenfcblicbe2ebenmirmFoSmifcber 
9>roieftion Weh barWellt. ©o Wnb benn feine ©pmphonien leete ©erjücFungen eines 
gänjlichEntrücften,mpWifchc©crFünbigungenplanetarifcher@eheimniffe,FoStnifche 
Emanationen, 9>ro|eftionen beS 2lllgefchehenS jenfeits allen auf baS bloße 3cb bes 
fchränPtengühlenS. SBährenb bei ©ach bie geiamte SDienWbbeit im SWittelpunFte W«bt 
unb ihr Erleben, ihr Seiben unb Dulben, ihr 3ubel unb ©lücf in machtoollen, ehernen 
5£önen jum Fimmel fchwtllt, wäbrenb ©eethooen bie ©luten feiner eigenen geuers 
feele tnS SBeltall oerfprigt, gibt©rucfner baS 21(1 felbW, tnbem er nacherlebenb eins 
wirb mit feinen Elementen, mit 2uft, geuer, BBaffer, Erbe unb ihr ©ich>2luewirfen 
im ©efebeben unb in ber ErfcheinungSweltnachgeWaitetalS ein Slbbtlb ber ©kltfeele. 
Diefe Ein Weitung hinberte ihn jeboeb Feines wegS, als ©JufiPerbeS 19.3ahrhunbertS 
bie Ergebniffe beS fubjeFtioen Zeitalters, foweitfieihmoerwcrtbarfchienen, fich eins 
juoerleiben: ich meine eben bie früher nicht gefannten,unenblicb bifferenp'ertcnSluSs 
brucFsmögtichfeiten einer lebenbigen ©eelenfprache, bie geWeigerte ©innenfreubigs 
Feit unb ©innlichFeit, auch in ben SRitteln. 2Bir Wnben alles mehr ober minber WarF 
beüh»n wieber: ©chubertfche ErbenfreubigFeit, ©chumannfche©achtromantiF,hhm* 


164 



ntfcf)e 23egeißerung#glut wie bet Süßt, ÖBagnerfchegarbenpracht unb Subtilftät ber 
jjarmoniP, nur baß burd? feine ©runbeinßellung fofort alle# 3rbißhe in# Swige, 
alle# ^Perfönlicbe in« SÄetapbhfifcbe umgebeutet iß. «Stein Zweifel, er iß ber große 
fehöpferifebe ^ufammenfaffer, oßne baß auch nur einen SKoment ber leifeße ©ebanPe 
an£f iePti$i#mu# bet ibtn auf Pommen Pönnte—gleich fant in einem ungeheur enSBogen 
btc SWufifgefchichte umfreifenb, ßellt fein SBerP eine 2lrt£}uinteffen$ be# 23eßenunb 
Unoergänglichen unferer gefamten SKufiP bar, fo al# ob ßch alle Strahlen noch ein* 
mal in ihm wie im SSrennpunPt einer Sinfe gefammelt batten. Darin erblicPe ich feine 
eigentliche, mußfgcfchtchtliche Stellung. 9loch einmal, ein legte# 5Ral? — am Snbe 
ber Kultur, faßt btefer SRiefe, fimfongleich, mit übermenfchlicher®ewalt alleÄräfte 
jufammen, ballt, wa< bie SKufiP an jettlofem Erbgut gewonnen hotte, jufatnmen 
unb türmt e< auf $u einem SBunberbau oon folchen Dirnenfionen, baß ben ^ettge* 
noffen ^oren.unb Sehen oerging unb fte ßch nur boburch ju retten oermochten, baß 
ße al# hobribe SWaßloßgPeit oerhöhnten, wa# bie @nge ihre# SSlicP# niemal# $u er* 
faßen fähig war.3a,ba#warallerbing#nichtbicäßhetifcbeüRobefpracbcbeSSalon# 
unb ihrer feßon überPultioierten ©efellfchaft, auch nicht bie oerfeinerte Äulturfprache 
eine# meltabgemanbten Träumer# (23rahm#), ba# war bie lapibare SRaturfpracße 
eine# wahrhaft Urwüchftgen,oon elementaren Kräften Srßhüttertcn, eine# ©iganten, 
ber §el#, Söerg unb SJieer noch $um klingen brachte, eine# Kämpfer#, beffen 2lh n «n 
noch mit ÜÄorgenßern, Senfen unb Heugabeln jum Streit gezogen waren. Da# war 
SÄufiP für eine SWenfcbßcit ber ßöcßßen SSollPraft, bie noch ihr innerße# Äerjblut 
oerfprtgt,nichtffir bie bunte?Oiaffegro§ßäbtifcherÄonjertbefucher, bie ftchjuSKtchtem 
barüber aufroerfen. (£in Sföpßifer be# ^anthei#mu# mit ber Spracbgemalt eine# 
5£auler, ber SchauPraft eine# Sffeßarbt unb ber oifionären ©lut eine# ©rünewalb 
tm 19.3ahrhunbcrt, wirflich etn wahre# SBunber! Sicher, baß auch wir heute noch 
Peine#weg# fo weit finb, um bie9tiefenau#maße biefe# ^pflopenwerf# auch nur ans 
näßernb ju ermeffen. 

2Blr ßeßen oor ben Pforten einer neuen SBelt. Der 3nbioibuali#mu# war bie ffielts 
anfehauung be# 19.3ahrbunbertö unb er hat feine große Aufgabe nicht nur erfüllt, 
fonbern auch erfeböpft; er hot (ich in bie feinßen Sßcräßelungen gefpalten, er h«t bie 
unwägbarßen, oerf<hwebenbßen9tegungen noch S u faßen unb ju geßaltenoermocht; 
Purjum alle Slnjeicßen fprechcn bafür, baß hier ba# legte 2Bort gesprochen iß, baß 
ßcß un< auf biefem SBege feine große Stunß mehr auclöß. 2Ba# wir braunen, iß 
toieber gemeinfame Sinbung an ein Rohere#, föeranPerung be# eigenen 2Befen# in 
einem Stranßenbenten, nicht überfeinerte Kultur ber eigenen Seele, pfpchologifche 
Selbßjerglt'eberung unb Selbßbefpiegelung. J^ier öffnen fich neue Slueßcßten: ba# 
iß Peine rein mußPalißhe Angelegenheit mehr, ba# berührt tiefße Dafetnöfragen. 
«$eute, wo alle# wanPt unb ßhroanft, wo fäße Slbgrünbe Piaffen, haben wir nicht# 
nötiger al# ©eiß oon folchem ©eiße, Siüdffebr jum wefenhoften, witPenben 9)ole 
ber 2Belt, Mahnung unb Sorbilb neuer religiöfer ©efinnung. 3cß feße in SörucPner 
ben sprotetpp einer Pommenben SBeltanfcßauung, ben SRepräfentanten eine# neuen 
SBeltgefühl#. Döcar Sang 

93on £>#car Sang iß foeben etn Pleine# SBrucfnerbucß bei (L #. SBedP in Sföüncßen ers 
feßienen: Anton 23rucfner. SBefen unb SBcbeutung. 116 Seiten. 2.00, geb. 3.00. 


165 



<Ein©rief©rucfner# a tt # « n # uonSDolgogen 
<£ß war cfrfo anfang# ©ept. 1873 (Äronpring <£rfebri<h war eben in ©apreuth) al# 
ich ben STteifter bath, meine 2 . C-moll u. 3. D-moll »orlegen gu bürfen. ©er#o<h* 
felige weigerte ft<h toegen Klange! an Seit (Sheaterbau) u. jagte, er fönne jetjt bfe 
Partituren nicht prüfen, ba felbft bie Ttibelungen auf bie 0eite geiegt werben muß* 
ten. 211# ich erwiberte: , 2 Jtetfter ich habe fein Specht, 3f>nen auch nur y 4 ©tunbe 
gu rauben, unb glaubte nur bei bem ^)of>en ©charfbltcfe be# OTeiftertf genüge ein 
©lief auf bie Shemen, unb bereifter wiffen, wa# an ber ©a<he ift. ©arauf fag* 
te ber 2 Reffter, mich auf bie 2 l<hfel fiopfenb: atfo fommen ©ie,ging mit mir in ben 
©aion u. faf) bie 2 . ©inf. an. Specht gut, fagte er, festen ihm aber hoch gu galjm ge» 
wefen gu fein, (benn in 23ien hatte man' michanfang# gang gufammengefcfjrecft,) 
unb nahm bie 3. (D»moll) oor, u. unter ben Worten: fdjau, fhau — a wa# — ging 
er bie gange 7.2lbtheilung burdj, (bie Srompete f>at |)od)berfe(be- befonber# er» 
wähnt) unb fagte bann: taffen ©ie mir biefe# 2 Derf hier, iti) toiU e# nach Stf<h(e# 
toar 12 Uhr) noch genauer beftchtigen. ©arf ich wohl meine ©ttte oorbrtngen, bachte 
ich mir, W 03 U mich ber 23agner aufforberte. CRechtfhüchternu. po^enben Jpergen# 
fagte t<h bann gu bem heißgeliebten 23eifter: 23leifter! ich habe etwa# am bergen, 
maß ich mir nicht gu fagen getraue! ©er 23teifter fagte: herauf bamit, ©ie wiffen 
bod), tote lieb ich ©ie habe, ©arauf brachte ich meine ©Ute t>or, aber nur für ben 
frall, al# ber SReifter einiger blaßen gufrieben fein follte, ba ich ©einen #o<hbe* 
rühmten Tlamen nicht entheiligen wolle, ©er 2 Jteifter fagte: 2 lbenb# 5 Uhr ffnb ©ie 
im 2Dahnfrieb geloben, ba werben ©ie mich treffen, u. nachbem ich bie D»moll 
©fnfonie biß bahtn genau angefehen haben werbe, wollen wir bann über b i e fe n 
Punct fprech eri. 3<h tarn eben oom Sheaterbau um 5 Uhr in ben 2Dahnfrieb, 
aiß ber OTeifter aller < 57teifter mir mit offenen Firmen entgegen eilte, mich tn feine 
2 lrme einfehloß unb fagte: # £ieber ftreunb mit ber ©ebication hat e# feine Sfcich* 
tigf eit, ©ie bereiten mir mit bem 2 J)erf e einungemeingroße# ©ergnügen.' 
2 % ©tunben bin ich bann fo glücflich gewefen, neben bem < 3Heifter gu jißen, wo er 
bie muftf.©erf)ältntffe 2 Dien# befprad), mir ©ier entgegenbrachte, mich ln ben ©ar* 
ten führte u. mir fein © r a b I!! geigte,* bann mußte (oielmehr) burfte ich, ber $o<h= 
beglückte, ben ©teifter in ein #au# begleiten. 2 lm anberen Sage ließ er mtr noch 
gute Steife wünfhen—,alfo wo bie Srompete ba# Shema beginnt/ htngwfeßenb. 
3n 2Dien, in ©apreuth fagte (£r oft: ift bie ©inf. fchon aufgefuhrt ,* aufführen, 
auf führ en. 2 lnno 1882 fagte mir ber bamal# fhon leibenbe 2 Jteifter, inbem er 
mich bei ber Jpanb hielt: „©erlaffen ©ie fich, ich felbft werbe bie ©infonie u. alle 
3hre23erfe aufführen.' 3<h fagte: © 2 Jleifter! barauf erwteberte ber©teifter: 
2Daren ©ie fhon imParfifal? 23ie gefallt er 3hnen? 2Deil mich Öochfelber bei 
ber#anb hielt,ließ ich mich auf bie£nie,!po<hfeine!panb anmeinen 2 Jlunbbrücfenb 
unb füffenb unb fagte: D 2tteifter ich betfe ©ie an!!! ©er < 37Teifter fagte hierauf: 
2 lur ruhig — ©ruefner—guteTladßt!!! ©ie# war ba# letjte 23ort be#^elfter# 
gu mir. 2lm anbern Sage erhielt ich noch eine©rohung oom2Jteifter, $ochwelcher 
im Parfifal hinter mir faß, weil ich fo heftig applaubierte. $ 1 . ©aron bitte bieß wohl 
gu bewahren! 2 Keinliebfte#©ermä<htni#!!! — bi# bortoben!!! 

^Jlein Klagen!!! $ 1 . ©aron ftanf barfter 21 . ©ruefner, m. p. 


166 




i bM 


Max Liebermann „Sich bäumende Pferde'', in Holz gefchnitten von R. Hoberg- 
Aus dem Buche „Dreißig Holzfchnittzeichnungen" von Max Liebermann, das 
beim Verlag Fritz Hey der, Berlin»Zehlendorf erlchienen iß. Diefe von Reinhold 
Hoberg vom Holzßock gefchnittenen Zeichnungen find für jeden, der Lieber» 
manns Kunft nahelteht, befonders reizvoll. 

Der nebenßehende Brief iß Bruckners Briefen, hrsg. v. Gräflinger, entnommen/ 
G. Boffe, Regensburg. Zum Verßändnis Bruckners find die Briefe unentbehrlich. 





















































3m Äanu Öurct) ben Urmalfc 

©er bePannteßhtoebißhe^orfcherTlorbenfPiolb beratet in bem foeben bei©trecPer& 
©grober erfchtenenen ©u<h §orf<hungen uni) Abenteuer fn ©übamertPa, Seinen 
11 .00, von feiner testen Steife burch biö^erunerformte Urtoalbgebiete ©raßtien# 
unb ©olioientf auf befchtoerlichen SDegen gu toilben Onbtanerßä'mmen, bte ßcb biä* 
ber ihre UnabhangigPeit betoahrt höben uni) beren Seben unb Äultur fein befonbere# 
Ontereffe gilt. 3ablretdje ^bbilbungen ber eingelncn Sppen fotoie ihrer Waffen, 
©<hmu<#= unb ©ebrau<h$gegenftanbe machen ben©ert<ht anf<hault<h unb toertooll. 
SDtr geben gtoei Slbfchnitte au3 i>em©u<h toieber, eine Probe tote ber ©erfajfer fich 
ben 2£eg burch ben Urtoalb bahnen muß, um gu ben oieie Gleiten tief im 25}atbe 
toohnenben Rothäuten gu gelangen, unb ein$ ihrer Dtelen Zartheit. 

2Dtr Pommen nun auf fonberbare SDege. Sag für Sag fahren mir burch über* 
f<htoemmte^alber.^itbem32)albmefferbahnentotrun£einen2I)egburchbie©aum* 
toipfei. 20aren mir gur SrocPengeit hierher gePommen, fo hatten toir ofelleicht Peinen 
Sropfen 2Dajfer gum SrinPen gefunben unb hätten natürlich nicht im &anu fahren 
Ponnen. ©roße©<haren Pleiner©elphinefpfetengtoifchenben©aumen. ©ielarmen 
um un3 h eruf ö. 3utoeilen Pommen fieunb fcheuern fleh «m Äanuboben. ©aö ©ogel* 
leben ift außerorbentlf<hrei<h.©iele©ogel/befonber3 bte bofen,fchreienben3tgeuner* 
oogel, hoben hier ihre ©rutplaße, unb ber Reichtum an ©ogeineftern ift fehr groß. 
2Dir plunbern einige Tlefter unb »erbejfern fo unferen < 27tunboorrat mit ben recht 
febmacPhaßen Qftern. 

Ommer mehr geht ber überfcbmemmteSDalb in einenftluß über. 3utoeilen Pannman 
nur ßhtoer oortoartöPommen, ba bie gange Oberfläche mit einer btefen klaffe oon 
2J>afferpßangen bebecPt ift. 20 o biefe noch grün ftnb, geht e# an, aber too ße oerfautt 
ßnb, Ponnen toir froh fein,toenn toir einen Kilometer imSagetoefterPommen. ©ie 
Zuberer fteigen auf bie fchauPelnbe klaffe hinauf. ^Tlit ben Zubern graben ße bann 
eine furche für ba3 Äanu, ba$ fie oon Bieter gu Bieter oortoarttffchieben. ©ieoer* 
faulten Pßangen ftinPen, unb taufenb unb abertaufenb < 37tücfen plagen un& 5Do toir 
Ponnen, trachten toir in ben überßbtoemmten 2öatb gu Pommen, um ben ©umpf* 
pßangen au$gutoeichen.S9?tr höuen untf bur<h©ämbu3ftraucher unb gt'ehen baSft anu 
gtoifchen ben ©aumftammen bur<h. 3utoeilen geraten toir an einen „Polo fanto'. 
Jenen ©aum, ber oon gißigen ^meifen oerteibigt toirb. Zuberer unb pajfagiere be* 



Pommer, b(c brennenöcn ©tiche gu fühlen. 3uweflen ftoßen wir an einen Tau, brr 
t»on großen, ßhwargen, ubelriedjenben Qlmeijen bewohnt ift/un&1)ad gange &anu 
wimmelt baoon. 

'S'Jan follte meinen, baß ÖCefe ftinfenben ©umpfgegenben fieberrei<h finb.^berncinl 
0(er gibt eä Pein lieber, beim hier gibt edfeine^iebermüdrn. 5Dir haben Tlala* 
Ha, aber Öte haben mir aud einer anberen ©egenb mitgebracht. 3öo fleh ber Toben 
über ba£5Daffer erhebt, fiuhen wir und einen Lagerplaf},ber feboch nicht gang un= 
gefahrii^ift, Denn auf Öen wenigen S$foi\ haben fi<h bie Siere,unb nichtgum wenig* 
ften fetfammelt Sag für Sag ftrömt ber ^egert 

©Mtnp|ge]JöS<hTe auf, unb ber§£ttß wirb lewster fahrbar, «Jr 
rft bebeutenö h^ter geworöen,T«hbern er fleh mit mehreren anberen Meinen tirtb 
großen $tu|fen'bereinigt hat, Uberatt jinb^3)^berunb Riefen ftberfshwöit^iSßtr 
fonnimJfeMft feften «toben mehr ßnben, fonbern muffen Sag unb Stacht in bem 
engen Äanu gubringen. ©ang pproe brennt auf einer Lebmfcbichi ein Lagerfeuer. 
Tefonberd girr ^cit ift eg TOunbefbar f^on. 'LJer^Iionb leuchtet atifÖiePalm» 
Wipfel, auf bad Urwai ömirrfal, &a£.ati$b*m ^egengeifmeer auftaucht. Laute aller 
«Üri f fingen and bem 2Dalb, Sdfummt un& pfrmd)t in allen Sonarten. 'Die Del¬ 
phine haften unb prüften, Terfd)wtnöet ber 'Slonö t>fnt«ne ÖenS(Jolfen,öannfeuehtet 
iinfer Lögerfeuer auf bem ^anu uni? -berßnftcre tirwatb wirb noch p^antaftifc^cr,, 
wenn bie flammen biefed'wanbernben ^euerd auflohen. 



Partim Üit ^afchUn^rii leine < 3 Henf«htn freffcn 
Sd war einmal eine große ©<hfange, feie hatte fiele Tlcnfdjen gefreffem SDcnn bfe 
Älnber an Öen f?fuß gingen, fraß bfe ©dränge fte auf. Sd war ein ^iann, ber wollte 
bie©«hlange toten. Sr nahm fein TUrt. Darinnen hatte er ein ffeine# 37 leffer unb 
gerefteten Tlald. ©obann nahm er feine $late unb ging pfeifenb aud bem Torfe. 
Da fam bie ©djfange unb nerfthlang ihn» 

3m Taud> ber ©dßange richtete er jt<h eine gemütliche ipöudfidjfeft ein. 2?emi er 
hungrig war, aß er ©4iangenßeifih. Tie ©chlonge befam fdrediidje Ziagen- 
fchmergen.OXlenn|eanbere©Jlangentraf/f0®arnteßeße > ^enf^engufrepn>benn 
bann werbe t$ einem ßhlecbl im Tlagen, *lld ber Ttann eine 3eltlang im Tauch 
ber ©dränge gefeß?nhafte,fd'nttt.erihrba^Trrgab,fobaßfieftarb,ynbbönnfd)mtt 

er ein Loch «nb fdjlupfte herauf. ©either frejfen bieSchtörigen Peine^lenf^ert me!;r. 
^lderau^bmLe{bber©^lange fam, hatte er gal Peine fyaareuhb war gangwefß/ 
Sr bemalic fuß fcßwarg mit »tii", unb bad |>aar io u<hd wteber auf feinem Körper. 

169 



©raf Jpermann Äepferltng 

(Ein bePannter ÄunfthfftoriPer (roenn i<h mich nicht trre,roar eS-©orringer) hatjüngft 
Öie Vehauptung aufgeftellt, nicht mehr in Öen eigentlichen ÄunftroerPen, Öen 3Der= 
Pen öer Malerei, piaftiP, ‘JHufiP unö 'Dichtung, tue ffd) öie fd>opferCfc^e Äraft un* 
ferer 3eit Punb, fonöern in Öen großen phtlofophtfcfKeligtöfen 3ufammenfaffungen, 
öie Öen ©inn öer 2©elt gleidjfam Pünftlerifch barguftellen trösteten, inöem fte Öie 
©pracfye öer-©i jfenfhaft im felben©inne oerroenbeten, roie öie große ftunft öer oer* 
gangenen3eitotter Öie2©elt öer Vtlöer, nämlich als ßnnbilblichen SluSörucP eines 
£eßten, fonft Unfagboren unö Unfaßbaren. 

©olche3ufammenfaf[ungenftnb etroa K^ambertainS ^©runbtagen ÖeSXIX.3ahr= 
hunöerts', 3ieglerS »©eftaltroanbel Öer ©Otter', ©penglerS »Untergang ÖeS 
^benblanbeS', lr)ilbebranÖS »Tlorm unö Entartung ÖeS ’&tenfchen' unö »Ttorm 
unö Verfall ÖeS ©taateS', SUageS' »Vom PoSmogonifchen (EroS', ÄepferlingS 
»üReifetagebucf) eines Philofophm' unö »©cßopfertfche QcrPenntniS'. 

’&lle öiefe 253erfe ftnö, ihrer ©truPtur nach, Äunftroerfe, öie fi<h öer ‘HuSörucPSmittel 
öer^Pijfenfchaft beöienen. gur ©penglerS 2Derf bat & epferh'ng Öen SluSörucP » Ver* 
ftanöeSroman' geprägt unö fein eigenes »2£etfetagebuch' bittet er rote einen SRo* 
man 31t lefen, öa eS nur aiS »eine oon innen heraus erfh offene, innerlich gufammen* 
hängenöe Vichtung' gu oerftef>en fei,- 00m ©tt'l feiner »©chopfertfdjen (Erfennt* 
ntS' fagt er, Öaß er »Vorgänger nur in öer^lußP, nicht in öer philofophifchenSt* 
teratur' fmöe,- Öen im »feuchter' 00m 3af)re 1923 enthaltenen VortragSgpPluS 
Öer Tagung Öer »©efeltfchaft für freie Philofophie' roill er als ein »ri^tigeSOr* 
chefterroerP öeS ©eifteS' aufgefaßt roiffen, in roelchem ß<h öie Vorträge Öer etngel* 
nen SRebner über ÖaS gleite Sf)ema (»©pannung unö ^hPthrouS') in Pontrapunf* 
ttfdjem Verhältnis gueinanöer befänöen, 

-©aS hat ÖaS gu beöeuten ? Vte ^ntroort, öie Paul Feldkeller in feinen QluSfuhrun* 
gen über »ÄepferlingS (ErPenntniSroeg gum Uberfinnlichen' auf öiefe <$rage gibt, ift 
aufschlußreich. (Er fprtcßt geraöegu oon einem neuen »VenPöialePt', Öer öurdh &ep* 
ferling gur ^nroenöung gelange. 

S©orin befteht nun öiefer neue ©enPöialePt? ?la<h ftelöPeller, läßt er fi<h öaöurch 
d)araPterifieren, öaß er mit öen ^luSfagen unfereS 3ntellePtSgroeierleimeine:roaS 
er öfrePt oerPünÖe unö roooon er bloßQluSörucf fei.^DaS öer DntellePt unmittelbar 
auSfage, Ponne, feinem -©efen nach, nur emptrifch fein,- feine (ErPenntniffe feten aber 
3U gleicher 3eit Öer relatioe unö oergänglidje ^luSÖrucP eines abfoluten göttlichen 
©tnneS,- eS hanöle fi<h um eine »^Pgentoerlegung 00m augenfheintichen ©inn auf 
einenÖahinterliegenöen'.VerPhilofoph,Öer inÖtefemVenPbialePtfchaffe, oermoge 
»öen Pälteften, gottlofeften ©eöanPen gu öenPen unö Öabei am©onnenlichtgotteS= 
trunPenfter (ErPenntniS 3U oerbrennen'. 3um -©efen Öiefer neuen VenPungSart ge* 
höre »öaSungefchroächteTlebeneinanberbeftehen oon metaphpftfchem Veroußtfein 
unö roiffenfchaftltcfem ©inn Wenn »Öem metaphpfifch Vlinben ift bteVorftellung, 
Öer Vegriff ÖaS Vrett, mit Öem Öie-©eit gugenagelt ift, Öem©ehenöen ÖaSPriS* 
ma, ÖaS fte ihm ofelfältig unö bunt gerlegt, ÖaS ihm aber gleichwohl eine geroijfe 
Vurchftcht oerftattet'. 



©er neue ©enPbialePt unterfdjeibet fich alfo beffpfeC^toeife t>om inbifchen, ber fich 
nur auf i»en lebten ©tnn feCbft bejfe^tunb bem bte ©eftaltungSformen beS ©innS 
nur ein gleichgültiges ©ptel bedeuten, baburch, baß er unferem europatfc^en wtjfen* 
ßhaftlichen ©enPen> bem an fid) jebe2Jlögli<hPeit metaptjpjlfcfjer SrPenntmS at> 3 u= 
(preßen tft, eine neue ©ebeutfamPeit »erteilt, tnbem er eS 3 utrt ©ptegel etneS ba* 
ijinterwaltenben göttlichen ©imteS macht. 3war fptegelt ftch auch Öen 3nbern ber 
fdjöpferifcheUrgrunb ln ben ©eftaltungen ( 3 ubenen natürlich auch alle phtlofopht* 
f<hen ©pfteme gehören), eS Pommt Ihnen aber auf bte ©eftaltungen als folche nicht 
an, fonbern eben nur auf ben ©Inn, fo baß fle blefen ©Inn emptrifch nicht 3 U »er* 
wirPlidjen imftanbe finb, ba ihnen ble Erfdieinung nur Schein Ift. ©ent neuen euro= 
patfcßen ©enPen, baS Äepferling vertritt, Ift eß bagegen um die höchfte und reinlte 
irdilche Verkörperung des metaphyfifchen Seins 3 U tun. ©ie ©ielgeftaltigPeit ber 
einanberwiberftreitenben2Peltanf<hauungen,Religtonen,©pftemeerfcheintthmalS 
ein 20 iberftreit nur auf ber(£bene ber ©rfhetnung, ba fte nichts als (Shtffref^riften 
beS einen UrftnnS finb,- non biefem Urfinn auS muffen fte begriffen werben, ©er 
einige Unterfchieb awifcljen ihnen befteljt alfo nur barin, welcher Tiefenlage des 
Bewußtfeins fie entfpringen/ fchetnbar unauflösliche 20 iberfprü<he gwifchen ben 
©inngeftaltungen ein unb berfelben ©ewußtfetnSlage verlieren auf ber jeweilig 
tieferen ©ewußtfetnSlage ihre ©ebeutung. ©omimterftenÄern auS gefehen, finb 
alle etnanber wtberftreitenben ©eftaltungen, Anfchauungen, ©pfteme gegenftanbS* 
loS, fofern fie etwas AbfoluteS 3 U fein prätenbieren,- fie Pönnen aber alS Ausdrucks» 
form des durch fie hindurchfcheinenden Göttlichen von höchlter Bedeutsamkeit 
für das Leben werden, ja fie können das Göttliche im Heute und Hier für das 
Heute und Hier verwirklichen, wenn bie Präger folcher ©eftaltungen fich biefeS 
©erhaltntffeS bewußt finb. 

Unb fo ift benn auch ÖaS „Cfteifetagebudj' ÄepferlingS nichts anbereS, als ein ©er= 
fuch, bte verfdjtebenen Religionen unb Äulturformen als ort* unb 3 ettbebingte©er= 
wirPltchung ber taufenb irbifchen AlöglidjPeiten beS Alwinen bar 3 uftel(en,um fo 
bemjemgen, ber ftch in biefe §orm verfenPt, ben 20eg 3 ur felbfteigenen ©erwtrP* 
lichung 31 t weifen. ©aS ift ber ©tnn beSbem ©uchevorangeftelitenAlottoS: »©er 
Püqefte 20 eg 3 U fich felbft fu^rt um bte 20eit herum', ©on hier auS wirb eS auch 
Plar, waS ftepferltng meint, wenn er von ber mufiPalifchenÄompofttton, ber kontra* 
punPttP feiner ©ücher fpricßt, bte Pein ©pftem aufbauen wollen, fonbern alle be= 
ftehenben philofophtßhen ©pfteme gletchfam als bie verfhiebenen gletch 3 ettig er* 
Pltngenben ©timmen 3 um ©eneralbaß beS ©örtlichen barftellen wollen. 

©eine früheren 20erPe („©aS ©efüge ber 20elt' unb „UnfterbltchPeit') bilben bie 
©orftabien btefer ©enPwetfe, fte enthalten eine f<höpfertfcf>e ÄrittP beS bisherigen 
©enPenS unb taften tnS Tleulanb vor. 3m „Reifetagebuch' tft btefeS2leulanb be* 
treten. Unb bte fpatere 20irPfamPeit ÄepferltngS ift bie folgerichtige Auswertung 
unb AuSwtrPung beS fo ©ewonnenen, nicht im©tenfte abftraPter20tffenf<haft (waS 
ja unftnnig wäre, weil gerabe bie 20 i|fenf<haft ihrer angemaßten abfoluten £)err* 
ßhaft entPleibet unb an ben ihr gebührenben piaß im geiftigen ftoSmoS verwtefen 
wirb), fonbern imDienlte des Lebens: auS bem wiffenfchaftlichen Phüofophen, 
ber Xepferltng anfangs war, wirb, nachbem er bie fterPerftäbe ber logifhen ©tn= 



beutigfeft ber begriffe Durchbrochen hat, ber Philofoph fm urfprünglichen ©Cnne 
bed 20orted, ber Freund der Weisheit. 

„VemAOefen echter 20 eidbeit' toiberfprichted,fenfeftdbedftutenbenSebend inein¬ 
famer Abgefcbiebenheit gu oerharren/ fte weiß fleh ald tofrfenbeÄraft. ©erabe toelt 
fte, in einem befttmmten ©inne, ein 3enfeftd barftellt, toill jle non biefem ,3en- 
jeitd', biefem „20efen* aud Leib gewinnen in berÄKrflichfeit, im^eute unb |)fer. 
Unb fo fomrnt ed gur ©rünbung ber ,©<hule bet 20eidheit' in ©armftabt. 

©tefe ©<hule oermitteit fein 20iffen ald folched, fonbern bebient fleh bed 20iffend 
ald Audbrucf bed ©eind. ©ie lehrt feine beftimmte Philofopbie, fonbern toeift ben 
20eg,burch lebenbtgedPbilofopbieren gur©innederfaffung hinter allen audfriftalli* 
flerten ©eftaltungen ber Philofopbie 3U gelangen. Unb ba ed fl<h und beim „#eute 
unb £ier' um unfere 3eit unb um ©eutfchlanb, im weiteren Verftanbe bann auch 
um Europa banbeit, fo fleht ed Äepferling ald bad reale 3iel feiner ©chule an, 
baß aud ihr ftührerperfonltcbfeiten beroorgeben, bie, banf einer tieferen Verwur» 
gelung im 20efen, über allen Parteihaber hinweg, bie heutige beutjebe 20eit (unb 
Damit auch Europa unb bie übrige 20elt, Denn alled fteht miteinanber im 3ufam- 
menhang) im Siefften gu oerwanbeln unb einer neuen ©pntbefe guguführen oer* 
mochten, toelche bann bie ©runblage für neue, höhere ©paltungen unb 20ieberoer- 
einigungen abgäbe. 3tur bur<h eine Vermahlung ber tiefen 20efendfchau bed 
Oriente mit bem nach außen brängenben aftioen ©eftaltungdwillen bed Ofgi* 
bentd fonne ein wesentlicher ^ortfehritt in bie 20ege geleitet werben, jenfeitd 
aller an ber bloßen (Empirie haftenben unb barum oberflächlichen unb entfeelenben 
„ <£ortfchr{tte # ber ungottlichen abftraften 3ioilifation. 

3n ber ,©<hule ber 20eidbett' befaßt fleh Äepferling mit feinen ©chütern aller* 
bingd nicht unmittelbar mit fpegfellen fragen ber Kultur, ÄHrtßhaft unbPolitif/ 
ed gilt fa oor allem gur ©innederfaffung gu fommen,* er toill ben 20enigen, bie 
bagu reif ftnb, oerhelfen, burch 20efenderfenntnid gu einem höheren Seinsniveau 
gu gelangen, oon bem aud fle bann auch öie Angelegenheiten bed äußeren Sehend 
im ©inne tieffter 20eidbeit gu meiftern imftanbe wären. (Er toill, mit anbern 
20orten, bad Entliehen einer neuen Ariltokratie oorbereiten, bie nicht, tote bie 
alte untergegangen, nur im Vlute, aber auch nicht, toie einige Atoberne ed roollen, 
im emangipierten Dntelleft, fonbern im ©effte eined höheren, ben fchopferifchen 
Urgrunb toiberfpiegelnben ©eind tourgelt. 

©iefer 20ille Äepfertingd tut fich in alten feinen neueren ©chriften funb: in ber 
,©<höpferifchen (Erfenntntd' fotoohl, tote in „20irtfchaft, Politif, 20eidheit', in 
ben Jahrbüchern ber „©chule ber 20eidbeit # , toie in ben ipeften bed „20eged gur 
Vollenbung'. Alle ©eftaltungen bed heutigen Sehend unb 20iffend finb ihm nur 
ein Anlaß, gum hinter ihnen liegenben 20efen oorgubringen. 

2>ie Vebeutfamfeit btefed 3ieled fann nicht hoch genug eingefaßt toerben, auch 
toenn Äepferling f[<h betoußt barauf befebränft, nur Impulse gur ©innedoerwirf* 
lichung geben gu toollen unb f ebe Stellungnahme gu möglichen realen ©eftaltungen 
ablehnt. (Er hat mit biefer Ablehnung recht, folange ed folche oon ber Stefe her be* 
feelten neuen ©eftaltungen noch nicht gibt, ober folange feine ©eftaltung Alacht 
gewinnt, bie finntoibrig ift. VocfMbm felbft ift ed jaletjten (Enbed um©innedoer* 


172 




wirPlfchung fm $eute unb #ier gu tun. (Sr Ift ß<h beifpieltfweife baruber Plar, wie 
autf feinem 23udje „PotitiP, 2Btrtf<haft, SBeitfhelt' heroorgeht, baß bie neue 
©inne^oerwtrPlicbung ihren Anfang beim 3Birtfchaft$leben, oii ber unterften 
©runblage alle# höheren Sebent, nehmen muß. (Er geigt, inweichem (Seifte ba$ mit 
TlotwenbigPeit gu gesehen hot, wenn nicht ba3 (Ehao3 jtegen unb febe SBerwirP* 
Uchung oerunmögltchen foii. ©ie realen SEBege bagu Pennt er nicht. ©ollte nun 
femonb ben rechten SEBeg unb bie rechten Glittet bagu ftnben, au3 innerfter -EBefentf* 
erPenntnte herauf, wie Ponnte Äepferling ba noch ablehnen, 3« &em gu ftehen, ber 
in biefem ©inne wirPt? 

Unb noch ein anberetf borf nicht unautfgefprodjen bieiben — unb bomtt Pommen 
mir gum^utfgangtfpunPt biefe^Qluffaßetf gurücP. 3ft eä wtrPlich fo, wieSEBorringer 
im (Etnoerftanbnitf mit Äepferltng, ber nur tiefer oorgeht, behauptet, baß bie ©<höp= 
ferPraft beö heutigen Sebent nur noch öur<h bie im Pünftlerifchen ©inne oermen* 
beten ^ugbrucPtfmittel be3 ©enPen$ gutage treten Pann? 3ft e# wtrPltch fo, baß bie 
auf bem 33orpoften ber Kultur ftehenben <$ührermenf<hen nur auf bem Umwege 
über ba3 neue ©enPen 3 um Urgrunb gelangen Ponnen? 3ft eä wirPlich fo, baß auch 
bie ©efuhrten, ehe jte©efolgf<haft leiften, oor allem verliehen toollen? SEItirfcheint, 
Äepferling überfielt ba bie Sppenunterfchiebe bei ben ‘UTtenfchen unb urteilt allgu* 
fehr oon ftch unb ben ihm Slhnltthen au£. ©ewtß, e3 gibt Sppen, unb jte ßnb — 
oletleicht — in berOHehrgahhbte unbebtngt oerftehen muffen, urnbeä SEiefften teil* 
haftig gu merben,- anbere, nicht minber wertooile, offnen ftch nur ben in ber (Ent* 
rucPung, im Pünftlerifchen ©ebtlbe unb im Äult ftch Punbtuenben göttlichen Urbil* 
bem. Unb wieber anbere — unb batf ftnb bie Stefften — beburfen fowohl ber oon 
innen herauf oerftanbenen ©enPbilber, alä auch ber bilbhaften ©chauung. ©enn 
ba^ Oerftehen Pann ß<hfa bo<h immer nur auf bie jeweilig gu oerfefttgenben ©runb* 
tagen betf 3 U ^enoirPlichenben begiehen, auf bie Denkgeltaltung biefer ©runb* 
lagen, bie ba$ unerPennbare ©ottliche im Jeweiligen Ipier unb #eut autfbrücPt, 
nichtaber auf ba^ quellenbe unb bluhenbe Seben felbft, ba3 auf folchen burchgei* 
fteten ©runblagen neu entfteht. (E3 gibt neben ber ©enPgeftaltungeine anbere: bie 
bilbhafte in Son, §arbe unb SJBort, bie burch Pein ©enPen, unb fei eg noch fo tief, 
erfchöpft werben Pann, bie bem göttlichen Urgrunb naher fteht, al£ feber noch fo 
umfaffenbe'öenPbialePt, unb beren ftille, unPontrollierbare SEBirPung tiefer reicht, 
alg febe SEBtrPung be$ £ogo$: ße ift ber erfcheinenbe (Ero3, ber ben £ogo£ atönot* 
wenbigeö (Element in ftch birgt, nicht aber in ihm enthalten ift. 33on biefer weiten* 
ßhaffenben 'Sttacht weiß Äepferltng fehr wohl,wefenhafter ift für feine Perfon aber 
ber toQoß; fobalb er 00 m (Ero3 fpricf)t, ift eg, wie wenn er etwa# leiberntdjt gu 
-3erfchweigenbeöau3 SEBahrhettöltebe auch in betracht gieht. SE)on ihm gu Punben 
oermag er nicht, benn wie ließe fi<h (Er og im ©enPgebtlbe faffen, eg feibenn,er felber 
burchfeele eg, wie in&tage#’ großem SEBerP, ba£ troß feiner (EinfettigPeiten unb 3rr* 
tumer, bie ß<h eben nur auf ba3X)enPen, nicht auf ba$ -EBefen begiehen, auf Siefen 
ber@eeleeinwirPt, gu benen bem £ogo$ al£ folgern ber3ugang fehlt. 33runo ©oetj 
S>ie £)auptwerPe Äepferlingtf ßnb in ber 33ücherlifte auf ©eite 1S3 angegeben. 


173 




t> o m ttt e m o i t c n l f f e n 

ÜeßJltemosrcttl <&ismardXbat ßr «te bie ergtebtgße Cöueüe ^i'florif<^*poU* 

Cf m brittcn 35atfb ftiner iSr mnr riitigr^ <^t»5^itc 
erefnSefprad) mit bem junge« 3^a tjiVr &b*£ bie 

®cge«tt*art,tÖili>dm (I. ni«ä>cb?n3$^tttg$m<>tb Do» 1793 tafur ucta« tworc* 


tity, .öismard etwibert ?ubl b«ß bfrCI&ttit ferm 17$9 : %*e '#b>n«tteeU>* 
bittet» unb baß tiefe Xeibe mintefleftec «uf bitKrnaj|Ta«ce jttrud&rciib«*^ 5 ^ 
lernt man es, taff jtnge für foldje Sufammenbänge 3 « febärfm? 3Die Schule 
gibt tas Ca t fajbenffclet r, Untner lltateleb*'«« m it fpcPulatit>em 3lt<f fiwt tünn 


gefat, bie -ölenblaternc ter normainaibtwätfoter ce«bt nicht wett. Hub ta 
ßebt fo ein tTTenfcb unferer Cage, bie m fe n i> tt fti e it ft<b mit berPölFcr* 

wanberung erfolgreich meflen romtett. *, weiß wohl wann bie &gl itotf&t ger 
auegeßorben put, abnt aber nicht einmal, baß m jwifcbf nCJacob Bagger «nt 
Stinnes, ;n?ifd>en 2talot n unt benTltiswanberertt ber,,iTtay ßo wer f ' f pvi feben 
tiefen triebet «nt Tlodrefeller, jvrifebe« Cromwell «nt bem Stur? ter euro» 
p&ifd)en tlTittelmäd>te 3ufaminenf>ange gibt. ÜLeft tXTemotrcn, trenn 0e- 
Äucb in lebentiger Junge reten füllen t 
SDerTlufbau einer nTemotrenbtbiidtbef iß eine fd>triftige «nt ernßbafrc jjfip 
«he. tlicbt auf tas oereinjelte Örjrpetrtmettt eines einjelnen Perlages Fommr 
e» an, fontern auf 0yftem, auf tbitterongber großen jeitbetregenben fragen 
unb aufPollßänbiglreit. <£s gibt in sDeutf4>Ianb eine einjigeSammlung, bie 
nad> biefe» (Btunbfatjen aufgebaut iß: bieUTemoircnbibltotbePbes Perlage« 
JLu% in Stuttgart. SDte Sammlung macbt junäcbß einmal mit 5«gunb &e<bt 
einen‘Änfprud) auf PoüßänbigFeit: fleht manuon großen StarttarttoerFen 
etwa non ter Ttzt ber ^öiemarcfmemoiren ab, fo fehlt in biefer Tleiße »onber 
ausgebenben <3otiE bi» jut PorFrtegsjett faum ein -öanb non -Sebcutuna 
Unb man benfe babei ja nicht etwa nur an bie Selbßrerßänblid>Feiten — au 
Katharina non Äußlanb, ilifelotte, IVtlhelmtne von 23ayremb- iDae haben- 
auch untere Perlage. ^ier aber gibt es Seltenheiten allererßen langes, her* 
rorqebolr aus ter bisherigen UnjugÄngücbFcir: -öenoenuto Crlltni, bie an 
grotesfem vTlatertal überreichen Tlu Zeichnungen bts beutfeben UTombes 


t: ’ ;<**/* 







Sttrcarbu«, ber einmal Seremonienmeißer be« Sorgiapapße« KlepanberVI. 
war. VTeben ben autobtographifchen 0d>riften flapoleone, neben ben beute 
abfcbeultcb aF tuellen 0t.-^elena-2(ufjeid)nungen ©ourgaub« für literarifd>e 
5einf<bmerfer bie©eltenbeiten jener Seit: Elifa p,b.Kedfe, ber weimarifche 
©cßaufpieler ©enaß mit feinen -Silbern au« ©oetßes Kegißeurtagen. Der 
©eneralSoyen unb ber J2.üizower3ägerTUenzelKriner, unentbehrlich für 
bie Kenntnis eine« 3ungmännerleben« in jener 3ahrhunbertwenbe.... 
Herwegh mit feiner achtunbpierziger 3beologie, ohne bie man eigentlich bie 
beutfcbe EnmncFlung zwifchen J 870 unb 191 £ überhaupt nicht begreift. Unb 
enblicß ganz Foßbare ößerreichißhe UTemoiren („Tlls Penebig noch öfter» 
reicbifcb war" unb „Erinnerungen eine« ößerreichißhen ©eneralßdblere") 

... Sucher, bei benen man fleh fragt, ob bie galtet f$en ©eptembernteber» 
lagen ber Donaumonarchie nicht eigentlich f<h<> n 1866 perloren würben... 
Den zahlreicßentDerFen ber VTapoleondra hat man Unrecht getan. Sujugeben 
iß, baß bie Herausgeber famt ihrem Porwortgefcßwatz — Ktrchttfen, Hol3* 
häufen, (Tonrab unb ber Keß — ber Teufel in Efflg unb ©l fteben foll. tDa« 
foll une heute bie Perherrlichung biefer in ihren Sielen fpießtgßen aller Xe» 
polutionen, bie mit ben UTenfcßenrechten begann unb bem Kecht be« SanF* 
Fontoe enbete? UTan foll getroft bie ü.iteratenwet«beit biefer Porworteigno» 
rieren. 3m übrigen aber bin ich überzeugt, baßjebe« rechte ttlannebilb biefe 
©olbatenmemoiren au« ber großen Tlrmee (Coignet, UTarbot, ben fchwd» 
btßhenttTilitdrarztKoo« ufw.) allefamt lieber zehnmal ließ, al« ein zweites 
UTal einen einzigen Äoman pon Heinrich UTann. Die ,$reibeiteFriege finb 
unaFtuell? VTTag fein. Tiber Sücher, in benen Kerle mit Haaren auf ben 
Sahnen fleh herumbalgen mit Hölle unb (Teufel, ftnb nie unaFtuell. 

©ehr töricht wdre jeher d>aupintßifcher Einwanb gegen bie biplomatißh 
ßaatemdnnifcben UTemoiren be« erften Katferreiches. Erßen« ftnb bie Sü» 
eher (ilapalette,pasquier) QuellenwerFe erßen Kange«. Dann aber: e« gibt 
Feine beffere Erziehung ju ber Einficht; baß e« jwifchen un« unb bem fran» 
jöflfchen (Beiß Feine Perftdnbigung gibt... 

Unzulänglich iß bie Tluewahl ber rufftfhen TDerFe. Daß biefe pertrodfnete 
langweilige alte Urßhel namen« „tttary" Tfntin in UTtnfF alle Küßen „Un* 
gläubige" nennt, ein paar Unperfchdmtheiten über ben chrißlichen Kult nie» 
berfchreibt,e«bebauert,baß // bernicolau«"(gemeintißberSar) / ,fotue,al9ge». 
höre ihm ganz Kußlanb" ... baß einem bae alle« al« Stlb Rußlands ferpiert 
wirb, iß eine ßarFe Sumutung für einen, ber Kußlanb gefeßen hat. Ebenfo 
ßarF, baß neben ben UTemoiren be« Kepolutiondr« KrapotFin unbbe« VKI>i» 
iißen Degobory Feine anberen tDerFe ßehn. UmPergebung: glaubt man wirF» 
lieh, baß das Kußlanb war? Diefe armfeltgen 3nteüeFtuellen, bie hoch immer 
nur bte 4Ldufe im Pelz eine« gefunben Körper« waren? Her mitben Erinnerun» 
gen be« ©rafen Coli, her mit benen be« großen Perwaltun gsbeamten ©ieper«, 
her por allem mit ber göttlich heiteren TlFfaFowfcßen (ThroniF. 

VTun gewiß, man Fann pon einem uniperfalen U)erF wie pon biefer «£ut$* 
fchen UTemoirenbibliotheF nicht PollFommenheit auf allen ©ebieten per* 


175 



langen. Wohl aber ffr btes ber plag, Wünfrhe $u äußern: wann erfchetnen 
iDürer« Tlufjetchnungen? Wann Ulrich 04>mlebel« „Keife ln bie Heue 
Welt"? Wann enbUct) legt man Montane« laitgft vergriffene Erinnerungen 
auf, biefe ©chätje eine« göttlichen 0arFa«mu« ... bie man ftd> müi>fam 
fehlen muß, um fte ju beftgen. Wann enbltch erfchetnen feine feit 3al>r» 
ahnten nicht mehr gebruckten Tagebücher von 1870 unb 1866 .. . 0<ha$* 
Fammern ebelfrer altpreu^tfd>er ilegenbe? Aufgaben für bie öuFunft! 

Da« begrüßen« wertefre an biefer Äu^fchen 43ibliotheF: baß fte Feine lang¬ 
weiligen ©chmöFer birgt, Cfntereffant, packenb, $t»tngenb ifr eigentlich alle«, 
wa« man angreift... auch wenn man e« in ©ituationen angreift, in benen 
man fonft Kriminalromane Iteff. Wer einmal bie Erinnerungen be« britt- 
fchen ©arbeFapitan« (Bronow gelefen h«t, wirb ftch nur noch ungern ju ben 
„iluf;eichnungen bee Tornett« UTalte J^aurib« Drigge" entfehließen, er wirb 
jehn iUemoirenbönbe lefen, ehe er ftch ju einem einzigen Koman bequemt! 
UTemoirenlefen wirb nämlich 3 U einer paffion ... für ben 43ü^>erfreunb 
fd>lteßUd> faf* 3 U einem 33eruf. Wer e« einmal angefangen h«t> läßt bavon 
ebenfowenig, wie man von fehr foliben fchweren Kotwetnen unb armbicFen, 
pechfehwarjen 5elfr-43raftl-3tgarren nicht, mehr läßt. Talleyranb h Ät ba« 
Wort geprägt, baß febem, ber bae Whtfr*©piel noch nicht Fennt, ein großes 
(Blück noch bevorftünbe. 0o h<*t auch ber, ber UTemotren noch nicht Fennt, 
einen freunblichen Weg vor ftch. Der t>erlag £ut$ bietet augenblicklich bie 
flcherfte ^anb baju. Dr. Keck-lUallecjewen 

<5 o e t h r in Karl«bab 
34> Fonnte unmöglich Äarlsbab »erlaffen, ohne hie Staunte ju fehen, in benen ©oethe 
öfters gewohnt hatte; fte waren »erntetet, aber ber 3nhaber geglättete mir freunblich 
ben£intritt.Der Salon mit feinen »ier,fenfiern, »on benen jwei nach bcrWiefe, jwei nach 
bem ©ebirge hinausgingen, erinnerte mich an eine SlneFbote »on ©oethe, bie jwar als 
unwahr angegriffen wirb, beren Wahrheit ich aber burchaus nicht bejweifeln Fann, 
ba fie ^ofrat Stehbein (©oethes ^ausarjtffelbfl erzählt hat. 

Der treue Wiener CBoethes, SJtarl, erhält am 27. Slugufl früh 23efrhl, jwei ^lafchen Stot- 
wein nebfl jwei ©läfern heraufjubringen unb in ben oben erwähnten, fich gegenüber- 
liegenben enflern aufjuflellen. VTachbem bies gefcbchen, beginnt CBoethe feinen Stunb» 
gang im 3immer, wobei er in abgemeffenen 3wifchenräumen an einem ,fenfler flehe«* 
bleibt, bann am anbern, um jebesmal ein ©las ju leeren. Vtach geraumer Weile tritt 
Stehbein ein, ber ihn nach Starlsbab begleitet hatte. — CBoethe: 3he feib mir ein fchöner 
^freunbl Was für ein Cag ifl heute? Stehbein: Der fiebenunb 3 wan$igjle Slugufl, ffip* 
jellenj. CBoethe * Vtein, es ifl ber achtunbjwanjigfle unb mein CBeburtstag. Stehbein: 
2lch was, ben »ergeffe ich nie; wir haben ben fiebenunb 3 wan;igflen. ©oethe: ©s ifl 
nicht wahr l Wir haben ben achtunbjwanjigflen. Stehbein (beterminiert): Den fieben- 
unbjwanjtgflen. CBoethe (Flingelt, tRarl tritt ein): Was für ein Datum haben wir heute? 
tRarl: Den fiebenunbjwanjigflen, flfr)eilen), ©oethe: Daß bich ♦ * * Äalenbet hrrl 
CRatl bringt ben Äalenber.)©oethe(nach langer Paufe): Donnerwetter—ba habe ich 
mich ja umfonfl btfoffen. — Jtegteres Fonnte für alle, bie ihn Fannten, nur als eine 
humoriflifche Phrafe gelten, benn ©oethe betranF fich nie. 

Stus „©enafl, Weimars Flaffifche unb nachFlaffifcße 3eit", Perl. Stöbert Tu©, gcb. «.00. 


176 




d? * 15 f'* v itt tro n •(& rtc cf r er oti^ S > n h. f p g b of jfy: 

5> a f f r * U #i%t : $ er $. *#;0 f j f A t *$ v 11 ü g ?m'jf Jo 1t;, S a m u « £ 3 . <£ i-b 5 SO, 

ri? t ü u >« i$ fc > ü jm U d> $ 1 ? 05 eb 1 * t e n, P> s faf tü .cf e n 11 n b % e i *n -i n geti .fuf ? 6 ä b ^ 

21 tr m e r f tt n g t n : -j u '33 ü d) e r n 

®. & w* »’c{M?srl«j, ecrtiii. S. 3 Ö. rtfrm fennt im* 

KoMancn feine litt, bie WtgebiutTc feine* 'mctd^ytlf^Fefi^lSfen Steifte«* 
auf bem rüftftterif* fei« 0«5eü^)tci^h gef*'i*tfi<fecr Wpo&eii bat3uftelienL ma« ?*««r 

fieaa* rti*r, bcnn bk ber £*fer freut (!* un^fauet^n bet wirterbafrm frittenf*««. Si&er 

unb bnrcunberr be« Xünßlerltfmfcbfouifty, ob«* fr* re** x»ieJ um fern Jfccbrgcbaube pou brm barroym- 
f*enlÖdirjirC (eine* füiwnwm Ö^iit «eueSSüd? fteßtuur? dncü Tterfu* bar,fticfem £eV>r * 

gebaube *tu* r*tlgio n * tpi ff e 0 f *4' ftl.i *e fUiibietf* <£ru«felage ju gebe« »i«b iti 

i^flefci3i«muf it äUir>^ri'UnyrTd;'$^fU(^en r*UgtSfe«-- 3 Doiümenten bet^yptifrfrcri unb>Abvlo«!(<fre« 
'Religionen ,, 0 >ebcimni(Vö X>**. 0 #en$] berau*, bie al* parallelen unb tergäiijungeii feinet Jiuff«fTung 
C&nfmvtum* eif*ei»ien, uub trÄgr.fle mit (eberfcaftem Xiige (wobi au 4 > mum*mal mit teberbaffrer (Befrei 
^or. ©oi*e mrogjugigelltt umf*au<mber^tt»eltgcfcbi 4 v^t’etra^t , u »3 tft feit QpmgUt beliebt/ au* bie 0)fb 
©riefirict*u«0 ifMa ein 3«?i?er ÜbifrjeUgenbe^ frcitl* wirb Pont bi*feri(*«n ttTyfttfer Inuw tJgtlanör 
merbett ^e0t ibt’s «ti*t asi^ f6 le$t HptH antee,“ tTTa/sbc utt fo beiläufig, ts?ie pra*cig baifclbe 

U*ppctimenr 00« Einern criei* gti^fidbcn ttrann «ab atei* tipfftnnigen pfy*oib0#tt wie tTTeref*r*>ivf?v 
für bie ßemmifät O’fyrbot^ie föunte: r 0etriö*t werben, wa* .ibälbeti lob, bk -< 5 otwbÄm* 

meru^ bk -tPeUef*e für ein gelb für reiifjfc»nbpbitc>K^^if*e Sp^utationefi, W?e»m u?n» nci* 

30, 40 3«bten fkjenfiber reit0ion^f4ud>tiid)cu Sbsfuwenteu enrfd>iebe.n : 3u biftori(*e,b. b, ^u fieinti* 
unb genügfam mären, beMte Onb mir 3^ 3« $tvn üntririf* nnb anfpru*^voÜ parapÜmOercnb. Bleibt i>ec 
freiti* gröge Xtis einer 0eifltei*en fitbjefrjveu ©pefuUtfon. r, gi l f■ 1 1> b e 

Bfe. 4 ^f ©önd^l* ^erauegeg. t>on ^rttr^ufafrt unib Ktfreb ^trentrei*. 

rr3ieber^Perlag» ZX&, trifte ertrünf^telBrg^nSung juXcmrain Holianbdberanfirem^ebfn^bübf beginbifiben 
Sre*tiUbeiben bebcuttt biefe XUÄWaM auÄ beffeu 9*rlfren r 7 in|pra*en unb 25 riefen ? ui gutra, wenn 
au* a« «in paar Bremen mefcr ga«3 gcflÄrferttberfc^unj.fi'nb bretunbbreilig meiffgan^fur^e Xunb* 
aeburigen .'0<r • prvbigtert bet Ubeminbung 

•'bftl' Ä.dfei». 'btiV* £eib«nsV'itrtb#üferhrcceu?*^ uub porbebaklbft nT«nf*enlitb«. Sie geboren 3«m £e* 
benbigiit’cw, : lg*ie^eji unb Xrafh?oU(k«, ü?a^ menf*l;*eäi£Vi^tÄwefen funbrun tann* C. P o91 

Swn? ^rkfean3 fit sre»KaTe«'3'^ rt 5eibörne tla*f,X.arr* 

«Ibi:ebfr{-i.00^;3^ : bieftm ;nä^mtii$en gebAituoUen.Su* ringt ein ^drrer, rei* 
getnfbetef «Öt Unfcrer cbaonfd&tn^iit, mk kber uon un§ auf feine Steife. Wir witt f*.rjn«n,. 

bieSfiefe waren Nffer ausgefallen, tDcmi'btebe.ffern»&ten r -ättflrg«)^^rflob« ju einem 
. gute« 0 efpt 4 * r Ju etNem guten Srief mug i* mir ben Partner ri*fig mabUii. !Ttir i|»erbatt o^Ml^ an,t 

^:>v';:-:x77 



über £eben«fuhrung, mir (Buflav Wyneten über J£r 3 iehung, mit Theobor Wolff über 3ournali«mu«, mit 
Hurt «giUer über Politit fleh 3 U unterhalten, hat Sinn nur bei flarer non vornherein gegebener Bunbe«* 
genofienflhaftober entfchloflener (Begnerfchaft. 2DerT)erfafler aber mu$ in beinahe jebem Brief mühfam crfl 
biePunfte herau«arbeiten, in benen erjuflimmtober abweicht, unb verliertbamit,wic mirfcheinen will,bie 
Hraft ber Darlegung feiner eigenen (Bebanfen. Wer heute um eine neue beutf<he Welt ringt, mug intran» 
flngent fein. Wir fürchten, bie mahnenbe Stimme be« feinflinngen ^Dichter« tvirb von ben Stürmen ver» 
fchlungen, weil er fleh halb von ihnen treiben lägt, halb fle befchwören will. Uber vielleicht fommt er ein¬ 
mal ba 3 u, fleh fyflematifcher au« 3 ufprechen unb entfchloflener allein 3 U flehen. Hur ber itinfame flnbet 
(Befolgfchaft. 4L Curtiu «, £cibelberg 

<Dtto Slofe / 5um guten Europäer* (Bot tfchalf Dcrlag, Berlin. (Beb. 3.50. „3wÖlf Chronifen Wer» 
renwag«" nennt Slafe biefe Huffägc 3 ur 3eitgefchichte. „Chronifen" im Sinne einer Huf 3 eichnung abfeit« 
be« (Betümmel«. „Werrenwag" — ber, welcher ben Hampf wagt. freilich ein Hampf gegen alle« Ungeifli» 
ge, Untiare, 5ette, (Befühttaufgefchwemmte. 2)er Stil ifl au« l*t 3 gehämmert, bie Hnflcht ber ÜDinge fo 
unerregt wie überlegt. ICin £efebuch für bie beutflhe 3ugenb, welche mehr will al« fleh Stahlhelme auf» 
fegen ober in Caf 6 « bie Welt er leb i gen. 15 in Buch, ba« man ungern au« ber^anb lägt, weil e« in bie *Janb 
gehört wie ein Sch wertgriff. T>a« abgegriffene Wort„4Lehrer ber Hatten" brängt fleh einem auf bie Uppen. 
3# wünfehte unf eren Schulen einen Tropfen biefe« Slafeflhen (Beifle«. SranfThieg 

$Otl 0 POtl heutig / Kobttpicttt* Stubien 3 ur pfvcho»Pathologie be« UTachttriebe«. 3uliu« *>off» 
mann Derl. deinen 7-00. 2Den Untertitel barf man nicht vergeben. Heine Biographie, nicht einmal ein 
Porträt, hoch — trog eine« (Bewimmel« von ver 3 wictten wiflenfchaftlichen Srembwörtern — ein fpannen» 
be«, von geiflreichen Hntithefen erfüllte«, 3 U tlaren JCrgebniflen gelangenbe« Buch. Erwartet feine hi* 
florifche Kettung biefe« Kevolution«tyrannen. 0 nein, beim Fimmel, ber HTann wirb enbgültig vom 
Throne geflür 3 t, ben phantaflifche ober romantifche Kevolu 33 i« ihm errichtet haben. Kobe«pierre: ber 
ängflliche Streber, ben ein abnorme« 3 ufammenfallen ber Berhältniffe 3 um „grogen ttlanne" werben lieg. 

$ranf Thieg 

Ttdami / &<f)i<ff<ll0WCttdc / PtCllßctl 1812—1813« Hach Tlufjeichnungen von llugen» 
Beugen. $alfen»Berlag. (Beb. 4.00. Unge 3 ählten wünfehtman biefe« Buch inbie^änbe. 3 hre< 5 er 3 en würben 
flarf werben in bem (Blauben an beutfehen (Beifl unb Willen unb im Vertrauen auf feine 3«funft. Wer 
bie (Beflalten, bie vor mehr al« hunbert 3ahren T>eutfd>lanb«Hräfte geweett haben, wer bie {Jarbenberg, 
Scharnhorfl, 3?orcf, Stein, Schleiermacher, llrnbt, Sehen f enborf, Hörner unter llbami« f unbiger Sührung 
fprechen hört ober fle in ber lebenbigen Schilberung berer, bie unmittelbar unter ihrem wegweifenben, 
begeiflevnben Hinflug geflanben haben, an feinem geifligen ttugevorüber 3 tehen lägt, wirb erhoben werben 
3 U ber 3 uverflcht, bag £>eutflhlanb« geifligeHräfte unb Energien nicht erfchöpft fein tonnen. IfiinHultur» 
volf ifl nicht eine anorganifche tUaffe wie bie Schäge, bie ein Bergwert birgt, fonbern ein 0rgani«mu« 
voller £eben unb Streben, voller Willen unb Tatfraft, voller Hräfte, bie 3 war fchlummern, aber nicht 
verflegen tonnen. Wie fle in ber 3eit von Preugen« tieffler ICrniebrigung nach J806 erwachten, geweett 
würben unb bann 3 ielbewugt am Werfe waren, ba« erlebt, wer ttbami« 3 eitgenöffifche Schilberungen, 
bie berSalfen-Berlag in neuem anfprechenbem (Bewanbe foeben erflhienen lieg, mitpochenbem^er 3 en unb 
in ber erwartung«vollen Sehnfucht burchliefl, bag auch unferemDolfe bieJHinfen erflehen, bie fleh vor bie 
Hullen von heute flellen, bem beutfehen Baterlanbe wieber ein anbere« (Beflcht geben unb bie Schicffal«» 
wenbe auch für un« herbeiführen. ÜDr.BogbanHrieger 

§« Tl>0tnann ^ Pogott« JBitt 3 ahrtaufenb bubbhiflifcher Tempelfunfl. W. Seifert. 186 0., 10 färb. 
Tafeln u. $8 0. m. Hbbilbungen, J Plan. (Beb. 25.00.2>a« Buch enthält eine au«führliche, trogbem ober* 
flächlicheBefchreibungber Tempel von Pagan (Birma), Hotten über bie Shtve*$)agon»pagobe, 3 ufammen» 
hanglofe Bemerfungen über Birma im allgemeinen unb über einen IHugen Befuch ber llnbamanen. 2>en 
Betreibungen fehlen genaue fftage; bie funflgefchichtlichen Stagen werben nicht berührt. 5 ür bie lln* 
bamanen wirb £einbel«0chilberung in weitem Umfang abgebrueft. 3ugrunbe liegt, wie man au« einer 
gelegentlichen Bemerfung erfährt, eine Keife im 3abre J899. Bon ber feithererfchienenen £iteratur ifl nur 
wenig berüefflehtigt. JDie Bilber, teilweife flau, teilweife au« 3 wciter £anb, flnb immerhin wertvoller al« 
berTept. ie. (Bragl 

€mü ©raljl / 3flamifd)t 6ud)dnbändc de« 14« bl* 19« ^t^undetta« Hu«ben$anbfchriften 
b.Bayr.0taat«bibliothefau«gew.u. befchr.tTTit24£ichtbructtafeln,bavon8farbig. ^ierfemann. 4 °,VII, 
37 0 V 24 Taf. deinen 60.00.J£ine wirtlich verläffige (Befchichte be«iflamifchenBucheinbanb«, ber vom 14« 


178 




beginn 3<4tbunberrS favtzlz tUeifketMrte aufmeift, wirb evftgefövtebentiHtrbtn tonne*}, 

trenn vtfii a\& bm »i AHgto« Sammlungen odeiitaltfÄjfe ^ewbfAnfreii eine möglicMV groge jabl (%a* 
rAfteri^if^et^ ttaAjdtuHb<ftrt ihm 'Entffebung un^0iif^^afr fcfl^cUgt«r Banbc bef>tn»tj ^maebt fei« 
wirb* 34 bgfcs fciefe Aufgabe0raöti&ibttet4ef3tt lofen gsfuefoSfe vnfefern ei« bcfonbrrÄ 
gunfltge^ Ülmrhi fcoc/ ai* n* II 

£Ttürt4>e« Cam, xr»omicö»!ut> für uifbetferteS niete toe«in f e Jnfl4^rTcradö^ bcn tö«r. 

2iUe ß?rcbriö<«'Staippt'H iflamtfAet ^anbf&riftett kommen in ber Sammlung aor ; «ot^ofPifÄ«if4^ ägtP>* 
tifA-fprif&e, jcmentfAe fLeberbänbe,. perfif4>* #nfc- tutflfA* .£eb?r> iiirib ^ad*bartb.€. 34höbe -alte btefe 
truppt u -unter Bctüd?f*4tiguns k>etn»ÄHbrepötuc?e Urtb b.cr 4arAftwifT^m.^^>. 

fuAc, bie emfAlfofk**« TK&«ebener Banb* betriebe« unb bte Bkftbe in £iAtbru<S*n »?<ber* 

gegeben, bi«, feumt ber Verfaffer bsnibcv iitreilen barf, banf: bet <4orgföl4* vqt< 
tion&rtnfUlr bit'i>ÖH>^'?i UrtforöKungeu erfüllen.. Hl. <$ 


^:onf:r;^ti0'«w,tti/c , .f«r / 5Utomerwttj?l?, 
llüe ber Je!ff4riff--!B'ie Öü4>ttfl'Ube> t&2f, *?efr 2* BuArnau & Iteuben:» 3-00. 

Korttod SjätbUpy tJcutf^c difeliopfyiUn öm 16» 1 öt>rf)underf 0 . 3>ie Stefan tön 7l«balr. tbce 
^lieber tihb iiyn Bü&dnKHnbe, tl.IXr. ^id'femami» 1° 5 Bl.# $$ 0.»35 ttkfetn, bm?c*n 5 fbtbig. <|Tan> 
feilte« ;iit 5),rflau bewährt noA bcMtrbitBucbet'fAmmiting ifctc* &rüuber3-, 

5ut-ft #eorgfibe* ^ottfeligert •(! 5s>7-155*/ auf.- ^h*ofogif4.unb f u fiftifö- grüiibtiA gefctlber, tTeUtuxbcr 
am Anüöitif&j?« imt>mesimtM> bauet?*« in hoben getfnkbtü Würben, $ubgr feir I5*S ptötefluindrAer 
Bifcbof obfi'ITterfeburg, bat er al&TDertrctpt ein cf tpcrmittejiubcn.^tafibputlft»» fpätet alß Sorbew einer 
mögns*»tfen Hefbrrn «in tir<kli&e« 4Ufee« feiner 3 dt tegtn ^nteiX genommen tmfef?4 90« feinen ^eilp|igcr 
@rubenfenjnbv p *« bie \n feinem $obrafe Bü<t>'erfammlct betätigt* Sei« gto&cr ttafauf war ber-bet B-ib« 
iiotbef iVine^ einzige« 4tbtev$ iinb fpaUrett Beisite.r*, ,-fcc« STägiffers £zt& HuA feine trübet- 3 o&ähn, 
unb 3oä{öim. in befcbeibencrem tltöf: auA einige onbetelt^fAnier bAt^u im 3^. ^öbtbnnbfrr BüAv?r gc* 
fammdi iift.b- fvc*in- tnebt $n?ed> at^ gcfcbtnacCvoUe ^mbanbe binben taffen, bü in auag^lifentren-iiAt* 
bructcn miebergcgebeti mrMn ^ct^t fuhrt tiar unb einbfirrgJiA b(e bvograpbtfAtn unbgef4ivbrf?Aen 
Bufammenbdnge n*>r unb fotbett mit fai»Wn önfA^tüicben Bef^teibungen t?on 2i«Äfef>en unb TteÄnrf bet 
iXinbanbe unfete ’Äemirni^ tom bewtiVben Bwcbetnbaub bet Xet^btmation^eit ivefrntüd), JE. Cßratj t 

€rn/l x f>U önitf4>cn t>ru(ftrjel4)^n 15. . ^. ios ^eiren> trrir 

102 llbbilbungen» Berlüg bet tlTünAnvt 3bru<fe* Pappd 7,CÖ. tttiT bkfem Banb, bem »vifere formen 
tollen, ift etn ctfteuUdbtr Bibliograph^ bet beutfAtn ^ruefet* -unb- lOedcgec^nete gcmaAt 

ttorben» 'SErjt. mir #Ife imer^ammUmg wirb e? fein, bk* bu4sge.roe.tbü4i% naairg?f4iAtHchc 

unb fünjUerifAc Bebrütung ber eignere. noiljWnbig ju ^antfU.4*'beuifAen 3nfunabclmar£cj; 

finb in ^viginaiet <Sra'ge tntebcrgrg£ben> ein thclririnrbet furjet, tTcrf^otarigcfiteü^ ein-- 35r.Uvfet* 

regktcr am 0ufcluli beigefügt, 0#tie i&t-$cbiiiiYe Per 5or|Vbu«{? Tonnen rmrgervkt irerben, bc-cb bätve m^.n 
-5vir* ||Jn$:>|^iöbeifienbn^0anM.lun*j — für bäf Blgtief non Kafbolr 'bat in ; ;k^ret»rbanben 



feie fo fteril geworbene fatholifcheRircfeenmufif neu 3 U beleben unfe aus ihrer 3 foliertheit $u erlöfen. ttlit 
ftebengutenBilfeniffen berühmterRirchenmuflfer. ArminRnab 

£udw ig van 6eetl)0t>cn* RotwerfafiottS^cft*. herausgegeben non Walter hohl. Erfte Lieferung. 
Allgemeine BerlagSanftalt, tftüncfeen. Enthält eine in feiefem 3ufammenhang wobt nicht nötige, hoch gute 
HebenSgefchichte big 3 ur Ertaubung, feie (Befchichte feer Ertaubung unfe feie mühfatne Entjifferung 3 weier 
RonrerfationSbefte, feeren Hefture in phantaftifcher Weife Beethoven* AUtag unfe feine liefengrunfee auf- 
leuchten lagt. Sie hcrauSgabe ift eine muflfgefchichtlichetfotmenbigteit, mag man fleh auch bewugt bleiben, 
feag feiefe Hotten noch feine ferei Tafte Beethopenfcher tlluflf aufflären. lirminUnab 

Jot^ann Sebofliatl 6 q<^* Ein Bilfe feineg Hebens. 3ufammengefteUt von tDalter &ahmS. HTufarion« 
Berlag. 1230.2.80. 2>erBerfaffer hat eS fleh bei ber3ufammenftellung pon 3 eitgenöffifchen2>ofumenten 
3 u Bachs Heben recht leicht gemacht, fo feag feie gleiche, perfeienftliche Arbeit feann fchon einmal ein Bach« 
gelehrter — feag feer Berfaffer fein folcher ift, 3 eigt auch feie phrafenreiche, billige Einleitung — unterneh¬ 
men mug. Glicht einmal Bpitta wirb poU auSgenügt — unfe feither ift manches hin 3 ugefommen —, wirb 
3 . B. nicht einmal pon Bachs CTachlag feie Hifte feer fo überaus auffchlugreichen geglichen Bibliothef fees 
tlTeifterS abgeferueft. Was jemanfe unfe gerafee ein groger FTTann lieft, erfcheint feem Berfaffer allem nach 
gleichgültig 1 A. h * u g 

P.Cxpeditus Schmidt, 0 . $. tH., 2 )r. phil. / Joufl, (Goethes tTTenfchhtitsfeichtung, in ihrem 3 ufam« 
menflange mit uralten ©agenftimmen unfe im 3 ufammenhange ihres gefeanflichen Aufbaus feargelegt. 
Röfel & Puftet. Sammlung Röfel 100. Banfe. 3>er groge Sauflfommentar (Berharb <BietmannS(0.3.) 
lief auf feen 0at$ heraus: „(BoetfeeS Sauft ift picht feem Chriften 3 ur Warnung, fonfeern feem Ungläu« 
bigen 3 ur Ermunterung unfe Erbauung gefchrieben." ÜDiefelbe ^Dichtung nennt jetjt EppefeituS 0chmifet 
„ein 3eugniS für feie fleghafte tUacht feeS chriftlichen (BebanfenS." £7ach ihm hatte feie Saujtfage urfprüng« 
lieh ein fatholifcheS (Bepräge; feaS Sauftbuch trug lutherifche 3üge hinein; (BoetheS ^Dichtung ift eine Ae« 
fatholifterung fees Stoffs, wobei nur feer fehler unterlauft, feag SauftS Reue nach feem Untergänge (Bret« 
chenS nicht 3 ur 2>arftellung gelangt. 2)ie Umfeeutung feer Perfönlichfeit SauftS ift mit fehr gefchiefter Be« 
nuQung aller religiös anmutenfeen Stellen feurchgeführt. 2Dafür aber wirb tITephifto PÖUig geopfert. Er 
penpanfeelt fleh unter feen hänben feeS fatholifchen Auslegers in einen feummen unfe gemeinen, prahleri« 
fchen unfe perlogenen Teufel, währenfe er in Wahrheit ein ins Satanifche gefteigerter Boltaire ift. 3u Sauft 
xinV (Boethe f onnte Schmifet feie Brücf e fchlagen, 3 U tITephifto unfe Boltaire nicht. RobertRiemann 
^COtl pOUiB SDerfC / flUBWöfyl in 2 fänden. 53 . von tTTanfrefe Schneifeer, Walter häfeeefe. 
halbleinen H.00. Eine jener Ausgaben, feie notwenbig flnfe. Wenn 3*an Paul feem Heben nochmals ge¬ 
wonnen werben foU, fann es nur auf feiefem Wege gefchehen. harmonifch ift 3«an Paul allein in feen 
Rleinwerten, fonft 3 erflattert fein Schaffen, baroef pon feer Phantafle umfponnen. Bfe. I bringt eine Reifee 
fleinerer Ergäfelungen, Bfe. II gibt aus feen grogen Romanen einzelne in flcfe gefcfeloffene Rapitel unfe 
pfeilofopfeifcfee Auffä^e. ES ift erftaunlicfe, in welch neuem Hichte feaS Werf erfcheint, wie lebenfeig unfe wie 
gegenwärtig! Alles Pfeiloiogifche ift 3 urücfgebrängt; nichts foU feaS Sicheinlefen ftören. Hlit feinem Taft 
hat feer htrauSgeber perflanfeen, gan 3 hinter feiner Aufgabe 3 urücf 3 utreten. ÜDiefe 3 weiBänfee flnfe ein gutes 
3eicfeen feeutfefeer Selbftbeflnnung unfe feer Berla*g fei bebanft für feie fcfeöne AuSftattung, feie er feiefem 
3weibänfeer mit auf feen Weg gegeben hat. Otto h« ^raufet 

S^midtbonn / Oer Perjouberle. Tal & Co. Oeb. 5 . 00 .3nfeem0*. feaS tttärchenmotir fees 
3auberringS, feer freie Wünfche geftattet, als feie„feltfame (Befchichte eines Pel 3 hänblerS"erneuert, gewinnt 
er feen Borteil, eine überquellenfe reiche feichterifche Phantafle in buntem Wirbel einer SüUe pon Bilfeem 
fpielen laffen 3 U fönnen. Eine erftaunlichc Rraft feerBergegenwärtigung pielfeitigfter Situationen 3 wingt 
unS in ihren Bann unfe lägt einen Silm t>ör uns ablaufen, feer uns feurch alle 3onen unfe 3eiten reigt. 2>a 
ErflnfeungS« unfe OarfteUungSfunft fees Richters feiefer Seite feines Stoffes Saum etwas fchulfeig geblieben 
ift, fo lägt er uns über feem gefpannten Schauen faum 3 U feer 3 weifelnfeen Stage tommen, ob nicht noch 
Fräftigere Bertiefung mancher feiefer 3aubererlebniffe 3 uBefeeutungSerlebniffen feaS Wert, feaS fo reich ift 
an Sülle unfe Sarben 3 auber, nach feer Seite feeS (BehalteS hin geftärft hätte. ÜDr. $. hilfenbeef 

fllbred)( 6d)0*fftr ✓ ^Ölderünö f)rfmgang. Eigenbröbler-Berlag. 350 numerierte Epemplare. (Beb. 
2 J .00, halblefeer 27.00, Heber 40.00. Angeregt pon einer feurch Horbert pon heliingrath wiefeer ans Hicht 
gezogenen ttoveüe tHoriQ hartmannS „EineBermutung" (in hartmannS gefammelten Werfen, 10. Banfe, 
Stuttgart, Cotta 1874), beffngt Albrecht Schaeffer in hepametern feaS Schicffal feeS „non Apollon gefchla« 
genen" Richters hälfeerlin, feen fein &ämon PomBofeen feeS füfelichen Stanfreich in feie heimat 3 urücfruft. 


180 



5>ie feinen, formvollenbeten unb befreiten Verfe tragen für mein Gefühl ben noch nicpt au* ber Sphäre 
be* fftonologifcpen heraus; benn bie Einfamfeit, ba* Geheimnis be* ftücptenben £olberlin läßt fiep nicpt 
anrühren, nicht nacpfuplenb beuten, unb fei eg auch mit ber ppantaffe unb ben mittein be* Dichter*. 

£an*Kup 6 

Jdtx Oraon ✓ tttmdcrftutt&tn* 5)rei E^äplungen. Geb. 2.50. Kutten 6c Zo ening. tDir fennen Selip 
Kraun al* einen fepr feinen, auf gewifie Höne begreifen dichter. 5)ie Wunberftunben, fleine 3^vKen, 
tragen benCparafter münblicperEr 3 äplung, wie man fteSreunben vielleicht anfprucpslo* vermittelt. KU 
Veröffentlichung beurteilt, muf von ihnen gefagt werben, halber Bchrittvon ber Sanftheit 3 ur Schwäche 
nicht immer vermieben ift. 0 ophie ^oecpftetter 

3bf)Otttt Öojcr / ©it £Ofötßfä)er. Koman. C. >$. Kecf. 5.50. Ein GlücfSfäll von einem Kucp. 3)er 
prächtige, unverbrauchte StofF (onnte in feine befleren £änbegeraten. DennKojer ift fein Komanfcpreiber 
üblichen Schlage*, ber fein £anbwerf mit Inhalt unb Kufbau, £anblung unb Spannung, perfonen unb 
Pfycpologie mehr ober weniger gefchicft 3 U treiben weiß. Er ift felber ein Stücf CTatur, erbhaft liebenb 
verwachfen mit bem, wa* fein angeborene*, außerorbentlicpe* Können 3 u plaflifcher Dauer heraufhebt: 
bie unvergleichliche £anbfcbaft hoch oben an Norwegen* Küde unb ihr Sifcpervolf, berb im äußeren Ge¬ 
haben unb voll geheimer 3nnigfeit, mit 3 äher Krbeit unb rauhem Scpicffal. KU bie* 3 ufammengehalten 
vom gewaltigen (Drgelpunft be* rubelofen fUeereS, ba* biefen tUenfchen Heimat unb üofung bleibt unb 
von Kojer mit einer epifchen Stärfe gebannt würbe. SDanfbar legt man ben 35anb au* ben ^änben; aber 
mit Trauer auch, benn wo bleiben vor biefem fcblicht ftarfen Erjäplergenie unfere blutarmen pretiöfen 
Schreibtifchgrößen, ihre geboffelte Kund unb errechnete Seelen 3 erglieberung au* 3 weiter £anb? Wieber 
einmal quält im Äewußtfein, wa* man ja längft weiß: e* gibt feine 3 ritgenöfftfche Kund be* KomanS, bie 
fymbolifcher unb bleibenber Ku*brucf beutfchen Wefen* wäre. 2Venn <Te hot un 3 erfeQte* VotfStum unb fefle 
Gemeinfchaft, horte 5)inglichfeit uftb fchönen Kugenfchein 3 ur VorauSfetjung, unb wo wären bie heut in 
beutfchen (Brennen 3 U ftnben? Dr. C. Wanbrey 

Öruno laut X Pie neue JDof)nung. Die Srau al* Schöpferin. Klinfhorbt 6c »iermann. Geb. 4.40. 
3n biefer Schrift höbe ich on £anb von 65 Kbbilbungen ba^udelien verfucht, wie fleh bie überlabene mit 
Unnötigfeiten überhäufte Wohnung infolge be*Kuffommen* ber ITTafcbine in ben 60er 3ohren unb ihre* 
mißbrauch* fürbiefogenannteKunflinbufhriegebilbet hat. 3)ieSolgebavon wareine unfinnige Überladung 
ber Hausfrau, an welche fleh biefe* Such befonber* wenbet. ES ift barin ge 3 eigt, wie fiep bie Srau in alten 
Wohnungen helfen fann unb wie e* bann erd möglich id, gute neue Wohnungen 3 u bauen unb au* 3 udatten, 
in benen ba* Krbeit*maß ber Srau auf ba*minbedetTTaß 3 urücf geführt unb gleich 3 eitig eine neue Schön heit 
errichtet wirb, hierfür bienen eine Keipe Dardellungen neuer Wohnungseinrichtungen, fowie auch einige 
technifche Kngaben, welche fiep auf ben E inbau von Wanbfcpränfen unb bgl. be 3 iepen, mit bem befonberen 
Hinweis, baß bann auch bie &aufoden ber Wohnungen geringer werben. Kuf biefe Weife fann bie Srau 
tatfäcplich im nationalöfonomifchen Sinne fcpöpferifcp werben, ba ihre neue Eindellung bie Entladung 
von überflüfflgen Ku*gaben in größtem maßdabe 3 urSolge hat. Unterftügt wirb bie Beweisführung burep 
eine Keipe von pidorifepen 35eifpielen. Stabtbaurat 33run o Haut 

Sterne der ^efmpet>r von Jna Seidel. SJ.-D.H-Sriittgart.5.00. 3 na 0 ett>eH>at einelyrifaeunb 
babei etwa* fodbare Krt, bie 5)inge ringsum 3 U betrachten. 3hre menfepen haben EbleS, Keine*, KuSer- 
lefene* an fiep unb flnb immer mit fiep felbd befcpäftigt,befpiegeln unb 3 ergliebern ftcp.'Dom biUigKomanpaf- 
ten hält fiep biefe Er 3 äplung mit wopltuenber Vornehmheit fern. Hur 3 wei,brei Hage gleiten bapin 3 ur 3 eit 
ber Sommerfonnenwenbe um ba* Schloß Joied'ötö. Sie flnb voll «^eiterfeit unb Güte unb Schwermut, 
voll Hräumen*, voll rätfelpafter ScpicffalSverdricfung, voll Verlangen* unb Entfagen*. 

E. Äorfowffy 


flnmerfungetl 3U den Abbildungen: 5)erHitelpol 3 fcpnittbiefe*^eftesidberKltbeutfchen£ol 3 fcpnitt- 
fund von Willy Kurth, Verl. Sri* $eyber, 3eplenborf, geb. 12.00, entnommen.Siehe bieKefprecpung.^eftl, 
Seite 20. — 5>er Cprifht* auf Seite J62 id ou* bem bei K. Piper in münepen erfepienenen Werr Wilhelm 
<5aufendein, 3)er naefte menfep in ber Kund oller 3eiten. Geb. 8.00. — 3)em großen illudrierten Werf 
von Gdmalb, Kultur- u. Sittengefcpicpte Berlin*, VerlagSand- Klemm, geb. J8.00, hoben wir ben 
Kupferdich von Cpobowiecfi auf Seite 174 entnommen. Die Scpmucfftücfe ber Seiten 168 u. 168 flnb 
au* bem großen Werf „Hepmann-Doering, Kundgefcpicpte be* alten Peru", erfepienen beim Verlag E. 
WaSmutp, Berlin. Der Prei* beträgt tft. 80.00* 



£ t n e u ^ tp a ^ 

Roman* RooeUen Ortungen 

Äarfn ©liebaelii, “Die fiebert ©cbcoeftern. SRo« 
man. ©uftao Äfepenpeuer ©erl. Seinen 5*50. 
Qllbreebt ©ebaeffer, ©tarfenlfeber. 3ufel ©erl. 
halbperg. 1-4.00, ©afftanleber panbgeb. 
40.00. 

Qlrtbur oon ©ebenbel, ©fn QDanberer. 2 ?lo» 
oellen. Obertr. oon SR. ©tontje. 3nfel ©erl. 
Pappe 5.00. »QDfe efn altfrangSfifcbei dun- 
son de geste/ efn $ahrenöer fn Oberftalfen.' 
©Jilbelm ©puffen, 3®ffd>en ©onau unb ©0« 
benfee. (Efn ©ud) aui Oberfcfjroaben. Ql. ${» 
fcber,Tübingen.pappe6.00.»©rfnnerungi* 
buch aui ber heirnat bei ©icbteri.' 

Carl ©eelfg, 7lac^tgefd)fcf)ten aui ber guten 
alten 3ept. ©reffenoerlag, ©eb. 3.00, Seinen 
-4.00. Ȁlefne QJnefboten.' 

Seo QDefimantel,©er närrifcbe freier. SRoman. 
Berber & Co., ftreiburg f. 35. Seinen 2.-40. 

0 riefe 0iograpl>ien OTemoiren 

ftrfebrfcb Carl ©ufj, 3talienfabrt. ©. ©taltfng 
35erl. ©eb. 2.60. 

©fe 3ugenbfreunbe bei »Qllten ©tannei ', 3olj. 
QDf Iß. u. ^rfeberffe Tugenbrefcb ©olfmann. 
Ttacb ©riefen u. Tagebüchern brig. oon Sub* 
tofg ©olfmann. 3 n frt ©erl. Seinen 7.00. 
»Efne ©rgangung gu Äügelgeni ©ucf).' 
Helene oon Qloftiß, Qlui bem alten (Europa, 
©lenfeben u. ©täbte. 3nfel ©erl. halbperg. 
25 . 00 . 

©lorfbOppenhefm,Erinnerungen. ©Ift26©flb« 
befgaben. hrig. oon Qllfreb Oppenheim, 
ftranffurter ©erl.=Qlnft. Pappe 6.00, halb« 
leber 7-50. »Erinnerungen bei frühften jü- 
bifchen ©taleri, ergangt bur<h Qlnefboten u. 
ben ©riefwechfel mit ©oetlje u. ©örne.' 

Seo ©chefton», ©oftofetofff unb 7lfet}febe. §. 
3- ©tarcan ©erl. ©eb. 6.50, Seinen 7.50. 
»Sehen u. QDerfe ber beiben ©ertreter i5ft= 
lieber unb toeftlicber Sebenianfcbauung.' 
QDfllp Ule, Quer burch ©übamerifa. Otto 
Quihon»,Sübecf. ©Ift40 Taf. Seinen 12.00. 
, Cf n ©uch ooll oon Crlebnijfen u. ©efahren.' 
SRfcbarb QDagner, ©riefe an h«ni SRiebter. 
hrig. oon SuDtofg Äarpath. Paul 3folnap 
©erl., QDien. »©über unoeröffentlfcht.' 

$efcf)i<bte 5eitgef<f)i<ht* 

J£)enrp t Qlllen, ©lein SRbeinlanb»Tagebuch. 
SR. Mobbing. Seinen 12.00. ,©on bem 
Oberfommanbferenben ber amerifanffchen 


( n e u e r 25 ü (| e r 

©efatjungiarmee ein 3eugnfi fürftranfreicbi 
3erft8rungipolitif.' 

©uglfelmo ^errero, ©emofratfe ober Terror, 
©fe ©iftatur fn 3ta(fen. 3u(fui £ off mann, 
©eb. 6.00. 

©tapimflfan ©laper, ©tolfetta unb ©later a, 
3ur Prahiftorie ©übitaifeni u. ©fgflieni 
Ä. QD. SHerfemann. 318 0. ©tft 24 Taf 
Seinen 42.00. »©fe michtigften ftunborte 
für bieprdhiftorifche3eit(2. u. 3.3<Jbrt<*“fritb 
0. Cbr.) ftalfenifcher ©efebfebte.' 

h> ©luggenthaler, Äolonifatorifche unb tofrt» 
fchaftlfche Tdtfgfeft ef nei beutfehen 3ifterjien« 
flofteri fm 12. u. 13. 3 a h r h»nbert. $ugo 
©chmf bt ©erl. ©eb. etn»a 5.00.»QDalbfajfen 
im Cgerlanb ift efnei ber dlteften Qtfeber* 
lajfungen ber 3iftergienfer.' 

Runfl 

Cbfnejlfebe©t5bel.©tit 5 4Sf«htbrucftaf. hrig.oon 
ObilonSRoche. 3ul(ui!f)offmann, Stuttgart, 
halbleinen 28.00. , ©fe ebclften originalen 
©tücfe großer internationaler Sammler.' 

©eorg ©ehfo, ©efchichte ber beutfehen Äunft. 
3D. be ©rupter & Co. ©b. 3. Tept u. Qlbbil» 
bungen, Te?t 5.00, Qlbbflb. 9.00. 

©ie ftortn. Qöerfbunbauiftellung 1924» 172 
Qtbo. mit Cfnl. oon Prof. QD. Pßefberer. ©. 
©erl.«Qlnft. ©eb. 5-00. »Eine Sammlung 
fünftlerifcher ©ebrauchigegenftanbe, bie fleh 
auf ,??orm' befchranft.' 

©laf 3 . orfeblänber, ©lajr Siebermann. Propp* 
laen ©erl. 212 ©. mit 104 Qlbb. ipalblef» 
nen 14.00. 

SRich. u. Ä. QDilhelm*Äaftner. ©ie 

Elifabethfirche 3U ©larburg unb ihre fünft« 
lerifche Tla^folge. SRütten & Soenfng. ©Ift 
205 Qlbb.©eb.25.O0. ©b.l: ©feOlrehfteftur. 

Qllte Äunft in ©apern, brig. 00m Sanbeiamt 
für ©enfmalipflege fn ©tünchen, ©r. ©enno 
$(lfer ©erl. 8 ©. Tept, 96 ©. Tafeln. 2-50. 
»Eine Äunftgefchfchtr ©aperni fn 30 Eingel« 
bdnben.' 

Religion Philofopf>i* 

Carl Chriftfan ©rp, ©ertappte SReligfonen. 
% Ql. Pertbei. ©eb. 4.00. »Qllle 3eftbe- 
toegungen u»fe Offultiimui, Qlftrologie, 
©egetarfanfimui.' 

Qtlfoni Paquet, ©ie neuen SRfnge. ftranff. 
©oc.«©r. Seinen 5.00. »SRebett u. Qluffäße 
gur beutfehen ©egemoart.' 


182 




>fef ©cbmertfiblöaer, ©fr ©Innelerfenritnf«, 
ÄUPuftet. pappe 7.00. „©a* ©ren?« 
gebiet jmifdjen felnncgpftjdjoteffe,, Pfpd>a* 


fett in enfa>(cflung«gefcf)fd)t[fdje Sufammen* 
bange.* 

Wfrmy&t ®f»(fner. ^tmaltfjfö ©erl v 55Men, 
*©«J3ru<fnrrbutfe eine« perfont itfernSfetitis 
. be?/ '.-... \ 

2luguft ©Stterfdv ^nton 3ru<fncr; 3jö.t, ©. 
2>o jfr. * ©er er ftc 3anÖ öef feit er* 

«»arteten autyeritffötn 3ru<fncreoerfe«. 3n» 
- tereffaat Dunb »feie ©iinelljeiteft. ©StteftA 
t»utOe won 3. felbft a(« Biograph bejtimmf. * 
©ifas Sang, 2fnwft3rutfner. 2Defen unt> ©e* 


logfe unb ©rlenntftigkbfe,’' 

Con <8raf ftstmatm Rrt'fVriSttg 

erfdjjien bei QmPirtyt VR©armfiaÖt:©af0e* 
füge ixt *2Pett. ©ebv 15,00. llnftcrbti^eit. 
©eb.12.00.pbilofop^teat«^niV.©eb.t2;00. 
©a«rSelfflageb«4?tire^P^fafop^eftf2Ööfit>e, 
Seinen 30 , 00 , ©4)ppfeTtf^e{Srfen»tn(«. ©eb. 


15.00. PöCftif, 3J3trtfdF>aft, Weiten. 6,00, 
©er 39eg pr ©plIenOuBg. 3JUtteflungett Der 
@4>»fe'ßer ’JBeiitbrit in ©armftaöt- iprft 1 —j, 
fr 1.50. ©er Setiditer. 3ö^«^;5er <Ö^«le Der 
WeiibtiL 3anö l—5 : . 191^1^24 
15 . 00 , 

gefen 89 er*« übet Bniaa Srmfoer 

graft? 33runner, ©r. hintan 3ruefn«. ©olf«* 
bvlBungäoere Sn, Sin?. „©rfte biograpbfltye 
©erpffent{f4ung, 1895 etp^ierjen. Angaben 
flno no* ungenau." 


Deutung. $L h. «Setf. »©ine tieff^ÜrfenBe 
imifltf>bilofop|if(Äe ^IbbanDlung, in Oer »or 
allem 3. « granötOfe ^ßettfdjau ü\i einj>eit» 
lfi$e$ ©ttitje« düfcjejeigt ä?ic&f. 

tferftfdcBencs 

©ectljnwß« ©enfmal im SDort. Qlu^fprücfjc 
u.<(ieBeffd)rffteii3mbocend gef.csniXiaarO 
3e»j. Wfäx ©erfftmg, Öjfenb«$. pappe 
5.00.100 nun?. ©fempLin SeDer fyftBögeb, 
68.00. ©riefe«, ©efprrteben u. 2{«f.-. 
äeidpmngen' 


StaBotf Sauf«, Sintern ©rutfttrr. 0. 2MUcr. 
,©rfte größere ©fogrüpjjie, OieSJfeefgentlftbe 
3ru<f iterfotfcbung rfnleitete* jjjetjpe itt. plefe« 
_ ©eftditfünften überholt.* 


Otto geu^t/ 3lumeö iftSer Soft6f4aft. 2123«« 
turaufnä^meft.'3ig(fd?er,2.50,»©#«idb : if4e 
3iWefre 5/ ' 

Siirf ©raltetpig, Unfer ©Baio. ©in 3.>!?«bu4, 
Ijr^g, asm '2ßrt^. 3Slj<ibe. 3, ©. ©leg A 
Berlin. 2JM 20 S?af, Seiften r«. 6.00. 
g. 0. ÄlopffMf, ©rr $bb 2i0«tft«. ©in Trauer« 

^gafflmHe^ti^äbe nad) Oer ©rjt«u«gabe 

mm: 

5&flaTrtötöft5v27loeUenöorf, ^eirenifttftbe ©fd)* 
tung ln Der Seit De« ÄaU(mad)oiS, 2BefiJ* 
mannfcfje Ptidjb- 2 ©De. &eb. ca, 24-00. 
» l 2luf f ommen ünö ©lute »nt Äa|mett OerSul* 
tur Der Jeiit Pnterpt etatietten." 

©a« SieD t>0!l ©ftftft '2lnno. nbrrtrngen t?ön 
5vC#cnD 3enj. ®ilb. 6)er|iurig,. Oftenba^, 
400iunn.©f empl. auf 3ütten grör. 18-OO, 
©an?le&?r banDgeb. 54 00, 

■Siib ©uieftfpfrgei, ®ad) Der ((fteftett ©rurf* 


granj ©rdflinger, ‘änton ‘Beuifftrt. 3gufteine 
3 « einer Seben«gefd)i«bte. d?.ptper&©ö./Stit 
ptelemglei^gefammeltr^iftjeibcricbte^eug* 
nffjV, 25riefc/ 

Qluguft ijalm, ©i? ©ptnpbon'e Qlftion 3ru<f: 
per«, 0.2flüUer. *©fne tiefgrünOige 2fn<t» 
wt Der 3n«ffterf^eft ^pmpboftfeform,, up» 
übevtroffen in Der ©entung Der formalen 
Probienie." 

©ruft ©efrep,, 3rurfner, ©^ufter & Sbffler, 
»©ine groü angelegte ©arfteiiung Der fünft* 
tmfcben unb menj^K^en ©nttoleflung. 3m 
©«nkerr 0 1 e ©iograpbir-" 

§att« itelfmer, ^ftton 3rudfner.©,3a)fe.^e* 
gen«bwrg. ,^1« etfte ©fnfüEjrung oor 2 tigUcf) 
geetguel." 


®rt#©4»eb^il^»tbii29ttiiäfn«r, 1 ;•'. gusgabr tmij 1515 für jung un& «Jt br«g. 

De 2og*©erf. -«©rfersnlnid au« Oemant^ra« t »an geOar oon 3obpltit). 2ÄU 15 
pofopW^it w, t »efentließe« ©infl^ | »ob wuno ©o|Df<l)m£tt. '2l(ffet*3er|. ' 

©«mir pfl.ftac^ ©oran?eigen Oer 3ß<^er grbeio ftnO Oie Preife «nperbfntMlöj, 


Mit Btuhschiiiück' pfö 1 ,'t/dsiiig finden. G. W. Dietrich, Beiden 4.90. 


r h „Lttcinät** 




3$üd)ecbunf>! 

Perge(Ten0ie nicht bei 3l>rer43u<^^ÄnMuttg feen neuen CM>rgangbe8„Bü« 
cherwurms“ ju beflellen, ber im (DFtober beginne unb jum 3ahrespreis non 
I.60 (bei bireFter Sufenbung 2.00) Jehn *5efte bringen wirb; unter anberen ein 
befonberes TPeihnad>t8heft, ein heiteres tfafchingsbeft unb anbere 0onber- 
hefte über Äußlanb, über biemobernetCechniP, beren TDelt unb ^Rulturtaten. 
XOo es auf ©chwterigFeiten fiößt, ben Bücherwurm ju bePommen (auch fol« 
che ^interwälbler*<Begenben gibt es noch)/ wenbe man fleh birePt an ben i£tn* 
horn-Perlag in Dachau bet UTünchen. 2Ulen benen,bie ftcf> ben 9. Jahrgang 
binben laffen wollen, raten wir ihn mit bem 8. Jahrgang jufammen binben 
;u laffen, ber nur4 ^efte brachte, bie für 0.80 XtXt. nachgeliefert werben;eine 
i£tnbanbbec?e für biefe beiben Jahrgänge jufammen FofPet 0.60 WTF., ein ge« 
bunbener0ahrgang 8/9 Poflet 4 nTarP.2UleUTttglieber bes „Bücher-Bunbes" 
nerwetfen wir auf bieTtnjetge 0eite I9J. — 5Der „Bücherwurm" ifPbasBIatt 
ber eigentlich (Sebtlbeten unter ben ilefern unb nicht aufCTTaffengefchmacP 
jugefchnitten; er muß barum immer wieber bitten ihn weiter juempfehlen; 
er ifp eben nicht ber^arjan" unter unb für 2tffen, fonbern non bo<hü c b cn ‘ 
ben UTenfchen für hochftehenbe UTenfchen gefchrieben. 

2>er $eitungsnerFäufer auf biefer 0eite ifp aus Äofny, £>fe geheimnisvolle 
2$raft, mit 3Uufhrationen non 5r. tPittlinger; £>rei UTasFen Perlag 5.00, 
geb. 6.00. 



Kurses 9nf>alt*oersei<hni* jum achten Jahrgang des 6ö<herwurms1922. 

ftrtifel: Binbing, Unrub unb öa» Srama 104; Borfotcffy, (Hregoroniu*33, Binbing J02; Beyferling, 
Spengler II35; Schäfer, 35eutf<be Seele 6; S<boeffer, Parjiral 74, Beimmonat 76; 6<b«ufal, Storni 43; 
S<ber, 35er fyntbetifebe CSoetbe 2; n.b.S<bulenburg, Sebmett CTaeblaß 12; Seebaß, £3lberlin 67; Voigt, 
Storm 44, «fauptmann 77. 

6efpre<hungen: Hcbeli«, Huguftin IS; Hleman, 3)’Hlfaracbe $4; TlnbreaS Salom6, $aut 18; Sau* 
bouin, Suggeftion 112; Bell, Bunft $3; Bergmann, 13.3abrbunbert 16; Bergflebt, Hlepanberfen 18; Ben* 
hart, PTyflif S4; Bernbart, Baplan 53; Bifcboff, Sreimaurer 51; Blüber, Tlriftie 83; Bobe, Botticelli 15; 
Boy»«b, Sta6l 51; Brunn, Bebingt begnabet 84; Buldfe, Itroftburg* 18; Burefbarbt, Briefe 17; Cou« 
peru«, 3>ionyfo« 18; Crailebeim.Rüglanb, £er 3 18; 3)efoe, Kobinfon 17; Deufien, Heben 85 ;2Diebl.@ufo 
18; 2>ie leQte Seele 85; 35Örfler, Sünbe 53; Bomfeif, Pinbar 50; JDürctbeim.ntontmartin, «rinne» 
rungen 113; «cfbact, Heben 54; «brenberg, ttlalerei 50; «ngelbte*t, Pablo 18; «inet*, (Beifterfebec 84; 


184 




Scöcrer, SpugbubeI15; 0tto 5if<h*t% ilanbfchaftSmalerei49; lEh. Sif4w, Stabtbaufunft $0; Srenflen, 
Paflor pon Poggfec 85; (Balahah, Kegelfchnittc 10; G$eibcl-5eyfe, Sriefmechfel IH; (Biebion, Spät* 
barocfe SO; (Blafenapp, t>inbui*mu* III; (Bleichen-Kugmurm, Profile 88; (Both, Sufoni 82; (Brautoff, 
Cureti* 18; (Brimm, (Dlemagen Saga 53; (Bünberobe, ^Dichtungen 112; (Buenther, Verleben 20; (Bünther, 
Kafientunbe I H; <Bunbolf,Kleift J11; (Bunbolf u.^ilbebranbt, Hiegfche III; ^agen^ünbniöpolitir 18; 
3aifer, ^aratbuflra 50; ^albe, Kiferifi 52; ‘gamfun^ Weiber 53; ^arber, Präflbentin 18; ^auptmann, 
Stauen 18; Raufer, ^ubentum 18; ^arenflein, Hiegfche 82; £ebin, ICfangpolama 20; «5eubner, Peter 
Paul 18; ^ilbegarb ron Singen 112; i 5mricbfen,Umgang52; £offmann,2Der mittelalterliche tTTenfch54; 
Dolberg, KomSbien 115; 3oefl, TEobedurteil52; Karmath, HTüller Crifpin $$; Raulfug-ZDiefch, ZDeutfche 
Dichtung 113; Niedling, Libanon 85; Klabunb, tTTobammeb 17; Kur 3 , CTächte 115; ilanbSberg, tITitteU 
alter5$; Rebmann, ^olberlin 17; Zubvoig, nTeere*ftiUe52; HTärter, PanfymboliSmu* 111; tllarp, „Weib", 
„2Du" 85; tftehli*, Komantit 112; ITleinharb, SDonauhau* 18; ttlörifebriefe 8*; tllufchler, £>ougla* 
Webb IH; OTufifbücberei 1822,15; Hacht, Pflugfchar 115; HachtigaU, SaharaS*; Hänfen, Spi^bergen 
18; Hetoman, (Ertauben 18; Pbilippi, £iebe$frühling 18; Pbilofopbie in IßinjelbarfteUungen 110; Price, 
3ugenb 113; <&ueri, Kapusiner 18; Kegers Perfönlicbteit 15; Keininger, Hietjfcbe 83; Kittelmeyer, poli* 
tüf 51; Kittelmeyer, Steiner 83; KSmer, Hiegfcbe 115; KoUanb, tTolftoi 18, UlufttalifcbeKeife 82; Kofen, 
KUen (Bemalten IH; Kog, Sübamerifa IH; Scbiebermaier, Hlo3art82; Scbimmelpfeng, Seib frucht¬ 
bar 51; Schientber, ^auptmann 113; Schmiß, Srexner 110; Schotte, Kofelieb 115; Schrongbamer-^eim- 
bal, Walb 115; v. b, Schulenburg, Soötiud 17; ÖcbftlQ, Pbilofopbie 110; Scburig, tCagare HO; Seel* 
borjl, (Dberftolse 18; Sinclair 18; Stach, Webbem 84; Start, ^dbenheimfebr 84; Steinbig, Wanbe- 
rung 18; Stenbbal, £aybn 82; Subermann, Silberbuch m. 3use«*> 113; S 3 <ma, Ungarn 85; lEburnau, 
Feuchten 84; ITburneyfen, 2Doftojemfti 85; lEremel-JSggert, Kotmannfleiner 53; UrbaniQfy, Slut 18; 
Sollarb, C 63 anne 15; Wanbrey, pfiQner 82; Weber, £auenfteinerin 52; Weig, Habar 84; Wiecbert, 
Walb 85; Wieganb, ZDeutfcbe Dichtung I J2; Wien, Seele ber 3eit 113. 

mitarbcitec: »inbing 104; Curtiu« 50; »orEorofty 18, 33, 52, 84, SS, 102, HO, 112,113, 114, IIS; 
»übler SI, 54,112; Cbamberlain 114; tfann« Sifcber 20; K. $if<ber 84; Tb- Sifcber 43; Srobeniu« 1 $, 54; 
p. ffilafenapp III; © 0*3 IIS; ©rimm 20; ^ilbebranöt82, 83,111; {Joeebfletter Sl, 52, 53. 84; {jopfen» 
becE 17; »eiegi 18; »eyferling 35, HO; ». *ie«ling 85, 114; »nab IS, 53,82; »ut 3 115; £ang 82, 84; 
marter 15,18,17,18,50,52,53,111; OTabrbol353; KecE-tTrallecjemen 84; ©4>afer8; Sebaeffer74,7<5; 
0<bau(al43; 0<ber2,108; 0<bimmelpfeng51; © 4 >mig 110 ; ©<bnac? 8 ; p. b. ©cbulenburg 5,12,18,17, 
52,83; Seebaß 87; ©täblin 13; »ogl 51, 83,84,85,110,112,113, IIS; »oigt 44,77,84, 113; Wan» 
brey 82,111,115; Weber 113; Witb 43; Wolfflin 15,17; 3?orlcE4,47; 3<»Uer 18- 
Abbildungen: Senoi« 103; »iebermann33; Cruiftbanc 15; S)or^85; ffiaoarni43; ©ettner 41; ©oetbe 
58; ö<nel I; »Iemm7; »olb82; Pen 3 olbtl 0 ; Pocci 101; tlTen3el20;Äetbel37,118;»öffing72;0<b»inb 
88,38; ©lerogtS; 0lepogt34; ©pecEter 103; 0teiner*prag 45; ©truroelpeter 88 ; Trumm 71; Wir» 
f<b«ng 3,108. 

Abdrucfc: »lei 78: Cbomberlain 70; £ani W. £if<ber 73; öeyn» 14; 3ean Paul 41; 3nfel»ali 10; 
ü.ang 38; Papalagi 45; ÄamaErif<bna 40; ©<bnacf 8; Seebaß 83; Spengler 37 J Tf<b»r<b 72; p. »eitb 101; 
Well« 3; Stefan 3*»eig 42- 
Panoptikum: 3 ,47,108. 

Pö^erlifle : 21 ,55,8$, 116. 


dnljaltijocf jeldinio jum neunten 3ai>t0an0 de« Pfi^erwutmo l 824 
Artifel: Tlnbrae, 2>ie 3bee Oe« Kbein« 12; »inbing, Dichterunb«ebner.3u Unrub« »eben 140; »6 3?in 
»a, Wer ift »ö 3?in »ä? 110; »übler, 5)ie »ufgobe ber beutfeben ©ef<bi<b»f<b«ibung 4S; ©tto S»f<ber, 
Primitipe»ultur unb»un(t 34; ©oe^, 3«r ©<bol 3 *Seier in »onflanj 138, ©raf ^ermann »eyferling 170; 
-Jartlaub, ®u0ap2Dor<7O; ^oecbiletter, £orb »yron 72; »ayfer,£antamer*3ac©b»öbme 143; »läge«, 
2Die pfycbologifeben lErrungenf<baft«n Sriebricb CTiegfebe« 4; »nab,»i<barb »en 3 , JDie ©tunbe ber beutfd>en 
tTtuflE 41; »orff, JDie £eben»ibee ©oetbe« 131; £ang, JDie »ebeutung »rucEner« 183; tllärEer, Herbert 
XCulenbergS; Paguet, tTIeine Keifen 105; KecE»tHaUec 3 etpen, Dom EtTemoirenlefen 174; Schäfer, 35er 
tllann mit ber »rille 135; Schott, Keifen in Italien 33; Tbief, SEisje jum ©efI4>t be«3abtbunbem 87; 
»ogl, ©uflap Tbeobor 5e<bner74; Ooigt, 3)em beutfeben Oolt 104; Weiebarbt, JDer Kbenteurer 13; 3»‘e* 
fpracbe be« 3>romebar« mit bem -2.öwen 73. 


185 


6tfpred)Utl0et!: Kbam,3nbianer-Kunff39;Kbami,©cbidffaUipenbe 178; Kngelu* ©ileftu*,Werfe49; 
2lnton,TTboma 49; ball,Cbriffentum 80; bal 3 ac, Kleine £eiben 20; baubouin, ©uggeffion 81; boyern- 
lanb 20; beetbopen* Konperfation*b*fte 180; Geringer,tTboma 112; bojer, £ofotfifcber 18J; boßbart, 
£eerftrafte 52; bö3?inTU,Weisheit be*3obanne« 148; braun, Wunberfhwben 181; bubbbo* lieben 18; 
kubier,S*anfenrei<b 17; C$ibuifa,$ran 30 fen 3 eiten 51; ÜDabm«, ba<b 180; ZDautbenbey, Erlebniffe 150; 
ZDefTTaiffre, bomPapfte 115; $eutfcber©agenfcbat$20; 3)or£20; 2Drew«,Pfy*bologie80; ZDroraf, Kunff- 
gefcbicbte 50; Eberbarb, KeligionSunterrubt 52; Ehren berg-bubn off, <&ftlicbe* Cbriftentum 149; Ein jtein, 
Hegerplaftif 37; Pfoten, ©fulpturen 88; Sil<bner, ©türm 115; Siftbel, bübnenbilb 149; S^fe, Euro¬ 
päer 178; S**obeniu«,3)a*fferbeiibeKfrifa87,Paibeuma86; (5anbbi,botf<baftI77; (Blutb, Siesta* gol* 
bene« 3<M>r 114; (Boetbe, Keinecfe Such* 49; (Dttiliep. (Boetbe, ICrlebniffe u. (Beftanbniffe 18; (Bogol, TCö- 
ra* bulfa 49; (Branbpille, (BuUiper 114; (Bragl, 3flamifcbe bu<beinbdnbe 178; <Brifar, ilutber 115. 
^aebler, bibliophilen J79; ^arbou, Hibelungenbucb 19; ^arm«, (Bobenratb* 19; ^aufenflein, bar- 
baren 88, $ra Kngelico 82, (Baffgefcbenf 112; ^ebel, ©cbtoanfe 20; feiler, Katboli 3 i*mu* 18, 0unbar 
0ingb 50; £entig, KobeSpierre 178; 6ilbebranb-£ieb 20; >£oper, ©cbattenfpiele 88; 6 ofmannStbal, £e- 
febucb J14; öorneffer, ÜDrei Wege 51; ^ouben, Verbotene Literatur 82; ^uebncr, buch unb tllenfeb 118; 
3ean paul,Slegeljabre 49, Werfe 180; 3u-Tao-5o 118; Kleiff, Werfe 150; Klimfcb, KuStpabl 20; Korff, 
<5oetbe3eit 148; Gramer, ©alamaftna 88; Traufe, bali 88; Kügelgen, 4Leben*erinnerungen 18;Kubnel, 
Ulaurif4>e Kunff 88; Kurth, 5ol3f<bnitt-Kunft20; Kyber, WffultiSmu« 17; £affalle* brieftpecbfel 84; 
ilepy-brübl, Haturpölfer 88; Limburger Cbronif 17; iiffauer, (Berichten d. tlTuftf 84; Wöchner, £enry 
Sorbl9;£utber,Kufftfcbe£iteratur8I ;tTTacaulay*Effay$I14;nialaif<be£lTür<ben88;£1Tann,3üngüng52; 
tUeier-(5raefe, €e 3 anne 118; tHerefcbfotDffy, (Bebeimniffe be« CDften« J77; Haffe, Haler ber Srübroman- 
tif H2;Hicolai, (Bebeime Höchte 51; G>fhpaib,berlin49; palaggi,X>orlefungen80; PeruQ, TCurlupin 150; 
Petroniu«, ©atyren 82; Petftb, <Boetbe* Sauft 50; Pfeifer, (Beifteftfranfe 118; Pigenot, ^olberlin 118; 
Pinber, Plaffif 82; Hiebermayer, Kfganiftan J49; Keifcbef, ©terbenbe Welt 84; p. Hei^enflein, Hatur- 
pölfer 81; KoUanb, (Banbbi 148; Kofen 3 tpeig, ^alepy 51; ©cbaeffer, ^ölberlin 180; ©cbeurmann, Hen- 
fcbenbucb 50, ©egen ber Dummheit 146; ©cbieber,3ur (Benefung 84; ©cbmibt. Sauft 180; ©cbmibtbonn, 
bezauberte 180; ©cbneiber, ÜDeutfcbe ^Dichtung 81; ©cbniger, ©aponarola 17; ©tegemann, Kbein 88; 
©tcbr, brinbeifener, Wenbelin £einelt 84; ©tepban, ©übfeefunft 88; ©ternberg,Xatbenau 116; ©trieb, 
Tlfabemiereben 81; ©yboro, Haturpölfer 87; TTan 3 in ber Kunft: 88; TEaut, Heue Wohnung 181; Weft, 
Kngelica 52, <Befi<bt be$3abtbunbert* 177;^Ebomann,Pagan 178; Urfprung, Paleftriita-Kenaiffance 179; 
Util 3 , Kultur 80; Uginger,3nbianerfunft 15 u. 89, HaSfen 86; Digener,Hetteler 150; bolfdmärcben ber 
^abylen87;‘Orie«lanber,bacb50;Weil,3)rucfer3eicben 179;Witfop,2>eutfcbe Dichtung 50; Wolff-Peterfen, 
tTTuftf 16; Worringer, ^Tafelmalerei 15; 3^liB*^uQftbler, 3u>ölf 3abre 51; 3<>fF/ £TTi<belangelo 15. 
müOtbtUet: Tlnbrae 12; beringer 112; binbing 140; bobe 88; bobrnwrm 52; borforoffy 18,19,50, 
51, 81, 84; bö 3?in Ka 110, 148; »übler 17, 45, 51, 150; branbt 17, 80, 82, 84,180; Curtiu* 177; <Dtto 
Siftber 15, 84; b. (5oe^ 51,52, 188, 149, 150, 170; W. <5oe$ 17, 1 14; <5ra$l 149,178,179; ^mtlaub 70; 
öecfel 50, 112; feiler 16; ^effe 114, 116; 6e\x% 180; ^ilfenbecf 81, 177, 180; 6 oecbftctter 72, 84, 181; 
$öbn 82; ^ayfer 148; TUage* 4,80; ^nab 16,41,50,84,179,180; Horff 181; Krieger 178; ^rimm 115, 
^ang J68; tTTarfer 8; tTTabrbol3 149; ITToUberg 52, 118; ttlucb 148; Haffe 15, 88; Paquet 105; Pfeifer 
118; Pr^rot 114; Pro<bno 116; tlecf-tffaUec 3 erDen 150,174; Keifer 52, 84; Kiemann 180; Kubolpbi 84; 
Hupt 112, 180; ©cbäfer 185; ©cbcurmann 148; ©<bmibt 50; ©cbonebaum 83; ©cbott 99; r.Öcbrencf- 
HoQing 80, 81 ; ©4>ulenburg 19, 51,82, 118, 1 15,148; TTaut 181 ; Weg 67,82,178; Vogl 16, 17,49,50, 
74,80,177;»oigt81,104, ISO;T>oigt.OTeiner 179; Wanbrey 118,114,148,181 ;Weicbarbt 18;Wölfflin 15. 
Abbildungen: Krco« 47; »ebam 188, 189; bertaU98, 99; Cbobomiecri 148, 174; 2>or<*71, 85; 3)ruf- 
fer 3 eicben 180; Enber*75, 115; p.< 5ogb41; (Bulbranffon 147; p.^afenlll; ^artpertb97; ^eigenmo- 
fer 179; Kellner 188; Klemm8,158; Kling 10;Kolbranb65; £iebermann 167; tTTafereel48; tlTapon 112; 
Peterfen 117; Preetoriu« 65; ©cbiefU 2; ©cbmitt-Kottluff 52: ©cbtpinbl48; ©pecfter!77; ©pringinflee 
16I;lTrumm 9; balleton 151; Weift 107; Wirf4>ing 15,129,146,161; Wittlinger 105; Unbefannt 18,21, 
84, 87, 40, 72,79, 162, 168, 169. 

AbdttUfe: Kuburtin48,146; binbing8; bonapentura^77; bruefner I66;byron 100; ^Doffojetoffy 66; 
2)unfany III; Stanfifcbe ifbegefcbicbten 10; Srobeniu*69; ^enaff 175; (Bulbranffon 147; 6auptmann 
189; 6et>in 145; >5u<b 101; 3acque*75; £übbecfe 107; morgenffern 188,147; Horbenffiolb 168; Wffen- 
botpffi 89; Kiemerfcbmib 47; ©anfon 42;»rie«lanber 77. 

Öü<J)erUflc: 21 ,53,85,117, isj, J82. Ponoprtfum: j-w. 


186 



ai |iiniiiniiiiiimiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiniHiiiiiiiiiinniitiiii»iiniiiniiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiniiimiiiiiiiniiininiiiiiiHH»nniiii g 

| ^rcuni» ipetn | 

| ©t ne SeBen^gefc^tc^te | 

1 oon | 

| Smt( ®trau§ | 

1 Diese Geschichte einer Jugend hat den Ruhm des Dichters § 

| begründet; was den Freund Hein so unvergesslich macht, i 

i das ist das Schicksalhafte des Lebensganges dieses Jung- I 

i lings, der unter geht, weil seine wahre, holderlinhafte Na- | 

| tur der unzulänglichen Welt keine Zugeständnisse machen I 

ff kann. Dieses Buch wird Generationen überdauern. 5 

I 5 reun & i 

| erfcfyetntatö3.©nnb | 

| be$ „©ücberbunbe^". ©er 1.©anb | 

| ift©rete3Hinbet>on$&eobor5ontane,ber2.©anb | 

| #eiße3 £anb oon Norbert 3<*cqueg. ©ie 3 ©anbe, in § 

j gefcßmacfooiigebunben/fofteninÄafettenurpÖolbmarf^^ 1 

| ©ucfyfyanbiung f)at bCe ©änbe be$ „©ücfyerbunbeS "oorrätig. | 

| < 3Kft großem Qrrfoig ift ber 1. 3a^fgang abgefc&iojfen. ©ie | 

| fonnen bfe 3 ©änbe fofort ßaben, eine 3ierbe 3f>rer ©tb(to= | 

| tfyef, im einzelnen | 

| bte BtUtgften ©efcBenFBücBer. | 

| ©er „©udßer^unb'*' | 

| €tn^orn^©er(agtn©a^attbef27liindßen | 

iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii 

i87 


llltllUIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIltlllllllllllllllllllllllllltltlllllllllllllllllllillllllllllllttlMlllltlllllJIIIIIII 


DER PHILOSOPH 
DES NEUEN WELTBILDES 

OTTO FLAKE 

DINGE DER ZEIT 

a. Auflage. Halbleinen 4 Mk. — ln 5 Einzellieferungen, brosch. & —.50 Mk. 

ZUM GUTEN EUROPÄER 

12 Chroniken Werrenwags 
3. Auflage. Brosch. 2.60 Mk.; geb.3.50 Mk.; halbl. 4.00 Mk. 

Die Deutschen jeder Richtung und Gesinnung lesen diese Werke immer wieder mit 
Begeisterung, weil sie den ersten Versuch d&rstellen, das Chaos der Gegenwart zu 
klären, und die Lehre des siegreichen Widerstandes gegen das Dumpfe, Träge und 
Hysterische der Außenwelt zusammenfassen. Otto Flake lesen, heißt ein starker 
und bewußter Mensch werden wollen. Was ihr glühend ersehnt, ist hier verwirklicht: 

DER SIEGHAFTE DEUTSCHE MENSCH 
ELENA GOTTSCHALK VERLAG / BERLIN W 62 


3)ie beuffd)en 93olf3hfld)e? 

Erneuert non 9ti$arb 93enj 

SBie bie ©ebrüber ©ritnnt bic '3Kärdt)en, fo fcbenft9?i<harb <33enj bem beutfehen 
93olte bie 93olf$bü(her in ihrer originalen Raffung. ®a$ QOBefentlicbe an ihnen, 
bie < 2 inbeit oon ©toff unb 'Jorrn, bie 93Ubhaftigfeit ber Spraye unb oer oöllige 
Sluäbrucf beS ©efühlinbaltä im Älang ber SBorte unb im 9*hhthmu$ ihrer 93er* 
binbung ift bureb biefe 91uägabe erft wiebergewonnen worben. 9llle$ nur jeitlich 
99ebingte würbe auägef (haltet, fo bafj biefe alte ‘profa in ihrer unvergänglichen 
©chönheit unmittelbar ju unS rebet. 

Soeben erschienen alle Bände in neuen Auflagen. Druck, Satst- 
anordnung und Einband in vorkriegsmäßiger Ausstattung. 

©ie fieben weifen SSKeifter. 7. Sfb. 3n färb, 'pappbb. gj*. 4.00 
Äiftoria öon ©. Sobcmn Rauften. 7. $fb. 3n färb, ‘pappbb. <31?. 5.00 
^riffan unb Sfalbe. 6 . 'Sfb. 3n färb, 'pappbb. 90?. 5.00 
$iU (Sufenfpiegel. 6 . $fb. 3 « forb. ^appbb. Stt.5.00 
'Jorfunati ©Ittcffetf el unb Qöunfcbfnttiein. 6 . §fb. 3« färb. c pappbb. < 3Ji. 5.00 
©er gro^e ^Ueyanber. (©rfcheint fierbft 1924) 


ßugen 3) i e b e r i $ Q3erlag in 3 e n a 




188 


uiiiiiiimnmiimnmtHiiiiiimiHiiiiuniiftmiHtimiiintumiiHniiitiintiH 












189 







(Soeben erfdjeint: 


ttfretm 0pet>et 

Srou oon hanfa 

Vornan 

©ebeffet 3??. 3.50 * halbleinen 3Jt. 5.50 
★ 

Stau oon hanfa, ber 
großen ©ame unfercr 3oit unb 
unferer (befefffd)aff, begegnet in ber mach« 
tigen ©eflaft beö fremben hirfen auO ben (Sabiner« 
bergen baef Unerwartete unb ba$ unbewußt fletd Örfebnte. 

©io Sefletn ber Pflicht, ber (Sitte unb bfe auderiefenen ©ewobnpeiten 
eineO mit Sinmuf gepflegten ©afetnO werben burcb ein fpieferifd) be« 
ginnenbeoAbenteuer gelodert, bod) baO heroifdje in biefer Stau beruhigt 
fleh nicht bei bem (Spiel, fonbern forbert bao große (Sdjidfai beraub, 
©iefed oernicptet ihren ©erfucber, ben furchtbaren Stauenbegfütfer unb 
Stauenmbrber, unb gerbricpt in ber fcpauernb Ubcrtebenben baoXiebeo« 
giücf. ©en Nahmen ber fpannenben unb erfcbütternben 25e* 
geben^eit bitbet eine farbenreiche ©arflettung beo ge« 
feilfchaftiichen XebenO in ©erlin unb auf ben 
großen Rittergütern be$ beutfdjen 
Dfleno, bem Xanbe ber 
Sorflen unb 
©een. 

3u bejiepen burd) jebe gute iSudföanbtung. 2tudfüt)rfld)e profpette 
Ober bie 2Derfe 3Bfn>ctm ©peperd unb ben 33erfagdfafatog berlange man btreft bom 

(SrnftrftotDofyft 33er(Qg/25erfin2S 35 







niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiitiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiimiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiimiiitiiiiiiiiiimiiimiiiiiiiiiiE 


$ u d) * r * £ u tt & 

2. Jahrgang ob 1. <!>f lobet 1924 

iDer33tjcher*23unb iff im 2.Jahrgang bebeutenb erweitere wor» 
ben. 25er l£r folg bes erflen Jahrganges war banfber Jufriebenheit 
unb ber eifrigen Werbearbeit ber UTitglieber bes I.Jahrganges 
fo groß, bag wir »m 2. Jahrgang vielen Wünfchen entfprechenb 

nur ?lu 0 toaf)lbände 

$ur freien WahlbenttTitgliebern bieten. ÄetnepfUchtbänbe mehr. 

$ür den betrag oon 2 

erwirbt man bte UTitgliebf<haft auf ben2. Jahrgang unb erhalt 
bafur JO *5efte bes monatlich erfchcinenben -öücherrourms. £is 
finb feine Porausjahlungen mehr nötig. 25as UTitglieb verpflich¬ 
tet fleh «ue ?ur Abnahme von 3 43anben nach eigener Wahl unb 
jahlt pro 33anb 3.00 <E>mP. bei Erwerb bes Jöucpes, ber ju feber 
Jeit innerhalb ber 5rtfl bes 2. Jahrganges erfolgen Fann. l£s 
flehen mehr als 30 WerFe jur Auswahl jur Verfügung von: 

Wolfgang Soefc / Friedrich huch /dfolöe Kur? X 
Johannes fflfi Iler / £eo Peruh / Kofegger / Kohr* 
ba<h / Wilhelm 0d)äfer / 0<bleldj / 6trf nöberg / 
6<hmlh / Itagore / <f. Weib X £f<fler 

2llle 23anbe im gleichen Format unb einheitlich gebunben. 

0chon feQt nimmt febe 23uchhanblung UTitglieber- 
anmelbungen entgegen. Perlangen Sie profpcPte. 

0te haben FeinÄifiFo! 0iebeFommen ntrgenbs billiger 


ein wertvolles 23uch als burch ben 25ücher*43unb! 


Einhorn'Perlag in PadjaubtiOTfindjcn 


Aiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiinii 


niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiR 




Bücher über große Maler 

Hieronymus Bosch. Von Walter Schürmeyer. Mit 57 Llchtdrudciofeln. Halbleinen 
M. 25.00. . 

Cfizanne. Von Julius Meler-Graefe. Mit 38 Abbildungen. 7.—10. Tausend. Papp- 
band M. 4.00. 

Cfizanne und sein Kreis. Von Julius Meler-Graefe. Mit 171 Abbildungen. Halb¬ 
leinen M. 25.00. 

Courbet. Von Julius Meler-Graefe. Mit 8Ltchldruckiafeln, und 110 Abbildungen. 
6. — 7. Tausend. Halbleinen M. 20.00. 

Honorfi Daumler. Von Erich Klossowskf.Mit 165Abbildungen.2.—3.Tausend. 
Halbleinen M. 25.00. 

Degas. Von Julius Meier-Graefe. Mit 62 Lichtdrudctafeln. Halbleinen M. 25.00. 

Eug&ne Delacroix. Von Julius Meler-Graefe. Mit 162Abbildungen.3.-4.Tau¬ 
send. Halbleinen M. 25.00. 

Dflrer-Hand seid» nun gen. Von Heinrich Wölfflln. Mit 80 Abbildungen. 8—11. 
Tausend. Halbleinen M. 12.00. 

Vincent van Gogh. Von Julius Meler-Graefe. Mit 50 Abbildungen. ll.-15.Tau- 
send. Pappband M. 4.00. 

Van Gogh-Mappe. 15 Follobifitter auf Karton gelegt. Mit einer Einführung von 
Oskar Hagen. 11.—15. Tausend. M. 5.00. 

Persönliche Erinnerungen an Vincent van Gogh. Von seiner Schwe¬ 
ster. Mit 24 Abbildungen. 5.-7. Tausend. Pappband M. 4.00. 

Matthias Grünewald. Von Oskar Hagen. Mit 129 Abbildungen. 5.-7. Tau¬ 
send. Halbleinen M. 20.00. 

\ 

Max Liebermann. Von Karl Scheffler. Mit 124 Abbildungen. 7.-10. Tausend. 
Halbleinen M. 16.00. 

Hans von Maries. Von Julius Meler-Graefe. Mii65 Abbildungen. 11.-13.Tau¬ 
send. Halbleinen M. 10.00. 

Maries-Briefe. Mit vier Lichtdrucktafeln. Halbleinen M. 5.00. 

Reinbrandt. Von Hermann ESweln. Mit 6 Textabbildungen und 43 Tafeln. Halb¬ 
leinen M. 6.00. 

Rembrandt-Handzelchnungen. Von Carl Neumann. Mit94Abbildungen. 
8.-10. Tausend. Halbleinen M. 12.00. 

Schongauer-Handzeidinungen. Von Jakob Rosenberg. Mit 50 Abbildun¬ 
gen. Halbleinen M. 12.00. 

J acopo Tintoretto. Von Erich von derBercken und August LMayer. Mit 212 
Abbildungen. 2 Bünde zusammen Halbleinen M. 40.00. 


Der Piper-Bote für Kunst und Literatur bringt Interessante Original- 
aufsfitze mit vielen Bildern. Er erscheint viermal im Jahr und ist ln jeder guten 
Buchhandlung für 25 Pfennig zu haben. 

R. PIPER & CO. / VERLAG / MÜNCHEN 


■gerauageber: t». Weicfcarbt. Derlag: ISinborn-Derlag, beit )c inJDa 4 >au; für unverlangte ttlanuffripte 
toirfc feine Verantwortung übernommen; immer KücPporto beifügen. 0 e 4 >*« 5 efte— .90, bei 


direkter 3ufenbung 1.25. Srucf von <5. IVrevfing in JLeip 31 g. Poftvertrieb £eip 3 ig.